flasherle schrieb:
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> was ist so schwer dran sich im internet zu informieren, niemadn erwartet
> das man das spiel durchspielen muss, es geht nur darum sich zu informieren
> und dann zu entscheiden kaufe ich das meinem kind oder nicht...
Das macht Spontankäufe vollkommen unmöglich. Soll das Kind vor jedem Einkauf mit einem 5seitigen Einkaufszettel kommen, der dann erstmal durchgegooglet wird?
Wozu, wenn es schon solch eine Behörde gibt?
Außerdem müsste dann eben JEDES Spiel von den Eltern gekauft werden, weil das natürlich die logische Konsequenz wäre, wenn immer nur die Eltern entscheiden sollen. Selbiges gilt für Filme und im Grunde für Musik und Printmedien ebenfalls.
Und da Süßigkeiten auch für das Kind schlecht sein können, werden die auch ab 18.
Meiner Meinung nach muss es eben ein gesundes Maß geben und das wird mit der USK im Großen und Ganzen erreicht.
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Welches Medium ist denn dann in Deutschland noch seriös? Eigentlich sind dann nur noch Radiosender geeignet, weil die solche Sachen nicht zeigen _können_.
Bilder nach Sprengstoffattentaten, mit blutüberströmten Verletzten oder Leichen sind auch nicht gerade geeignet für Kinder. Sieht man gerne auch mal in der Tagesschau.
Andererseits findet die USK ja eh, dass so etwas nicht schlimm ist, weil es nicht in die normale Umgebung des Kindes eingebettet sind... was für ein §%$&"%$
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Warum sollte die Politik dann ins Grübeln kommen?
Die würden Computerspiele mit Gewaltdarstellung doch eh gerne verbieten.
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Bassa schrieb:
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> Warum sollte die Politik dann ins Grübeln kommen?
> Die würden Computerspiele mit Gewaltdarstellung doch eh gerne verbieten.
Nicht nur USK18 sondern der Generalstreik USK 0-99. Mit spielen wird viel Geld umgesetzt und das müssen sie dann von den Autofahrern holen... ;) hahahaha....
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Du verwechselst was. Ich bin nicht für eine Abschaffung der USK, sondern gegen eine Entbindung der Sorgfaltspflicht der Eltern durch die USK und die dadurch resultierende Beschneidung meines Rechts auf Selbstbestimmung (was ich sehen will und was nicht).
Klar liefert eine USK-Angabe einen Hinweis darauf, ob etwas geeignet ist. Aber der wird dir nicht viel bringen, wenn ein Kind ein Spiel/Film/etc. spielt, dabei Szenen enthalten sind, die eine Traumatisierung beim Kind auslösen, bedingt durch dessen persöhnliche Erlebnisse. Das kann bei Bob der Baumeister schon losgehen, wenn ein Haus einstürzt und dabei der Olle Bagger nimmer raus kommt.
Wenn das Kind selbst vergleichbares erlebt hat kann das weitaus schlimmere Folgen für es haben als wenn ein 30-Jähriger einen Kopf Platzen sieht auf den er mit dem Scharfschützengewehr geschossen hat.
Die Einstufungen sind Schön und gut, werden aber von vielen Eltern als Ausrede dafür gesehen, sich mit der Materie selbst zu befassen (das macht ja die USK schon!), und alles was keine Jugendfreigabe erhält, sollte auch insofern ungeschnitten veröffentlich werden, solange die Darstellungen nichts illegales enthalten (damit meine ich keine Hakenkreuze oder dergleichen, eher extreme Folterszenen die ins Detail gehen -> Hostel..., Illegale pornographische Darstellungen, Misshandlungen etc). Dass die Flughafenszene bei CoD:MW2 entschärft wurde finde ich ehrlichgesagt auch richtig.
Nur warum darf ich als aufgeklärter, geschichtlich und politisch zumindest durch die Schule gebildeter Erwachsener keine Hakenkreuze in Spielen sehen, die eindeutig auch geschichtliche Hntergründe vermitteln? damit mein ich nun nichtmal Wolfenstein. eher sachen wie Company of Heroes, Call of Duty 1 + 2, welche ja auch immer wieder mal eine Hintergrundgeschichte mitgegeben haben die irgendwo auch noch den schrecken dieses Krieges zeigte...
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ich erweiter das mal um den Satz:
... im Großen und Ganzen erreicht, sobald sie die Unzensierte Freigabe unter USK 18 erlauben, ohne Einschränkungen beim Inhalt solange dieser Legal ist.
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Und dann den Jugendschutz aufheben?
Dass die Hersteller die Medien schneiden hat doch nur was damit zu tun, dass sie erhoffen bei niedrigerer Freigabe mehr zu verkaufen (nämlich an minderjährige). Das ist mE kein Punkt bei dem die Politik umdenken muss (ausser man sieht es als deren Aufgabe an die Gewinne der Hersteller zu maximieren)...
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Mit der gleichen Argumentation kann man auch Alkohol am Steuer legalisieren: Gibt ja trotzdem noch Leute die besoffen fahren und andere dabei umbringen, also bringt das ja alles nichts und man kann es direkt lassen...
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7hyrael schrieb:
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> Zumal das Gutmenschendenken eher auf die Eltern bezogen war, die anhand
> eines Stickers auf der Verpackung glauben entscheiden zu können was ein
> Kind zu sehen bekommt. Das ist als würden eltern Ihren kleinen eine DVD mit
> HappyTreeFriends zum geburtstag schenken weil die tierchen auf dem Cover so
> nett aussehen. Verantwortungsvolle Eltern schauen sich das spiel mal an
> bevor sie die Kids dran lassen!
Keine Eltern können sämtliche Medien vorher vollständig kontrollieren, ob diese für Ihr Kind geeignet sind, insbesondere bei Spielen die vll. mehrere Stunden oder länger zum Durchspielen brauchen. Mal ganz abgesehen davon, dass sie die Medien dann ja vorher trotzdem kaufen müssten um sie zu kontrollieren. Dann doch lieber eine Kennzeichnung als Hilfe.
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Eigentlich wird oft geschnitten, damit man wenigstens die Freigabe ab 18 bekommt. Denn in Deutschland ist man der Meinung, dass man auch Erwachsene vor solch persönlichkeitsverändernder Gewaltdarstellung schützen muss. Natürlich wird es nicht explizit verboten, aber es darf halt nur unter der Ladentheke verkauft werden und bewerben darf man es erst recht nicht. Naja, und wenn das nicht reicht, dann kann man es ja im äußersten Notfall immer noch beschlagnahmen, zum Beispiel weil im dargestellten Nazideutschland allzuviele Hakenkreuze zu sehen sind.
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7hyrael schrieb:
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> Du verwechselst was. Ich bin nicht für eine Abschaffung der USK, sondern
> gegen eine Entbindung der Sorgfaltspflicht der Eltern durch die USK und die
> dadurch resultierende Beschneidung meines Rechts auf Selbstbestimmung (was
> ich sehen will und was nicht).
>
> Klar liefert eine USK-Angabe einen Hinweis darauf, ob etwas geeignet ist.
> Aber der wird dir nicht viel bringen, wenn ein Kind ein Spiel/Film/etc.
> spielt, dabei Szenen enthalten sind, die eine Traumatisierung beim Kind
> auslösen, bedingt durch dessen persöhnliche Erlebnisse. Das kann bei Bob
> der Baumeister schon losgehen, wenn ein Haus einstürzt und dabei der Olle
> Bagger nimmer raus kommt.
>
> Wenn das Kind selbst vergleichbares erlebt hat kann das weitaus schlimmere
> Folgen für es haben als wenn ein 30-Jähriger einen Kopf Platzen sieht auf
> den er mit dem Scharfschützengewehr geschossen hat.
>
> Die Einstufungen sind Schön und gut, werden aber von vielen Eltern als
> Ausrede dafür gesehen, sich mit der Materie selbst zu befassen (das macht
> ja die USK schon!), und alles was keine Jugendfreigabe erhält, sollte auch
> insofern ungeschnitten veröffentlich werden, solange die Darstellungen
> nichts illegales enthalten (damit meine ich keine Hakenkreuze oder
> dergleichen, eher extreme Folterszenen die ins Detail gehen -> Hostel...,
> Illegale pornographische Darstellungen, Misshandlungen etc). Dass die
> Flughafenszene bei CoD:MW2 entschärft wurde finde ich ehrlichgesagt auch
> richtig.
>
> Nur warum darf ich als aufgeklärter, geschichtlich und politisch zumindest
> durch die Schule gebildeter Erwachsener keine Hakenkreuze in Spielen sehen,
> die eindeutig auch geschichtliche Hntergründe vermitteln? damit mein ich
> nun nichtmal Wolfenstein. eher sachen wie Company of Heroes, Call of Duty 1
> + 2, welche ja auch immer wieder mal eine Hintergrundgeschichte mitgegeben
> haben die irgendwo auch noch den schrecken dieses Krieges zeigte...
Weil dies nichts mit Jugendschutz zu tun hat sondern evtl. strafrechtlich relevant ist. Darstellung von HKs sind in D nicht allgemein erlaubt (bitte jetzt keine Diskussion warum), also lässt man sie im Zweifel in Spielen auch weg um keine Beschlagnahme durch die Staatsanwaltschaft zu riskieren. Mit der Kennzeichnung der USK hat das genau gar nichts zu tun.
Geschnitten werden übrigens immer noch weil die Publisher denken durch eine niedrigere Einstufung mehr zu verdienen, nicht weil die USK vorschreibt, dass sie irgendwas weglassen sollen...
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Ähm... du verstehst da was falsch. Ich sage nur, dass es so ist. Ich finde das genausowenig gut wie du.
Es wird eben leider mit zweierlei maß gemessen. Ich gehöre ab auch zu jene, die diese Gewalt in der Tagesschau als verwerflich empfinden.
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Kopf -> Tisch -> Bumms
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Zum Thema Gewalt in den Nachrichten:
Für deren Kontrolle ist glaube ich der Presserat verantwortlich. Aus geschichtlichen Gründen darf vorab keine Zensur erfolgen. Höchstens hinterher, oder Presserat vergibt eine rüge. Bild ist dabei öfters mal betroffen.
Seltsamerweise darf aber z.B. GameOne keine Beiträge zu Spielen ab18 vor 22:00 Uhr auf ihrer Homepage zeigen. Obwohl das ja im rahmen einer berichterstattung geschieht.
Manche Videos benötigen ja auch eine Altersangabe in form des Geburtsdatums. Aber sowas ist ja ein Witz.
Allgemein:
Die USK ist überflüssig. Es gibt schon die PEGI, die offenbar den meisten Ländern reicht, nur uns nicht. Die größte Reform, die von der USK in den letzten Jahren kam, war das eigene Logo doppelt so groß zu machen. Jetzt haben fast alle Filme/Spiele ein logo-freies Wende-Cover.
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DerKleineHorst schrieb:
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> Du kannst ja mal ein paar Beispiele nennen bei denen FSK und USK total
> daneben liegen...
Ich kann dir zumindest ein Spiel nennen.
The Witcher 2 hätte IMO eine Altersfreigabe ab 18 Jahren bekommen sollen.
Da kommen Sachen wie...
potenzielle SPOILER:
Abgetrennte Gliedmaßen, Rassismus, Vergewaltigung, Suizid nach der Geburt des Kindes nach der Vergewaltigung, platzende/brennende Gegner, Kastration, Augen mit nem Löffel auslöffeln (samt schönen Bild mit blutigen Augenhöhlen) und Sex so wie er bis jetzt noch in keinem Computerspiel gezeigt wurde (nicht so schlimm :D)
...vor.
morecomp schrieb:
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> Am Besten wäre es, wenn wir hier mal einen Generalstreik
> machen und keine Spiele in Deutschland kaufen.
Das mache ich schon lange. ;)
Bei amazon.co.uk sind die Spiele wesentlich günstiger und ungeschnitten.
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7hyrael schrieb:
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> Ich nehme mir das Recht, einem Kind etwas zu kaufen das ich kenne und aus
> meiner Sicht als In Ordnung deffinieren würde für einen 15-jährigen der ein
> spiel, das ab 16 ist kaufen möchte.
Das widerum halte ich für eine ziemliche Anmaßung.
Es steht Dir einfach nicht zu, eine solche Entscheidung über die Köpfe der Eltern hinweg zu treffen, egal wie gut Du das Spiel kennst und egal wie knapp der Bub an 16 drann ist. Denn es kommt nicht darauf an, ob es nach Deiner Sicht als in Ordnung definiert wird, sondern nach der Sicht der Eltern.
Eine solche Entscheidung zu treffen bedarf ja wohl neben der Beurteilung des Spielinhalts vorallem eine Beurteilung des Entwicklungsstands des Zöglings, und dass Du die vornehmen kannst, dürfte im besten Fall fraglich sein.
Wir hatte neulich unsere sieben Jahre alte Tochter eine Woche lang im Ehebett, weil trotz anderslautender Elternanordnung andere es nach deren Sicht als in Ordnung definiert hatten, dass sie Harry Potter und der Stein der Weisen (FSK 6) sehen darf, und sie es irgendwie nicht so gut verkraftet hat, zu sehen, wie durch Hand auflegen ein Gesicht verbrennt, zu Staub zerfällt und der zugehörige Mensch unter Qualen stirbt.
Gut gemeinter Rat: lass sowas. Damit tust Du abgesehen vom Verkäufer niemanden einen Gefallen. Dir nicht, den Eltern nicht, und dem Kind/Jugendlichen auch nicht. Letzteres insbesondere dann, wenn die Eltern einen Grund für ihre Verweigerungshaltung haben (was Du in den seltensten Fällen beurteilen können dürftest).
Und ja, es gibt 15-Jährige, die mit Gewaltdarstellungen in Spielen nicht so gut klarkommen, auch wenn Du das nicht nachvollziehen kannst oder das bei Dir anders gewesen sein mag.
--
FaLLoC
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