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Wie stellen die sich das vor?

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  1. Wie stellen die sich das vor?

    Autor Potentieller Amokläufer 04.12.09 - 09:38

    Ich denk immer wieder darüber nach wie die Politiker (und manche Medienabhängige hier die denen nach dem Mund reden) sich das vorstellen:

    Also da ist der 16 Jährige Max (erfundener Charakter)
    Max hat viele Freunde, ist gut in der Schule, wird nicht gemobbt oder sonstwas. Max sieht gut aus und hat daher auch jede Menge Freundinnen, sein Elternhaus ist ok und überhaupt ist er mit seinem Leben wie es ist vollkommen zufrieden.

    Jetzt bekommt Max zu seinem Geburtstag von einem seiner Freunde ein "Killerspiel". Neugierig installiert es auf dem Rechner und testet es mal an. Er findet Gefallen daran und spielt es durch.
    Nun denkt Max sich das es doch sicher lustig wäre das ganze in der Schule und in real zu machen. Hat ja auch eine viel bessere Grafik. Also besorgt er sich ne Waffe um seinen Plan in die Tat umzusetzen.
    Außerdem hat er noch eine super Idee, wenn er genügend Lehrer und Schüler getötet hat könnte er sich ja selbst das Leben nehmen. So als abschließenden Kick.

    Also für mich klingt das nicht sehr logisch, für euch?

    Und wie ist es mit dem folgenden Fall?

    Micha, (ebenfalls erfunden) ein ebenfalls 16 Jähriger ist ein etwas zurückgezogener Charakter (er könnte auch hässlich oder dick sein, käme aufs selbe raus). Er wird deswegen in der Schule gemobbt und sowohl Psychisch wie auch Physisch fertiggemacht, gedemütigt und verprügelt, Tag für Tag.
    Die Lehrer helfen ihm dabei nicht weil sie diese Sache lieber totschweigen und sagen zu ihm das er damit klarkommen und es nicht so ernst nehmen soll. Seine Eltern sagen er solle die Schuld bei sich suchen und nicht bei anderen.

    Micha hat Angst vor der Schule, Angst rauszugehen weil er ja die aus der Schule wiedersehen könnte. Wut baut sich auf, er fragt sich wieso er? Wieso können sie ihn nicht einfach in Ruhe lassen? Also beginnt er sich zu wehren, was ihm aber nichts bringt. Entweder kommen dann noch mehr Schüler oder aber der Lehrer (der ihm gegen die Attacken der anderen nicht helfen wollte) sieht das und bestraft Micha.

    Micha beginnt zu verzweifeln, zu denken es sei normal das Menschen wie er nur Menschen zweiter Klasse sind. Prügelknaben halt an denen der Rest der Menschen ihren Müll abladen dürfen. Und das die Gesellschaft dies so nicht nur akzeptiert, nein es so für richtig erachtet.
    Micha denkt daran sein Leben zu beenden, SO will er nicht weiterleben. Allerdings will er Rache, er will die mitnehmen die ihn Tag für Tag terrorisieren. Im Rachewahn denkt er nicht daran das auch Unschuldige dabei zum Handkuss kommen, er will denen zeigen das sie nicht alles tun können. Er schmiedet Pläne wie er an eine Waffe kommt und wie er diese am besten in die Schule mitnehmen kann.

    Nun kommt Micha durch Zufall (oder gesteuert durch die Gedanken) an ein Killerspiel. Er zockt es und fühlt sich gut dabei. Die Aggressionen und die Angst sind zumindest für die Dauer des Spiels weg. Er fühlt sich super, kann seine Wut abbauen.
    Dies geht ein paar Monate gut, irgendwann überwiegt aber die Tatsache das sich in der Realität nichts ändert. Er denkt wieder über sein Leben nach und an den Plan den er hatte bevor er zu den Spielen kam.

    Am nächsten Tag ist es in der Schule eventuell besonders schlimm mit den Attacken der anderen und Micha rastet endgültig aus. Kein Spiel kann ihm jetzt mehr helfen, er will so nicht mehr weiterleben. Er muss ein Leben in Angst führen während die in der SChule glücklich weiterleben dürfen? Dem macht er morgen ein Ende..

    Den Rest kann man sich denken. Amoklauf > Polizei findet "Killerspiel" auf dem Rechner > die bösen "Killerspiele" sind schuld.

    Entscheidet selbst welche Version glaubhafter klingt. Die zweite ist leider etwas länger geworden, aber sie ließ sich nicht kürzer erzählen, sorry.

    BTW: Nicht falsch verstehen, das Gewaltspiele nicht in die Hände von Kindern / Jugendlichen gehören ist klar. Aber die Begründung wieso Erwachsene kein Spiel für Erwachsene mehr spielen dürfen liegt ja im Jugendschutz und wurden vor allem durch Amokläufen in Schulen wieder vorgeholt.

    Die wahren Gründe für einen Amoklauf sind halt nicht so Medienwirksam und würden eher Wähler vergraulen. "Killerspiel" ist ein schönes Schlagwort das automatisch Hass auf diese Spiele produziert weil es etwas böses mitbringt. Damit lässt sich super Wahlkampf betreiben.

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  2. Re: Wie stellen die sich das vor?

    Autor Bullet No. 1 04.12.09 - 09:58

    100% ACK
    Schön geschrieben!

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  3. Super geschrieben

    Autor DM 04.12.09 - 14:27

    Auch meine Anerkennung

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  4. Re: Wie stellen die sich das vor?

    Autor ZickZockZack 28.12.09 - 15:55

    Nun, ich hätte da noch ein anderes Szenario. Die oben sind mir zu Schwarz/Weiss.

    Dieses stammt aus dem wahren Leben (erlebt als Mitarbeiter einer Kinder- und Jugendpsychiatrie).

    Ein 15 jähriger Junge, nennen wir ihn heute mal "Stanko" lebt alleine mit seiner Mutter in einer deutschen Kleinstadt. Seit früher Kindheit ist der kleine auf sich alleine gestellt, denn seine Erziehungsberechtigte Mutter muss von morgens bis abends Minijobs betreiben um über die Runden zu kommen. Mit einem Immigrationshintergrund und schlechten deutschkenntnissen lässt sich leider kein rentabler 8-Stunden-Job finden.
    Von dem Verdienten einen Kindergartenplatz zu finanzieren geht ohnehin nicht (auch wenn es freie Plätze gäbe).

    Der kleine Stanko wird ganztags von einem Fernseher gehütet. Im Vorschulalter gesellen sich noch eine Spielkonsole und ein PC dazu. Mama möchte ja, dass der kleine alle Vorzüge einer Industrienation miterlebt. Von den Medien geprägt kommt der kleine Spross irgendwann in die Schule und erlebt eine volle Breitseite Realität. Keine Lösungsbücher sondern nur welche die neue Aufgaben stellen. Bei versemmelten Arbeiten gibt es keine Möglichkeit den vergangenen Tag neu zu laden und aus neue zu versuchen.

    Das Allgemeinwissen des Jungen beschränkt sich auf das was ihm das Fernsehen bzw. Internet geboten haben. Natürlich pickt sich ein Kind da Themen raus die aufregend und interessant sind.

    So kann der kleine Stanko in der Theorie eine Bombe basteln, beherrscht aber nicht mal das einfache 1x1.
    Der Einfluss von Actionfilmen und "Killerspielen" lässt Stanko in eine ihm wirklichere Realität abdriften ohne das es seine Mutter so richtig merkt.
    Diese bedauernswerte Person kann nicht mal richtig eine Fernsehzeitschrift lesen geschweige denn den Inhalt von Videospielverpackungen interpretieren.
    Und das was sie dann doch versteht und verbietet, bekommt der kleine von seinem Onkel (Dem einzigen Neffen soll es an nichts mangeln). Konsumiert wird das dann nach der Schule, bevor Mama heim kommt.

    Gerade deswegen ist der Junge in der Schule auch sehr beliebt. Massenweise "Freunde" kommen nach der Schule mit um Medienkonsum zu betreiben.

    Nach der Grundschule muss sich der kleine aber andere Freunde suchen. Die Hauptschule rückt in weite Ferne, die Sonderschule winkt. Dort dauert es aber noch schneller bis die ersten Besucher Mittags vor der Tür stehen. Alles Gleichgesinnte die geradezu auf Medal of Honor oder Call of Duty abfahren.
    Man spricht sich mit Rang an und salutiert voreinander.

    Dies geht derart ins Blut über, dass Stanko diese Verhaltensweisen auch in der freien Natur an den Tag legt.
    Der Tod eines Menschen wird als normal angesehen und als der geliebte Schenke-Onkel (eines natürlichen Todes) verstirbt wird keine Träne vergossen sondern weiter drauf los geballert.

    Wenn die Hausaufgaben oder Schularbeiten nicht klappen wird darauf gepocht, dass die Schule wenigstens die Spielerrungenschaften des Jungen anerkennt.
    Als das von der Lehrerin süffisant abgewiesen wird, schaut sie der ca. 1,75m große Jugendliche eiskalt an und fährt mit seinem Daumen über die Kehle von der einen Seite zur anderen und kommentiert es mit "Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld".

    Jetzt endlich kommt wieder die Mutter des Jungen ins "Spiel".
    Das Verhalten des Sohnemanns ist ihr dann doch zu suspekt.

    So kommt der nun 15 Jährige in eine Psychiatrie (auch auf Drängen der Schulleitung) zur Abklärung, bevor seine "Realität" selbst- und/oder Fremdgefährdende Züge annimmt.
    Um die Aufmerksamkeit in der Schule zu steigern wird er mal eben auf Methylphenidat (Ritalin) eingestellt. Bei der Realitätsentfremdung ist man eher Machtlos und empfiehlt ambulante Termine bei einem Psychologen...

    ...ich für meinen Teil möchte diesen Jungen nicht in 5-10 Jahren Treffen. Auch wenn er zurück in die Realität findet, mit einer gesteigerten Gewaltbereitschat und gefährlichem Halbwissen ist er nicht geraden ein Kandidat für einen Streit über einen Parkplatz ;-)


    Nun ist diese Geschichte seeehr lang geworden, doch ich musste meinen Senf dazu geben. Sicher sind die Medien nicht Schuld, aber sie können dazu führen, dass ein Mensch sich eine eigene Realität schafft. Dieser Junge hatte nicht die Chance bekommen eine normale Kindheit zu erleben.
    Schuld sind wir alle: Eltern, Medien, Staat und Schule aber auch jeder Dritte, der vielleicht beim zusehend Eltern auf das vorhaben Ansprechen sollte.
    Durch diese und andere Erlebnisse lasse ich es zumindes nicht nehmen Eltern in einem Elektronikfachmarkt darauf anzusprechen.
    Die Reaktionen sind verschieden. Es geht von "Kümmere dich um deinen eigenen Dreck" bis hin zu "Danke für den Hinweiss" - Die meisten Informieren sich leider zu wenig, was ihr Sprössling da an der Konsole oder PC so zockt.

    Versteht mich nicht falsch, auch ich schaue Action, Thriller und Horror oder spiele ab und an ein Kampfspiel.
    Doch zensur ist wichtig um die gesellschaftlichen Werte aufrecht zu erhalten und die Jugend zu schützen. Leider wirkt so etwas meist als Lockmittel und wird oft von den Machern zur PR-Zwecken genutzt.

    ...eigentlich wollte ich nur nach dem Unterschied der beiden CoD6 Versionen schauen und es ist ein Beitrag geworden.
    Nun bestelle ich mir die Importversion ;-)
    Ich denke mit Mitte 30 bin ich kaum gefährdet und Kinder gibt es auch nicht im Haus.

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  5. Re: Wie stellen die sich das vor?

    Autor carolyna 28.12.09 - 21:01

    Hallo ihr, ich bin beim recherchieren zufällig über euer forum gestolpert & wollte kurz etwas dazu sagen.
    Erstmal vorneweg, ich spiele keine 'killerspiele' oder ähnliches, also bitte verbessert kich, wenn ich etwas falsches behaupte. Ich schreibe für eine Onlinezeitung eine Artikelreihe über Amokläufe, angeregt durch selbstversatändlich essen, ansbach & winnenden, aber vorallem meine eigene Schule, an der ein Amoklauf vor wenigen Monaten glücklicherweiße rechtzeitg gestoppt werden konnte. Ich behandel das Thema jetzt schon eine ganze Weile, hab mit viele Experten, Opfern, Tätern, Psychologen usw geredet - und kann daher sagen, dass es faktisch einfach mal so ist, dass Killerspiele die Hemmschwelle eines jeden Menschen senken. Ihr als Spieler könnt euch vlt selbst noch erinnern, wie das Anfangs war - vlt auch nicht, jedenfalls ist es menschlich und normal, dass man bei einem (virtuellen!) Mord - und das ist ja wirklich sehr realistisch dargestellt, Blut spritzt in hohen Fontänen, Menschen stöhnen schmerzvoll auf und sinken zu boden, flehen manchmal noch um ihr Leben?! - zunächst geschockt ist. und zwar im negativsten sinne, auch wenn man wusste, was passieren wird, gesunde menschen reagieren nicht positiv auf tötungen, niemals. selbst wenn es ein mord auf einer gewissen 'notwehr' ist, wie ja in den meisten killerspielen datrgestllt. aber daraufhin sinkt die hemmschwelle. man gewöhnt sich daran, gewalt auszuüben, udn erschrickt nicht mehr, blut ist kein zeichen für schmerz udn etwas schreckliches,sonder glück - naja, man hat gewonnen. man verbindet mit Gewalt das ausgeströhmte adrenalin, man verbindet kurzum mit Morden Glück. Das durch killerspiele - oder besser Gewaltmedien (Filme uä spielen natülrich eine ähnliche rolle, wenn auch nicht genauso groß, da man dort nicht selbst die macht besitzt, über tod oder leben zu entscheiden) die Hemmschwelle niedriger wird, je mehr man jene konsumiert, ist schlichtweg nicht zu leugnen.
    Deswegen werden Killerspiele oft mit Amoklkäufen in Verbindung gebracht.
    Ich will nicht sagen, dass jeder, der Killerspiele spielt, egal, wie oft und wie viele, ein potetieller Amokläufer ist, ganz im Gegenteil. Vlt kann es tatsächlich helfen, mit Wut & Hass umzugehen, und das auf eine 'annerkannte' art und weise.
    Und nicht jeder, der Amok läuft oder dies plant, spielt Killerspiele oder fühlt sich dadruch berufen, dies auch in die Realität zu bringen. Ein Killerspiel macht einen gesunden Menschen nicht krank. Aber einen Kranken Menschen macht es kränker. mit krank meine ich keine körperlichen beschwerden, sondern seelische probleme, wie angesprochen spielen Isolation, Angstneurosen, Mobbing oder Unreife eine entscheidende Rolle.
    Egoshooter zu verbeiten, oder sie für Amokläufe verantwortlich zu machen, ist schwachsinn.
    Allerdings erklär mir bitte mal jemand mit sinnvollen argumenten, warum es Spaß macht, ein Spiel zu speilen, dessen Ziel es ist Menschen auf grausame Art zu töten, warum es gut ist, Blut spritzen zu sehne & Menschen um ihr leben betteln, um sie dann doch zu töten?
    solche Dinge passieren wirklich auf dieser Welt, jeden verdammten Tag. Kommt ihr euch nicht selbst ziemlich verstört vor, wenn ihr das töten zelebriert und alsselbstverstädnliches hobby seht?

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  6. Re: Wie stellen die sich das vor?

    Autor Ein Killerspiel Spieler 09.01.10 - 14:37

    carolyna schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allerdings erklär mir bitte mal jemand mit sinnvollen argumenten, warum es
    > Spaß macht, ein Spiel zu speilen, dessen Ziel es ist Menschen auf grausame
    > Art zu töten, warum es gut ist, Blut spritzen zu sehne & Menschen um ihr
    > leben betteln, um sie dann doch zu töten?
    > solche Dinge passieren wirklich auf dieser Welt, jeden verdammten Tag.
    > Kommt ihr euch nicht selbst ziemlich verstört vor, wenn ihr das töten
    > zelebriert und alsselbstverstädnliches hobby seht?

    Vielleicht...

    weil es in der Natur der meisten Lebewesen und auch des Menschen liegt zu töten (sei es, um Nahrung zu haben, sei es, um die eigenen Nachkommen mit besseren Chancen für die Zukunft auszustatten, aus Spaß [Katze spielt mit der Maus] oder warum auch immer auf dieser Welt sonst noch getötet wird), die meisten Menschen diese Natur aber nicht mehr in der Wirklichkeit ausleben können.

    Wir sind schließlich nicht alle Schlachter, die Kühe töten oder Schweine. Wir leben auch nicht in einem Land mit einem Bürgerkrieg, wo wir uns gegenseitig erschießen. Gott sei Dank. Ich würde beides nicht tun wollen. Und das nicht nur aus moralischen Gründen.

    Aber ... wir leben in einer technisierten Welt, in der es möglich ist, ohne negative Konsequenzen (in den meisten Fällen zumindest... also so ca. 99,99999%), virtuell zu töten.

    Was ist also verwerflich daran?

    Virtuell Menschen zu töten ist weniger schlimm, als die Katze, die mit der Maus spielt und diese dann real tötet. Finde ich jedenfalls.

    Deshalb habe ich auch kein schlechtes Gewissen. Deshalb probiere ich in Spielen, in denen ich die Wahl habe, immer beide Seiten aus. Zuletzt in Fable 2. Mal war ich gut, mal war ich böse. Beides hat Spaß gemacht. Warum auch nicht. Es bringt Abwechslung und es unterhält mich noch länger, als wenn ich nur eine Seite erleben könnte.

    Nur weil pro Jahr einer austickt, braucht man nun wirklich nicht das Spielen zu verbieten (was auf das Austicken selbst sowieso kaum Einfluss hätte). Ich will einen (in letzter Zeit fälschlich als Amoklauf deklarierten) geplanten Massenmord mit vielleicth 10 oder 15 Opfern nicht verharmlosen, aber die Zahl der Opfer ist doch verglichen mit den wirklichen "Problemen" dieses Landes (auf die Probleme anderer Länder brauchen wir gar nicht zu sprechen zu kommen) einfach nur lächerlich gering.

    Da sterben in Deutschland wahrscheinlich deutlich mehr Menschen durch Krebs, der durch falsch eingestellte Rontgengeräte erzeugt wird. Oder durch Erfrierung, weil es zu wenig Notunterkünfte gibt (was ganz einfach zu verhindern wäre, was in dieser Gesellschaft aber wahrscheinlich kaum jemand für wichtig genug erachtet, was zumindest nicht wichtiger zu sein scheint, als Killerspiele zu verbieten).

    Aus alle diesen Gründen finde ich, dass man nicht Millionen von Erwachsenen den Spaß verbieten muss. Und aus diesen Gründen werde ich auch weiterhin solche Spiele spielen. Denn ich bin sicher, dass ich niemanden umbringen werden, nur weil ich solche Spiele spiele. Ich habe noch nicht mal jemandem mit der Faust geschlagen. Noch nie. Schon davor habe ich viel zu große Hemmungen (von Panikreaktionen in Notwehrsituationen vielleicht mal abgesehen).

    Mit freundlichen Grüßen
    Ein Killerspiel Spieler

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