Hält man sich für etwas besseres bei NOKIA, will sich nicht mit anderen direkt vergleichen lassen?
Ich denke die wollen die Kontrolle haben, mit Symbian hatten die ja schon mal einen externen Anbieter.
weil halt nicht jeder fan von google und deren informationssucht ist. google ist zwar super und ihre angebotene software ist wirklich gut, aber mir gefällt der gedanke auch nicht sonderlich, dass sie alles "mitlesen" können
J05h schrieb:
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> weil halt nicht jeder fan von google und deren informationssucht ist.
> google ist zwar super und ihre angebotene software ist wirklich gut, aber
> mir gefällt der gedanke auch nicht sonderlich, dass sie alles "mitlesen"
> können
http://source.android.com/
Interessant das noch niemand die Spyware gefunden hat...
Und komm mir nicht damit das man es in so einem großen Projekt nicht finden kann, das was Google hinzugefügt hat ist überschaubar.
weil halt nicht jeder fan von google und deren
> informationssucht ist. google ist zwar super und
> ihre angebotene software ist wirklich gut, aber
> mir gefällt der gedanke auch nicht sonderlich,
> dass sie alles "mitlesen" können
Naja, mitlesen *können* sie wahrscheinlich alle...ich finde diesen Umstand im Zusammenhang mit der Größe und Verflechtung von Google so abstoßend.
><(({°>
Google kann genau so viel mitlesen, wie du zulässt.
Aber ich denke Nokia meint mit Meego ein Alleinstellungsmerkmal zu haben. Und zwar, dass sie eben NICHT Android haben. Ob das der Kunde auch so sieht, das weiss ich nicht, aber Nokia wird da schon seine Marktforschung drauf angesetzt haben.
Ist ja auch nicht schlecht, wenn es eine Alternative gibt, solange es eine echte Alternative ist und entsprechend etwas taugt.
Ich bevorzuge den Android-Ansatz, aber das heisst ja nicht, dass ich es nicht schätzen würde andere Ansätze als Alternative zu haben.
Android ist leider mit nichts kompatibel. Eine Software, die für Android geschrieben wurde (also in einer art Java) läuft nicht ohne weiteres wo anders.
Bei Maemo/MeeGo ist das anders. Dort läuft ein "normaleres" Linux. Mit X-Server und allem drum und dran. Meine PyQT-Applikationen vom Desktop laufen nahtlos auf auf meinem n900 und umgekehrt. Das ist traumhaft! Android hat ausser dem Kernel mit "herkömmlichen" GNU/Linux-Systemen überhaupt nichts zu tun.
Software auf Maemo zu portieren ist sehr einfach, oft nur ein Neukompilieren. Für Android muss alles neu entwickelt werden (Ja, das kann man auch als Vorteil sehen, weil man die alten Zöpfe abschneidet, ich sehe es nicht so.)
Ich habe hier z.B. auch adblock im Browser. Generell ist Maemo/Meego ein viel freieres und offeneres System als Android.
Treibholz schrieb:
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> viel freieres und offeneres System als Android.
FAIL!
Ihr dürft dabei das Thema Sicherheit nicht vergessen... Die "Java"-Programme bei Android laufen in einer Sandbox. Wie schaut das bei Meego aus?
Was ich damit sagen will: es ist nicht unbedingt Vorteilhaft wenn jedes Programm ausgeführt werden kann...
Ja? warum?
Treibholz schrieb:
> Bei Maemo/MeeGo ist das anders. Dort läuft ein "normaleres" Linux. Mit
> X-Server und allem drum und dran. Meine PyQT-Applikationen vom Desktop
> laufen nahtlos auf auf meinem n900 und umgekehrt. Das ist traumhaft!
> Android hat ausser dem Kernel mit "herkömmlichen" GNU/Linux-Systemen
> überhaupt nichts zu tun.
Aber: Das ist nicht zwingend ein Vorteil. Nur weil du Desktopapplikationen ausfuehren KANNST, ist das noch lange nicht eine gute Idee. Die meisten Desktopapplikationen sind naemlich fuer entsprechend grosse Displays mit traditionellen User Interface Paradigmas ausgestattet, die eine mobile Bedienung verkomplizieren, unuebersichtlich und teilweise unmoeglich machen (zu grosse Widgets, zu grosse Dialoge etc.).
Die Staerken von Meego liegen im Unterbau. Wie jemand schon woanders sagte, es ist der komplette Linux Softwarestack moeglich, vom Webserver bis zum Mplayer. Die Desktopapplikationen wuerde ich eher als Beiware sehen - als ueberfluessige weil so nicht/selten brauchbar. Da tut Google mit Android gut daran, eine Oberflaeche auf Linux aufzubauen, die auf mobile Geraete ausgelegt ist, mit entsprechenden UID-Guidelines.
Der Ansatz aber einfach immer mehr Abstraktionsschichten um die eigentliche Software zu errichten ist aber alles in allem doch ein etwas komischer Sicherheitsansatz. Was kann denn die JavaVM besonderes leisten, was das Betriebssystem selbst nicht auch könnte?
mr. tux schrieb:
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> Ihr dürft dabei das Thema Sicherheit nicht vergessen... Die
> "Java"-Programme bei Android laufen in einer Sandbox. Wie schaut das bei
> Meego aus?
> Was ich damit sagen will: es ist nicht unbedingt Vorteilhaft wenn jedes
> Programm ausgeführt werden kann...
Linux ist ein Mehrbenutzerbetriebssystem. Auf deinem Desktop stört dich das doch auch nicht?
Naja, MeeGo ist ein offenes Projekt...theoretisch kann ja auch HTC ein Smartphone mit MeeGo raus bringen. Das war's dann mit dem Alleinstellungsmerkmal!
Muhahahar schrieb:
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> Der Ansatz aber einfach immer mehr Abstraktionsschichten um die eigentliche
> Software zu errichten ist aber alles in allem doch ein etwas komischer
> Sicherheitsansatz. Was kann denn die JavaVM besonderes leisten, was das
> Betriebssystem selbst nicht auch könnte?
Ein großer Vorteil ist schonmal, dass man überhaupt keinen Zugriff auf Pointeradressen hat. Assembler-Code kannst du auch nicht ausführen...
Je mehr Zwischenschichten du hast und je weiter du von der Hardware weg bist, desto schwieriger ist es damit Unfug anzustellen. Du bist dann natürlich auch weniger performant und die VM als Zwischenschicht kann natürlich auch wieder Lücken haben...
Also ich will schon jedes Programm ausführen können...
Sicherheitstechnisch ist Maemo/MeeGo auf dem selben Stand wie ... sagen wir mal Ubuntu. Und wem das nicht ausreicht, der muß halt /etc/sudoers aufräumen. Die Applikationen laufen alle als User, einzelne Befehle werden per sudo als root ausgeführt (Software installieren z.B.)
Treibholz schrieb:
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> Also ich will schon jedes Programm ausführen können...
>
> Sicherheitstechnisch ist Maemo/MeeGo auf dem selben Stand wie ... sagen wir
> mal Ubuntu. Und wem das nicht ausreicht, der muß halt /etc/sudoers
> aufräumen. Die Applikationen laufen alle als User, einzelne Befehle werden
> per sudo als root ausgeführt (Software installieren z.B.)
Das stimmt schon. Bei Ubuntu kommt die Software aber auch zu 99.9 % aus deren Repositories. Aber wenn du jetzt alles von überall her installieren kannst ist das nicht unbedingt von Vorteil. Du hast damit wohl kein Problem, aber es gibt genug Noobs die Sachen bei sich installieren egal woher sie kommen.
Windows ist sicher nicht unsicherer als Linux. Aber es gibt in der Windowswelt einfach viel mehr Schadsoftware und dumme User. Und diese User tippen auch bei ihrem Handy jedes mal ihr Passwort ein wenn eine Software su-Rechte will...
GAda schrieb:
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> Hält man sich für etwas besseres bei NOKIA, will sich nicht mit anderen
> direkt vergleichen lassen?
Vielleicht auch, weil sich nicht die ganze Welt der Google-Knechtschaft unterziehen will.
Mir jedenfalls gefällt der Ansatz von MeeGo besser.
Abgesehen davon wünsche ich mir einige Konkurrenz in dem Markt.
Unter Android wird jedes Programm unter einem extra Account installiert und ausgeführt. D.h. Kommunikation zwischen Anwendungen oder das Auslesen von Nutzerdaten ist nur über gesicherte APIs möglich. Zusätzlich limitiert die Sandbox, was jedes Programm darf und was nicht (Zugriff auf SD Karte, Netzzugang, Zugriff auf Kalender, Kontakte etc.). Zugriffe sind nur erlaubt, wenn der Nutzer dies bei der Installation explizit akzeptiert.
Softwaretechnologisch ist Android unter anderem damit anderen Systemen haushoch überlegen. Die Flexibilität, Erweiterbarkeit etc. von Android wird mit der Zeit immer deutlicher werden (z.B. Custom Dialer, Home-Screens, gesicherter Datenaustausch von Programm zu Programm etc.).
Die Sicherheit von Ubuntu etc. basiert nur darauf, dass das Betriebssystem gegenüber normalen Nutzern abgeschottet ist. Dem Endnutzer eines Single-User-Devices (Telefon) nützt dies aber fast gar nichts, wenn die persönlichen Daten dieses Nutzers problemlos von jedem Programm ausgelesen, verändert oder ins Netz geschickt werden können. Das iPhone bietet auch gewisse Sicherheiten (Datenaustausch-APIs), allerdings ist es wesentlich unflexibler im Datenaustausch zwischen den Anwendungen und mit dem System.
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