Es gibt viele interessante Parallelen: Spieler die stolz darauf sind -angeblich- nicht mehr zu spielen und ihren Lebenssinn darin sehen, dem Rest der Welt inquisitorisch den Spaß am Spielen zu nehmen. Bei Ex-Alkis ist das auch so, klar müssen sie sich davon distanzieren um ihr Selbstwertgefühl wieder zu finden, aber den restlichen Menschen, die einen normalen Umgang damit pflegen - was ja auch völlig OK ist - , versuchen sie davon abzuhalten indem sie es verteufeln, nur um zurück zur ihrem Selbstwertgefühl zu finden.
Dass man Selbstbestätigung aber nicht in der Degradierung anderer Menschen finden kann, sondern nur in sich selbst, scheinen sie dabei zu vergessen. Dann wird mit Scheinargumenten wie: Blizzard zieht einem das Geld aus der Tasche, Früher war alles besser, jetzt ist es nur noch Mist usw. ohne Sinn und Verstand polemisiert. Diese Argumente sind subjektiv, keiner wird gezwungen das Spiel zu spielen, aber werden trotzdem totalisiert. Wenn ihr das Spiel nicht Spielen wollt - schön für euch. Lasst uns anderen den Spaß daran und tut nicht so, als müssten nur weil IHR aufgehört habt zu spielen, plötzlich alle keinen Spaß mehr an dem Spiel haben.
1. wayne ?
2. ist das diskriminierend gegenüber alkoholikern .. die haben schon genug stress mit ihrer sucht ..
3. ist WoW sowas von scheisse uninteressant .. das einzige was evtl. nützlich ist: endlich massenstudien zu machen inwiefern spiel/internetsucht wirkt und entsteht ..
Der 1. Beitrag ist inhaltlich ein guter Kommentar. Ein interessanter Standpunkt, über den man diskutieren kann/darf/muss.
Ich war positiv überrascht, auch mal so was hier lesen zu dürfen, nur um im 2. Beitrag wieder in die harte Realität geholt zu werden.
Liebe Banane, du bist eine Birne.
Ich gönne jedem seinen Spaß. :)
Was Kostet eigentlich mittlerweile das Gold?
Keine Ahnung, ich habe nie welches gekauft.
merana schrieb:
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> Was Kostet eigentlich mittlerweile das Gold?
Spielzeit! :)
Ansonsten eine breite Preisspanne, zB. 5000 Gold für 19 €, 3000 Gold für 3,40 €, je nach Anbieter.
Muhaha schrieb:
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> Ansonsten eine breite Preisspanne, zB. 5000 Gold für 19 €, 3000 Gold für
> 3,40 €, je nach Anbieter.
Und was macht man dann damit? Sind die meisten guten Sachen nicht mehr BoP?
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"We're semi-trained quasi-professionals, at any rate."
^Andreas Meisenhofer^ schrieb:
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> Und was macht man dann damit?
Man erkauft sich Spielzeit. Spiele ich mit einem Highlevel-Char jeden Tag zwei, drei Stunden PvE in Northend, habe ich ratzfatz einige tausend goldgelb glänzende Münzen zusammen und grinde dabei nicht einmal.
> Sind die meisten guten Sachen nicht mehr BoP?
Doch. Aber Waffen und andere spielrelevante Ausrüstung waren noch nie der Geldfresser. Es geht heute viel Geld für zB. schicke Gimmicks wie einen Gnomen-Chopper drauf, bzw. für das Zusammenkaufen der Materialien, wenn man einen Ingenieur nur zum Zusammenbauen benötigt. Das kostet Gold und somit Zeit. Zeit, die sich manche durch Goldkauf sparen wollen.
- Es gibt im Endgame ca. 10 264er Items die BOE sind und für je einige Tausend Gold im AH sind
- Es gibt nen Gnomenchopper der Dauerhaft für 15k Gold im Handelschannel angeboten wird
- Es gibt Gilden die dir diverse Titel/Erfolge/Item gegen Gold besorgen. Einmal den Drachen für alle Heroischen Modi in Ulduar = 20k Gold oder mehr.
- Es gibt Haustiere/Questitems/etc. die man gut brauchen kann für diverse dinge
Natürlich nur wenn man für sich entschließt diese braucehn zu können...!
Aber das zeugs nur kaufen, wenn ihr euch im RL nicht über überteierte Apple-Telefone aufregt!
Danke für den Startbeitrag, ich hab schon gedacht ich bin der einzige dem das auffällt. Manche Leute scheinen einfach nicht damit klarzukommen dass die Menschheit kein Insektenkollektiv ist und nicht jeder sofort ihre Meinungsänderungen mitmacht. Sie spielen kein WoW mehr, also sollte das auch sonst niemand. Scheißegal das sie noch ein paar Monate vorher unzählige Stunden in WoW versenkt haben, jetzt sind sie raus, finden es scheiße und dann soll es gefälligst auch jeder andere scheiße finden.
Jeder der da nicht mitmacht ist ein Suchti, bestimmt. Auch wenn sie selber früher bei 30 Stunden Spielzeit pro Woche lagen und man selber nichtmal bei 10.
Manche Menschen fühlen sich offenbar erst wohl, wenn das Kollektiv ihnen ihren Lebenswandel als gut bestätigt, indem das Kollektiv genauso lebt. Jeder Abweichler wird da zur Bedrohung, der das eigene Lebensbild in Frage stellt.
Kiseran schrieb:
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> Danke für den Startbeitrag, ich hab schon gedacht ich bin der einzige dem
> das auffällt. Manche Leute scheinen einfach nicht damit klarzukommen dass
> die Menschheit kein Insektenkollektiv ist und nicht jeder sofort ihre
> Meinungsänderungen mitmacht. Sie spielen kein WoW mehr, also sollte das
> auch sonst niemand. Scheißegal das sie noch ein paar Monate vorher
> unzählige Stunden in WoW versenkt haben, jetzt sind sie raus, finden es
> scheiße und dann soll es gefälligst auch jeder andere scheiße finden.
> Jeder der da nicht mitmacht ist ein Suchti, bestimmt. Auch wenn sie selber
> früher bei 30 Stunden Spielzeit pro Woche lagen und man selber nichtmal bei
> 10.
>
> Manche Menschen fühlen sich offenbar erst wohl, wenn das Kollektiv ihnen
> ihren Lebenswandel als gut bestätigt, indem das Kollektiv genauso lebt.
> Jeder Abweichler wird da zur Bedrohung, der das eigene Lebensbild in Frage
> stellt.
Das stimmt. Auch die ganzen rotzigen Ex-Scientologen wollen mir immer wieder erklären, dass ich da total verblendet bin. Dabei sind die nur auf meine Erfolge neidisch, die ich mir hart erarbeitet habe. Bin halt schon Maxlvl (OT13) und bin gildenchef. immer meinen die, die wüssten was gut is für mich. dabei haben die selber vorher jeden tag bei uns im gildenhaus rumgehangen.
und das alles nur, weil sie geltungssüchtig sind und sich nur durch ihren ausstieg profilieren wollen und angeben, dass sie es geschafft haben. vielleicht mal bald in ner talkshow auftreten?
Oh nett, Scientologen-Vergleich.. laut Handbuch muss ich jetzt mit Hitler dagegenhalten und hab dann gewonnen, ja? Ein anderes Argument hast du da ja nicht drin.
Ich bin gelegentlich WoW-Aussetzer (6-12 Monate) aber spiele es auch immer wieder gerne, wenn neuer Inhalt kommt... hey und ich fühle mich nicht schlecht dadurch!
MolligerTroller schrieb:
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> hey und ich fühle mich nicht schlecht dadurch!
Solltest Du aber!
Wer als regelmäßiger golem.de Forenleser immernoch (hin und wieder) WoW spielt oder gar ein Apple Produkt besitzt, wird niemals bei den coolen Leuten hier Akzeptanz finden ;)
Allerdings muß man etwas aufpassen: Gar nicht so lange her, da war ATi/AMD noch total out. Mittlerweile sind es die bekennenden Nvidia Besitzer, die ausgelacht werden *g*
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"We're semi-trained quasi-professionals, at any rate."
> Wer als regelmäßiger golem.de Forenleser immernoch (hin und wieder) WoW
> spielt oder gar ein Apple Produkt besitzt, wird niemals bei den coolen
> Leuten hier Akzeptanz finden ;)
>
Hmmm...mal kurz nachdenken....
Entschieden.... ich kann damit leben ;p
Hmmm ich hab WoW auf ner AMD/nVidia-KOmbination gespielt. Sollte mir das jetzt zu denken geben?
Ich habe nix gegen Christen. Ich habe nix gegen Moslems. Ich habe nix gegen Vegetarier. Ich habe nix gegen Apple-Fans. Aber ich habe etwas gegen Missionare...
> Oh nett, Scientologen-Vergleich.. laut Handbuch muss ich jetzt mit Hitler
> dagegenhalten und hab dann gewonnen, ja? Ein anderes Argument hast du da ja
> nicht drin.
Das geht andersrum, wer Hitler als Argument nutzt, also sich quasi mit ihm verbündet, hat verloren (das ist auch historisch korrekt).
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.
In jedem anderen Land auf der Welt würde ich dir zustimmen aber nicht in Deutschland.
In Deutschland muss der normale Mensch für so einen Suchti aufkommen. Nicht nur während der Spielzeit an sich, weil arbeiten gehen die meisten ja nicht mehr. Nein, sie sind auch nach der Spielzeit, wenn sie aufgehört haben, ja nicht mehr zu irgendwas zu gebrauchen, da sie ja geistig vollkommen verwahrlost sind. Und dafür muss in Deutschland ja irgendwer aufkommen. Solange es noch sowas wie einen Sozialstaat gibt und jeder Mensch den anderen mit versorgt, hat auch jeder ein Mitspracherecht über den anderen. Seis wegen zu dumm, zu fett oder zu faul.
Interessant.
Vor kurzem war ich bei einem WoW-Gildentreffen anwesend. Nicht nur, dass der Altersdurchschnitt nahe bei 30 Jahren lag, nein auch der Bildungsdurchschnitt war bundesweit gesehen überdurchschnittlich - kein einziger Spieler ohne Abitur, etliche mit einem abgeschlossenen Studium, bis auf 2 noch-Schüler und einen durch Firmenpleite arbeitslosen alle in Lohn und Brot.
Kann es sein, dass in den Medien oft ein wesentlich düstereres Bild gepinnt wird, auch gerade von Ex-Spielern, damit diese nicht zugeben müssen, dass sie primär einfach nur sich selbst nicht unter Kontrolle hatten/haben und Angst haben, wieder in ihr Suchtverhalten reinzurutschen? Wenn man sich aus der Realität zurückzieht, soziale Verknüpfungen verkümmern lässt und sich in eine Videospielwelt flüchtet, dann ist nicht diese Welt schuld, dann hat man in der realen Probleme und Probleme mit der eigenen Wahrnehmung.
Das wird allerdings nicht besser, wenn man daraufhin weiter rumphantasiert und andere Leute oder Noch-Spieler disst.
Klar kann man es zu weit treiben. Gerne kommen dann Argumente wie der Spieler, der das Date mit seiner Freundin platzen lässt, weil er mit der Gilde einen Boss besiegen möchte.
Ebenso gibt es aber genügend Leute, die einen Abend mit Madame platzen lassen um zu einem Fußballspiel zu gehen. Nur ist das gesellschaftlich anscheinend akzeptierter.
Also, tief Luft holen, nen Gang runterschalten, und vor allem nicht vergessen: Müssen tut man in der virtuellen Welt nix. Man kann einfach abschalten, das Zocken mal sein lassen und rausgehen. Wenn man tatsächlich online gute Bekanntschaften gemacht hat werden die sich auch abseits des Monitors bei einem melden. Wenn nicht - dann sinds genau dieselben Flachpfeifen, die auch in der realen Welt immer nur bei einer Sache bleiben solange sie einen persönlichen Vorteil davon haben.
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