Ich bin Gitarrenanfänger und hab mir vor Kurzem Rocksmith gekauft.
Tatsächlich hatte ich bereits einmal versucht Gitarre zu lernen, hab dann aber wegen fehlender Motivation aufgehört.
Diesmal bin ich deutlich zuversichtlicher dass ich etwas lernen werde. Allerdings kann ich auch etwas Klavier spielen und weiß aus Erfahrung dass die Lernkurve beim Lernen eines Instruments nicht vergleichbar ist mit der Lernkurve (und Anforderung an die Selbstständigkeit des Lernenden) eines Computerspiels. Hier wird bloß Beides kombiniert, was anscheinend für Verwirrung sorgt. Ich gebe zu, das Spiel könnte etwas sanfter mit dem Schüler umgehen - aber das könnte auf Dauer der falsche Impuls sein. Es ist viel zu verlockend sich auf seinem Erfolg auszuruhen. Dann spielt man das selbe Lied auf niedrigster Schwierigkeitsstufe immer und immer wieder, freut sich einen Keks, und wundert sich dann warum man nicht besser wird.
Stattdessen wird man ständig gefordert. Trotzdem beißt einem niemand den Kopf ab wenn man die neuen Noten ignoriert und das spielt was man kann. Oder man unterbricht den Karrieremodus einfach mal (wozu sollte man auch das ganze Spiel bereits als blutiger Anfänger durchspielen können) und konzentriert sich auf die einzelnen Riffs, für die es genügend Trainingsmodi gibt.
Rocksmith ist nicht der perfekte Gitarrenlehrer. Ich finde es auch überraschend was für hohe Anforderungen hier daran gelegt werden. Aber als jemand der weiß wie es normalerweise ist, ein Instrument zu lernen, ist Rocksmith eine sehr gute Lernhilfe. Und ich hoffe dass es noch mehr (und bessere) Programme dieser Sorte geben wird.
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Mir ergeht es ähnlich wie dir. Ich habe schon einen Anlauf hinter mir und habe es aus dann irgendwann aus Mangel an Motivation aufgegeben. Ich hatte auch schon überlegt, mir solche Plastikgitarren der Konkurenz zu kaufen, aber letztendlich war ich nicht genügend davon überzeugt.
Dieser Artikel hat in mir wieder Interesse geweckt, aber so richtig überzeugt bin ich auch nicht. Wenn die Lernvorgabe so steil ansteigt, dann kann es durch aus sein, dass man auch die Motivation verliert. Dabei spielt es keine Rolle, wie hell man im Köpfchen ist. Entscheidend ist, dass sich die Fingerfertigkeit entwickelt. Bei blutigen Anfängern, wie mir, geschieht das nicht von einem Lied zum anderen. Von daher verstehe ich, warum keine Zwischenschritte eingebaut wurden, oder die Möglichkeit gegeben wird, Lieder mehrfach wiederholen zu können, um eben die Finger, mit Stücken, die man meistern kann, zu trainieren.
Naja, mal gucken ob ich es mir kaufe. Reizvoll ist es allemal.
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