Leider ist es meistens so das diese Indie games leider fast nur Casual dreck ist, selten kommen richtig gute spiele für normale gamer raus...
Was ich vor allem finde ist, das "Indie-Games" fast nur ueber reine Spielemechanik/Steuerung funktionieren, also fast nur Geschicklichkeitsspiele sind, aber i.d.R. jegliche Story vermissen lassen. Das macht es mir persoenlich schwer an den Spielen gefallen zu finden.
Wiso gibt es bei Indie-Spielen immer nur so wenige Adventures oder andere Spiele mit guter Story, welche auch storygetrieben sind? Ich vermute mit Geschichtenerzaehlen haben es die ganzen Kunsthochschulstudenten nichtso.
Der "normale" Gamer will im Normalfall ja auch sowas wie Crisis sehen, wo man sich quasi in einem interaktiven Kinofilm befindet. Motion Capture Animationen, High-Res Texturen, Studio Sounds, etc. .... sowas können Indie Entwickler im Regelfall nicht bieten (wobei "Independant" ja nur sagt, dass man keinem Publisher oder ähnlichem untersteht, was natürlich nicht per se ein gewisses Budget ausschließt).
Abgesehen davon sind Casual Games doch ziemlich angesagt im Moment. Also trifft man da schon den Zahn der Zeit.
Turner schrieb:
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> Wiso gibt es bei Indie-Spielen immer nur so wenige Adventures oder andere
> Spiele mit guter Story, welche auch storygetrieben sind? Ich vermute mit
> Geschichtenerzaehlen haben es die ganzen Kunsthochschulstudenten nichtso.
Da liegst Du Goldrichtig. Dafür müsste zur Entwicklung erst ein Drehbuch erarbeitet und ein Storyboard erstellt werden. Da die meisten Indie-Game Entwickler aber nur Designer und Programmierer sind, ist es nicht weit her mit dem Erzählerischen können. Dazu wäre Unterstützung von einen Profi nötig, um auch die Geschichtlichen Verzweigungen im Spiel selbst schlüssig darzustellen.
Und wie schon \pub\bash0r schrieb, ist der Casualmarkt derzeit am atraktivsten und verspricht am schnellsten einen durchbruch in der Spieleszene bekannt zu werden.
Es ist ja auch net unbedingt immer die story die fehlt,einfach irgendwie die langzeitmotovation, es auch mal länger als 5 minuten zu spielen, oder mehrmals durch zu zocken...
Indie bedeutet eben nicht nur Casual-Spiele, auch wenn diese leider wegen ihres Erfolges mehr im Fokus stehen. Es gibt für fast jedes Genre Entwickler, man muss eben leider oft danach suchen. Anbei ein paar Beispiele für den Adventurebereich:
Aminata Design (Machinarium, Samorost)
Tale of Tales (Fatale, The Path)
Darkfallgames (Dark Fall Serie)
Wadjet Eye Games (Blackwell Serie, Gemini Rue)
Frictional Games (Penumbra Serie, Amnesia)
Gerade die Wadjet Eye Spiele erzählen tolle Geschichten, dürften aber mit ihrer Grafik den normalen Spieler abschrecken. Aminata Design und Tale of Tales produzieren dagegen eher sehr künstlerische Spiele, während Darkfallgames und besonders Frictional Games im wahrsten Sinne des Wortes reinster Horror sind. Preislich liegen diese Titel über den typischen Casual-Spielchen, weswegen sie wahrscheinlich von den meisten Leuten hier nicht als Indie-Spiele angesehen werden.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.02.11 13:30 durch DancingBallmer.
\pub\bash0r schrieb:
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> Der "normale" Gamer will im Normalfall ja auch sowas wie Crisis sehen, wo
> man sich quasi in einem interaktiven Kinofilm befindet. Motion Capture
> Animationen, High-Res Texturen, Studio Sounds, etc. .... sowas können Indie
> Entwickler im Regelfall nicht bieten (wobei "Independant" ja nur sagt, dass
> man keinem Publisher oder ähnlichem untersteht, was natürlich nicht per se
> ein gewisses Budget ausschließt).
>
> Abgesehen davon sind Casual Games doch ziemlich angesagt im Moment. Also
> trifft man da schon den Zahn der Zeit.
Wenn man jetzt ketzerisch ist, dann könnte man behaupten, das Spiele wie Crysis oder Call of Duty im Grunde auch Casual Games sind. Wenn auch mit gestreckter Spielzeit. Viele anderen Kriterien eines Casual Games treffen auch hier zu:
- leichte Zugänglichkeit,
- intuitive Eingabemethoden,
- kooperatives Gameplay,
- schnelle Erfolgserlebnisse,
- kurzweilige Unterhaltung,
- ohne langwierige Lernphase.
(Quelle)
Ich meine, diese Spiele zu schaffen ist doch heutzutage keine echte Herausforderung mehr (egal auf welchem Schwierigkeitsgrad man sich befindet). Wenn ein Punkt schwieriger wird, dann kann man solange probieren bis man (zur Not mit Glück) durchkommt (Autosave sei dank). Nicht so wie in den 80er und 90er mit den Platformern. Drei Leben, ein Continue. Und wenn du den Boss-Kampf kurz vor Schluss versaust, dann kannst du von Anfang an beginnen. DAS war noch Hardcore ;)
DancingBallmer schrieb:
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> Frictional Games (Penumbra Serie, Amnesia)
Penumbra habe ich schon durch gespielt und kann es Freunden des Psychohorrors nur empfehlen.
Für die anderen Tipps möchte ich mich bei Dir bedanken. Ich werde mich mal über die Games informieren.
Ein gutes Gegenbeispiel wäre Aquaria. Eine wirklich ausgezeichnete Story. Alec ist aber auch wirklich talentiert was den Künstlerischen Sektor angeht, sieht man auch an der Musik.
Ansonsten gebe ich dir Recht. Darüber definiert sich das Genre aber auch nicht. Es sind einfach nicht die Mittel da eine Lange Story mit langen Sprachausgaben und viel Content zu erstellen.
Dem Casual Argument kann ich auch beipflichten, allerdings mit weniger negativem Unterton. World of Goo zum Beispiel hat nicht durch "Powergaming" bestochen sondern die vielfältigen Levels beim ersten durchspielen.
Minecraft dagegen hat schon eine steilere Lernkurve, vor allem wenn man sich in die ganzen Mechaniken wie Redstone Circuits einarbeitet.
Torchlight 2 wird vermutlich auch für den D2-Powergamer interessant werden, obwohl es sich um ein Indie Game handelt.
Was aber kein mir bekanntes Indie Game bietet ist "noncasual" kompetitives Multiplayer Spiel. Wer das sucht ist bei CoD und Konsorten aber vermutlich auch besser aufgehoben.
tomek schrieb:
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> Wenn man jetzt ketzerisch ist, dann könnte man behaupten, das Spiele wie
> Crysis oder Call of Duty im Grunde auch Casual Games sind.
Warum sollte es ketzerisch sein, wenn es doch stimmt?
Okay, ketzerisch - vom Glauben abweichen - insofern stimmt es schon, da könnte man dich durchaus als "Katzenanhänger" bezeichnen ;-)
> Wenn auch mit
> gestreckter Spielzeit. Viele anderen Kriterien eines Casual Games treffen
> auch hier zu:
Komisch, die englische Version klingt irgendwie anders.
Die Spielzeit dürfte auch keine Rolle spielen.
Es gibt immer Überschneidungen bei dieser Art von Begriff.
Im Grunde waren die ersten Spiele fast ausschließlich "casual" - und "core" war immer eher eine Ausnahmeerscheinung.
> Und wenn
> du den Boss-Kampf kurz vor Schluss versaust, dann kannst du von Anfang an
> beginnen. DAS war noch Hardcore ;)
Stimmt. Da gibt es ein schönes Video, wo jemand bei irgend einem Mario-Teil verzweifelt... so ein Schwierigkeitsgrad ist nicht mehr zeitgemäß.
Hat vermutlich mit LucasArts angefangen, ein Adventure wo man nicht mehr sterben kann.
flasherle schrieb:
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> Leider ist es meistens so das diese Indie games leider fast nur Casual
> dreck ist, selten kommen richtig gute spiele für normale gamer raus...
Normale Gamer sind aber aus dem entstanden was du heute als "Casual Dreck" bezeichnest.
Frag mich was alle immer gegen solche Spiele haben, oder kommt ihr euch nichtmehr elitär genug vor, wenn normale Menschen auf einmal auch spielen und müsst euch durch solche abfälligen Bezeichnungen abheben?
Ich spiel oft genug noch mitm C64 und die Spiele machen oft mehr Spaß als alle Crysisse und CoDs zusammen.
> Normale Gamer sind aber aus dem entstanden was du heute als "Casual Dreck"
> bezeichnest.
In wiefern das denn? Also ich bin nicht mit Casual-Spielchen aufgewachsen.
Eben, viele Spiele von damals waren den heutigen Casual Spielen recht ähnlich. Einzig die Schwierigkeitsgrade sind massiv nach unten geschraubt.
Ich kann mich nicht erinnern, dass es damals so rund ging, als z.B. Tetris in Mode kam. Tetris ist aber wohl mehr als eindeutig ein Casual Game.
Dorsai! schrieb:
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> Was aber kein mir bekanntes Indie Game bietet ist "noncasual" kompetitives
> Multiplayer Spiel. Wer das sucht ist bei CoD und Konsorten aber vermutlich
> auch besser aufgehoben.
Kommt darauf an, was man darunter versteht (und ob man sich auf den Apps-Markt beschränkt). Man könnte Battle for Wesnoth und Freeciv darunter einordnen, desweiteren könnten einige Browsergames darunter fallen, da gibt es doch sicherlich auch noch eine Indie-Entwicklerszene.
Turner schrieb:
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> > Normale Gamer sind aber aus dem entstanden was du heute als "Casual
> Dreck"
> > bezeichnest.
> In wiefern das denn? Also ich bin nicht mit Casual-Spielchen aufgewachsen.
Was waren viele C64-Spiele denn? Wenn Frogger kein Casual war, was dann? Oder Blue Max? Oder auf dem Amiga: Silkworm, Golden Axe oder Street Fighter. Und was ist mit Tetris oder Blockout? Hat da jemals jemand eine Anleitung gesehen oder musste sich großartig einarbeiten? Alles Casuals, einfach dransetzen und los gehts.
Das ist so nicht richtig. Die Aehnlichkeit ruehrt vor allem daher das viele aktuelle Casualgames auf Retro machen. Damals stellten diesse Spiele aber das Beste dar was Grafik und Komplexitaet zu annehmbaren Kosten hergaben. Ausserdem muss man da Spielhalle und Homecomputer/Konsolen trennen, Arcades waren schon immer eine ganz andere Geschichte.
Sie waren das was der C64 hergab. Und in Anbetracht dessen das es fuer die Spieler ein voellig neues Erlebnis war auch nicht wirklich Casual. Aber die Welt bestand ja zum Glueck auch aus GEraeten die mehr als nur 64K Speicher hatten. Amiga sei dank.
Wesnoth ist ein Open Source Spiel und von daher nicht unbedingt vergleichbar, da es ein anderes Entwicklungsmodell hat. Aber ansonsten hast du natürlich recht.
Als Multiplayer Shooter viel mir dann nach dem Verfassen des Beitrages noch Natural Selection 2 ein, was auf ausschließlich Multiplayer ausgelegt ist und auch nicht besonders "casual" ist.
Der Grund warum eher Casual Games rauskommen, liegt doch auch an dem Aufwand.
Spiele mit Story sind grundsätzlich aufwändiger und benötigen viel länger.
Nehmen wir die Indiespiele wie Amnesia und Grotesque Tactics, beide Teams haben sich nur noch mit Wasser und Brot ernährt in den letzten Monaten vor dem Verkauf. ^^
Casual Games wiederum hat man manchmal auch schon in 4-5 Monaten entwickelt.
Ja, ich bedanke mich auch für die Tipps.
Die Wadjet Eye Geschichten kannste ich noch nicht. Sieht aufn ersten Blick aus wie die klassischen LucasFilm/-Arts Advtures. Die Grafik ist doch gut?!?!?!!
Und wems nicht passt und nicht HighRes genug ist und auch sonst mit dem Denken probleme hat, kann gerne schön Call of Duty 25 spielen...
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