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  5. › Thorvalla: Guido Henkel arbeitet an…

Zu hohe Erwartungen ...

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  1. Zu hohe Erwartungen ...

    Autor: Van Orton 19.11.12 - 13:49

    Herr Henkel hat ein Standortproblem. Sein Sitz in den USA verursacht im Gegensatz zu Asien und Osteuropa nur unnötig hohe Entwicklungs- und Produktionskosten. Wäre er mit seinem Team z. B. in Ungarn, dann wäre bereits ein Bruchteil seiner benötigten Summe ausreichend, um seine Drachen erneut in die Lüfte zu erheben. Lukrativ ist ein Projekt für Investoren nur dann, wenn mit wenig Einsatz ein hoher Gewinn erzielt werden kann. Für eine Million US-Dollar erhalte ich in Asien und Osteuropa nicht nur ein Game und lediglich die Aussicht auf Erfolg, sondern mindestens 3 Games mit Erfolgsgarantie! Niemand sollte den „American Lifestyle“ von Entwicklern und Produzenten mit finanzieren. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich mag den Standort USA, aber nicht mehr in Bezug auf die viel zu hohen Entwicklung- und Produktionskosten für Medien in der Unterhaltungsbranche.

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  2. Re: Zu hohe Erwartungen ...

    Autor: KleinerWolf 19.11.12 - 14:16

    Korrekt, wir sollten alles nur noch in Osteuropa und Asien entwickeln lassen.

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  3. Re: Zu hohe Erwartungen ...

    Autor: Van Orton 19.11.12 - 14:56

    Eine Entscheidung, die der Markt von selbst regelt. „Mindestens eine Million US-Dollar“ sind jedenfalls sehr hoch gegriffen, wenn man auf Freiwillige angewiesen ist, die das Projekt finanzieren. Herr Henkel wäre klug beraten, erst Mal „die Kirche im Dorf“ zu lassen und sich von seinen Etat-Vorstellungen von damals zu lösen. Weniger kann bekanntlich mehr sein! Ich verweise da gern auf „Giana Sisters: Twisted Dreams“. Ebenfalls durch Kickstarter aus der Taufe gehoben. Black Forest Games hat mit wenig Geld sehr viel erreicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.11.12 14:58 durch Van Orton.

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  4. Re: Zu hohe Erwartungen ...

    Autor: Wechselgänger 19.11.12 - 15:06

    Van Orton schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Entscheidung, die der Markt von selbst regelt. „Mindestens eine
    > Million US-Dollar“ sind jedenfalls sehr hoch gegriffen, wenn man auf
    > Freiwillige angewiesen ist, die das Projekt finanzieren.

    Project Eternity wollte 1,1 Mio.
    Wasteland 2 900.000

    Die Summe ist hoch, aber nicht zwingend ZU hoch.

    > Ich verweise da gern auf „Giana Sisters: Twisted
    > Dreams“. Ebenfalls durch Kickstarter aus der Taufe gehoben. Black
    > Forest Games hat mit wenig Geld sehr viel erreicht.

    Genau. Weil ein Plattformer vom Entwicklungsaufwand her ja auch direkt mit einem
    Rollenspiel vergleichbar ist.
    Ausserdem scheint dir nicht bekannt zu sein, daß Giana Sisters bereits mehr als halb fertig war, als der Kickstarter gestartet wurde, um den Abschluss der Entwicklung zu finanzieren.

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  5. So wird das nichts ...

    Autor: Van Orton 19.11.12 - 17:11

    Umso lobenswerter waren die damals schon zahlreichen Zwischenergebnisse von Black Forest Games, die in Eigenleistung/Vorleistung entstanden sind. Leidenschaft, die bereits überzeugen konnte, bevor das Geld zum Thema wurde.

    Und was geschieht bei Herrn Henkel? Angesicht des Wunsches, mehr als eine Million US-Dollar für sein Vorhaben einzusammeln, ist die Präsentation des geplanten Games „Thorvalla“ auf der Homepage ein schlechter Scherz, oder? Jeder Designstudent hätte zu diesem Zeitpunkt bereits mehr zu präsentieren. Ein eindrucksvoller Teaser wäre für andere Entwickler Pflicht!

    Was Herr H. dagegen in eigener Sache präsentiert, hätte vielleicht in den 90er Jahren noch ausgereicht, aber heute sollte er sich mal umschauen, wie andere Entwickler sich um die Gunst der Fans bemühen. Ohne Leidenschaft und Vorleistung geht nichts mehr.

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  6. Re: So wird das nichts ...

    Autor: Benutzername123 19.11.12 - 20:22

    ich bin ehrlich geschockt von der Seite.

    Und die Preise/Gegenleistung für bis zu 10K sind irgendwie nicht wirklich der Bringer.

    Oder ich habs überlesen, aber bei den anderen netten "Oldschool"-RPG, über die hier wegen Kickstarter berichtet wurden, hatten nettere Ideen und also diese Webseite...

    Irgendwie sehe ich da nix drinnen, keine Chance.

    Dann lieber Wasteland oder so, wirklich real werdend.

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  7. Re: So wird das nichts ...

    Autor: Van Orton 19.11.12 - 21:50

    Ich äußere meine finsteren Bedenken und bin der festen Überzeugung, dass der Aufruf zu dem besagten Titel nur deshalb erfolgt, um auf einfache Art und Weise Geld einnehmen zu können, ohne sich verpflichten, tatsächlich liefern zu müssen. Kickstarter selbst kümmert sich nicht um die Rechte der jeweiligen Teilnehmer und distanziert sich vor möglichen Bluffs. Ist das Geld weg, muss jeder schauen, wie er oder sie es wiederbekommen. Nie war es einfacher, eine Luftnummer zu vergolden.
    Und Gründe, um z. B. ein Projekt bis in die Unendlichkeit zu verzögern, gibt es bekanntlich viele. Solange Leute einzahlen, ist die Welt derer in Ordnung, die die Sache inszenieren. Ich glaube auch, dass viele Leute zu vertrauensselig sind, wenn sie Projekte nur deshalb unterstützen, weil Personen sprechen, die in der Szene noch weitestgehend einen bekannten Namen tragen.

    Trau. Schau. Wem.

    Die besagte Website ist auf keinen Fall das, was man von einem Profi der Branche erwarten würde. Ich möchte nur davor warnen, etwas finanziell zu unterstützen, was im augenblicklichen Zustand nicht mal die Vorbereitungen für eine Konzeptionsphase erreichen würde. Da wurde schnell was gebastelt, damit zumindest der Eindruck für etwas erweckt werden sollte. Doch angesichts des Wunsches, mehr als eine Million US-Dollar zu fordern, sollten zumindest 30% des späteren Games in all seinen Entwicklungsprozessen darstellbar sein, wie man es von einem Art Department erwarten darf.

    Es gibt andere Projekte, bei denen es dagegen sehr viel offensichtlicher und vor allem glaubwürdig erscheint, dass ein Team von Leuten seit langer Zeit damit beschäftigt ist, etwas aus dem Nichts ins Leben zu rufen. Herr H. hat bisher leider nichts von dem präsentiert, was mich davon überzeugen würde, dass er es mit dem Projekt tatsächlich ernst meint. Sieht eher wie ein Schnellschuss aus, um von dem Kickstarter-Konzept zu profitieren, bevor die Anzahl eventueller Projekte für zahlungswillige Förderer unüberschaubar wird.

    Tipp an Herrn H:
    Entwickeln Sie mit Bordmitteln zunächst eine simple Light-Version des Konzeptes, z. B. nur ein Level als 2D-Version als Browsergame oder als Mini-App für Smartphones. Wenn das Ergebnis die gewünschten Reaktionen bei der Zielgruppe hervorruft und das Spielkonzept begeistert, dann kann man im nächsten Schritt die Entwicklung weiter ausbauen und die finanzielle Förderung in Höhe von mehr als einer Million US-Dollar in den Focus nehmen. Doch für die Entwicklung einer einfachen Demo reichen 10 000 US-Dollar sicher aus. Fangen Sie einfach klein an. Der Rest wird sich zeigen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.11.12 21:53 durch Van Orton.

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  8. Re: So wird das nichts ...

    Autor: hubie 20.11.12 - 20:30

    Ist der mit den Waschmitteln schon fertig?

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  9. Re: So wird das nichts ...

    Autor: Trockenobst 04.12.12 - 22:58

    Van Orton schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was Herr H. dagegen in eigener Sache präsentiert, hätte vielleicht in den
    > 90er Jahren noch ausgereicht, aber heute sollte er sich mal umschauen, wie
    > andere Entwickler sich um die Gunst der Fans bemühen. Ohne Leidenschaft und
    > Vorleistung geht nichts mehr.

    Danke! ++

    Ich finde es zunehmend albern, was da für unprofessionelle Pappnasen aus ihren Hinterzimmern auf Kickstarter rauskotzen. "Ja, wir machen da was und dass ist ganz toll und nur für 1 Million machen wir potentiell vielleicht ein Techdemo!"

    Bei kleinen Spassvögeln die noch am Indy Game sitzen erwarte ich bei 5.000¤ oder 10.000¤ noch etwas die Spackung .Dass ist ok, da

    Jedes fricken iPhone kann HD-Aufnahmen machen. Jeder handelsübliche PC kann mit dem 40¤ Fraps HD-Filme aufnehmen und die Magix HD Filmschnitt Software wird bei Pearl für 40¤ verramscht.

    Wenn man nicht mal bereit ist 1/3 des Weges selbst zu gehen und minimal professionell aufzutreten - wie soll ich diesen Leuten abnehmen dass sie dass Endergebnis schaffen?

    Sogar Molyneux Godus Projekt kriegt momentan die Prügel für ihren Wischi- Waschi Ansatz: gibt uns Geld dann machen wir das Spiel was *ihr* wollt. Wo ist da nur ein Funken Kreativität? Ich werde denen nicht das Game designen für dass sie dann Geld von mir wollen.

    Wah, Welt!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.12.12 23:12 durch Trockenobst.

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