Wie soll die Rechnung denn aufgehen?
Selbst wenn es keine hochqualifizierten, gutbezahlten Programmierer waren .... länger als 3-4 Monate hätte die Entwicklung demnach nicht dauern dürfen.
Du überschätzt das Einkommen von Programmiersklaven in der Spielebranche :)
In der Praxis besteht das Team immer auch aus einigen Anwärtern, also Praktikanten, die ihre Bachelorarbeit schrieben oder Azubis.
Dann sollten die sich aber schleunigst einen besser bezahlten Job suchen.
Spieleprogrammierung würde ich mal als die hohe Kunst bezeichnen. Ich bin "nur" JEE Programmierer und verdienen - nach dieser Rechner - doppelt so viel.
30 Programmierer dürfte kaum viel Sinn machen ... 30 Entwickler triffts wohl besser. Grafiker, Game Designer (i.e. Mapdesigner, Mission/Dialog Scripter usw.), Tester etc. gehören schliesslich auch dazu. Ein paar Praktikanten sind sicher auch dabei.
Das kommt mit dem Budget schon hin ... die Verdienste in der Branche sind, gemessen an den Anforderungen und oft auch der notwendigen Hingabe (übersetzt = Stundenzahlen) kümmerlich. Natürlich sind Browsergames nun nicht gerade die Königsklasse, aber diese Projekt scheint ja doch etwas ambitionierter zu sein.
Signifikant mehr als 3000€ Bruttolohn ist leider eher eine Seltenheit.
Nun, wenn man einfach denkt mit den Bruttolöhnen arbeiten zu können dann geht das wohl auf.
Bedenkt man aber das ein Arbeitsplatz noch einies mehr kostet als nur das was beim Entwickler auf dem Lohnzettel steht, dann reicht es wohl doch nicht mehr so ganz. ;)
Entweder da sitzen echt einige Studenten mit drinnen oder die angegebenen Kosten sind wirklich bloß auf die Bruttoarbeitslöhne gerechnet.
Hinzu kommt aber bestimmt auch das die Summe für die Medien stark gerundet wurde. ;)
So riesig wie immer geredet wird, sind die Nebenkosten nicht. Bei 3000€ Brutto etwa 600€. Die Arbeitsplatzeinrichtung für einen Browsergameentwickler ist praktisch vernachlässigbar - mit 50€ pro Monat, betrachtet auf 3 Jahre Nutzzeit fürn PC und deutlich längerer Zeit für die Möbel kommt man wohl locker hin.
Anteilige Verwaltungskosten/Büromiete - ebenalls gering da man weder spezielle Räumlichkeiten noch extrem viel Platz benötigt ... nochmal 100-150€ pro Monat.
Alles in allem kommt man mit 4000€/Monat wohl bequem hin. Die Rechnung geht natürlich nicht auf, wenn man das 30x berechnet - es bleiben nur ~2800€ pro Monat. Aber wie gesagt sind 3000€ tendenziell schon Besserverdiener, du würdest dich wundern wie viele Entwickler in Firmen die anerkannte AAA Blockbuster abliefern, weniger bekommen. Für jeden Praktikanten oder Studenten der nur ein paar 100€ bekommt kann man wiederum mit dem Rest 2 Fulltimegehälter aufbessern etc.
Wie gesagt, das dürfte schon ganz gut passen.
Muster Maxmann schrieb:
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> Wie soll die Rechnung denn aufgehen?
>
> Selbst wenn es keine hochqualifizierten,
> gutbezahlten Programmierer waren .... länger als
> 3-4 Monate hätte die Entwicklung demnach nicht
> dauern dürfen.
Programmierer kommen und gehen ;-)
Außerdem nett sich selbst der Nachbarsjunge "Programierer". Der ist froh, wenn er für 20€ dem Bäcker ne Homepage basteln darf.
Aehm ne Homepage zu machen ist ein bischen was anderes als zu Programmieren...
1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.08.09 12:52 durch RaiseLee.
Also "30 Programmierer" ist schon eine komische Aussage. Und was ist mit Grafik, Gamedesign, Projektleitung, usw. ? Die kosten dann ja nichts :-)
Und ein Entwickler der sich für 1mio/30stel im Jahr (also Arbeitnehmerbetrag, also nicht mal das Jahresbrutto) arbeitet: entweder total grün oder total dumm sich so zu prostituieren.
Also "30 Programmierer" ist schon eine komische Aussage. Und was ist mit Grafik, Gamedesign, Projektleitung, usw. ? Die kosten dann ja nichts :-)
Und ein Entwickler der sich für 1mio/30stel im Jahr (also Arbeitnehmerbetrag, also nicht mal das Jahresbrutto) arbeitet: entweder total grün oder total dumm sich so zu prostituieren.
steht auch auch nirgendwo das es in dtl. programmiert wird. vielleicht ein paar "sklaven" in indien oder russland können das bestimmt auch und dann kommt man mit der million schon sehr weit
Wer sagt, dass alles Angestellt sein muessen? Koennen ja selbstaendige sein. Das kostet weniger Sozialversicherung und die konnen praktischerweise auch gleich ihre eigene Hardware mitbringen.
Alles schon gesehen...
-Ein ExGameDev
... wird nicht richtiger wenn man es wiederholt...
Zunächst mal heißt es, das 30 Leute an dem Projekt arbeiten, d.h. nicht jeder wird Programmierer sein.
Unterstellt man ein durchschnittliches Jahresgehalt von 30.000 € so kommt man bei 30 Arbeitnehmern auf eie Summe von knapp 900.000 €
Zwar fallen natürlich auch noch Arbeitgeber-Abgaben an, jedoch wird es bestimmt auch einige Mitarbeiter geben die nur 20.000 - 25.000 € verdienen.
Richtig, aber bei einem Browser Game wird auch der ein oder andere Webdesigner beschäftigt sein. Und der läuft auch unter Programmierer.
Cheffe kriegt von der Million natuerlich schonmal 200.000 Brutto.
Bleibt also nicht soviel fuer die Sklaven uebrig nach der Mietzahlung und sonstigen Nebenkosten.
Ausser die Millionen bezieht sich nur auf die Projektkosten, nicht auf die Nebenkosten.
Gruss,
Blubsi
Die Mio bezieht sich nur auf die Kosten die durch eben dieses Projekt entstanden sind.
Wenn also Senior Programmierer A-K mit 20 Std. eingeplant waren dann zählen auch nur diese 20 Std. Sozialabgaben etc. sind bei Stammpersonal in den Fixkosten verankert. Ähnlich ist es bei den Gehalt vom Chef .. das wird im "overhead" gelistet.
Hardware, Mietkosten, Teppich, Toilette, Kaffe, (beliebig erweiterbar) sind alles Fixkosten. Wird garnicht dem projekt zugeordnet. Wenn das Projekt besonders beschissen ist und man mehr Kaffee braucht, trotzdem Fixkosten.
So gesehen kommt man mit ein paar engergierten ( Wirtschaftssdeutsch,für unbezahlte Überstunden) Senior Programmierern, ein paar Programmieräffchen und kreativen potential aus Studis und Azubis gut hin.
Danke Hevob. Wollte auch gerade schreiben, dass 30 Entwickler, die an einem einjährigen Projekt beteiligt sind nicht alle das ganze Jahr dran arbeiten.
Manche arbeiten da vielleicht nur Teilzeit dran, oder (noch viel wahrscheinlicher) nur in bestimmten Projektphasen.
Die Rechnung Projektkosten / Anzahl der Projektmitarbeiter = Gehalt der Mitarbeiter ist einfach Quatsch. Mag sein, dass sie größtenteils schlecht bezahlt sind, aber aus den hier genannten Zahlen kann man das nicht (eindeutig) schließen.
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