Ich verstehe diese Sturheit von Intel nicht. x86 ist auch nur eine Architektur und nichts unantastbares. Warum traut man sich nicht eine völlig neue RISC-Architektur zu entwickeln? Wenn jemand das kann, dann doch Intel. Sie haben die Fachleute und einen riesigen Patentpool. Man könnte sich bei ARM und MIPS und anderen umschauen, was da gut funktioniert und was weniger gut und dann ohne Altlasten eine schöne sparsame RISC Architektur konzipieren die hervorragend in Intels Many-Core Strategie passt.
Binärkompatibilität ist doch heutzutage nicht mehr wichtig. Anwendungsentwicklung im Mobilmarkt geschieht doch zu 95% unabhängig von der darunterliegenden Architektur und ein paar Libraries sollten sich mit begrenztem Aufwand portieren lassen. Teilweise dürfte sogar ein neukompilieren Ausreichen.
Ich verstehe das Topmanagement von solch großen Unternehmen einfach nicht. Aber andere sind da ja auch nicht besser, wenn ich nur an HP oder Nokia denke.
Das letzte mal, als Intel eine neue Architektur entwickelt hat, war der Erfolg eher… mäßig.
Stimme die absolut zu.
Besonders, dass teilweise ARM Emulatoren implementiert werden (siehe Artikel), um x86 in die Handys zu "prügeln" ist schon etwas merkwürdig.
Reiter auf dem MIPS schrieb:
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> Das letzte mal, als Intel eine neue Architektur entwickelt hat, war der
> Erfolg eher… mäßig.
Ich vermute, dass du auf IA64 anspielst. Aber da hat Intel doch aus dem eigenen Haus bessere Technik geliefert, die den Itanium überflüssig gemacht hat. Außerdem sind die Modelle durch ewiges Verschieben der Starttermine nie wirklich in Fahrt gekommen und wer weiß, ob die Architektur nicht schon viel früher verworfen worden wäre, wenn HP da nicht mitgemacht hätte. Der embedded Markt ist eine völlig andere Welt. Und wer, wenn nicht Intel hätte die Macht eine neue Architektur durchzusetzen? Stattdessen wird seit Jahren versucht sparsame x86 zu bauen und herausgekommen sind nur die schwachbrüstigen Atom-Prozessoren, die in Zukunft wohl nur noch in Randprodukten zu finden sein werden.
ARM hat definitiv das Potenzial den gesamten Markt von unten her aufzumischen. Mit Windows 8 kommt die ARM-Architektur ins Notebook und vielleicht auch in einfache Desktop Rechner. Folglich wird in den nächsten Jahren eine enorme Softwarebasis für die Kombination Windows/ARM entstehen. Ich nenne nur Microsoft Office. Der klassische Desktop wird langsam an Bedeutung verlieren und durch Notebooks sowie All-In-One Geräte ersetzt werden. Server auf ARM-Basis sind in der Entwicklung - auch wenn diese zunächst wohl nur für Spezialanwendungen nützlich sein werden. Und ob Intel im Mobilgeräte-Markt jemals Fuß fassen kann ist wohl mehr als fraglich. Die Luft wird dünn für Intel.
Ein kleiner sparsamer RISC wäre genau das, was Intel braucht. Zunächst für Mobilgeräte und später für Many-Core Systeme (siehe Intel SCC). Ich verstehe nicht warum man das im Management von Intel nicht einsieht. Selbst AMD scheint mittlerweile den Blick auf ARM zu wenden, wenn man der Gerüchteküche glauben schenkt.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.01.12 17:37 durch RS_.
Reiter auf dem MIPS schrieb:
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> Das letzte mal, als Intel eine neue Architektur entwickelt hat, war der
> Erfolg eher… mäßig.
Wohl eher die letzten Male:
Fail der 80er (1981):
iAPX 432 (VLIW)
Fail der 90er (1989):
i860 (RISC)
Fail der Hits von heute (2001):
IA64 (VLIW namens EPIC)
Feststellung: Intel kann kein RISC basteln und bei CISC meinen die, dass Very Long Instruction Word in der Realität sinnvoll einsetzbar wäre.
1e3ste4 schrieb:
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> Feststellung: Intel kann kein RISC basteln
Ach darum ist jeder Intel x86-CPU seit Jahren intern ein RISC…
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