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Warum Qualitäts"probleme" bei Apple so auffallen

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  1. Warum Qualitäts"probleme" bei Apple so auffallen

    Autor Yeeeeeeeeha 28.06.10 - 18:21

    First of all: Der Artikel fand ich auch nicht gut, da er schon übertrieben schleimig klingt, auch wenn das bei den Troller hier IMHO tatsächlich nötig zu sein scheint.

    Grundsätzlich aber finde ich es interessant, dass Qualitätsprobleme gerade bei Apple besonders auffallen. Woher kann das kommen?
    Die erste Erklärung liegt auf der Hand: Man interessiert sich einfach für die Produkte der Firma (ob positiv oder negativ), ergo wird besonders viel berichtet, ergo wird auch über Probleme besonders viel berichtet. Das dürfte aber auf der Hand liegen.
    Interessanter finde ich diese These: Apple verkauft eine sehr kleine, recht einheitliche Produktpalette hochkomplexer Systeme in jeweils großen Stückzahlen.
    Was heisst das? Wie schon in anderen Threads berichtet, hatten sich andere Hersteller noch viel ärgeres geleistet, über das aber nicht so gesprochen wird. Das ist IMHO aber allein dadurch erklärbar, dass es schlicht und einfach nicht sonderlich auffällt, wenn eines von 120 Nokia-Handys eine Macke hat. Oder zig Hardwarekombinationen von 300 Kombinationsmöglichkeiten bei Dell-Notebooks mit schöner Regelmäßigkeit ausfallen. Oder irgendeine Revision irgendeines Mainboards nach dem Standby die Hälfte der SATA-Devices vergisst.

    Jap, Qualitätsprobleme sind für die betroffenen Kunden scheiße. Aber man darf nie vergessen, dass nicht dort am meisten gepfuscht wird, wo es am meisten auffällt, sondern dort wo sich keiner dafür interessiert und deshalb nichts gefährdet. Typisch bei Auftragsfertigern oder Komponentenliferanten (siehe LG, siehe Foxconn), da im Endeffekt nicht der Hersteller der jeweiligen Komponente die Hucke vollbekommt, sondern die Firma, deren Name auf dem fertigen Produkt steht.

    Qualitätsmanagement ist leider eine wackelige Sache. Im Endeffekt wären die meisten Fehler vermeidbar, die Frage ist nur, zu welchem Preis. Man kann einen Produktlaunch nicht ewig hinauszögern, da der entgangene Umsatz Zusatzkosten durch Reparatur/Ersatz oder Imageverlust schnell übersteigt. Ebenso kann man sich Auftragsfertiger und Lieferanten nicht unbedingt aussuchen, da es für manches einfach nur begrenzte Quellen gibt (besonders in großen Volumina). Und man kann leider nicht jedes Gerät vor dem Verpacken testen - da das gut mal teurer sein kann, als der eigentliche Herstellprozess.

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

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