Darüber musste ich mich tierisch ärgern dieses Jahr! Ein Angehöriger lag längere Zeit im Krankenhaus, welches nach Renovierungsmaßnahmen mit Handystörsendern ausgestattet war. Offizieller Grund hierfür waren natürlich die technischen Gerätschaften, die durch die "gefährlichen" Mobilfunkwellen angeblich fehlfunktionierten.
Komisch nur, dass der Empfang auf der Intensivstation nicht geblockt wurde. Warum nicht? Schließlich sind doch gerade dort die meisten und empfindlichsten Maschinen untergebracht.
Antwort: In der Regel liegen die Patienten nur Stunden bis wenige Tage auf der Intensivstation; das Schalten eines regulären Telefons am Bett macht hier wenig Sinn. Und bevor die Angehörigen dauernd die Stationsschwester mit Anrufen nerven, lässt man hier lieber den Handyempfang zu. Trotz der Killerfunkwellen.
Auf den regulären Krankenzimmern jedoch gibt es seit der Renovierung brandneue, schicke Telefonanlagen. Will man dort erreichbar sein, kostet dies erstmal pauschal 30 Euro Guthaben - für die Bereitstellung werden täglich 3 Euro abgezogen. Will man selbst hinaustelefonieren, zahlt man 15 ct. ins Festnetz.
WLAN gibt es auch. Allerdings nur in der Cafeteria. Kostet 5 € / Stunde. Angeblich ist geplant, dies auf die Krankenzimmer zu erweitern.
Grüße!
Senf
alter was ist das für ein krankenhaus. ich lag in suhl und in meinem wohnort im krankenhaus. in suhl gab es internetanschlüsse auf jedem zimmer, zwar auch für 3 euro am tag, dafür aber mit 6 mbit leitung. handynutzung war auch kein problem und in meinem wohnort lag ich mit web´nwalk stick auf dem zimmer und hab den ganzen lieben langen tag im internet gesurft.
du solltest mal die krankenhausleitung fragen, ob sie ein paar spenden brauchen, damit sie ihre geldmacherei dort wieder abschaffen können
Können die Störsender nicht selbst die empfindlichen Geräte stören? Sind die Geräte nicht FCC-Konform?
Grüße vom Planeten Deviluke!
Lala Satalin Deviluke schrieb:
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> Können die Störsender nicht selbst die empfindlichen Geräte stören? Sind
> die Geräte nicht FCC-Konform?
Das ist doch grade der Punkt: Es geht denen doch gar nicht um die Schädigung ihrer Geräte, sonst würden sie ja keine StörSENDER und WLANSENDER auf die Geräte loslassen und Handys in der Intensivstation erlauben. Es ist erbärmliche ABZOCKE.
@RC Shad0w: So gehört sich das! Klingt fast einladend :D
Ich arbeite hier im Uni-Klinikum, bin froh das hier dass ganze nicht so strikt gehandhabt wird. An den Türen hängt zwar das obligatorische "Handys verboten" Schild, aber weder Patienten noch Personal wird das Nutzen in der Praxis untersagt. Sagen wir's so, als gewöhnlicher Bediensteter sollte man während der Arbeit nicht mit dem Handy telefonieren aber es gibt weder Störsender noch muss mans ausschalten. Zahlreiche Oberärzte lassen sogar ihre Klinik-Nummer tagsüber auf iPhone & Co umleiten wenn sie unterwegs sind.
Und zum Thema Gerätschaften, gibt einige wenige Geräte die da sehr sensibel sind aber die befinden sich in der Regel sowieso in abgeschirmten Räumen. Ansonsten, wir haben ne neurochirurgische Operations- und Intensivstation im Haus, da wurde meines Wissens nach noch nie irgend ein Gerät durch irgendwelche Strahlen gestört.
Wenn Handies neben Lautsprechern o.ä. liegen oder neben dem MP3-Player in der Tasche, strahlen sie ja doch gelegentlich ein.
Im TV hört man das entsprechende Geräusch auch schon mal. Manchmal klingelt es gleich drauf bei einem der Talkshow-Gäste ;-) Inzwischen aber vielleicht auch nicht mehr.
Das Handies stören können, ist also anzunehmen.
Irgendwer vergisst immer, das Handy auszuschalten. Interessanter fände ich Detektoren für manche Geräte bzw. die Räume, wo die wirklich empfindliche Mess-Anordnung steht.
Dann soll der Patient sein Handy ausmachen oder zur Kleidung 3 m weiter weg legen.
Bei vielen Messungen sind !erkennbare! "Ausfälle"/Aussetzer ja vielleicht auch egal. Streicht man halt mit dem Edding durch.
Profi-Wetten-Dasler erkennen dann den Handy-Chip-Produzenten am EEG-Muster.
Die Abzocke müsste man unterbinden. Schade das die Krankenkassen keine kollaborativen Marktmethoden machen. Bevor man ins Krankenhaus geht oder eines selektiert, kriegt man über den krankenkassen-krankenhaus-kontroll-Internet-Server oder Post-Ausdruck zusammen mit Erlaubnis des Eingriffes angezeigt, welche Features das Krankenhaus hat, und Statistiken, das WLAN z.b. "überall" 3 Euro kostet. Dann müssen die anderen "Abzocker" und ihre Infrastruktur-Dienstleister nachziehen.
Märkte machen effizienter. Wenn sie funktionieren. Ansonsten sind es keine Märkte sondern Marodismus-Systeme.
ist bei uns auch so ähnlich. Es gibt fast so viele Diensthandys wie Pieper und wenn dem Anästhesisten bei der OP langweilig ist, dann wird am privaten Handy rumgespielt.
Wenn wir schon bei OT sind:
Vor einiger Zeit klingelte das Bereitschaftstelefon sturm, da die IT des kompletten OPs ausgefallen war (nichts lebenswichtiges zwar, dennoch muss die Doku von OPs dann wieder komplett von Hand erfolgen).
"Nichts" ging mehr, kein Ping, kein gar nichts. Der OP wurde per WLAN versorgt, und ich erinnerte mich, dass der Haupt WLAN-AP von irgendwelchen externen OP-Technikern "umgehängt" worden war.
Also, auf in den OP, mal schauen, warum sich der AP nicht mehr meldet.
Am AP: alle LED aus, keinen Strom, nada. Ich folgte dem Stromkabel, dass anscheinend nicht eingesteckt war- aber halt, was ist denn das?
Der Chefarzt musste sein Handy laden, netterweise hat er dann dieses "wild blinkende Sammelsurium von Antennen" ausgestöpselt, denn "das braucht ja keiner".
Handyladegerät ein, AP-Stecker rein, Netz wieder da, Anästhesisten wieder glücklich. Der Chefarzt fands nicht ganz so erquickend;-)
Wer bitte, wer zur H#lle bindet einen OP per WLAN an? Wie viele Betten hat das Teil denn?
LOL ...
Ein Handy das keinen Empfang hat ERHÖHT seine Sendeleistung beim Polling sogar noch ^^
Jaja, das ist in Krankenhäusern beliebt, sonst würde keiner mehr die teuren Telefone benutzen.
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