... die da die BWLer getroffen haben. Micro Payment funktioniert völlig anders als ein Abo-System und zeigt langfristig auch eine grundlegende andere Charakteristik.
Ein klarer Vorteil des Abo-Systems ist, das langfristige Einnahmen zu erwarten sind, auch ohne neue Inhalte da durch das Abo eine psychologische Abhängigkeit entsteht, der Spieler ist nicht bereit das Spiel und somit sein Geld so einfach aufzugeben. Das bedeutet zwar auf kurze Zeit nur wenig Gewinn, langfristig ist das Überleben des Spiels aber gesichert.
Betrachtet man hingegen das Micropayment-System so fällt einem auf dass die Spieler anfänglich zwar deutlich mehr zahlen als sie es bei einem Abo bereit gewesen wären (ca. 3-4x so viel, Erfahrungswert), allerdings hält diese Zahlungsmoral nur so lange an wie dem Spieler permanent neue Inhalte geboten werden. Kein Spieler ist bereit weiterhin für Inhalte zu zahlen die er bereits kennt, das gilt auch für Verbrauchsgegenstände. Langfristig sinken die Einnahmen durch ein Micropaymentsystem deutlich unter die eines Abo-Systems, 1-2 Monate ohne Neuerungen bedeuten in der Regel sogar bereits das finanzielle Aus des Spiels und einen rapiden Wegfall der Userschaft. Die höchsten Gewinne bei einem Micropaymentsystem werden in den 2-4 Monaten direkt nach der Einführung erzielt, danach sinken die Umsätze auf ca. 30-50% des anfänglichen Werts ab.
Ein weiterer Punkt ist, das viele Spieler sich durch die Möglichkeit sind Items zu kaufen bevorteiligt fühlen, effektiv vergrault man sich dadurch die Stammspieler und ist vollständig auf Casualspieler angewiesen. Gewissermaßen ist der Umstieg zum Micropayment der letzte Ausverkauf bevor ein Spiel komplett vom Markt genommen wird.
Naja die Abos gibt es immernoch, und die Einschränkungen, die es bei Free2Play in LotrO geben wird, sollen einen dazu bringen ein Abo abzuschließen.
Wie es schon bei DDO der Fall war
Ext schrieb:
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> ... die da die BWLer getroffen haben.
Na hätten die mal lieber dich gefragt!
Tja, recht hat er. Hätte man das mal gemacht...
Im asiatischem Raum funktioniert das System seit Jahren wunderbar, die Frage ist lediglich, ob es 1:1 auf Europa übertragbar ist. Und da macht wohl nur der Versuch klug...
Hmm, nur mal so als Feedback zu den Berechnungen, die Ext hier aufgestellt hat.
Es zahlen also die Spieler anfänglich mehr: "(ca. 3-4x so viel, Erfahrungswert)" --> nehmen wir mal 3.
...
"danach sinken die Umsätze auf ca. 30-50% des anfänglichen Werts ab" --> nehmen wir mal 30%
Du sagst also, es sei viel viel schlechter und das Ende des Spiels, sagst aber gleichzeitig, daß man von 100% am Anfang zuerst auf 300% raufgeht, um dann auf schlechtestenfalls knapp 100% runterzugehen. Was ist daran jetzt genau schlechter?
Ehrlich, ich maße mir nicht an, genau beurteilen zu können, ob das wirklich funktioniert oder nicht, aber wenn jemand schon so ein Kommentar schreibt, dann sollte derjenige wenigstens vorher mal überprüfen, was er da gerade eigentlich erzählt.
Naug Eichentisch schrieb:
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> Ehrlich, ich maße mir nicht an, genau beurteilen zu können, ob das wirklich
> funktioniert oder nicht, aber wenn jemand schon so ein Kommentar schreibt,
> dann sollte derjenige wenigstens vorher mal überprüfen, was er da gerade
> eigentlich erzählt.
tja oder man sollte vielleicht mal bei Frogster nachfragen, denn die haben für Bounty Bay Online ja beide Modelle am Start und wenn ich mich recht entsinne hatten die dank Runes of Magic auch ein recht positives Geschäftsergebnis
Ich habe nix gegen Christen. Ich habe nix gegen Moslems. Ich habe nix gegen Vegetarier. Ich habe nix gegen Apple-Fans. Aber ich habe etwas gegen Missionare...
Naug Eichentisch schrieb:
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> Ehrlich, ich maße mir nicht an, genau beurteilen zu können, ob das wirklich
> funktioniert oder nicht, aber wenn jemand schon so ein Kommentar schreibt,
> dann sollte derjenige wenigstens vorher mal überprüfen, was er da gerade
> eigentlich erzählt.
Du bist hier im Golem Forum, hier ist Fachwissen schon fast ein Negativkriterium. ;)
Ext schrieb:
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> Spieler anfänglich zwar deutlich mehr zahlen als sie es bei >einem Abo bereit gewesen wären (ca. 3-4x so viel, >Erfahrungswert), allerdings hält diese Zahlungsmoral nur so >lange an wie dem Spieler permanent neue Inhalte
> geboten werden.
Das ist exakt der Punkt: welches Onlinegame bringt dir wirklich weiterhin Inhalte? Damit stimmt deine Analyse: ein F2P Game kann in den ersten 3 Monaten 3-4x mehr Geld für Bequemlichkeit abgreifen, danach hast Du zwar Hardcore-Gamer die vielleicht länger bleiben (meist wegen ihrer Clans/Gruppen/Freunden); aber die bringen dann weitaus weniger Geld.
Wenn dein Geschäftsmodell ist, mehr "First Time Gamer" anzulocken - und nicht die langfristigen Spieler - dann macht F2P mehr Sinn. Ob Turbine jetzt weiterhin großen Content nachliefert, steht daher sicherlich in den Sternen.
Alle Online-Games behaupten sie liefern neuen, großen Content, aber bis auf WoW hat doch kaum einer richtig große Story-Arcs geliefert (EvE ist da eine Außnahme, aber bei denen ist das Gameplay komplett anders, da wird der Content durch die Politik der großen Clans 'geschaffen').
Mir gehen die ganzen Onlinegames auf den Sack. Überall soll ich irgendwie "Grinden". (Bei Star Trek Online ist man ja nur am rumlaufen mit seinem Tricoder. Das ist doch superöde!) Das macht mir alles keinen Spass.
=======Bx
Das kommt ganz aufs Spiel an. Ich hab auch schon einige F2P-Spiele gespielt, und was da teilweise von den Spielern im Itemshop verballert wurde, würde jedes Abo sprengen. Und das dauerhaft. Schlimmstes Beispiel war dahingehend Shayia, in welchem man im PvP (gibt zwei verfeindete Fraktionen, die sich in speziellen Zonen nach "King of the Hill"-Manier knüppeln) ohne Bezahlitems kaum noch eine Chance hat. Durchschnittliche gehen da so 20-30 Euronen über den virtuellen Ladentisch. Die Top-PvPler kommen auf wesentlich mehr.
Gruß
Tantalus
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Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.
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