Wenn man bedenkt, dass man je nach Spiel und Spielverhalten mehrere Tage/Wochen/Monate Freude an einem Computerspiel hat, sind die Preise im Vergleich z.B. zu einer Musik-CD oder zu einer Film-DVD sogar noch viel zu niedrig. Computerspielen ist ein Hobby und ein Hobby bringt Spass und Freude, was man mit Zeit - aber eben auch mit Geld bezahlt.
Mit dieser Meinung stehe ich aber scheinbar einsam auf weiter Flur, denn wenn man sich so umhört, wollen die Leute nicht faire Leistung für faire Preise, sondern Maximalleistung für möglichst wenig Geld. Diese Forderung KANN rein logisch nicht dauerhaft aufgehen! Und nur aus dieser Schmarotzerhaltung heraus gibt es doch soviele "Raubkopien" (auch wenn mich das Wort aufgrund der dahinterstehenden Hetzkampagne extrem nervt). Diese Haltung ist Teil unseres Zeitgeistes, Teil einer Gesellschaftshaltung, die sich weit über die die Computerspielbranche hinauszieht. "Geiz ist geil und was kümmern mich Gesetz und Moral?!" Deshalb halte ich den Schätzwert von 95% "Raubkopien" für denkbar und durchaus realistisch.
Es ist logisch, dass sich die Entwickler und Verkäufer vor Diebstahl und illegaler Nutzung schützen müssen. Dabei gibt es sehr schlechte Methoden und weniger schlechte Methoden, ärgerlich sind sie jedoch für alle - auch bzw. vor allem für die ehrlichen Käufer.
Der Unmut der "gegängelten" Computerspieler darf sich meiner Meinung nach nicht gegen die Anwendung von Kopier- und Lizenzschutzmassnahmen richten, sondern gegen diejenigen Menschen, die mit ihrer Schmarotzerhaltung den Grund dafür geben.
(Und nein, ich arbeite nicht für einen Software- und Spieleentwickler.)
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Das Problem sind auch nicht die epischen Spiele die im SP mehrere hundert Stunden Spaß bieten, oder die Online Spiele die monatelang fesseln.
Das Problem sind die Call of Dutys dieser Welt die man nach 2-3 Stunden durch hat im SP, und danach nie mehr wieder spielt. Dann ist das Spiel nämlich deutlich teurer als ein Kinoabend. ^^
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Designer und apple Hasser. (Ja sowas geht.....) :)
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Parlan schrieb:
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> Es ist logisch, dass sich die Entwickler und Verkäufer vor Diebstahl und
> illegaler Nutzung schützen müssen. Dabei gibt es sehr schlechte Methoden
> und weniger schlechte Methoden, ärgerlich sind sie jedoch für alle - auch
> bzw. vor allem für die ehrlichen Käufer.
Der Einzige Punkt bei dem ich dir zustimmen kann.
Wenn man sich anschaut was für gewinnspannen die großen Publisher haben, kann man wahrlich nicht davon sprechen dass Spiele generell zu günstig sind. Die Publisher versuchen doch mit allen mitteln jeden letzten Cent aus uns heraus zu quetschen. Die großen Publisher können sich doch wirklich nicht beschweren wenn die Leute in MASSEN das neueste COD oder den neuen Assasins creed Teil kaufen (wo ich eigentlich fan von bin)
Und für kleine Entwickler ist doch die Zeit noch nie besser gewesen wenn es möglich ist mit indie-Spielen Millionen gewinn zu machen .. sowas wäre früher undenkbar gewesen.
Die Zahlbereitschafft der Spieler wächst .. wenn die Firmen es nicht schaffen (oder zumindest der Meinung sind) da genug Gewinn für sich rauszuscghlagen ist das deren Problem.
P.S. Mir ist natürlich aber auch bewusst dass es für mittelgroße Publisher/Entwickler schwer sein kann eine Gewinnspanne zu erzielen die Groß genug ist ein weiteres Bestehen zu garantieren .. es scheint mir so als wäre es gut für die ganz großen und die ganz kleinen .. die in der Mitte haben oft arge Probleme, aber das ist ein ganz anderes Thema
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Wir haben früher auch die Amigaspiele nach dem durchzocken weitergereicht.
Heute ists nicht anders.
Da ging es nur noch nicht um Millionen an Managergehältern, drum gabs da noch nicht so ein Gejammer.
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Parlan schrieb:
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> Wenn man bedenkt, dass man je nach Spiel und Spielverhalten mehrere
> Tage/Wochen/Monate Freude an einem Computerspiel hat, sind die Preise im
> Vergleich z.B. zu einer Musik-CD oder zu einer Film-DVD sogar noch viel zu
> niedrig. Computerspielen ist ein Hobby und ein Hobby bringt Spass und
> Freude, was man mit Zeit - aber eben auch mit Geld bezahlt.
Mit der Logik kannst du aber auch ein Jo-Jo verteuern. So werden Preise in der Marktwirtschaft nicht gemacht.
Ich denke, die Strategie richtet sich einzig gegen den Gebrauchtmarkt. Ich besitze ca. 500 gekaufte Spiele und nur für einen Bruchteil davon habe ich den Neupreis bezahlt. Das bedeutet, dass ich ca. 10.000 Euro an den Produzenten habe vorbeifliessen lassen. Die > 50 Euro Neupreis sind mir nur ganz wenige Spiele wert. Bei 20 Euro überlege ich nicht lange.
Die neue Strategie wird bei mir bestimmt nicht dazu führen, dass ich mehr Geld für Unterhaltungssoftware ausgebe. Wenn die Hersteller mein Geld wollen, müssen sie die Preise reduzieren.
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jajaja schrieb:
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> Wir haben früher auch die Amigaspiele nach dem durchzocken weitergereicht.
> Heute ists nicht anders.
>
> Da ging es nur noch nicht um Millionen an Managergehältern, drum gabs da
> noch nicht so ein Gejammer.
Nicht nur das. (auch wenn man es mit heute nicht vergleichen kann) Die Raupkopien zu der Amiga Zeit (zumindest habe ich das mal irgendwo gelesen) sollen der Spiele Industrie einen enormen schub gegeben haben. Hätten damals nicht so viele Leute die Spiele "getauscht" wäre der Markt niemals so gewachsen wie er es getan hat.
Ich weiss noch schon damals hat mein Vater ganze kartons mit Spielen von irgendwelchen kollegen mitgebracht xD
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@ Parlan,
ich habe sehr sehr viele Originalspiele, sogar die Collectors Editions von vielen Titeln, natürlich muss ein Publisher seine Produkte schützen bzw. sich schützen.
ABER:
Ich habe Halo Reach in der Collectors Edition für 75 Euro gekauft - habe es mir Abends mit einem guten Freund gemütlich gemacht, ein paar kühle Getränke und losgezockt im Koop, knappe 6 Stunden später läuft der Abspann des Spiels.
Macht dann 12,50 Euro /Std. Ein Kinobesuch (zumindest hier) kostet 8 Euro, macht bei einem 90 min Film 5,34 Euro /Std. Also weniger als die Hälfte.
Ich weis, so kann man das nicht rechnen, ich kann das Spiel ja wieder und wieder spielen, dennoch ist das Preis/Leistungsverhältnis bei manchen Titeln wirklich fragwürdig, es hat mir nichts ausgemacht, das der Titel am selben Abend / in der selben Nacht durch war, doch wenn ich mir Vorstelle, das ein Jugendlicher, ein Schüler, ein Azubi einen Monat oder vielleicht sogar länger dafür sparen muss um dann in der selben Nacht noch den Abspann zu sehen... Du verstehst was ich meine.
Und jetzt kommt die GROße FRAGE:
Was würde mich ein solcher Titel für 60-75 Euro kosten, wenn NIEMAND ihn kopiert hätte sondern JEDER der ihn spielen möchte auch gekauft hätte? Kostet dann ein Spiel 8,57 Euro wenn 100% Legale Käufer es spielen und es bei 7% 60 Euro kostet?
Dann wäre der Umsatz etwas gleich geblieben für den Publisher, aber ehr wird das Spiel 59 Euro kosten und diverse Anzugträger der oberen Etagen neue Dienstwägen a´la A8 und Q7 ordern...
Und bei dieser Rechnung bin ich noch nichteinmal darauf eingegangen wieviele Kunden es noch sein könnten wenn man nicht durch schwachsinnige Kopierschutzmaßnahmen gegängelt wird - ich habe Anno2070 gekauft, bezahlt von meinem Geld welches ich erwirtschaftet habe - leider war das mein letzter Ubisoft Titel, denn gerade dann als ich richtig Lust und ZEIT(!) darauf hatte, war der Server Down, nicht spielbar! Egro: Kauf ein Produkt bei uns und wir zeigen Dir erst Recht wer der Boss ist!
1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.08.12 15:19 durch Nebukadneza.
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Wer misst denn jetzt die Zeit mit dem Preis? Wie dumm ist das denn?
Also ist ein 800 Seiten Schmöker für 5¤ im Buchhandel zu billig. Und eine Musik-CD hörst du einmal an und dann wars das? Was für ein absolut dummer Vergleich und er zeigt das du keine Ahnung hast wie Preise zustande kommen.
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Desertdelphin schrieb:
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> Wer misst denn jetzt die Zeit mit dem Preis? Wie dumm ist das denn?
>
> Also ist ein 800 Seiten Schmöker für 5¤ im Buchhandel zu billig. Und eine
> Musik-CD hörst du einmal an und dann wars das? Was für ein absolut dummer
> Vergleich und er zeigt das du keine Ahnung hast wie Preise zustande kommen.
Sehe ich ähnlich, Metal Gear Solid war eines meiner absoluten lieblingspiele, und hab es auch mehrfach gekauft (und werde es sicher nochmal kaufen wenn mal remake oder die PS1 version für Vita erscheint) .. das Spiel war auch nur knapp 5 - 6 Stunden lang .. so what? Dafür waren es vielleicht die besten 5 - 6 die ich mit so einem Spiel je hatte.
Final Fantasy oder Skyrim bieten mehrere hundert Stunden .. sollen solche Spiele jetzt (auch wenn die Entwicklungszeit die selbe ist wie bei einem Metal Gear Solid) 500¤ kosten ?
1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.08.12 15:35 durch DekenFrost.
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Ich kann auch ein PC Spiel von Heute mit einem von vor 10 Jahren vergleichen:
Damal 50 Mark und 20 Stunden Spielspaß
Heute 60 Euro und 6 Stunden Spielspaß
Natürlich sagst Du jetzt, ist Heute auch wesentlich aufwändiger das zu entwickeln, die ganze Grafik, der 5.1 Sound...
Heißt das dann für die Zukunft:
Spiel 150 Euro, 30 min Spielspaß???
Und eine Musik CD höre ich mir oft an, wenn die Musik gut ist macht es mir Spaß sie immer wieder zu hören, nur ein Buch lese ich in der Regel nur einmal, denn dann kenne ich die Geschichte und fertig, ein Film schaue ich auch nicht viel öfter als ich ein Buch lese, und ein Computerspiel wie Halo im Storymode spiele ich auch nur einmal, dann kenn ich die Geschichte - und wenn diese besagte Geschichte dann nur 6 Stunden lang geht, dann war es teuer.
Mal abgesehen davon habe ich geschrieben, das ich weis das man es so nicht rechnen kann, das hast Du wohl überlesen, aber Hauptsache erstmal den Mund
weit aufgerissen wie Dumm etwas ist.
Dumm ist wenn man sich den Mund zerreist und behauptet das Jemand keine Ahnung hat ohne selbst anhand fachlicher Komentare und Argumentation zu zeigen wie es denn "Richtig" ist und das man Ahnung hat.
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Viele Spieler messen Preis pro Stunde, de sie mit einem Spiel verbringen, das ihnen Spass macht.. Und es wäre gut, wenn die Hersteller das langsam mal begreifen würden.
Aus dieser Sicht heraus ist der Kauf von Filmen und Musik viel zu teuer.
Letztendlich zählt bei der Sichtweise nur die Zeit, die man beschäftigt ist. Und das persönliche Spielerlebnis dabei. Da kommte es weder auf grafischen Firlefanz, 3d oder Surroundtion an.
Spaß und Wiederspielwert zählt mehr als Technik.
Wer allerdings die Meinung von Andersdenkenden als Schwachsinn bezeichnet, der sollte mal die Scheuklappen und Bretter von seinem Kopf entfernen.
"Ein Geist ist wie ein Fallschirm. Er kann nur funktionieren, wenn er offen ist." Zitat aus der x-reihe.
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Parlan schrieb:
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> Wenn man bedenkt, dass man je nach Spiel und Spielverhalten mehrere
> Tage/Wochen/Monate Freude an einem Computerspiel hat,
Das war vielleicht früher so, heute wird zwar die Grafik immer besser aber die Spieldauer immer kürzer.
Ein Beispiel:
Siedler III vs. Die Siedler 2 - 10th anniversary
(verwechslungsgefahr, "Die Siedler 2" ist hier das neuere Spiel!)
Siedler 3: 3 Völker spielbar, je 8 Missionen
Die Siedler 2: 3 Völker, nur ein Volk spielbar, insgesamt 8 Mission. Dafür 3D.
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