Da kaufen Sie Palm und haben plötzlich ein fertiges Smartphone-Betriebssystem, das konkurrenzfähig wäre, bauen neue Hardware, mit denen vermutlich nennenswert Marktanteile erobert werden könnten und dann stampfen sie es ein, bevor es richtig losgeht. Eine komplette Infrastruktur (Hardware, Software, App-Marktplatz) komplett kaputtgemacht.
Und jetzt?
Alles plattgemacht, alles verloren - sogar die treuesten Anhänger.
Was nun? Man stürzt sich in einen Markt mit Android, in dem andere Hersteller schon seit Jahren den Markt aufgeteilt haben. In einen Markt, in dem man nur noch durch Hardware Geld verdienen kann.
HP wird dafür böses Lehrgeld zahlen....
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HMitterwald schrieb:
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> Da kaufen Sie Palm und haben plötzlich ein fertiges
> Smartphone-Betriebssystem, das konkurrenzfähig wäre, bauen neue Hardware,
> mit denen vermutlich nennenswert Marktanteile erobert werden könnten und
> dann stampfen sie es ein, bevor es richtig losgeht. Eine komplette
> Infrastruktur (Hardware, Software, App-Marktplatz) komplett kaputtgemacht.
>
> Und jetzt?
> Alles plattgemacht, alles verloren - sogar die treuesten Anhänger.
> Was nun? Man stürzt sich in einen Markt mit Android, in dem andere
> Hersteller schon seit Jahren den Markt aufgeteilt haben. In einen Markt, in
> dem man nur noch durch Hardware Geld verdienen kann.
>
> HP wird dafür böses Lehrgeld zahlen....
Du darfst nicht den Wechsel in der Unternehmensführung einfach ignorieren. Das zeigt, dass manche Konzernchefs einfach viel zu viel Macht haben und dass es sehr schnell nach hinten losgeht, wenn man auf die Führung eines Einzelnen vertraut.
Natürlich muss man jetzt aber auch sagen, dass das genauso das Versagen des Vorstandes war.

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elgooG schrieb:
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> Du darfst nicht den Wechsel in der Unternehmensführung einfach ignorieren.
> Das zeigt, dass manche Konzernchefs einfach viel zu viel Macht haben und
> dass es sehr schnell nach hinten losgeht, wenn man auf die Führung eines
> Einzelnen vertraut.
>
> Natürlich muss man jetzt aber auch sagen, dass das genauso das Versagen des
> Vorstandes war.
Leo Apotheker einzustellen, war schon ein Fehler - immerhin wurde er direkt vorher mit Pauken und Trompeten bei SAP "gegangen". Seine Entscheidungen sind bis jetzt nicht nachvollziehbar.
Dass Meg Whitman eigentlich alles wieder rückgängig machen (muss), war schon vergleichsweise heftig und hat das verlorene Vertrauen in die Firma HP meiner Meinung nach nur bedingt wieder gestärkt.
Die Entscheidung, WebOS einzustampfen ist zwar bitter, aber in diesem Schlamassel, in dem die Firma zu dem Zeitpunkt war, durchaus noch zu verstehen.
Warum jetzt allerdings doch in einen Markt wieder eingestiegen werden soll, der einem Haifischbecken gleicht, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Man versenkt Geld in eine OpenWebOS Firma, die - so wie es derzeit aussieht - wohl vorerst keine Hardware haben wird, auf dem das Läuft. Warum nicht "einfach" die komplette Infrastruktur wieder reaktivieren? Appshop, Hardware, etc....
Oder zumindest eine Dual nutzbare Hardware (Android/WebOS). Vielleicht kann man mit dem WebOS Bereich ja auch noch ein paar EUR Gewinn machen....
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Dass sie kein Gerät mit WebOS herausbringen ist schade aber immerhin bauen sie jetzt wieder mobile Geräte. Mit Android als etablierten Betriebssystem ist die Chance relativ gross dass es die Geräte sogar länger als eine halbe Woche gibt.
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chrisrohde schrieb:
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> Mit Android als etablierten Betriebssystem ist die Chance relativ gross dass es
> die Geräte sogar länger als eine halbe Woche gibt.
Nö, gerade wegen Android ist die Chance groß, dass es die Geräte schwer haben. Wer so spät noch in den Markt einsteigen will, der braucht ein Alleinstellungsmerkmal. Huawei versucht es über den Preis, das dürfte HP wohl nicht vorhaben. In Sachen Qualität erwarte ich von HP leider auch keine Höchstleistungen. Gerade mit Open webOS als System hätte man sich sehr gut abheben können, vor allem da das System super ist und seit Version 3 absolut flüssig läuft. Die Kernanwendungen (Mail, Kalender, usw.) sind mittlerweile etwas angestaubt, da hätte man noch einmal nachbessern müssen. Es gab sogar mal den Versuch Dalvik auf webOS zu portieren, darüber hätte man die Anzahl der Apps schlagartig vergrößern können.
So viele Möglichkeiten und HP wählt den in der Umsetzung einfachsten, aber in der Erfolgsaussicht schwierigsten Weg. Das passt irgendwie in das Gesamtbild was HP zur Zeit abgibt, schade eigentlich.
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