Für das Acer Liquid mit Donut fehlen einige Teile. Den Code kann man nicht mal kompilieren. Beim Liquid E fehlen wiederum einige Teile (wenn auch weniger) - und für das Stream gibt es noch gar keinen veröffentlichten Kernel.
Leider ist das gar keine Seltenheit...
Wenn du mir jetzt noch verrätst, wie man ein selbst gebautes Linux auf diese Geräte bekommt, dann würde ich sogar dein Problem verstehen?
Wo ist da das Problem irgendeine andere Linuxdistro zu installieren? Man kann (kommt natürlich aufs Gerät an) beliebigen Code einspielen und wenn es auch noch Linuxbasiert ist ist es absolut kein Problem...
> http://www.youtube.com/watch?v=SpKoZDzh_rE
Ausserdem geht es darum, dass die Lizenz es vorschreibt... Vor allem, da man mit dem Sourcecode noch einiges mehr machen kann - zB. Tethering aktivieren, den so ummodeln, dass eine neuere Version läuft, Undervolten, übertakten usw...
Man holt sich root Zugang auf dem Gerät und schreibt den neuen Kernel in die entsprechende Flashpartition /dev/mtdblockX. Das geht bei den meisten Geräten ganz problemlos, sollte etwas schief gehen, dann hat man meist noch die Recovery im Bootloader zur Reperatur. Oft findet man auch Kontaktpads im Gehäusepad des Gerätes über die man Zugang zu JTAG und oder einer seriellen Schnittstelle bekommt.
Das Veröffentlichen von nicht kompilierbaren Kerneln ist eine Unsitte mit der die Konzerne versuchen Linux zu verwenden und die GPL auszuhebeln. Eine freundliche Email mit dem Kommentar, dass man das Problem öffentlich machen wird UND gpl-violations.org einschaltet hilft meistens den fehlenden Code zu bekommen. Ich habe das mittlerweile mit einigen Herstellern durch.
Der beste Fall war ein Applikationsentwickler, der mplayer modifiziert hatte um auf dem OSD eines Navis bedient werden zu können. Die Argumentation war, dass er den Quelltext nicht veröffentlichen kann, weil er an den eingebetteten Grafiken keine Nutzungsrechte hält ... super Argumentation ;)
Okay, wenn du ein Linux System mit Root-Rechten drauf hast, dann kannst du einfach das Image ersetzen und gut. Ich sehe aber nicht wirklich einen Sinn dahinter, dass dir der Hersteller dieses Recht einräumt. Also müsste man von außen das System verändern und das wird dann schon eine ganze Ecke schwieriger.
Btw ist ein Kernelimage auszutauschen schon nicht dem normalen Nutzer anzuraten. Im dümmsten Fall hättest du kein startfähiges Image mehr drauf und das wars dann.
Und wie holt man sich den Rootzugang? Klingt für mich nach einer Sicherheitslücke, die man dementsprechend auch schließen sollte.
fragender Gast schrieb:
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> Okay, wenn du ein Linux System mit Root-Rechten drauf hast, dann kannst du
> einfach das Image ersetzen und gut. Ich sehe aber nicht wirklich einen Sinn
> dahinter, dass dir der Hersteller dieses Recht einräumt.
Ich sehe aber auch nicht wirklich den Sinn dahinter es zu erschweren. Und vor allem ist das immer noch kein Grund die Lizenzbedingungen der GPL zu verletzen!
> Also müsste man
> von außen das System verändern und das wird dann schon eine ganze Ecke
> schwieriger.
Wurde aber beim Milestone mittlerweile auch gemacht oder?
> Btw ist ein Kernelimage auszutauschen schon nicht dem normalen Nutzer
> anzuraten. Im dümmsten Fall hättest du kein startfähiges Image mehr drauf
> und das wars dann.
Dafür gibt es ja noch ein Recoveryimage - also wenn man da nicht absolut viel Mist macht kann da eigentlich nichts schief gehen. Und es geht hier auch nicht um den normalen Nutzer ;)
Du flashst mit den ganz normalen Entwicklertools ein neues boot.img oder eine recovery.img und schon hast du fertig. Das ist keine Sicherheitslücke, das ist der Weg, den die Hersteller auch gehen :)
asdhiu schrieb:
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> Ich sehe aber auch nicht wirklich den Sinn dahinter es zu erschweren.
Ich schon, der Nutzer kann nicht unbewusst etwas kaputt machen oder kaputt machen lassen. Auch gibt es keinen Grund warum der Nutzer in das System eingreifen müsste.
> Und vor allem ist das immer noch kein Grund die Lizenzbedingungen der GPL zu verletzen!
Das sicher nicht, nur finde ich es lächerlich sich aus Prinzip zu echauffieren. Obwohl man mit dem Prinzip gar nichts anfangen kann.
> Dafür gibt es ja noch ein Recoveryimage - also wenn man da nicht absolut viel Mist macht kann da eigentlich nichts schief gehen.
Kommt halt drauf an, wo diese liegen. Je nach dem kann man sehr viel Mist bauen. Es ist sogar möglich den Algorithmus zum recovern dabei zu schrotten. Aus Kostengründen werden wohl alle Daten im selben Speicher liegen. Mag sein das es in den meisten Fällen gut geht, aber drauf verlassen kann man sich definitiv nicht. Ich habe Leute schon viel banalere Sachen machen sehen, die das System geschrottet haben. Einfach weil sie nicht wußten, was genau sie da tun.
> Und es geht hier auch nicht um den normalen Nutzer ;)
Wenn ich sehe wie sehr die meisten Leute, die sich in Foren darüber informieren, von der Materie Ahnung haben, dann würde ich sie schon als normaler Nutzer einordnen. Im Regelfall wird doch eine Anwendung die alle Schritte erledigt erwartet.
Als Hersteller schreib ich aber direkt in den Flash. Als Nutzer habe ich diese Möglichkeit gar nicht. Außer ich nutze ein JTAG-Kabel wie der Kollege oben schon sagte. Wobei es mich da interessieren würde, wie man genau die Kontaktpads kontaktiert. Gibt es da spezielle Anschlüsse für? Sorry, das ich frage aber ich würde in diesem Fall eine Steckverbindung verlöten, was ja bei einem Handy nicht geht.
Und wie kommen dann Softwareupdates auf das Gerät? Meinst du ich schick das jedes Mal ein oder was?
fragender Gast schrieb:
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> asdhiu schrieb:
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> > Ich sehe aber auch nicht wirklich den Sinn dahinter es zu erschweren.
> Ich schon, der Nutzer kann nicht unbewusst etwas kaputt machen oder kaputt
> machen lassen.
So what? Er verliert doch sowieso die Garantie dabei?
> Das sicher nicht, nur finde ich es lächerlich sich aus Prinzip zu
> echauffieren. Obwohl man mit dem Prinzip gar nichts anfangen kann.
Das hat erstmal mit Prinzip nichts zu tun. Gut, wenn man es so sieht darf man aber überhaupt jede Lizenzbedingung, jeden Vertrag ignorieren...
asdhiu schrieb:
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> Und wie kommen dann Softwareupdates auf das Gerät? Meinst du ich schick das
> jedes Mal ein oder was?
Nein, aber wie du wahrscheinlich mitbekommen hast, hat das System selber durchaus Root-Zugriff. Ein System-Updater vom System mit Root-Rechten gestartet kann somit problemlos Systemdateien verändern.
Heutige Geräte lassen sich zwar auch über USB flashen, allerdings muss dieser Modus erst vorher eingestellt werden. Dann wird eine spezielle Routine gestartet, die das Flashen übernimmt. Ist technisch etwas aufwendiger als über JTAG.
Ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, dass das vom Hersteller so für den Endkunden vorgesehen ist. Weil es macht einfach keinen Sinn, außer das sich der Kunde ein T-Shirt mit Aufschrift Geek anziehen darf.
Also Acer flasht alle seine Systemupdates per USB. Dazu brauch ich dann auch kein root. Und Android hat das so vorgesehen - zumindest klingt es so, wenn man sich die Androit Dev Tools anschaut (da gibt es zB direkt Tools für das Fastboot Protokoll, mit dem geflasht wird).
fragender Gast schrieb:
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> > Und vor allem ist das immer noch kein Grund die Lizenzbedingungen der GPL
> zu verletzen!
> Das sicher nicht, nur finde ich es lächerlich sich aus Prinzip zu
> echauffieren. Obwohl man mit dem Prinzip gar nichts anfangen kann.
Blödsinnige Argumentation. Wozu überhaupt Gesetze und Regeln?
Warum ist Mord verboten? Ich will doch sowieso niemanden umbringen...
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