Das ist völlig normal und hat nichts damit zu tun, dass man von anderen kopiert; UX-Paradigmen sind aus menschlichem Verhalten abgeleitet und damit keine Erfindungen.
Zudem sollte man gerade bei Software berücksichtigen, dass "es richtig machen" definitiv nicht patentierbar sein sollte, da das Ergebnis sonst Stillstand für die gesamte Branche bedeuten würde.
Gruß, LX
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+1
Um Konkurenzfähig zu sein, muss man mit der Konkurenz mithalten können oder besser sein. Dazu muss man diese auch Analysieren (macht ja Apple auch nicht anders).
Das ist auch imho gut so, denn so werden Technologien weiterentwickelt und stehen nicht still.
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Bei dieser Einstellung werde ich wütend, denn das verhindert Innovation!
Begründung an einem Beispiel:
In unserem mittelständischen Maschinenbauunternehmen haben wir eine Anlage konzipiert, die bestehende Fertigungsverfahren abgeändert und durch neue Methoden ergänzt kombiniert. Damit dürften so einige Industriebetriebe einiges an Produktionskosten einsparen können. Da uns aber keiner der befragten Patentanwälte zusichern konnte, dass wir uns diese Technologie so sichern können, dass sie nicht nachgeahmt werden darf, bleiben die Pläne samt Prototypen im Tresor!
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1 zu 1 abkupfern ist auch keine Innovation!
Ich rede hier mehr von: Idee übernehmen und weiter ausbauen. Dadurch entsteht ein Zugzwang immer besser sein zu müssen.
Eine Sache ist ja noch lange nicht perfekt, nur weil sie einmal steht ohne auseinander zu fallen.
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Perfektion ist eh nicht zu erreichen!
Aber die Firtentwicklung einer Idee sollte denen vorbehalten sein, die sie erdachten...
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Der Vergleich hinkt. Man nehme nur einmal das Paradigma, dass wichtige Inhalte möglichst gleich zu Anfang sichtbar sind. Das ist sicher keine besondere Neuentwicklung, sondern einfach gesunder Menschenverstand, das gibt es seit den Anfangstagen der Interface-Entwicklung. Würde man das generell patentierbar machen, hättet Ihr Eure Verbesserungen überhaupt nicht entwickeln können.
Das ist ja gerade das Schizophrene beim Patentrecht: man sieht zunächst die Vorteile, die es bringt, und vernachlässigt darüber die Nachteile, die man ja ohnehin lieber bei den anderen sieht.
Sieh es doch mal folgendermaßen: wenn es so leicht nachzuentwickeln ist, ist es wahrscheinlich ohnehin nicht schützenswert. Ja, natürlich ist es Aufwand, sich hinzusetzen und so etwas erst mal zu machen - aber der ist nicht deshalb verloren, weil es kein Patentrecht gibt, sondern weil Euer Management entschieden hat, dass das ganze in der Versenkung verschwindet.
Gruß, LX
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tomate.salat.inc schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> 1 zu 1 abkupfern ist auch keine Innovation!
>
> Ich rede hier mehr von: Idee übernehmen und weiter ausbauen. Dadurch
> entsteht ein Zugzwang immer besser sein zu müssen.
>
> Eine Sache ist ja noch lange nicht perfekt, nur weil sie einmal steht ohne
> auseinander zu fallen.
Ihr wollt es einfach nicht begreifen oder? Laut dem hier vorliegendem Dokument von Samsung (!) worde nicht verglichen und eine Grundidee weiterentwickelt sondern 1 zu 1 übernommen wie es bei Apple umgesetzt war!
Eine Grundidee mit eigenen Ideen zu verknüpfen damit daraus etwas Besseres wird ist eine Sache aber sich gewisse Abteilungen grundsätzlich zu sparen, direkt von der Konkurenz abzukupfern, damit massig Geld zu sparen und sich damit einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen ist einfach nur mieß!
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LX schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Sieh es doch mal folgendermaßen: wenn es so leicht nachzuentwickeln ist,
> ist es wahrscheinlich ohnehin nicht schützenswert. Ja, natürlich ist es
> Aufwand, sich hinzusetzen und so etwas erst mal zu machen - aber der ist
> nicht deshalb verloren, weil es kein Patentrecht gibt, sondern weil Euer
> Management entschieden hat, dass das ganze in der Versenkung verschwindet.
Nein, der ist verloren, weil es günstiger ist die Investition abzuschreiben anstatt zu riskieren, dass der Kopist davon profitiert.
Und solange Leute mit dem „gesunden Menschenverstand“ und „ist doch klar“ argumentieren, bleibt das auch so.
Der „gesunde Menschenverstand“ ist der gleiche, der regelmässig beim Ziegenproblem versagt, glaubt, dass sich „schwule Gene“ wegselektieren müssten, die Erde flach ist und sich die Sonne um die Erde dreht.
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Abseus schrieb:
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> Ihr wollt es einfach nicht begreifen oder? Laut dem hier vorliegendem
> Dokument von Samsung (!)
Witzbold. Nochmal: Sie haben nicht 1 zu 1 kopiert, sie haben das Konkurenzprodukt analysiert und geschaut was man übernehmen+verbessern kann. Ich kann dir versichern: Das ist normal in der Branche.
Und nochmal: Apple macht es >NICHT< anders.
Zum widerlegen: Wenn die Sachen 1:1 so umgestzt wären wie bei iOS, bräuchte ich genauso lange mein W-Lan/Bluetooth/... ein/auszuschalten wie bei iOS. Bei meinen Androiden muss ich dafür aber mein Gerät nicht mal entsperren. Eine 1:1-Kopie schaut anders aus.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.08.12 15:29 durch tomate.salat.inc.
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Die meissten Punkte, die Apple vorbringt, für sich betrachtet würde ich für sich genommen auch nicht unbedingt so sehr schützen. Das Gesamtwerk aus deren Verquickung, dem sich Samsung so dreist annähert hingegen schon!
Zu meinem Beispiel: In unserem Famulienbetrieb sind das Management und die Entwicklung meine Brüder und ich. Und wir haben beachlossen, dass wenn wir die Früchte unserer Arbeit nicht alleine ernten können, wir lieber darauf verzichten.
Aufgeschreckt hat uns im Übrigen nicht die Apple-Geschichte, sondern der Fall eines befreundeten Clubbetreibers, der vor ca. 13 Jahren ein neues Veranstaltungskonzept samt neuartiger Werbestrategie entwickelt hat, welches seit geraumer Zeit gefühlt von jeder Landdiscothek durchgeführt wird, ohne es lizenzieren zu müssen...
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tomate.salat.inc schrieb:
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> Abseus schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > Ihr wollt es einfach nicht begreifen oder? Laut dem hier vorliegendem
> > Dokument von Samsung (!)
>
> Witzbold. Nochmal: Sie haben nicht 1 zu 1 kopiert, sie haben das
> Konkurenzprodukt analysiert und geschaut was man übernehmen+verbessern
> kann. Ich kann dir versichern: Das ist normal in der Branche.
> Und nochmal: Apple macht es >NICHT< anders.
>
> Zum widerlegen: Wenn die Sachen 1:1 so umgestzt wären wie bei iOS, bräuchte
> ich genauso lange mein W-Lan/Bluetooth/... ein/auszuschalten wie bei iOS.
> Bei meinen Androiden muss ich dafür aber mein Gerät nicht mal entsperren.
> Eine 1:1-Kopie schaut anders aus.
Oh wow du hast eine Sache rausgepickt die mal nich 1 zu 1 kopiert wurde. bei der Masse ist es aber so das eben doch 1 zu 1 kopiert wurde!
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Abseus schrieb:
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> Oh wow du hast eine Sache rausgepickt die mal nich 1 zu 1 kopiert wurde.
> bei der Masse ist es aber so das eben doch 1 zu 1 kopiert wurde!
Oh wow und du bringst garnichts an! Und jetzt?
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> Nein, der ist verloren, weil es günstiger ist die Investition abzuschreiben anstatt zu riskieren, dass der Kopist davon profitiert.
Darf ich den Rechenweg dieser Milchmädchenrechnung erfahren?
Meiner sieht übrigens so aus:
G = Gewinn,
I = Investition,
E = zusätzlicher Ertrag/Tag,
Z = Zeit bis zur Nachahmung in Tagen
1. Szenario: Umsetzung
G1 = E/Z-I
2. Szenario: runde Endablage
G2 = -I
Bei der durchaus validen Grundannahme, dass E tatsächlich positiv ist und der Tatsache, dass Z positiv sein muss, ist
G1 > G2
q.e.d.
Gruß, LX
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Und ihr habt genau den gleichen schizophrenen Gedankengang mitgemacht wie alle anderen, die das Patentwesen als System begreifen, dass ihnen erlaubt und anderen verbietet.
Gruß, LX
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Muss ich auch nicht. Lies einfach den Artikel.
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Ja, so bahnbrechende Erkenntnisse wie "Buchstaben sollten lesbar sein", "Inhalte sollten auf eine Seite passen, wenn möglich", "Animationen sollten flüssig sein", "Bedienkonzepte sollten konsistent bleiben" haben sie 1:1 kopiert - Apple aber auch, da so etwas im User Experience Design seit Jahrzehnten Gang und Gäbe ist, aber eben teilweise nicht beachtet wird.
Man muss Apple zwar zugestehen, dass die Usability ihrer Produkte erstklassig ist - deswegen Apple ein Patent auf allgemeine Usability zuzugestehen, halte ich aber für deutlich übertrieben.
Gruß, LX
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Du übersiehst, dass zur Umsetzung weitere Investitionen benötigt wird, die Zeit Z hochvariabel sein kann und dass das spätere Wachstum des Kopisten K dass des Innovators übersteigen kann.
Zudem hat eine Firma nicht unbegrenzt viele Ressourcen. Sie hat ein begrenztes Budget, dass auf verschiedene Expansionsideen verteilt werden muss.
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Um zum Thema zurück zu kommen ein kleiner Vergleich:
Apple mag sich vielleicht auch Einzelheiten anderswo anschauen (Beispiele sind mir gerade aber keine bekannt), aber die Firmenphilodophie "think different" ist eine Andere:
Sie schauen sich den Markt an und überlegen, wie man es ANDERS machen kann. Dazu muss man nur sehen, wie PCs vor dem Mac, mp3Player vor dem iPod, Smatphones vor dem iPhone und Tablets vor dem iPad ausgesehen haben...
Samsung hingegen schaut sich die Anderen an und ahmen diese bestmöglich nach. Das tun sie im Übrigen nicht nur bei Apple und nicht nur in der Elektronikbranche!
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@pandarino: Und wie erklärst du dann das hier:
http://www.netbooknews.de/42525/acht-zehn-ios-5-features-geklaut/
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Die Konkurrenz hat in Etwa die gleichen oder höhere Umsetzungskosten und -dauer, so dass mir dieses Argument nicht valide erscheint.
Mir war zudem tatsächlich nicht bewußt, dass sich der Gewinn eines Unternehmens an dem nicht gemachten Gewinn der Konkurrenz orientiert. Erzähl mir mehr davon.
Gruß, LX
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