Ich verstehe das Konzept mit der Communityvorauswahl nicht so ganz. Warum wird Steam nicht einfach betrieben wie ein spieleorienter Appshop und jeder kann dort einfach seine Spiele einstellen. Demopflicht wäre nett, aber ansonsten entscheiden die Nutzer halt dadurch, dass sie ein Spiel kaufen oder eben nicht.
So wie es jetzt ist, hat ja wieder nur massentaugliche Ware eine Chance, aufgenommen zu werden. Indiespielentwicklung bedeutet meines Erachtens aber auch, Spiele zu machen, die beispielsweise nur 10% der Spieler begeistern kann, die dafür aber richtig. Eben die Nischen, die nicht massenmarkttauglich sind.
Oder versteh ich das Konzept von Greenlight falsch?
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Google z.B. finanziert die Serverkosten, welche nicht zu verachten sind, durch die Werbeeinnahmen etc. Valve müsste, damit sich dies rechnet, ebenfalls Werbung schalten.
Davon ab sind Spiele fürs Hosting ein ganz anderes Kaliber als ein paar MB-Apps. Speicher und Traffic sind da nicht ohne.
Ich finds völlig legitim, dass Valve nicht möchte, dass STEAM mit irgendwelchem Ramsch überschwemmt wird.
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Weil dann abertausende ultraschlechte Amateurgames, die von Heidi oder Hans rasch über Mittag programmiert wurden, Steam völlig zumüllen würden.
Man sieht ja schon bei Greenlight was da alles an Schrott (WIRKLICH Schrott, ich spreche nicht von normalen Independent Games) eingestellt wurde, bevor Steam die 100$ Gebühr für die Einreichung einführte.
Passt schon so und ist eine deutlich Verbesserung gegenüber früher, als nur Steam Mitarbeiter entschieden haben. Die haben auch schon zuvor immer wieder Independent Games akzeptiert und werden das sicher weiter tun. Jetzt hat aber zusätzlich auch das Volk Gewicht, für Games die Steam für uninteressant hielt (z.B. wie einige male früher mit deutschen Adventures passiert) aber die Leute eigentlich wollen.
IMHO hat Valve das so perfekt gelöst.
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+1
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keböb schrieb:
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> IMHO hat Valve das so perfekt gelöst.
Ganz meine Meinung!
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Phosphoros schrieb:
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> keböb schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > IMHO hat Valve das so perfekt gelöst.
>
> Ganz meine Meinung!
+
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Hast du mal Greenlight gesehen, ohne die 100¤-Regel?
Alles voll mit billigem RPG-Maker-Kram, Minecraft- und Slender-Klone und viele andere Spiele die nichts taugen. Valve will ja nicht den Shop überschwemmen mit Spielen minderwertiger Qualität, sondern praktisch "die Rosinen rauspicken" (lassen).
Vorsicht! Dieser Post ↑↑↑ enhält mit hoher Wahrscheinlichkeit meine eigene Meinung. | Trollen zerstört Lesenswertes.
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Phosphoros schrieb:
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> Google z.B. finanziert die Serverkosten, welche nicht zu verachten sind,
> durch die Werbeeinnahmen etc. Valve müsste, damit sich dies rechnet,
> ebenfalls Werbung schalten.
Das ist ein unsinniger Vergleich. Valve verdient am Spieleverkauf. Würden die Spiele Käufer finden, würde Steam damit auch Geld verdienen. Kauft niemand die Spiele, war der Aufwand auch nur gering für Valve.
> Davon ab sind Spiele fürs Hosting ein ganz anderes Kaliber als ein paar
> MB-Apps. Speicher und Traffic sind da nicht ohne.
Tatsächlich ist der Speicher, den so ein Spiel auf Steam benötigt, extrem gering. Traffic ist ein größeres Problem, nur kaum bei Indiespielen, die meist unter 1GB groß sind.
Steam rechnet sich auch aktuell, wo viele bekannte spiele inzwischen fast durchgehend > 10 GB groß sind.
Ein paar Indiespiele mit 20 MB je machen da keinen Unterschied.
Immerhin würde Valve mit dem Verkauf der Spiele Geld verdienen. Valve verschenkt ja nichts.
> Ich finds völlig legitim, dass Valve nicht möchte, dass STEAM mit
> irgendwelchem Ramsch überschwemmt wird.
Die Überschwemmung mit minderwertigen Spielen dürfte der wahre Grund sein, warum wir bisher eben keine allgemeine Freigabe sehen. Allerdings haben sie auch jetzt schon einige Gurgen im Programm.
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LH schrieb:
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> Phosphoros schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> Steam rechnet sich auch aktuell, wo viele bekannte spiele inzwischen fast
> durchgehend > 10 GB groß sind.
> Ein paar Indiespiele mit 20 MB je machen da keinen Unterschied.
> Immerhin würde Valve mit dem Verkauf der Spiele Geld verdienen. Valve
> verschenkt ja nichts.
Du gehst gerade davon aus, dass jedes Spiel Geld kostet, was z.B. im Play-Store nicht der Fall ist. Solche Spiele kosten, wenn man rein vom Verkaufsgewinn lebt, dem Hoster nur Geld.
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shazbot schrieb:
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> Hast du mal Greenlight gesehen, ohne die 100¤-Regel?
Nein, diese ganze Greenlight-Geschichte ist ziemlich an mir vorüber gegangen. Daher ja meine Frage. ;)
> Alles voll mit billigem RPG-Maker-Kram, Minecraft- und Slender-Klone und
> viele andere Spiele die nichts taugen. Valve will ja nicht den Shop
> überschwemmen mit Spielen minderwertiger Qualität, sondern praktisch "die
> Rosinen rauspicken" (lassen).
Klingt erstmal verständlich, diese Argumentation. Nur, vor genau demselben Problem steht ja beispielsweise der Android Playstore auch. Ich seh da kaum einen großen Unterschied. Im Playstore geht der Müll in den Such- und Empfehlungslisten unter, weil er keinerlei Bekanntheit erlangt. Apps, die kaum Verbreitung finden, weil sie zwar prinzipiell gut sind, aber nur von wenigen gebraucht werden, bleiben aber weiter find- und ladbar.
Warum das nun nicht auf Spiele übertragbar ist, leuchtet mir zwar nicht ein. Aber vermutlich würde ich auch nicht verstehen, was das Spiel auf Platz 11 dieser Wahl so schlecht macht, dass es eines Verkaufs über Steam plötzlich nicht mehr würdig ist.
Da hier aber alle einhellig Greenlight als Offenbarung feiern, bin wohl ich der mit den komischen Ansichten. Wahrscheinlich spiel ich zu wenig. ;)
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Nur, weil jemand Greenlight nicht ganz übel findet, da es Steam mehr öffnet als vorher, muss er es nicht gleich als Offenbarung feiern. Wenn sie Platz 11 aufnähmen, käme bestimmt das Argument, was denn Platz 12 so viel schlechter macht, dass es nicht aufgenommen wird. Es gibt auch andere Plattformen für alle und in Windows8 wird es doch auch noch einen Store geben, oder?
Dass dir Greenlight nichts sagt, macht nichts, da man nicht alles kennen muss.
Letzter mir bekannter Golemartikel zu alternativen Seiten:
http://www.golem.de/news/indie-game-stand-neue-vertriebsplattform-fuer-unabhaengige-spiele-1209-94510.html
1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.09.12 11:49 durch Endwickler.
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Phosphoros schrieb:
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> Google z.B. finanziert die Serverkosten, welche nicht zu verachten sind,
> durch die Werbeeinnahmen etc.
Werbung im Play-Store? Wo?
Finanziert Google den Play Store nicht auch wie Apple durch einen Anteil an den App-Preisen?
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Ich würde bei Apps und Spielen auch noch einmal den Unterschied vorbringen, dass du bei Apps generell nach Funktionen suchst, Tags dich meist schon an dein Ziel führen wenn du eine Memo-App oder eine Bilder-Schön-Mach-App suchst oder irgendein Spiel was mit Kartenspiel zu tun hast. Dabei ist es dir ja erstmal egal was das für eine App ist, von wem sie ist und welche Vorgänger die Firma davon produziert hat. Dabei hilft dir die Suche, mit der gewaltigen Wulst zurecht zu kommen.
Das funktioniert bei Spielen eher nicht, da du bestimmte Erwartungen hast und die Idee "Ich schau mal was ich finde wenn ich nach ein wenig RPG suche mit 2D Grafik" so keinen Sinn macht, schon allein da es ein wirklich effektives Tagging nicht für Spiele gibt, die über das übliche Genre Katalogisieren hinausgeht.
Zu 80% sagen dir also schon Spielname, Genre, Entwicklerstudio und evtl. vergangene Franchises genug über ein Spiel aus dass du es ausprobierst. Die Plattform nun offen zu machen wie einen Appstore, damit sie mit Minecraft Clon #2000 überschwemmt werden kann würde einfach den Steam Store zerstören und das "Browsing" nach neuen Spielen nutzlos gestalten. Glaub mir, der Unterschied ist riesig.
Mit der kommenden Änderung dass Steam auch Software neben Spielen vertreiben wird könnte man in diesem Segment vielleicht eine enstprechende Öffnung beobachten, oder das selbe Konzept wie auch bei den Spielen wird sich durchsetzen, dass Qualität über Quantität vielleicht doch die bessere Wahl ist.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.12 14:32 durch radon.
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