Man musste sie einschalten, oder? Um was vom Internet zu sehen, musste man einen Browser öffnen.
Spaß beiseite. Beim ersten Start musste man wohl das Bedienfeld kalibrieren, weil es noch nicht immer aus Glas war, und man musste die Uhrzeit einstellen. Fand ich aber nie schlimm.
>Man musste sie einschalten, oder? Um was vom Internet zu sehen, musste man einen Browser öffnen.
...und ca 5 min. warten bis das Bild aufgebaut war (selbst mit den ersten HSDPA-Schleudern). Und dann noch mal 5-10 Sekunden auf eine Reaktion wartent, wenn man gescrolled, geklickt oder sonst eine Interaktion mit der Website gewagt hat...
>Spaß beiseite. Beim ersten Start musste man wohl das Bedienfeld kalibrieren, weil es noch nicht immer aus Glas war, und man musste die Uhrzeit einstellen. Fand ich aber nie schlimm.
Und dann ging das herumgeärgere mit inkonsistenten, trägen (und häufig ziemlich verbuggten) GUIs los...
ich denke mal mit "unbenutzbar" ist die laienfreundlichkeit gemeint, also einfachheit auf kosten der funktionalität.
ich bin dankbar dafür, dass meine eltern nun auch unterwegs in der lage sind emails zu lesen, an meinen geräten ging die apfel-revolution größtenteils spurlos vorüber.
Das Zusammensuchen der Software habe ich gehasst. Man konnte zwar alles installieren was man wollte, musste sich seinen Kram dafür aber von verschiedenen Seiten zusammen suchen. Dann musste man manche bezahlen mit undurchsichtigen Modalitäten und dann hat man sich die falsche Version herunter geladen, hat Probleme die Programme auf den PDA/das Smartphone zu bekommen usw.
Das ist eine Sache die rechne ich Apple hoch an, dass sie den AppStore etabliert haben mit einheitlicher Bezahlung und einfacher Installation und vor allem einer einfachen Überprüfung auf Updates. Wäre das auch ohne Apple bei Android gekommen? Vielleicht, ich habe aber leise Zweifel.
>Das ist eine Sache die rechne ich Apple hoch an, dass sie den AppStore etabliert haben mit einheitlicher Bezahlung und einfacher Installation und vor allem einer einfachen Überprüfung auf Updates. Wäre das auch ohne Apple bei Android gekommen? Vielleicht, ich habe aber leise Zweifel.
Auch umgekehrt - gerade kleine Entwickler haben sehr davon profitiert. Früher konnte man ohne eine gewisse Infra- und Vertriebsstruktur keine Handysoftware vertreiben. Mal abgesehen davon, daß die größeren Portale damals überhaupt nur größere Unternehmen zugelassen haben, und dort Bedingungen diktierten gegen denen Apples Appstore-Politik das reinste Freiheits-Schlaraffenland ist.
Ich habe vor dem iPhone viele Smartphones von Nokia besessen, anfangs noch mit normaler Tastatur und zuletzt eines mit Touchscreen. Allen gemein, war eine durch das Symbian 60 einheitliche Bedienung, die nur in kleinen Stücken erweitert wurde. Nun kommt das Aber, sie waren umständlich zu bedienen und das schlimmste, viel zu träge dabei. Dazu kam noch, dass das Symbian 60 im Laufe der Jahre fehleranfälliger wurde und man mit Abstürzen und "Freezes" leben musste.
Das mit der Software für die Smartphones ist dann noch ein anderer Schuh. Man war von Inkompatibilitäten geprägt. Navi-Software eines namhaften Herstellers, teuer gekauft, die man beispielsweise nicht auf einem N78 nutzen konnte und man über ein halbes Jahr brauchte, bis man es ansatzweise mal installieren konnte und die erste Route damit rechnen konnte. Von Schadensbegrenzung keine Spur.
BlackberryOS durfte natürlich nicht fehlen. Wesentlich stabiler, aber auch nicht ohne Makel. Ich trauere immer noch ein paar Daten hinterher, die ins Nirvana verschwunden sind. Da man erst am Support-Telefon eine Aussage getroffen hat, das Telefon mal richtig auszuschalten, damit der Arbeitsspeicher mal bereinigt wird.
Das habe ich nun alles nicht mehr. Android reizt mich persönlich auch, aber da sehe ich ein paar negative Punkte.
Das Standard-Smartphone der Vor-iPhone-Ära sah so aus:
http://www.blackberrycool.com/wp-content/blackberry_8700g_tmobile.png
Muß man da wirklich die Frage stellen, was das Ding so unbenutzbar gemacht hat? Für mich war das eigentlich immer offensichtlich, und ich hab mir zwar immer ein Telefon gewünscht, das "smarter" ist, als die Standard-Geräte, aber so etwas kam für mich nie in Frage.
Ich erinnere mich noch sehr gut an die erste iPhone-Präsentation. Ich hatte mich erst kurz vorher mit einem Mobiltelefon bei dem Versuch gequält, einen Anruf auf "Halten" zu setzen, jemand anderen anzurufen, und die beiden Anrufe zusammenzuführen. Es war eine Höllenqual! Ich glaube, es hat am Ende überhaupt nicht geklappt. Steve Jobs präsentierte genau diesen Use Case mit dem iPhone, und es war simpel und intuitiv - so wie es schon längst hätte sein müssen. Das war der Punkt, wo mir klar wurde, daß ich so ein Ding haben will.
Und wer glaubt, daß das moderne Smartphone ohne Apple heute genauso aussehen würde, der muß sich nur mal anschauen, wie die ersten Android-Prototypen aussahen, bevor Apple das iPhone vorgestellt hat:
http://cdn2.mixrmedia.com/wp-uploads/ziggytek/blog/2010/07/android-prototype.jpg
Ja, die sahen genauso aus wie der Müll aus meinem ersten Link. Unbenutzbar.
gouranga schrieb:
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> Fand ich aber nie schlimm.
Schlimm war es auch nicht. Zudem wird nie die Frage gestellt ob Apple es damals gekonnt hätte ...
Vergleich mal einen Fernseher von heute und einen aus den 90ern. Hier hat sich auch viel getan - ohne Apple.
Das einzige was Apple wirklich kann, ist die Geräte so einfach zu machen, dass sie auch ein DAU bedienen kann. Teils natürlich zum Nachteil fortgeschrittener User. Und genau deswegen wäre es sehr gut, wenn nicht jeder iOS kopiert.
hiasB schrieb:
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> Vergleich mal einen Fernseher von heute und einen aus den 90ern. Hier hat
> sich auch viel getan - ohne Apple.
Was genau hat sich denn da getan? Ich finde die Bedienung immer noch so schlimm wie vor 20 Jahren. Das einzige, was sich verbessert hat, ist die Bildqualität. Und das ist genau das, was sich auch bei Smartphones ohne Apple verbessert hätte. Man hätte heute Geräte mit höher auflösenden Displays und schnelleren Prozessoren und weiterhin schlechter Bedienbarkeit.
Windows Mobile hat die meisten Smartphones unbenutzbar gemacht. Wenn ich dran zurückdenk, oh Gott
HerrMannelig schrieb:
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> Windows Mobile hat die meisten Smartphones unbenutzbar gemacht. Wenn ich
> dran zurückdenk, oh Gott
das wurde schon vor apple selten genutzt.
Jetzt aber noch viel seltender
Dragos schrieb:
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> das wurde schon vor apple selten genutzt.
das hab ich ja noch nie gehört.
> Jetzt aber noch viel seltender
"Jetzt" existiert windows mobile nicht mehr.
MentalFloss schrieb:
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> Was genau hat sich denn da getan? Ich finde die Bedienung immer noch so
> schlimm wie vor 20 Jahren.
Na klar. Per HDMI steuere ich den TV, die Playstation und das Sound System mit einer Fernbedinung. Ich hab einen EPG, ein grafisches Menü, usw. Kann es sein, dass Du seit 20 Jahren den selben Fernseher hast (wäre dann übrigens ein guter)? ;-)
> Das einzige, was sich verbessert hat, ist die
> Bildqualität.
Ah ja. Internetanbindung, Sync per HDMI, USB Anschluss, DLNA ... schon klar.
MentalFloss schrieb:
> Was genau hat sich denn da getan? Ich finde die Bedienung immer noch so
> schlimm wie vor 20 Jahren.
Richtig!!! Ich habe ein Samsung-TV (sic!), das erwartete, dass ich in der Programmliste einen Sender markiere und schrittweise rauf oder runterdrücke, um ihn an seinen Platz zu versetzen. Verschiebe ich also Pro 7 von 17 auf 27, markiere ich Pro 7 und drücke 10 mal auf "Pfeilrunter".
DAS nenne ich unbedienbar - bei 20, 30, 60, 100 Fernsehsendern. Der Rest der Einstellungsmenüs sieht ebenso aus. Die Sensortasten am Gerät sind chic, aber unbeleuchtet. Welcher Schwachmat kommt auf solche Ideen? Wenn man nicht gerade sehr gute Augen hat, erkennt man selbst bei Tageslicht kaum, wo welcher Sensor sitzt.
Ihr glaubt also allen Ernstes, das Herr Jobs sich in ein Kämmerlein gesetzt hat und ihm plötzlich die Erleuchtung kam, wie iOS auszusehen hat? Das ganze ist eine Projektarbeit mit vielen Mitarbeitern und vielen Ideen. Ich möchte nicht wissen, wieviele Ideen verworfen wurden. D.h. diese Ideen wären früher oder später aufgetaucht, auch ohne Herrn Jobs. Sein Verdienst ist es, die richtige Idee ausgewählt und auf den Markt gebracht zu haben. Und zwar mit den richtigen Rahmenbedingungen wie z. Bsp. AppStore, Itunes und funktionierendem Datenmobilfunk.
>Na klar. Per HDMI steuere ich den TV, die Playstation und das Sound System mit einer Fernbedinung. Ich hab einen EPG, ein grafisches Menü, usw. Kann es sein, dass Du seit 20 Jahren den selben Fernseher hast (wäre dann übrigens ein guter)? ;-)
Und alles bedient sich so intuitiv und locker wie ein Lochkartenstanzer. Sorry, also ich habe diverse (teure) Geräte von diversen Markenherstellern, total überladene Multimegafunktionsfernbedienungen, gegen die die Brücke der Enterprise wie ein Spielzeug für Kleinkinder aussieht, zigfach verschachtelte Menüs mit z.T. redundanter Information (aber ohne direkte Verbindung), total träge Bedienung mit mieser Reaktionszeit, und keinerlei Bemühungen in Sicht, irgendwas zu standartisieren, jeder backt da sein eigenes Brötchen...
das ist eine bemerkenswerte logik, demnach darf niemand für eine idee gewürdigt werden, weil sie ohnehin irgendwann durch irgendwen aufgetaucht wäre. respekt.
widardd schrieb:
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> das ist eine bemerkenswerte logik, demnach darf niemand für eine idee
> gewürdigt werden, weil sie ohnehin irgendwann durch irgendwen aufgetaucht
> wäre. respekt.
Ich wiederhole es noch einmal: Glauben Sie wirklich, das Herr Jobs im Kämmerlein sass und plötzlich eine Erleuchtung hatte? Oder doch eher, das das ganze die Entwicklung eines Kreativteams mit Marktanalysen usw. war?
Ich respektiere vollkommen was Herr Jobs mit Apple geschaffen hat. Aber wenn ich Ihrer Logik folge, dann sollte ich ganz schnell sämtliche Apple-Aktien verkaufen, denn die Firma ist ohne Ideen ja in spätestens einem Jahr pleite.
ralf.wenzel schrieb:
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> MentalFloss schrieb:
> > Was genau hat sich denn da getan? Ich finde die Bedienung immer noch so
> > schlimm wie vor 20 Jahren.
>
> Richtig!!! Ich habe ein Samsung-TV (sic!),
Ich auch, da hapert es an der Bedienung an einigen Stellen.
Aber das finde ich bei meinem Mac auch.
Und jetzt?
> runterdrücke, um ihn an seinen Platz zu versetzen. Verschiebe ich also Pro
> 7 von 17 auf 27, markiere ich Pro 7 und drücke 10 mal auf "Pfeilrunter".
Jow, das finde ich auch unschön.
Der Finder beim Mac ist absolute scheiße, um Dateien zu organisieren. Zum Finden
super (Hotspot), aber wenn ich z.B. CMD+U drücke, schnappt er sich irgendein
Finder-Fenster und zeigt da die Utilities. Dafür suche ich dann das Fenster, das vor-
her noch den Ordner anzeigte, mit dem ich eben noch arbeitete.
Unbedienbar.
> Die Sensortasten am Gerät sind
> chic, aber unbeleuchtet. Welcher Schwachmat kommt auf solche Ideen? Wenn
> man nicht gerade sehr gute Augen hat, erkennt man selbst bei Tageslicht
> kaum, wo welcher Sensor sitzt.
Das ist bei mir auch so. Die Sensortasten hätte man besser machen können.
Beleuchtung wäre eine Möglichkeit, am besten mit diesen hellen blauen LEDs, die
einem vom eigentlich Bild ablenken. <ironie off>
Wenn ich TV-Gucken möchte, will ich keine Lichtquellen daneben haben.
Die Tasten sind auf der Fernbedienung... welche übrigens beleuchtet ist.
Ich weiß auch nicht, was an beleuchteten Laptop-Tastaturen so besonders ist.
Auf F und J sind Markierungen. Da lege ich die Zeigefinger ab.
Spätestens dann gucke ich auf den Bildschirm und decke die beleuchteten
Tasten mit meinen Händen ab. Was bringt das hier also!?
Trollversteher schrieb:
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> standartisieren
Wow. Eigentlich mache ich das hier ja normalerweise nicht, aber hier empfehle ich jetzt langsam doch mal den Duden.
Der Begriff "Standart" (mit "t" am Ende) erzeugt bei mir ja schon zartes Grausen, aber das Abschluss-"t" jetzt auch noch ins Verb zu übernehmen ... das hat was.
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