Die EU bezahlt also die Forschung, die die Unternehmen später ausschlachten können?
Warum nutzen die Wettbewerber nicht ihr eigenes Geld dafür? Wofür haben die denn Forschungsabteilungen?
Die EU baut ja die Infrastruktur nicht selbst und vermietet sie dann weiter o.ä.
Sehe ich das zu eng?
Wer profitiert? Der Kunde
Oder was meinst du wie über kurz oder lang die weissen Flecken auf der Breitbandinternetkarte mit Breitbandinternet versorgt werden sollen?
Für die Unternehmen alleine wäre es nämlich wirtschaftlicher auf die paar Kühe auf dem Land als Kunden verzichten zu können, als (V)DSL bis zur letzten Kuhwiese zu verlegen.
Das ist Breitbandmobilfunk schon um einiges flexibler, da es im Ausbau größtenteils auf Tiefbaumaßnahmen die Straßenzug für Straßenzug ausgeführt werden müssen verzichten kann.
Und damit das alles schneller geht, schießt die EU eben Geld zu, damit die Forschung in dem Sektor nicht aufgrund von zu hohen Kosten nur langsam vonstatten geht, oder gar eingestellt wird und auf dem Land dann weiter gejammert wird, das es da keine schnelles Internet gibt.
Volker von der Kuhwiese
ich meine breitband für alle hört sich ja toll an.
aber wenn alle breitband haben, muss man ja die zur verfügung stehende bandbreite der backbones durch noch mehr teilen, was bedeuten würde dass der einzelne weniger bekommt, oder irre ich mich da?
ausserdem würden die bekannten server dann sowieso unter mehr last leiden da sich ja auf die die meissten leute konzentrieren würden.
meine vermutung:
je mehr mbit unters volk gebracht werden, desto weniger bleibt für den einzelnen effektiv übrig :\
Das große Problem sind die letzten 1000Meter zum Kunden. Das Backbone ist gut versorgt und noch jede Menge dark fibers sind vorhanden. Brauchst du 10Gbit/s mehr, schaltest du einfach Licht auf "eine" bisher dunkle Faser und stellst vielleicht nen neuen Switch in den Schrank. Die Investitionskosten dafür sind Peanuts im Vergleich zu den Kosten die das erschließen der letzen Meile aufwerfen.
Ach ja, und wenn dein Rechnenzentrum keinen neuen 10Gbit/s Switch mehr aufnehmen kann, dann tauscht du die bestehenden einfach gegen 40Gbit/s oder 100Gbit/s aus, was nur nicht gemacht wird, weil die 10Gbit/s einfach "Massenware" sind.
Und zur Not sind Leerrohre im Backbone auch ohne Ende verfügbar. Das Backbone ist nicht das Problem.
Das glaubst auch nur du, dass dabei irgdwas fü den Kunden bei rausspringt.
Für einen Volker auf der Kuhwiese legen die kein DSL. Ja. Aber sie werden auch keinen 4G-Funkmast hinstellen. Das lohnt sich genauso wenig. Und damit stehst du so oder so dumm da.
In 10 Jahren wirst du sehen dass ich Recht habe...
V0LKER schrieb:
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> Wer profitiert? Der Kunde
Seit wann liegt das im Interesse der Industrie?
> Oder was meinst du wie über kurz oder lang die weissen Flecken auf der
> Breitbandinternetkarte mit Breitbandinternet versorgt werden sollen?
Garnicht. Die fetten Margen liegen in den Großstädten. Naja, vllt. lohnt es sich ja tatsächlich da irgendwo einen Mast aufzustellen - wenn der nicht auch erst über Kabel versorgt werden muss, was die Reichweite wieder einschränkt. Aber dann zu Preisen die jenseits von Satellit liegen - man will sich ja nicht das GPRS/UMTS-Geschäft kaputt machen, bevor man den Kunden jeden möglichen Cent aus der Tasche gezogen hat um die Bilanz gegenüber seinen Aktionären aufzufrischen.
Ich sehe es auch so wie "Volker von der Kuhwiese". Ich komme auch vom Land (Ort mit ca. 500 Einwohnern) und hier hat sich betreffend der Mobilfunknetze in den letzten 2 Jahren einiges getan. D.h. EDGE ist hier Flächendeckend vorhanden (bei allen Providern), UMTS/HSDPA geht jetzt auch schon fast überall. Seitens DSL hat sich in den letzten 10 Jahren nichts verändert (also entweder mit Glück 384 oder nichts). Scheinbar lohnt es sich also doch für die Mobilfunkprovider hier auch 3G auszubauen, also spricht auch nichts dagegen, dass 4G kommen wird.
ja, und alles was ich bisher über LTE gelesen habe kommt zum schluss, dass es eine ersparniss für die provider sein wird, da die technik günstig werden soll, und doch einiges mehr an bandbreite haben wird, also 100mbits im vergleich zu 384kbits bei umts (anfangswerte ;) ) - glaub man braucht weniger zellen als bei umts, somit wird es durchaus wahrscheinlich, dass sie lte verwenden werden, dann braucht man nur noch fähige netzgeräte ;)
und die frage bleibt dann auch, ob sie dann umts dadurch ersetzen werden ;) (GSM werden se wohl länger nicht ersetzen, das wäre schon irnonie ;) )
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