Das ist eine ernstgemeinte Frage. Nein, sie stammt von keinem WoW-Kiddie und keinem CS-Freak, sondern von jemandem, der mit beiden Beinen im Leben steht und der es leid ist, bestimmte Spielgenres übers Ausland importieren zu müssen...
Einerseits nutzen einige Hersteller schon gezielt Schlupflöcher, um dem dt. Jugendschutz zu entkommen (Paradebeispiel "Killing Floor", das nur online erwerbbar ist und dabei auch deutsche Kunden im Visier hat, Stichwort Steam) - und solche Spiele gehören, auch wenn ich selbst Spieler bin, definitiv nicht in Kinderhände.
Es sollte auch ein neuer Faktor bei der Bewertung eingeführt werden, die mit WoW so richtig grassierte: Sucht. Zugegeben: Wie man diese Eigenschaft einem Spiel richtig zuschreiben soll, weiß ich nicht.
Es gab meines Wissens nach eine Diskussion, dass in den neuen Bestimmungen sogar religiöser Bezug als Bewertung mit reinfließen soll (Weshalb z.B. die USK damit rechnet, "Diablo 3" zwangsläufig eine Ab18-Altersfreigabe geben zu müssen, obwohl alle Vorgänger Ab16 waren, obwohl sich thematisch voraussichtlich nichts ändern wird). Hier bin ich nach langem Überlegen noch selbst unschlüssig, was ich davon halten soll...
Eines sollte ebenfalls klar sein: "Spielen" vor dem PC od. Konsole ist längst keine Tätigkeit mehr (nicht nur) von Kindern und Jugendlichen. Und als Erwachsener Spieler geht es mir gehörig auf den Senkel, dass hierzulande vergleichsweise viele Spiele geschnitten auf dem Markt erscheinen, die es in fast jedem anderen westlich geprägtem Land ungeschnitten gibt. Weshalb unser Staat dafür sorgt, dass da nicht gerade wenig Geld flöten geht (nicht nur wegen den Kürzungen, sondern auch wegen den mittlerweile unansehnlich großen USK-Logos, die die ganze Verpackung verschandelt, importiere ich bestimmte Spielgenres einfach von Österreich), ist mir nicht so ganz klar... Spielgenuss für den Erwachsenen und trotzdem Jugendschutz für Pupertierende sind doch keine zwei Eigenschaften, die sich gegenseitig ausschließen. Viele Spieler haben ja gerade deswegen gegen bestimmte Verbotsforderungen protestiert, weil damit Ersteres komplett auf der Strecke bleiben würde...
Antwort: Der Staat glaubt nicht, dass seine Bürger Ihre Kinder selbst erziehen können, sonst wäre die ganze Diskussion hinfällig.
Oh, das mit der Sucht ist sehr einfach.
Nur gute Spiele machen süchtig. Spiele die auch Spaß machen.
Also einfach alle guten Spiele verbieten, schon hört es auf, mit der Sucht.
Und mit den Spieleverkäufen .....
TutWirklichNixZurSache schrieb:
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> Antwort: Der Staat glaubt nicht, dass seine Bürger Ihre Kinder selbst
> erziehen können, sonst wäre die ganze Diskussion hinfällig.
Der "Staat" kommt mir nicht in meine Wohnung, somit sind alle Jugendschutzgebote ab der Wohnungstür hinfällig, und meiner Entscheidung "ausgeliefert" ...
Das ist es, was die Jugendschützer nicht wahrhaben wollen, weil es nicht so sein darf.
Schließlich will man seine Kinder ja nicht zu Internetausdruckern erziehen. ;)
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