Speziesismus at its best
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Ich hoffe du hälst keinerlei (Haus-) Tiere.
Nutzt nichts, was irgendwie von anderen Menschen gemacht wird.
Und lebst autark für dich alleine.
Doch wie kannst du dann diese Nachricht schreiben?
Doppelmoral at its best.
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Du solltest schon lesen was er geschrieben hat: >>INDUSTRIELL<<
Seit wann haben Haustiere in erster Linie was mit Industrie zu tun?
Und Haustiere halten ist das Gleiche wie Hühner oder Kühe mit Maschinen automatisiert im Sekundentakt töten?
Ich bin kein Veganer oder Vegetarier, aber man sollte schon sehen WIE die Tiere leben. Wofür, das ist eine andere Frage.
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Der natürliche Lebensraum des Mastschweins ist nunmal der Stall.
Diese Tiere wurden Jahrtausendelang so gezüchtet und würden in freier Wildbahn nicht überleben können. Außerdem sind sie als Tierart sehr viel erfolgreicher als alle anderen. Tiger wären wohl auch nicht bedroht, wenn sie sich einfacher aufziehen ließen und dazu noch leckerer wären.
Moralisierendes Geschwurbel von Leuten mit zu wenig richtigen Sorgen.
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digestif schrieb:
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> Der natürliche Lebensraum des Mastschweins ist nunmal der Stall.
> Diese Tiere wurden Jahrtausendelang so gezüchtet und würden in freier
> Wildbahn nicht überleben können.
Und wie kann es dann sein, dass das "Australische Wildschwein" von Hausschweinen abstammt?
Züchtung ist noch lange kein Grund, Tieren ein angenehmes Leben vorzuenthalten. Im dunklen Stall in der Scheiße zu stehen ist garantiert nicht artgerecht.
> Außerdem sind sie als Tierart sehr viel
> erfolgreicher als alle anderen. Tiger wären wohl auch nicht bedroht, wenn
> sie sich einfacher aufziehen ließen und dazu noch leckerer wären.
Genau, die blöden Tiger sind selbst schuld.
>Moralisierendes Geschwurbel von Leuten mit zu wenig richtigen Sorgen.
Ein evangelikal-christlicher Bauerssohn meinte mal zu mir als Städter "Warum sollen wir die Schweine ans Tageslicht, rumlaufen und graben lassen? Die sollen doch nur möglichst schnell fett werden". Da bin ich dann doch lieber der moralisierende Atheist mit zu wenig richtigen Sorgen...
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digestif schrieb:
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> Der natürliche Lebensraum des Mastschweins ist nunmal der Stall.
> Diese Tiere wurden Jahrtausendelang so gezüchtet und würden in freier
> Wildbahn nicht überleben können.
oha ... hier kennt sich jemand aber aus ... hier bitte mal nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dedomestikation
https://de.wikipedia.org/wiki/Hausschwein
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digestif schrieb:
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> Der natürliche Lebensraum des Mastschweins ist nunmal der Stall.
Der natürliche Lebensraum von Tieren ist immer die Natur, das steckt in ihnen drin,
sie können es wegen der Gefangenschaft nur nicht ausleben. Setz ein Schwein auf eine Wiese und es fängt sofort an die Umgebung zu erkunden, die Wiese zu erschnüffeln und in der Erde zu wühlen, um Nahrung zu finden. Könntest du in freier Natur überleben? Schweine sind intelligenter als Hunde und können besser riechen als Hunde, in der Massentierhaltung fristen sie ein langweiliges Dasein in Enge zwischen Betonwänden mit künstlichem Licht und müssen mit ihren Supernasen ständig den eigenen Kot riechen, was für diese sauberen Tiere eine Qual ist.
So sehen glückliche Schweine in freier Natur aus:
http://www.youtube.com/watch?v=KGZlkKdCazQ
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>Könntest du in freier Natur überleben?
Ja, im Gegensatz zu den meist aus Großstädten stammenden Moralbefüllten Bio/Öko-Stadtjacken könnte ich das. Ich stamme zufällig aus einer der ländlichsten Gegenden dieses Landes und habe wahrscheinlich schon mehr Tiere selbst geschlachtet als so mancher Städter überhaupt je live gesehen haben mag. Schweine, Rinder, Hühner, Enten, Gänse, Fische.
Daher weiß ich auch, dass die Natur kein großer "Wir haben uns alle ganz fürchterlich lieb und alles ist super"-Club ist, bei dem sich die Tiere des Waldes zum Kaffeekränzchen treffen.
Natur ist vor Allem eines: Knallharter Kampf ums Überleben, um winzige Vorteile.
Natur ist Krankheit, Mangel und das Lebenmüssen mit dem, was man halt so vorfindet.
Diesem Kampf konnten wir uns durch Zivilisation emanzipieren.
Die ganze Bio-Bewegung romantisiert die vor-industrielle Landwirtschaft in einem Maße, das einem Übel werden möchte.
Das Schlimmste bei Bio-Jüngern ist aber der Fehlschluss natürlich = gut.
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Rogolix schrieb:
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> digestif schrieb:
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> > Der natürliche Lebensraum des Mastschweins ist nunmal der Stall.
> > Diese Tiere wurden Jahrtausendelang so gezüchtet und würden in freier
> > Wildbahn nicht überleben können.
> Und wie kann es dann sein, dass das "Australische Wildschwein" von
> Hausschweinen abstammt?
Ob man heutige Hausschweine noch auswildern und die sich tatsächlich noch ihr Futter selber suchen könnten, weiß ich nicht.
> Ein evangelikal-christlicher Bauerssohn meinte mal zu mir als Städter
> "Warum sollen wir die Schweine ans Tageslicht, rumlaufen und graben lassen?
> Die sollen doch nur möglichst schnell fett werden". Da bin ich dann doch
> lieber der moralisierende Atheist mit zu wenig richtigen Sorgen...
Genau, auf der einen Seite die fleischfressenden, Tiere quälenden Christen, auf der anderen Seite die vegan lebenden, moralisch korrekten Atheisten. Größe der Stichprobe? Je 1. Oh, da ist die Aussagekraft wohl ... eher für den Eimer ...
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digestif schrieb:
> Natur ist vor Allem eines: Knallharter Kampf ums Überleben, um winzige
> Vorteile.
> Natur ist Krankheit, Mangel und das Lebenmüssen mit dem, was man halt so
> vorfindet.
Das ist ja ein absolutes Schwarz weiß denken hier. Es gibt in der Natur die Unterschiedlichsten Formen des zusammen leben und nicht alles ist heititeiti und nicht alles der Kampf ums überleben.
Der Mensch neigt nur immer zum schwarz weiß denken. Das Tiere nicht so leben können wie in der Natur, wenn wir das haben wollen, was wir haben ist klar. Aber genauso wenig müssen sie irgendwo eingekerkert werden.
Das oben von dir aufgezählte, trifft für mich schon eher auf die Menschheit zu, als auf die Natur. Wenn ich mir eine Elefanten Herde anschaue, oder Affenfamilie, habe ich nicht den Eindruck, das die um winzigste Vorteile kämpfen, sehe ich aber den Kampf um Macht und Geld beim Menschen, sehe ich das schon.
Der Mensch muss einfach vom dualen Denken weg kommen, aber das wird noch dauern.
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strauch schrieb:
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> oder
> Affenfamilie, habe ich nicht den Eindruck, das die um winzigste Vorteile
> kämpfen, sehe ich aber den Kampf um Macht und Geld beim Menschen, sehe ich
> das schon.
Dann schau Dir mal eine Affenfamilie an, wenn es zu Rangordnungskämpfen kommt. Und das ist keineswegs selten, sondern mehr oder weniger Alltag. Der Kampf um Macht ist in so manchem Bereich des Tierreichs wesentlich ausgeprägter (und grausamer) als beim Menschen.
Gruß
Tantalus
___________________________
Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.
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Tantalus schrieb:
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> strauch schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > oder
> > Affenfamilie, habe ich nicht den Eindruck, das die um winzigste Vorteile
> > kämpfen, sehe ich aber den Kampf um Macht und Geld beim Menschen, sehe
> ich
> > das schon.
>
> Dann schau Dir mal eine Affenfamilie an, wenn es zu Rangordnungskämpfen
> kommt. Und das ist keineswegs selten, sondern mehr oder weniger Alltag. Der
> Kampf um Macht ist in so manchem Bereich des Tierreichs wesentlich
> ausgeprägter (und grausamer) als beim Menschen.
>
> Gruß
> Tantalus
Welches Tier kennt den Begriff "Macht" ?
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Blödsinnige Frage.
Welches Tier kennt den Begriff "Gene"? Keins, trotzdem haben alle welche.
Natürlich sagt denen der Begriff Macht nichts, weil er eben nur ein verdammter Begriff ist.
Das Konzept "Macht" ist in der Natur aber allgegenwärtig.
Wie bereits erwähnt:
Nur komplett von der Natur entfremdete Stadtmenschen glauben, dass die Natur ein großes Wohlfühlparadies ist, in dem nicht jeder Tag ein erneuter Kampf um das Überleben des Stärkeren ist.
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digestif schrieb:
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> Blödsinnige Frage.
> Welches Tier kennt den Begriff "Gene"? Keins, trotzdem haben alle welche.
>
> Natürlich sagt denen der Begriff Macht nichts, weil er eben nur ein
> verdammter Begriff ist.
> Das Konzept "Macht" ist in der Natur aber allgegenwärtig.
> Wie bereits erwähnt:
> Nur komplett von der Natur entfremdete Stadtmenschen glauben, dass die
> Natur ein großes Wohlfühlparadies ist, in dem nicht jeder Tag ein erneuter
> Kampf um das Überleben des Stärkeren ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Macht
Tiere üben kein Macht aus, Tiere sind auch nicht gewalttätig.
Das kann man nur, wenn man auch weiss was man da macht.
Ein schmackhaftes, nahrhaftes Lebewesen zu töten um sich Nahrung zu verschaffen, ist noch lange keine Machtausübung.
So geht es z.B. im Insektenreich (nach menschlichen Maßstab) ziemlich brutal zu.
Das ist kein hinreichender Grund menschliches Fehlverhalten zu rechtfertigen und die Natur als Ursache dafür herhalten zu lassen.
Da frage ich mich allerdings, ob der Mensch wirklich einen eigenen Willen und den größeren Verstand hat.
Ein paar Autos und PC's zusammenschrauben können, betrachte ich nicht als Beweis geistiger Überlegenheit.
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IT.Gnom schrieb:
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> Tiere üben kein Macht aus, Tiere sind auch nicht gewalttätig.
> Das kann man nur, wenn man auch weiss was man da macht.
Ah ja, den wehrlosen Nachwuchs seines Konkurrenten zu töten ist also nicht gewalttätig (ist im Tierreich bei Alphatier-geführten Rudeln recht gängig)?
> Ein schmackhaftes, nahrhaftes Lebewesen zu töten um sich Nahrung zu
> verschaffen, ist noch lange keine Machtausübung.
Seinen Konkurrenten um die Rudelführung aus dem Rudel zu verstoßen (was bei vielen Tierarten mit einem Todesurteil gleichzusetzen ist) ist also keine Machtausübung?
> Ein paar Autos und PC's zusammenschrauben können, betrachte ich nicht als
> Beweis geistiger Überlegenheit.
Was würdest Du denn als Beweis gelten lassen? So rein aus Neugierde, wenn Erfindergeist, die Fähigkeit abstrakte Probleme zu analsysieren und zu lösen etc für Dich nicht zählen?
Gruß
Tantalus
___________________________
Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.
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Lustig finde ich ja immer wieder diese Definition von "Natur"...
Als wären wir Menschen allmächtig und könnten uns dem entziehen.
Wenn Ameisen Kolonien bauen sind die natürlich, selbst wenn sie Läusehalten und melken, oder sich Pilze züchten und futtern, ist das natürlich.
Aber wenn Menschen sich Städte bauen und in Ställen Tiere halten ist das angeblich losgelöst von aller Natur und verwerflich.
Und der eine Kommentator hier hat durchaus Recht, wenn er sagt, dass Schweine einen evolutionären Vorteil genießen, dadurch dass wir sie gut halten und essen können. Natürlich sind die Bedingungen für die einzelnen Individuen suboptimal, aber für die Spezies als Ganzes gesehen ist es vermutlich besser, als wenn sie einfach aussterben würden. Wobei sie sich auch eher in die Richtung entwickeln, die wir gut finden und so vermutlich nie so schlau wie Menschen werden...
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Tantalus schrieb:
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> IT.Gnom schrieb:
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> > Tiere üben kein Macht aus, Tiere sind auch nicht gewalttätig.
> > Das kann man nur, wenn man auch weiss was man da macht.
>
> Ah ja, den wehrlosen Nachwuchs seines Konkurrenten zu töten ist also nicht
> gewalttätig (ist im Tierreich bei Alphatier-geführten Rudeln recht gängig)?
>
> > Ein schmackhaftes, nahrhaftes Lebewesen zu töten um sich Nahrung zu
> > verschaffen, ist noch lange keine Machtausübung.
>
> Seinen Konkurrenten um die Rudelführung aus dem Rudel zu verstoßen (was bei
> vielen Tierarten mit einem Todesurteil gleichzusetzen ist) ist also keine
> Machtausübung?
>
> > Ein paar Autos und PC's zusammenschrauben können, betrachte ich nicht
> als
> > Beweis geistiger Überlegenheit.
>
> Was würdest Du denn als Beweis gelten lassen? So rein aus Neugierde, wenn
> Erfindergeist, die Fähigkeit abstrakte Probleme zu analsysieren und zu
> lösen etc für Dich nicht zählen?
>
> Gruß
> Tantalus
Bitte meine Worte nicht aus dem Zusammenhang reißen, diese sind auch nur im Bezug zueinander gültig.
So einzeln zerpflückt kann man natürlich alles behaupten.
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Kommentare: 745 | letzter Beitrag 00:26 Uhr
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Kommentare: 170 | letzter Beitrag 23.05. 08:02
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