Es gibt Firmen, die scheinen echt voneinander zu lernen. Und gerade GW und Apple passen, obwohl in anderen Nieschen unterwegs, sehr gut zusammen.
Beide haben ein Quasimonopol, es gibt kein ernst zu nehmendes Konkurenztabletop zu Warhammer/Warhammer40k, ebenso wenig wie zu iPhone und der Bedienbarkeit und Qualität eines Mac (man sagt ihnen das zumindest nach, meine Macs waren alle Montagsgeräte... irgendwie).
Als Resultat sind die Preise hart und das liegt in keinem Fall am für die Produkte verwendeten Material: Der Miniaturenhersteller Reaper verkauft eine Zinnfigur für 3 - 4 €. Eine äquivalente Figur von Games-Workshop aus gleichem Material mit gleicher Komplexität schlägt mit 11 € zu Buche.
Und die im Mac verbaute Hardware bekomme ich als Einzelkauf immer wesentlich günstiger.
Aber: Die Kunden zahlen den Preis (mal mehr, mal weniger gerne), weil es für sie keine Alternative gibt. Wenn man einmal eine gewisse Position hat, kann man mit den Kunden alles mache.
Ok: Es gibt natürlich unterschiede, nämlich, dass es keine GamesWorkshop-Fanboys gibt. Jeder ernst zu nehmende Tabletopspieler HASST GamesWorkshop. Warum? Hier ein paar Gründe:
1) Alle drei Jahre ändern sich irgendwelche Regeln, die oft genug erworbene Figuren unnütze machen
2) Die Preise steigen stetig. Als ich anfing, vor 10 Jahren bekam man für 30 DM eine Box Miniaturen. Das war damals schon teuer. Heute kostet eine Box 27€
3) Die Ware hat eine sehr schlechte Qualität, bei Zinnfiguren sind das die Gussstellen (Necrons: Todesbote) und bei den Büchern... Naja Bücher... diese... Zusammengenähten Lose-Blatt-Sammlungen. Sie fallen einfach auseinander!
4) Der Service von GW ist die Hölle, wenn auf der Hauseigenen Messse (GamesDay) manche Produkte einfach fehlen und die Mitarbeiter das nicht wissen, dann liegt da ein Problem vor.
5) Die Firma ist extrem korintenkakerisch. Soviele ambitionierte Fanprojekte werden Aus-Prinzip gelyncht, weil sie "Urheberrechte" verletzen. Es ist zum Beispiel seit neuestem verboten in Onlineshops die Bilder von GW zu verwenden, man muss die Boxen nun Photographieren. Oder nehmen wir die Macher der Dawn-of-War-Mods (PC-Spiel), die teilweise im Untergrund arbeiten, weil GW sie zu verklagen droht.
Aber trotz dieser Punkte wird gekauft, und GW lernt: Wir können tun was wir wollen.
Als konstruktiver Tipp für alle GW-Preisgeplagten Spieler lege ich den Import der Modelle aus England (wargamesstore.com) ans Herz, 40% Ersparnis sind was feines.
Praios, ich wollte dich nicht zitieren, weil dein post ziemlich lang ist, aber ich will noch hinzufügen, daß in der "Dawn of War"-Ecke sogar M$ und Steam auf den "Wir-Können-Mit-Dem-Kunden-Machen-Was-Wir-Wollen"-Zug aufgesprungen sind. Wer GamesForWindowsLive nutzt, wird ein Liedchen davon singen können.
Oder haltet ihr es für akzeptabel, daß eine laufende Online-Runde von GFWL abgebrochen wird, weil Werbeinformationen für den Spieler eingegangen sind??? Ich, der das Spiel im Laden für nicht gerade wenig Geld gekauft hat, muss sich mit soetwas auch noch herumschlagen??? Das sehe ich nicht ein!
Und Steam sieht dabei auch noch zu und lacht sich den Arsch ab, wenn diese Praktik ingame auf Funktion getestet wird. Ich sag' euch, es dauert nicht mehr lange und Steam wird Spiele BEENDEN, weil's "Neuigkeiten" zu überbringen gibt.
Und wer jetzt glaubt, ich würde mir das aus dem Hut ziehen, weil ich M$ oder Steam nicht mögen würde, irrt! Wählt mal die Nummer der Hotlines und sprecht die Typen auf genau das an... ...Tüüt, tüüt, tüüt, tüüt, tüüt,... ...WTF! Jetzt haben die mir einfach die Leitung gekappt!
Gezeichnet,
Morte
Over and out!
bla
was microsoft macht ist das eine, aber valve würde deren steam nicht so einstellen das es das spiel einfach beendet weil es neue news gibt bzw. es minimiert.
gfwl wurde ohne die interessen der spieler entwickelt, jedoch für die interessen der publisher. vielleicht sind es ja die publisher die das spiel beenden .. so über ne option damit die spieler über neue spieler vom publisher informiert bleiben.
Praios schrieb:
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> Als Resultat sind die Preise hart und das liegt in keinem Fall am für die
> Produkte verwendeten Material: Der Miniaturenhersteller Reaper verkauft
> eine Zinnfigur für 3 - 4 €. Eine äquivalente Figur von Games-Workshop
> aus gleichem Material mit gleicher Komplexität schlägt mit 11 € zu
> Buche.
GW stellt sogar immer mehr auf Plastik um.
Die Regelwerke sind mir allerdings noch nie zerfallen. Ich muss allerdings sagen, dass mein letzte Kauf einige Jahre zurückliegt, ich weiß nicht, inwieweit sich da was geändert hat.
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