Mal wieder was populärwissenschaftliches für den Papierkorb!
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json schrieb:
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> Mal wieder was populärwissenschaftliches für den Papierkorb!
Und wie kommst Du zu deiner Bewertung der Studie?
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Das Ergebnis passt ihm nicht, dann muss Sie falsch sein.
Wenn die Realität dir nicht gefällt, dann stimmt mit ihr wohl was nicht.. :-D
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So ist das.
--==::[Hier sind die Gamer]::==-- シ
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Ich habe sie im Original gelesen, da ich als psychologiestudent kostenlosen Zugriff darauf habe. Um zu verstehen was ich meine muss man sich mal etwas mit Experimentaldesign beschäftigen.
Der Aggressionslevel wird auf Grund von Angaben des Forschungsobjekts festgestellt. Diese methode an sich ist wissenschaftlich schon unzulässig da hier viele Faktoren Einfluss nehmen können. subjektive Wahrnehmungsverzerrung, erwartungsbestätigendes Verhalten etc.
Die Anzahl der Störvariablen ist unendlich groß und kann nicht kontrolliert werden.
Ob Stöße/Tritte gegen andere ein valides Mittel ist um Agressivität zu messen sei auch einmal dahin gestellt.
korrelation impliziert keine kausalität
Ergebnisse unterliegen statistischen Schwankungen (Zufall), man kann höchstens von signifikanten Abweichungen sprechen.
Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, die Studie kann man bis ins kleinste auseinander nehmen. Aussagegehalt = 0!
Es scheint jedoch einen Zusammenhang zwischen dem Konsum gewalthaltiger Medien und kurzfristigem Anstieg der Impulsivität zu kommen. Jedoch wurden bisher noch nicht alle Störvariablen ausgeräumt.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.10.12 12:46 durch json.
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json schrieb:
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> Ich habe sie im Original gelesen, da ich als psychologiestudent kostenlosen
> Zugriff darauf habe. Um zu verstehen was ich meine muss man sich mal etwas
> mit Experimentaldesign beschäftigen.
>
> Der Aggressionslevel wird auf Grund von Angaben des Forschungsobjekts
> festgestellt. Diese methode an sich ist wissenschaftlich schon unzulässig
> da hier viele Faktoren Einfluss nehmen können. subjektive
> Wahrnehmungsverzerrung, erwartungsbestätigendes Verhalten etc.
>
> Die Anzahl der Störvariablen ist unendlich groß und kann nicht kontrolliert
> werden.
>
> Ob Stöße/Tritte gegen andere ein valides Mittel ist um Agressivität zu
> messen sei auch einmal dahin gestellt.
>
> korrelation impliziert keine kausalität
>
> Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, die Studie kann man bis ins
> kleinste auseinander nehmen. Aussagegehalt = 0!
>
> Es scheint jedoch einen Zusammenhang zwischen dem Konsum gewalthaltiger
> Medien und kurzfristigem Anstieg der Impulsivität zu kommen. Jedoch wurden
> bisher noch nicht alle Störvariablen ausgeräumt.
Mit der Argumentation kannst Du aber jede (langfristige) psychologische Verhaltensstudie kippen und für nichtig erklären.
Wie müssten denn die Studienbedingungen in diesem Fall aussehen, damit die Studie bestand haben könnte? (Als Psychologie-Student müsstet Du das doch umfassend beantworten können)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.10.12 12:48 durch Brainfreeze.
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merkst du was? es ist eben nicht nach ethischen Gesichtspunkten möglich. longitudinalstudien sind sowieso viel zu anfällig. Wer sagt denn dass das durchschnittliche Aggressionpotenzial nicht auch angestiegen ist? Wo ist die Kontrollgruppe der Kinder die gewaltlose Spiele suchten?
Ich sage nicht wie man es besser machen könnte, ich sage nur das man aus der Studie keine Aussagen/Schlussfolgerungen ziehen darf wie es populärwissenschaftlich gerne gemacht wird.
Meine Aussage bleibt bestehen: weder valide noch reliabel.
Es gibt auch konträre Studien die angeblich belegen wollen dass das Aggressionspotenzial durch Gewaltmedien abnimmt.
Der größte Fehler ist einfach das populärwissenschaftlich immer von korrelationen auf kausalitäten geschlossen wird, so etwas würde kein Wissenschaftler machen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.10.12 13:00 durch json.
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json schrieb:
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> merkst du was? es ist eben nicht nach ethischen Gesichtspunkten möglich.
> longitudinalstudien sind sowieso viel zu anfällig. Wer sagt denn dass das
> durchschnittliche Aggressionpotenzial nicht auch angestiegen ist? Wo ist
> die Kontrollgruppe der Kinder die gewaltlose Spiele suchten?
>
> Ich sage nicht wie man es besser machen könnte, ich sage nur das man aus
> der Studie keine Aussagen/Schlussfolgerungen ziehen darf wie es
> populärwissenschaftlich gerne gemacht wird.
> Meine Aussage bleibt bestehen: weder valide noch reliabel.
> Es gibt auch konträre Studien die angeblich belegen wollen dass das
> Aggressionspotenzial durch Gewaltmedien abnimmt.
>
> Der größte Fehler ist einfach das populärwissenschaftlich immer von
> korrelationen auf kausalitäten geschlossen wird, so etwas würde kein
> Wissenschaftler machen.
Da hast du recht, man braucht eigentlich kein Psychologiestudium um diese Studie auseinander zu nehmen:
1) Sollten wirklich Titel wie Dishonored dabei gewesen sein, wurden die Kinder etwas ausgesetzt, dass sie sowieso nicht spielen dürfen. Diese Titel sind 18+. Von daher ist die Anwendbarkeit sowieso schon stark eingeschränkt.
2) Mit 14+ sind die pubertierenden Kinder ganz sicher nicht mit Erwachsenen gleichzusetzen. Sie werden von allen möglichen Umweltfaktoren viel stärker beeinflusst. Genau diese wurden nicht ausreichend berücksichtigt und können ganz sicher nicht berücksichtigt werden. Die Tatsache, dass Kinder ausgerechnet in diesen Alter untersucht wurden, ist schon ein eindeutiger Hinweis, dass auf ein bestimmtes Ergebnis hin gearbeitet wurde.
3) Es gab nun schon unzählige Studien die sich gegenseitig vollkommen widersprechen. Schon daraus kann man den Schluss ziehen, dass die Untersuchung fehleranfällig ist und/oder spezielle Interessen dahinter stehen.
4) Menschen reagieren völlig unterschiedlich auf Spiele. Einfluss nimmt der vorherige Gemütszustand, evtl. Vorbelastungen und auch das gesetzte Ziel des Spielens.
5) Aggression kann künstlich durch einen für Kinder frustrierenden Spielverlauf erzeugt werden.
6) Das Wissen, dass man unter ständiger Überwachung spielt kann künstliche Aggression erzeugen.
7) Menschen - und ganz besonders in dem Alter - lügen, wenn sie dafür cool wirken können.
8) Wenn man sich bisherige Amokläufe ansieht, waren alle stark vorbelastet und zwar in einem solchen Maße, dass die Spiele kaum Auslöser von solchen Störungen sein können.
9) Hätten Spiele einen solchen extremen Einfluss auf Menschen, wieso hat man im Zusammenhang zu Unfällen noch nie zB GTA und Need for Speed gehabt?

4 mal bearbeitet, zuletzt am 09.10.12 13:25 durch elgooG.
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elgooG schrieb:
> Da hast du recht, man braucht eigentlich kein Psychologiestudium um diese
> Studie auseinander zu nehmen:
Aber auch hier kann man die Gegenargumente auseinander nehmen
> 1) Sollten wirklich Titel wie Dishonored dabei gewesen sein, wurden die
> Kinder etwas ausgesetzt, dass sie sowieso nicht spielen dürfen. Diese Titel
> sind 18+. Von daher ist die Anwendbarkeit sowieso schon stark
> eingeschränkt.
Die Studie begann vor vier Jahren. Da waren die Testpersonen 14 bis 15 Jahren. Dishonored ist erst vor kurzem erschienen, zudem ist es in Kanada 17+ eingestuft. Demzufolge wäre z .B. das Spiel wahrscheinlich altersgerecht eingesetzt worden.
> 2) Mit 14+ sind die pubertierenden Kinder ganz sicher nicht mit Erwachsenen
> gleichzusetzen. Sie werden von allen möglichen Umweltfaktoren viel stärker
> beeinflusst. Genau diese wurden nicht ausreichend berücksichtigt und können
> ganz sicher nicht berücksichtigt werden. Die Tatsache, dass Kinder
> ausgerechnet in diesen Alter untersucht wurden, ist schon ein eindeutiger
> Hinweis, dass auf ein bestimmtes Ergebnis hin gearbeitet wurde.
Vielleicht ist diese Gruppe als "Versuchsobjekt" interessanter, da sich die Beeinflussung hier stärker auswirkt, sich somit schneller zeigt und sich leichter messen lässt.
Und wie genau kennst Du die Studie um sagen zu können, dass andere Faktoren so gut wie möglich ausgeschlossen worden sind (sofern das geht)
> 3) Es gab nun schon unzählige Studien die sich gegenseitig vollkommen
> widersprechen. Schon daraus kann man den Schluss ziehen, dass die
> Untersuchung fehleranfällig ist und/oder spezielle Interessen dahinter
> stehen.
Wieso können nicht die anderen Studien, auf die Du dich beziehst, fehlerhaft oder durch spezielle Interessen gesteuert sein?
> 4) Menschen reagieren völlig unterschiedlich auf Spiele. Einfluss nimmt der
> vorherige Gemütszustand, evtl. Vorbelastungen und auch das gesetzte Ziel
> des Spielens.
Die Studie scheint ja nur beweisen zu wollen, dass Spiele auch langfristig aggressiver machen können. Es wird nicht gesagt, dass dieser Anstieg bei jedem immer gleich gross ausfällt. Von daher sehe ich hier jetzt kein Gegenargument.
> 5) Aggression kann künstlich durch einen für Kinder frustrierenden
> Spielverlauf erzeugt werden.
Dennoch entsteht der "Aggressionszuwachs" durch das Spiel. Und wenn ein Spiel nun auch noch gewalttätig und frustrierenden schwer ist, kann das die Aggression vielleicht noch zusätzlich steigern.
> 6) Das Wissen, dass man unter ständiger Überwachung spielt kann künstliche
> Aggression erzeugen.
Wer sagt, dass die Jugendlichen bei der Langzeitstudie beim Spielen überwacht wurden. Vielleicht konnten sie nur ihre "Soll"-Spielstunden auch ohne Aufsicht erfüllen.
> 7) Menschen - und ganz besonders in dem Alter - lügen, wenn sie dafür cool
> wirken können.
Vielleicht haben sie sich auch als gelassener/entspannter eingestuft, um zu zeigen, dass solche Spiele ihnen nichts anhaben können.
> 8) Wenn man sich bisherige Amokläufe ansieht, waren alle stark vorbelastet
> und zwar in einem solchen Maße, dass die Spiele kaum Auslöser von solchen
> Störungen sein können.
Es geht hier auch nicht um den Auslöser von Amokläufen, sondern um den Versuch festzustellen, ob sich Spiele auch langfristig auf den Spieler auswirken können.
> 9) Hätten Spiele einen solchen extremen Einfluss auf Menschen, wieso hat
> man im Zusammenhang zu Unfällen noch nie zB GTA und Need for Speed gehabt?
Es kann ja kein extremer Einfluss sein, ansonsten würden ja deutlich mehr Studien zu dem gleichen Ergebnis kommen.
Aber um auf Simulationen allgemein zurückzukommen: Warum werden die denn überhaupt eingesetzt, wenn sich damit keine "Lerneffekte" einstellen würden?
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Etwas in der Richtung hab ich mir schon gedacht. Ist ja nicht die erste Studio die höchstens als Klo Literatur tauglich ist :) Das gilt im übrigen für die Pro und Kontra Studien.
Laut dieser Studie müsste ich also ein recht gewalttätiger Mensch sein. Da ich Jahre lang nichts anderes als Ego-Shooter gespielt habe. Den ersten spielte ich schon mit 8 oder 9 ;) Es können allerdings alle um mich herum bestätigen das ich eine ganz friedliche Natur bin :)
Somit wäre ich, gemäß dieser Studie, schon eine Anomalie.
Am Ende bleibt immer, der jeweilige Charakter der einzelnen Person, der bestimmt wie diese Person mit Ereignissen umgeht.
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json schrieb:
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> Ich habe sie im Original gelesen, da ich als psychologiestudent kostenlosen
> Zugriff darauf habe. Um zu verstehen was ich meine muss man sich mal etwas
> mit Experimentaldesign beschäftigen.
Obwohl ich auch Zugang dazu habe, habe ich die Studie nicht gelesen. Werde ich noch nachholen, trotzdem erst einmal einige Gedanken.
> Der Aggressionslevel wird auf Grund von Angaben des Forschungsobjekts
> festgestellt. Diese methode an sich ist wissenschaftlich schon unzulässig
> da hier viele Faktoren Einfluss nehmen können. subjektive
> Wahrnehmungsverzerrung, erwartungsbestätigendes Verhalten etc.
"Wissenschaftlich schon unzulässig"? Warum sollte dies wissenschaftlich unzulässig sein? In vielen Bereichen (v.a. Psychologie) basiert die Grundlage auf eigenen Angaben (oder jener von Eltern/Bekannten, was genau so verfälscht ist). Das ist wissenschaftlich durchaus zulässig. Man muss es bei der Analyse und vor allem bei der Interpretation jedoch berücksichtigen!
Die Frage wäre an dich: Wie soll man die Aggression sonst messen? Vorschläge? (es gibt verschiedene Möglichkeiten, verschiedene Vor- und Nachteile).
> Die Anzahl der Störvariablen ist unendlich groß und kann nicht kontrolliert
> werden.
Mit dieser Argumentation gibt es keine (und ich meine wirklich KEINE) Studie, die noch gültig wäre. In jeder Studie gibt es eine (beinahe) unendlich grosse Anzahl Störvariablen. Die Frage ist nur, wie gross der Einfluss der einzelnen Variablen ist, ob man diese Erfassen kann - und wieder: Muss berücksichtigt werden in der Analyse und Interpretation.
> Ob Stöße/Tritte gegen andere ein valides Mittel ist um Agressivität zu
> messen sei auch einmal dahin gestellt.
>
> korrelation impliziert keine kausalität
Natürlich nicht. Trotzdem baut die ganze Wissenschaft darauf auf, dass man nach einer Korrelation und einer gewissen Plausibilität eine Kausalität annimmt, bis dies (wiederum plausibel) widerlegt ist. Ansonsten könnten wir einmal mehr alle Ergebnisse in die Tonne treten.
> Ergebnisse unterliegen statistischen Schwankungen (Zufall), man kann
> höchstens von signifikanten Abweichungen sprechen.
Auch hier: Dies ist bei allen Studien vorhanden. Ich werde mir die Studie noch ansehen, welche Level hier gültig sind! Trotzdem wird grundsätzlich in der Wissenschaft eine Zufallsmöglichkeit von 5% akzeptiert (eine "Abmachung"). Ab dieser Grenze gilt es grundsätzlich (bis das Gegenteil gezeigt ist) als gesetzt und wird als richtig angeschaut. Ansonsten wären sämtliche Folgestudien einmal mehr unnütz. Und damit das klar ist, alle heutigen Studien beziehen sich auf bestehende Ergebnisse - somit, einmal mehr: Alles würde in der Tonne landen.
> Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, die Studie kann man bis ins
> kleinste auseinander nehmen. Aussagegehalt = 0!
Schön, wenn du das kannst. Du hast aber nach wie vor keinen sachlichen, plausiblen und stichhaltigen Kritikpunkt angebracht.
> Es scheint jedoch einen Zusammenhang zwischen dem Konsum gewalthaltiger
> Medien und kurzfristigem Anstieg der Impulsivität zu kommen. Jedoch wurden
> bisher noch nicht alle Störvariablen ausgeräumt.
Ein lustiger Widerspruch in sich. "Jedoch wurden bisher noch nicht alle Störvariablen ausgeräumt" - entweder haben wir ein unterschiedliches Verständnis von "unendlich", oder eine deiner Aussagen ergibt keinen Sinn.
In diesem Sinne, ich mach mich mal an die Studie.
Gruss, whoever
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Dein "Einzelfall" ist für befürworter der Studie nur leider uninteressant.
Dazu habe ich mal einen "Witz" aus der Sozialwissenschaft gehört.
Man befragt 2 Männer.
Einer der Männer hat 2 Hühner,
Der andere Mann hat keine Hühner.
Die Statistik besagt nun, dass beide Männer durchschnittlich je ein Huhn haben.
d.h es gibt keine Unterversorgung und alle werden satt.
So ist es wohl auch mit Aggressionsgeneigten Jugendlichen und den ruhigen, aggressionsfremden.
Das bedeutet dann eben, dass alle eine mittlere Aggressionsrate aufweisen.
Also tingelchen, willkommen im Club der gemäßigt aggressiven.
PS: Völlige Zustimmung an Jason und ElgooG,
So ähnlich hats mir mein Sozialwissenschaftler Kollege auch erklärt.
Statistiken sind meistens einfach nur mittel zum Zweck, nicht mehr Zweck selber.
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Brainfreeze schrieb:
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> Die Studie begann vor vier Jahren. Da waren die Testpersonen 14 bis 15
> Jahren. Dishonored ist erst vor kurzem erschienen, zudem ist es in Kanada
> 17+ eingestuft. Demzufolge wäre z .B. das Spiel wahrscheinlich
> altersgerecht eingesetzt worden.
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hum, Dishonored wurde nur als Beispiel von Golem für Spiele mit gewaltsamen Inhalt genannt, ich kann mir nicht vorstellen dass dieses Spiel aufgrund seines erst kürzlichem Erscheinens tatsächlich in der Studie berücksichtigt werden konnte.
Somit ist einer der Kritikpunkte des TE's weiterhin begründet.
Vollkommen abgesehen von der tatsächlichen Studie beschäftige ich mich lieber damit wer diese in Auftrag gegeben hat und was er damit bezwecken möchte. In Deutschland z.B sind die Stimmen sehr laut, die ein Verbot sogenannter Killerspiele, welche nicht weiter definiert werden, fordern.
Und ja viele psychologiesche Studien sind sehr anfällig gegenüber Argumenten, weil verschiedene Faktoren einfach nicht berücksichtigt werden und sie den Anschein haben, dass deren Beweisfindung unzureichend ist oder das ihr Resultat unterschiedlich aufgefasst werden kann...
Wenn das menschliche Wesen so einfach zu deuten wäre, dann hätten wir Dinge wie Gewalt schon längst ausgerottet. Daher nehm ich solche Studien nicht für bare Münze.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.10.12 14:50 durch gna.
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>Und damit das klar ist, alle heutigen Studien beziehen sich auf bestehende >Ergebnisse - somit, einmal mehr: Alles würde in der Tonne landen.
Wenn fehlerbehaftete Studien auf fehlerbehafteten Studien fußen, wird die Studie eventuell ab einem gewissen Punkt nichts mehr wert sein.
Lass dich nicht von der Notwendigkeit "handfester" Theorien blenden.
Nur weil wir uns verlässliche Studien wünschen und wir wissen, dass alles weitere ohne diese nicht möglich wäre, sind Studien deshalb nicht auch verlässlich.
Im Grunde Genommen ist sowieso kein Wissen aufgrund des Induktionsproblems wirklich verlässlich.
Das ist jedoch ein theoretisches, nicht immer ein praktisches Problem.
Aber:
Gerade bei Studien dieser Art, in denen man schon liest, dass der Aggressionsgrad an "Stößen und Tritten " gemessen wird, sollte sich die Vernunft melden und begründet bezweifeln, ob hier nicht ordentlich Murks betrieben wurde.
Selbst wenn alle externen Faktoren bekannt wären, erschliesst sich hierbei keinerlei zusammenhang zwischen Häufigkeit der Tritte und Aggression nach Spielkonsum.
Auch ist mir noch kein Verfahren untergekommen, mittels dem man "Familiäre Probleme oder externe Gewalteinflüsse" mit dem Ergebnis... gegenrechnen kann.
Häusliche Gewalt, 30% Abzug von der Spieleinduzierten Aggressivität.
Mobbing, 25%
Prügelei in der Bar, 23,7%.
Hamster beißt Person 12 minuten vor der Befragung während Fetischspielchen ins Genital. (2.5³-3,5x):Pi= %
Wobei x für den (negativen)Faktor der Beschneidung steht, da diese den Schmerzreiz beeinflusst.
Spätestens hierbei war es ziemlich offensichtlich wie "gemessen" wurde.
Genausogut könnte man den Aggressionsfaktor an der Anzahl der bildenden Barthaare ablesen, da diese Aufschluss über den Testosteronlevel geben könnten.
Dieses wäre wahrscheinlich noch genauer...
Es gibt einen Unterschied zwischen vollends unkontrollierter Testumgebung und völlig vermurksten Testinstrumenten.
letzteres scheint hier der Fall zu sein.
Wenn ihr mir die Studie auf irgendeinem Wege zugänglich machen könntet (link), würde ich sie einem befreundeten Sozi-master vorlegen und ihn fragen, was er davon hält.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.10.12 14:51 durch Cyrion.
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Es kann jaauch sein, dass aggresive Menschen eher dazu neigen gewalthaltige Computerspiele zu spielen.
Damit die Studie aussagekräftig wäre müsste man friedliche Schüler dazu zwingen gewalthaltige Games zu zocken und friedliche Schüler davon fernhalten und sie dann miteinander vergleichen.
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Ich sage nur: Hawthorne-Effekt. Da die Kinder bewusst an einer soziologisch/psychologischen Untersuchung teilgenommen haben, verändert sich allein schon hierdurch das mögliche Ergebnis.
Auch stimme ich den Vorrednern zu, dass eindeutig keine klare Analyse der Störfaktoren vorgenommen wurde, um ggf. die Messwerte zu normieren.
Wieder eine doch scheinbar zielorientierte Analyse mit viel zu unsauber erfassten und analysierten Messdaten.
ciao,
3DH
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Cyrion schrieb:
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> >Und damit das klar ist, alle heutigen Studien beziehen sich auf bestehende
> >Ergebnisse - somit, einmal mehr: Alles würde in der Tonne landen.
>
> Wenn fehlerbehaftete Studien auf fehlerbehafteten Studien fußen, wird die
> Studie eventuell ab einem gewissen Punkt nichts mehr wert sein.
Natürlich. Aber deswegen anzunehmen, dass alle Studien grundsätzlich nicht aussagekräftig sind ist trotzdem Blödsinn.
> Lass dich nicht von der Notwendigkeit "handfester" Theorien blenden.
> Nur weil wir uns verlässliche Studien wünschen und wir wissen, dass alles
> weitere ohne diese nicht möglich wäre, sind Studien deshalb nicht auch
> verlässlich.
Sagt auch niemand. Es ist immer eine Frage der Interpretation, und der Methodik. Egal.
> Im Grunde Genommen ist sowieso kein Wissen aufgrund des Induktionsproblems
> wirklich verlässlich.
> Das ist jedoch ein theoretisches, nicht immer ein praktisches Problem.
> Aber:
> Gerade bei Studien dieser Art, in denen man schon liest, dass der
> Aggressionsgrad an "Stößen und Tritten " gemessen wird, sollte sich die
> Vernunft melden und begründet bezweifeln, ob hier nicht ordentlich Murks
> betrieben wurde.
Nun, Stösse und Tritte finde ich in diesem Alter eigentlich ein gutes Mittel um die Aggression zu messen. Oder verstehe ich Aggression falsch?
> Selbst wenn alle externen Faktoren bekannt wären, erschliesst sich hierbei
> keinerlei zusammenhang zwischen Häufigkeit der Tritte und Aggression nach
> Spielkonsum.
>
> Auch ist mir noch kein Verfahren untergekommen, mittels dem man "Familiäre
> Probleme oder externe Gewalteinflüsse" mit dem Ergebnis... gegenrechnen
> kann.
>
> Häusliche Gewalt, 30% Abzug von der Spieleinduzierten Aggressivität.
> Mobbing, 25%
> Prügelei in der Bar, 23,7%.
> Hamster beißt Person 12 minuten vor der Befragung während Fetischspielchen
> ins Genital. (2.5³-3,5x):Pi= %
> Wobei x für den (negativen)Faktor der Beschneidung steht, da diese den
> Schmerzreiz beeinflusst.
>
> Spätestens hierbei war es ziemlich offensichtlich wie "gemessen" wurde.
> Genausogut könnte man den Aggressionsfaktor an der Anzahl der bildenden
> Barthaare ablesen, da diese Aufschluss über den Testosteronlevel geben
> könnten.
> Dieses wäre wahrscheinlich noch genauer...
>
> Es gibt einen Unterschied zwischen vollends unkontrollierter Testumgebung
> und völlig vermurksten Testinstrumenten.
>
> letzteres scheint hier der Fall zu sein.
> Wenn ihr mir die Studie auf irgendeinem Wege zugänglich machen könntet
> (link), würde ich sie einem befreundeten Sozi-master vorlegen und ihn
> fragen, was er davon hält.
Nun, wenn die Studie ein solcher Müll ist, dann nimmt mich an dieser Stelle etwas wunder: Wie sieht denn eine korrekt durchgeführte Studie aus? Vorschläge? Natürlich muss die Studie die üblichen Kriterien (vor allem betreffend Ethik, Durchführbarkeit und Aussagekraft) erfüllen.
Ich bin gespannt, wie ein korrektes Studiendesign aussieht?!
PS: Falls wirklich etwas hoffnungsvolles unter den Vorschlägen ist, dann werde ich bei unserem Institut gerne anregen, dass wir eine solche Studie durchführen. Somit: Gerne realistisch bleiben.
PPS: Ich finde es sehr amüsant. Obwohl dutzende Studien die Auswirkungen von gewalttätigen Spielen gezeigt haben, sind diese anscheinend alle methodisch falsch. Interessant. All die WissenschaftlerInnen wollen euch nur bescheissen!
Gruss, whoever
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Brainfreeze schrieb:
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> Die Studie begann vor vier Jahren. Da waren die Testpersonen 14 bis 15
> Jahren. Dishonored ist erst vor kurzem erschienen, zudem ist es in Kanada
> 17+ eingestuft. Demzufolge wäre z .B. das Spiel wahrscheinlich
> altersgerecht eingesetzt worden.
Ich kenne in meiner Umgebung kein Kind mit 14, dass Shooter spielen
darf. Autorennen und sowas: ja. Aber keine Shooter (wenn man ein
paar doofe FlashGames beim Onkel auf dem Laptop vernachlässigt).
Somit ist also hier die erste Aussage: Eltern die ihre 14j Kinder blutige
Shooter (mit/ohne Horror/Zombie-Elemente?) für Stunden? spielen lassen
sind also hier die Basis? Das kann bei der Einkommens- und Sozialschere
kaum eine homogene Gruppe sein.
Bei den "gutbürgerlichen" hier in meiner Umgebung kennen die Kids "Shooter".
Aber das ist der "pömpel"-Schießer im Wii Game: Rabing Rabbits.
> Und wie genau kennst Du die Studie um sagen zu können, dass andere Faktoren
> so gut wie möglich ausgeschlossen worden sind (sofern das geht)
Aggressiver heißt eigentlich was? Dass ich einmal mehr die Leute eher
aufbrausend angehe? D.h. in der Gruppe der Nicht Shooter Zocker hat man
einmal weniger aggressiv reagiert und ist deswegen fein raus? Statistisch
möglicherweise relevant, praktisch im Messfehler.
> Die Studie scheint ja nur beweisen zu wollen, dass Spiele auch langfristig
> aggressiver machen können.
Ich kenne eine Menge Menschen für 35+, denen hätte es sehr geholfen
wenn sie im Leben "Aggressiver" gewesen wären. Aggressivität mit
Gewaltbereitschaft und/oder unsozialem Verhalten gleichzusetzen tut
auch die Studie nicht. Wenn drei Männer etwa um eine Frau buhlen mag
der "aggressivere" in diesem Fall vielleicht den "Zuschlag" kriegen.
War das nun "negativ" belegt?
> Spiel nun auch noch gewalttätig und frustrierenden schwer ist, kann das die
> Aggression vielleicht noch zusätzlich steigern.
Wenn ich das Spiel nicht schaffe und die Aggressivität deswegen steigt,
müsste sie ja wieder verschwinden wenn ich das Spiel schaffe oder aus
Frust lösche. Wenn sie dann da bleibt, bedeutet dass nicht eher dass
meine Intelligenz nicht so besonders ist? Warum installiere ich mir
Spiele die mir zu schwer sind und die mich frusten? Warum werde ich
nicht besser? Wäre da Gitarre spielen oder Blumen züchten nicht eine
frust-losere Alternative? Warum also die Aggressivität "einsteigern"?
Die Counterstrike-"Loser" sind alle auf Starcraft umgestiegen und machen
eben dann dort mit einem anderen Gameplay die Leute platt. So what? :)
> Versuch festzustellen, ob sich Spiele auch langfristig auf den Spieler
> auswirken können.
Seit ich Soduko fast täglich spiele, ist meine Problemlösungsfähigkeit
viel besser geworden. Das Spielen von Shooter finde *ich* entspannend und
es schärfte definitiv die Hand-Augen Koordination. Das sind alles positive
Dinge. (Eine Studie sagte mal, dass jemand der 5 Jahre intensiv Shooter
spielt, hat die selbe Reaktionsgeschwindigkeit wie ein Hirnchirurg nach
fünf Jahren oder ein Kampfpilot: ist das schlecht?)
Wenn jetzt jemand Shooter (außerhalb seiner Altersfreigabe?)
spielt *und* sich ständig in einen aggressiven Frust steigert, macht er
etwas das auf den ersten Blick nicht positiv für ihn ist. Warum dann
weitermachen?
Außer natürlich die Aggressivität ist erwünscht. Aber dann verstehe ich
denn Sinn der Studie nicht: man macht etwas damit etwas anderes passiert.
Und es funktioniert also. Gut :)
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Re: Studie ist weder valide noch reliabel!
json schrieb:
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> Mal wieder was populärwissenschaftliches für den Papierkorb!
Warum ?
Hast Du hier keinen Games-Laden in dem Du das Verhalten von Ego-Shooter-Spielern beobachten kannst ?
Tatsächlich ist davon nur jeder zehnte aggressiv, diese aber dann extrem. Aus einer geschlossenen würde die wohl so schnell nicht wieder rauskommen, wenn sie einmal drin wären. (funktionale Verhaltensanalyse)
Umgekehrt sind mir aber noch nie aggressive Wimmelbildspieler, Adventurespieler aufgefallen, auch kaum aggressive WOW-Horde-Spieler.
Diese Studie kostete außer viel Zeit und den Ladeninhaber gut zu kennen gar nichts.
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whoever, sagt dir der Name Arthur Schopenhauer oder vielleicht der Begriff "Eristische Dialektik" etwas?
Ich frage nur, weil du wiederholt versuchst folgendes Argument 'unterzuschummeln': "Ihr kennt keine bessere Untersuchungsmethode, daher ist eure Kritik nicht haltbar." So ausformuliert sollte dir dieser Fehlschluss offensichtlich werden, denke ich.
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