Ueberall wird von Counterstrike geredet, aber ich kenne irgendwie keinen einzigen, der das spielt. In der E-Sports Gemeinde ist das Spiel verstaendlicherweise noch sehr angesagt, aber die "breite Masse" an Jugendlichen wird doch ganz andere Spiele spielen?
Stichwort: God of War
cs und css sind schon noch sehr verbreitet, und (ironie an) die alten Menschen (die die uns u.a. regieren) kennen nunmal nur Counter Strike weils so gern von den Medien genannt und zerfetzt wird. (ironie aus)
CS ist eben als DAS "böse" Computerspiel gehypet worden. Das es deutlich brutalere, erlaubte Spiele gibt die vielleicht wirklich bei irgendnem 16jährigen nen Psychoschaden auslösen wissen die ja nicht.
Ich spiels nebenbei nicht, hat mich nie gereizt.
CS ist weit verbreitet, kennen viele (inzwischen auch Nicht-Spieler) und setzt auf Realismus. Dass es dafür herhalten muß ist doch logisch.
Ich glaube das liegt einfach daran, dass zu der Zeit als die Diskussion um Spiele mit einem hohen Grad an Gewalt anfing, Counter Strike ziemlich in Mode war und es bis heute noch der Sünderbock für jeden Ammoklauf ist.
Problematischer sehe ich eher das die Lehrer es nur oberflächlich Betrachten werden.
CS (o.ä.) ist auf den ersten paar Blicken einfach ein geballere.
Aber um die Faszination und die Verbreitung zu verstehen muss man es SPIELEN und zwar RICHTIG.
Dazu hätte man vielleicht einfach die Lehrer mit vernünftigen Spielern (die sie an der virtuellen Hand herumführen) mischen sollen und diese gegeneinander antreten lassen.
Vielleicht anschließen noch einen reinen Lehrerwettkampf machen.
Dann würden sie vielleicht verstehen das alles nur eine moderne Version von Räuber & Gendarm / Cowboy & Indianer ist.
Floh schrieb:
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> CS ist weit verbreitet, kennen viele (inzwischen auch Nicht-Spieler) und
> setzt auf Realismus. Dass es dafür herhalten muß ist doch logisch.
Was für eine klassische Falschaussage.
CounterStrike (1.6 und Source) ist nichtmal ansatzweise Realisitisch. Nur weil dort "menschenähnliche" Polygonhaufen (mal grob ausgedrückt) rumlaufen?
Dann erklär mir mal bitte wie man in echt, mit einer AWM(Arctic Warfare Magnum) rumspringen kann und im flug schießen kann ohne umzufallen, ich glaub nichmal wirklich das man diese Waffe im stehen einfach abfeuern könnte.
Grafisch gesehen ist CS/CSS auch weit von Realismus entfernt.
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b2t: Der Grund warum CS nun eben gerade auf solchen Eltern-LANs bzw. Veranstaltungen gezeigt wird ist, wie schon erwähnt, weil es von den Medien als DAS böse gesehen wird.
Ich selbst spiele Counterstrike seit Jahren, aber nicht weil ich es toll oder erregend finde irgendwelche Spieler über den haufen zu schießen, sondern aus dem Grund mich mit anderen Leuten zu messen. Mir selbst zu beweißen was man mit Reaktion, Hand-Augen-Koordination etc. leisten kann, bzw. wie belastbar bin ich in einer Stresssituation.
Ja klar hast du da recht, aber unter den verbreiteten Spielen hat es am meisten Realismus und das menschenähnliche genügt für die Medien auch schon.
Quake und UT sind auch sehr alt und weit verbreitet, aber werden so gut wie nie genannt.
Sorry aber CS(S) als nicht-real zu bezeichnen mit deiner Begründung ist schlichtweg ne Ausrede. Selbst wenn alles "real" aussehen würde, könntest du noch argumentieren, dass es nicht real ist weil du ja nicht richtig stirbst oder du die Waffe immer mit den gleichen Animationen abfeuerst. Dieses Argument nimmt dir also keiner ab, da musst du schon tiefer in die Trickkiste greifen.
Ich denke es ist einfach abschreckend, eine Generation von (im Schnitt!) 2.5-Stunden-täglich spielenden [1], schlechte Noten schreibenden [2] Kinder grosszuziehen. Verbieten kann man es nicht, das Leben "draussen" müsste hald einfach mal etwas attraktiver werden. Lernen ist nunmal für die meisten Schüler nicht mit dem selben Adrenalin und Serotoninschub verbunden, wie mal nen Drachen in World of Warcraft zu besiegen. Während die neuen Generationen anspruchsvoller gegenüber Lehrmethoden werden (während sich Grossteile der Lehrerschaft nicht mal einigermassen passender Didaktik bedienen kann), wird die Wirtschaft anspruchsvoller gegenüber die zu erbringenden Leistung. Das wird nicht aufgehen und resultiert in sozialem Disaster, Zwei-Klassen Gesellschaften und weiteren finsteren Horrorszenarien. Videospiele sind dabei nur das neue Opium fürs (insb. junge) Volk.
[1] http://www.zeit.de/online/2009/12/computerspielsucht-jugend-2?page=all
[2] http://www.golem.de/showhigh2.php?file=/0802/57753.html
Floh schrieb:
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> Ja klar hast du da recht, aber unter den verbreiteten Spielen hat es am
> meisten Realismus und das menschenähnliche genügt für die Medien auch
> schon.
> Quake und UT sind auch sehr alt und weit verbreitet, aber werden so gut wie
> nie genannt.
Nicht wirklich, wie schon erwähnt: im Sprung mit AWP schießen, nicht umfallen und auch noch Treffen. Und seitwärtslaufen kann ich auch nicht so gut ;)
Ein realitätsnahes Spiel ist z.B. Red Orchestra (kein Fadenkreutz, Munitionsanzeige, Lebensanzeige,...)
Ich behaupte einfach mal, dass der geschickliche Anspruch (daraus folgt das sich-mit-andere-Messen-wollen), die intuitive/angenehme Spielsteuerung und das gute Balancing bei CS und CSS wesentlich mehr zum Spielspaß beitragen als Realismus und irgendwelche Gewaltdarstellungen, die im Gegensatz zu manch anderen Spielen als harmlos bezeichnet werden können.
It's me, Luigi schrieb:
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> Sorry aber CS(S) als nicht-real zu bezeichnen mit deiner Begründung ist
> schlichtweg ne Ausrede. Selbst wenn alles "real" aussehen würde, könntest
> du noch argumentieren, dass es nicht real ist weil du ja nicht richtig
> stirbst oder du die Waffe immer mit den gleichen Animationen abfeuerst.
> Dieses Argument nimmt dir also keiner ab, da musst du schon tiefer in die
> Trickkiste greifen.
>
> Ich denke es ist einfach abschreckend, eine Generation von (im Schnitt!)
> 2.5-Stunden-täglich spielenden [1], schlechte Noten schreibenden [2] Kinder
> grosszuziehen. Verbieten kann man es nicht, das Leben "draussen" müsste
> hald einfach mal etwas attraktiver werden. Lernen ist nunmal für die
> meisten Schüler nicht mit dem selben Adrenalin und Serotoninschub
> verbunden, wie mal nen Drachen in World of Warcraft zu besiegen. Während
> die neuen Generationen anspruchsvoller gegenüber Lehrmethoden werden
> (während sich Grossteile der Lehrerschaft nicht mal einigermassen passender
> Didaktik bedienen kann), wird die Wirtschaft anspruchsvoller gegenüber die
> zu erbringenden Leistung. Das wird nicht aufgehen und resultiert in
> sozialem Disaster, Zwei-Klassen Gesellschaften und weiteren finsteren
> Horrorszenarien. Videospiele sind dabei nur das neue Opium fürs (insb.
> junge) Volk.
>
> [1] www.zeit.de
> [2] www.golem.de
Worauf willst du hinaus?
Nach deiner Argumentation sind Fernsehen und Alkohol ebenso "Opium fürs Volk"
> Nach deiner Argumentation sind Fernsehen und Alkohol ebenso
> "Opium fürs Volk"
Richtig!
Die Antwort ist imo ganz einfach: Das Thema Gewalt in Computerspielen ist bei den Medien damals angekommen, als CS aktuell war.
Seitdem wird das Thema immer wieder mal aufgegriffen, wobei sich die Medien aber nie wirklich neu mit dem Thema auseinandersetzen, sondern einfach nur die alten Inhalte von damals kopieren. Daher zeigen sie die immer gleichen (alten) CS Bilder und keine aktuellen Spiele oder zumindest CSS, was ja deutlich realistischer aussieht als das alte CS.
Und die Politiker setzen sich mit der Thematik ja nun gar nicht wirklich auseinander, sondern greifen nur das auf, was sie in den Medien sehen + dichten sich eine Meinung dazu, mit der sie bei der breiten Wählerschaft punkten können. Und die breite Wählerschaft sind halt (noch) nicht die Gamer (dürfte aber bald soweit sein).
TheTank schrieb:
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> Dann würden sie vielleicht verstehen das alles nur eine moderne Version von
> Räuber & Gendarm / Cowboy & Indianer ist.
20-Jährige, die „Räuber und Gendarm” 2.0 so ernst nehmen wie 5-Jährige wie die analoge Vorgängerversion. Was sagt das über unseren Nachwuchs aus...
Korrekt. Nur äussern sich diese anderst.
Während Videospiele Glücksgefühle hervorrufen können (gabs auch mal einen Bericht drüber, finde ihn leider gerade nicht auf Anhieb), wird bei Alkohol und TV die Gefühlslage durch beeinträchtigen körperlicher Funktionen bzw. Berieselung durch Nebensächlichkeiten "besänftigt" bzw. abgelenkt.
Denk mal drüber nach. Es geht mir darum, Schaden aufzuzeigen aber Ursachen klarzustellen. Ich liebe es zu spielen und zügle mich nur wegen meiner Freundin, aber ich merke, dass es mir gut tut. Genauso gut tut es mir zu spielen, aber es ist schlichtwegs anderst.
Junger Werther schrieb:
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> TheTank schrieb:
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> > Dann würden sie vielleicht verstehen das alles nur eine moderne Version
> von
> > Räuber & Gendarm / Cowboy & Indianer ist.
> 20-Jährige, die „Räuber und Gendarm” 2.0 so ernst nehmen wie 5-Jährige wie
> die analoge Vorgängerversion. Was sagt das über unseren Nachwuchs aus...
"Männer werden nicht erwachsen - nur die Spielzeuge werden größer" ;)
Der Boris schrieb:
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> "Männer werden nicht erwachsen - nur die Spielzeuge werden größer" ;)
Yay. :D Endlich mal ein Beitrag, bei dem einem nicht das Essen wieder hoch kommt. :)
It's me, Luigi schrieb:
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> Ich liebe es zu spielen und zügle mich nur wegen meiner
> Freundin, aber ich merke, dass es mir gut tut. Genauso gut tut es mir zu
> spielen, aber es ist schlichtwegs anderst.
???
Der Boris schrieb:
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> Ein realitätsnahes Spiel ist z.B. Red Orchestra (kein Fadenkreutz,
> Munitionsanzeige, Lebensanzeige,...)
America's Army? Wobei... irgendwo hab ich mal einen Artikel gelesen/gesehen, in dem Bundeswehr-Soldaten AA gespielt haben. Die haben gesagt, daß nicht mal das im Spiel simulierte M16 reel so oft Ladehemmung hat wie im Spiel, obwohl das Ding ziemlich anfällig ist.
Ich mus allerdings sagen, mit Shootern mit 'realistischem' Hintergrund hab ichs gar nicht. Ich bevorzuge so sachen wie UT, AvP und Bioshock.
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