Man kann die Verbrecher doch verklagen! Lizenzbruch => Gerichtsprozess. Das machen alle anderen doch genauso.
Linux User schrieb:
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> Man kann die Verbrecher doch verklagen! Lizenzbruch => Gerichtsprozess. Das
> machen alle anderen doch genauso.
Vielleicht, weil man nicht dem schlechten Beispiel "der anderen" folgen will, und es zunächst mal auf die Vernuft-Methode versucht? Nur so ein Gedanke...
Gruß
Tantalus
___________________________
Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.
Ohne "die anderen" gäbe es bis heute keine gerichtliche Bestätigung der GPL und das ist nicht zu unterschätzen. Bitte sei vorsichtig damit Harald Welte, den BusyBox Entwicklern und dem Team hinter gpl-violations.org Unvernunft zu unterstellen. Ohne diese Bestätigungen wäre es heute jedem Hersteller egal, ob er sich an die GPL hält oder nicht.
BSOD schrieb:
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> Ohne "die anderen" gäbe es bis heute keine gerichtliche Bestätigung der GPL
> und das ist nicht zu unterschätzen.
Das mag sein, dass es nötig war, einmal greichtlich Klarheit zu erlangen. Von "klagen um jeden Preis" halte ich dennoch nicht viel. Klagen kann man immer noch, wenn der Vernuftweg scheitert.
> Bitte sei vorsichtig damit Harald
> Welte, den BusyBox Entwicklern und dem Team hinter gpl-violations.org
> Unvernunft zu unterstellen.
Da hast Du mich falsch verstanden: Ich meinte Vernunft seitens Dell. ;-)
> Ohne diese Bestätigungen wäre es heute jedem
> Hersteller egal, ob er sich an die GPL hält oder nicht.
Wie gesagt, klagen kann man immer noch, wenn der Hersteller sich weiter querstellt. Nur finde ich, man muss nicht alle schlechten Ideen geldgieriger Konzerne in sein eigenes Verhalten integrieren.
Gruß
Tantalus
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Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.
Naja, wenn du extra verkrüppelte Sourcen veröffentlichst hintergehst du die ursprünglichen Entwickler, da kann man schon klagen. Wenn irgendeine kleine Klitsche erstmal gar keinen Code veröffentlich kann man ja ruhig mal anschreiben oder ne Petition machen - aber das ist doch mutwillig. Mal davon abgesehen, dass es bestimmt schon einige Mails an den Hersteller gab. Bei Acer war es zB so. Es gab erst einige Hundert Mails an den Support, dann ne Petition und dann hat Acer nicht kompilierbare Sourcen veröffentlicht....
Klagen könnten Dell von der künftigen Nutzung GPL-lizenzierter Software abschrecken. Die FSFE geht auch erst hin und macht auf den Lizenzbruch aufmerksam und räumt Zeit ein um den Quellcode zu veröffentlichen.
Tantalus schrieb:
> > Man kann die Verbrecher doch verklagen! Lizenzbruch => Gerichtsprozess.
> Das
> > machen alle anderen doch genauso.
>
> Vielleicht, weil man nicht dem schlechten Beispiel "der anderen" folgen
> will, und es zunächst mal auf die Vernuft-Methode versucht? Nur so ein
> Gedanke...
Ich gehe mal davon aus, dass das bereits geschehen ist, wenn man sich schon die Mühe macht, eine "Petition" anzuleiern. Dennoch kann ich Deine Haltung nicht ganz nachvollziehen.
Dell hat sich hier bewusst rechtswidrig verhalten (kann mir keiner erzählen, dass so eine große Firma von Copyright noch nie was gehört hat). Warum soll man sich da noch gütlich einigen? Wenn mich jemand betrügt, wird er auch angezeigt, ohne dass ich jetzt erst lang und breit nach einer "gütlichen Lösung" suche.
Linux User schrieb:
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> Dell hat sich hier bewusst rechtswidrig verhalten (kann mir keiner
> erzählen, dass so eine große Firma von Copyright noch nie was gehört hat).
> Warum soll man sich da noch gütlich einigen? Wenn mich jemand betrügt, wird
> er auch angezeigt, ohne dass ich jetzt erst lang und breit nach einer
> "gütlichen Lösung" suche.
Nun, Du darfst die Wirkung in der Öffentlichkeit nicht unterschätzen. So steht Dell ganz offen am Pranger, und hat praktisch nur die Möglicheit, ein Fehlverhalten einzugestehen oder sich durch einen in aller Öffentlichkeit sichtbaren Lizenzbruch zu blamieren.
Hätten die Initiatoren der Petition direkt geklagt, hätte sich Dell als "wegen eines menschlichen Fehlers vor Gericht gezerrtes Opfer" geben können, dem gar keine Chance gegeben wurde, diesen Fehler von sich aus zu korrigieren.
Gruß
Tantalus
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Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.
redwolf_ schrieb:
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> Klagen könnten Dell von der künftigen Nutzung GPL-lizenzierter Software
> abschrecken. Die FSFE geht auch erst hin und macht auf den Lizenzbruch
> aufmerksam und räumt Zeit ein um den Quellcode zu veröffentlichen.
Wohl kaum. Im Prinzip dürften sie dann gar keine Software mehr nutzen. Jede Software steht im Prinzip unter einer Lizenz, gegen die man verstossen könnte und damit eine Klage riskieren würde. Auch sonst gibt es im (Geschäfts-)Leben tausende Vorschriften und Gesetze, die man beachten muss. Du willst doch nicht behaupten, dass Dell sich in die Hosen macht, wenn sie ersteinmal bemerken, dass wir gar keine Anarchie haben? :D
Das ist ganz einfach: Klagen können nur die Rechteinhaber. Das heißt, endweder der Urheber oder dessen Auftraggeber.
Die Community könnte also höchstens die Urheber des Quellcodes bitten, Dell zu verklagen. Da ist so eine Petition doch die einfachere und bessere Wahl.
Kurze E-Mail an die FSF fänd ich einfacher. Die kümmern sich dann schon.
Große Firmen(*) haben komplizierte Prozesse, d.h. es ist nicht immer Absicht. Wieso also nicht wenigstens vor einer Klage mal höflich nachfragen, ob das versehentlich passiert ist. (*)
(*) gilt im Übrigen auch für kleine Firmen, und m.W. hat selbst GPL-Violations auch immer vorher wenigstens nachgefragt...
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