Der gute Mann hat wohl übersehen daß das Ende der Spielkonsolen schon lange hinter uns liegt?
Der große Video Game Crash von 1983/1984,
wobei vor allem Atari, Activision und Commodore verantwortlich waren.
Atari kaufte überteuerte Filmlizenzen die sie niemals wieder einspielen konnten,
E.T. verkaufte sich z.B. 1,5 Millionen mal - was sogar für heutige Verhältnisse nicht schlecht ist - aber die Erwartungen (und Ausgaben) waren wesentlich höher.
Activision hattte vor Gericht durchgebracht, daß auch Dritthersteller Spiele verkaufen dürfen - was Tür und Tor öffnete für eine Flut an minderwertigen Spielen.
Commodore machte mit aggressiver Werbestrategie die Videokonsolen schlecht, indem sie ihre Computer (VIC 20, C64) als bessere Alternativen darstellten.
Natürlich gab es auch andere Faktoren, daß es z.B. eine Vielzahl von verschiedenen Spielkonsolen (und auch Homecomputer) gab, die Händler keinen Platz hatten und kaum was verkauften - und die Hersteller die unverkaufbaren Spiele nicht mehr zurück nehmen konnten.
Damit ging alles den Bach runter.
Übrigens hat Commodore mit deren Preisstrategie (C64) auch dafür gesorgt, daß der Computermarkt beinahe gekippt ist - viele Hersteller mußten ihre Produkte vom Markt nehmen (vor allem Commodores "Erzfeind" Texas Instruments).
Dabei hat Commodore sich beinahe selbst ruiniert, Firmengründer Jack Tramiel wurde gefeuert und Commodore ging 1994 bankrott (dadurch wurde auch die Herstellung des C64 eingestellt!).
Zum Teil haben wir es vermutlich Commodore zu verdanken, daß sich der (IBM) PC durchgesetzt hat.
Der Markt hat sich dann verschoben, von den USA nach Japan (wo Nintendo begann aufzublühen) und im Computersektor nach Europa (wo der C64 erst mal gar nicht so erfolgreich war).
Was lernen wir daraus? Nichts.
Was hat das mit dem heutigen Markt zu tun? Nichts.
Der heutige Markt sieht völlig anders aus, ist viel übersichtlicher und strukturierter.
Es gibt nur wenige Hersteller für Videokonsolen, die sich den Markt aufteilen.
Alternativen im Computermarkt gibt es so gut wie gar nicht.
Das bei den gigantischen Benutzerzahlen für PC und Konsolen einer dieser Märkte so schnell "untergeht" ist sehr unwahrscheinlich.
Da müssten schon sehr viele Firmen sehr viele Fehler machen um soetwas zu ermöglichen.
Einer sagt den Untergang des PC voraus, der andere den Untergang der Konsole,
und die Welt geht sowieso 2012 unter...
Das sind im besten Fall Hirngespinnste, fiktive Marktanalysen - wenn es überhaupt was mit Analysen zu tun hat.
Am wahrscheinlichsten aber handelt es sich hierbei um eine simple Marketingstrategie!
Dem kann ich nur zustimmen. Ich meine, wenn die ganzen Vorhersagen stimmen würden... Wir hätten keine Zeitungen und kein Radio mehr, die Post müsste vor Jahren pleite gegangen sein, die letzten Konsolenhersteller hätten in den 80ern dicht gemacht und wir würden alle vor unseren Thin-clients sitzen, Webanwendungen benutzen, unsere Daten im Internet speichern und über Settop-Boxen gamen. Ach ja, und das Fernsehen wäre durch ondemand-Dienste und Youtube ersetzt. Wenigstens etwas positives, dann könnte man den Zeitpunkt, an dem man den Müll guckt, selbst festlegen...
> Ach ja, und das Fernsehen wäre durch
> ondemand-Dienste und Youtube ersetzt. Wenigstens etwas positives, dann
> könnte man den Zeitpunkt, an dem man den Müll guckt, selbst festlegen...
dafür gibts doch festplattenrekorder :D
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