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Selbst verschuldet?

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  1. Selbst verschuldet?

    Autor: Johnny Cache 13.01.13 - 11:08

    "Letztendlich habe Swartz nur deshalb im April 2013 ein Millionenprozess gedroht, weil er nicht akzeptieren wollte, als Straftäter bezeichnet zu werden."

    Dieser Satz erscheint mir recht komisch. Letztendlich klingt das so als ob er durchaus hätte problemlos damit davon kommen können, er aber aus irgendwelchen Gründen einen solchen Prozess provoziert hat?
    Daß es dann ungefähr so laufen würde hätte ihm doch vollkommen klar sein müssen, schließlich hat er ja auch mit so juristischen Dingen wie den Creative Commons zu tun.

    Sicher ist es tragisch daß er sich jetzt umgebracht hat, aber so ziemlich alles was da geschehen ist dürfte auf seinem Mist gewachsen sein, weswegen die Kritik an dritten ziemlich unabgebracht ist.

    http://img293.imageshack.us/img293/7323/signaturebn2.png

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  2. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: developer 13.01.13 - 12:57

    Johnny Cache schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Letztendlich habe Swartz nur deshalb im April 2013 ein Millionenprozess
    > gedroht, weil er nicht akzeptieren wollte, als Straftäter bezeichnet zu
    > werden."
    >
    > Dieser Satz erscheint mir recht komisch. Letztendlich klingt das so als ob
    > er durchaus hätte problemlos damit davon kommen können, er aber aus
    > irgendwelchen Gründen einen solchen Prozess provoziert hat?
    > Daß es dann ungefähr so laufen würde hätte ihm doch vollkommen klar sein
    > müssen, schließlich hat er ja auch mit so juristischen Dingen wie den
    > Creative Commons zu tun.
    >
    > Sicher ist es tragisch daß er sich jetzt umgebracht hat, aber so ziemlich
    > alles was da geschehen ist dürfte auf seinem Mist gewachsen sein, weswegen
    > die Kritik an dritten ziemlich unabgebracht ist.

    Wait what?

    Nur weil er sich der Repression einer auser Kontrolle geratenen Justiz nicht beugen wollte ist er selbst Schuld?
    Oder wie würdest du es bezeichnen wenn Banker die Millionen und Milliardensummen veruntreuen für ein paar Jahre im Luxusgefängnis landen... wenn überhaupt, während so genannte Straftaten rund ums Imaginäre Eigentum mit Drohungen über jahrzehnten Strafe und sonstige Repressionen belegt werden?

    Und das auch noch wenn jemand sagt, dass Artikel die gemeinfrei sind oder zu großen Teilen mit öffentlichen Geldern finanziert wurden gefälligst der Öffentlichkeit zugänglich sein sollten?

    Manche sind eben gleicher als Andere und wer aufbegehrt ist selbst Schuld?

    Whatever you do, do it with: 5 + (sqrt(1-x^2(y-abs(x))^2))cos(30((1-x^2-(y-abs(x))^2))), x is from -1 to 1, y is from -1 to 1.5, z is from -100 to 4.5

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  3. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: Johnny Cache 13.01.13 - 13:27

    developer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur weil er sich der Repression einer auser Kontrolle geratenen Justiz
    > nicht beugen wollte ist er selbst Schuld?

    Nachdem(!) er sich mit seinem Opfer gütlich geeinigt hat, ist er selbst zu den Behörden und hat sich freiwillig gestellt. Für mich klingt das erst einmal so als ob er diesen Konflikt provoziert hat.

    > Oder wie würdest du es bezeichnen wenn Banker die Millionen und
    > Milliardensummen veruntreuen für ein paar Jahre im Luxusgefängnis landen...
    > wenn überhaupt, während so genannte Straftaten rund ums Imaginäre Eigentum
    > mit Drohungen über jahrzehnten Strafe und sonstige Repressionen belegt
    > werden?

    Es geht hier nicht um andere, sondern um den Mist den er verzapft hat.

    > Und das auch noch wenn jemand sagt, dass Artikel die gemeinfrei sind oder
    > zu großen Teilen mit öffentlichen Geldern finanziert wurden gefälligst der
    > Öffentlichkeit zugänglich sein sollten?

    Das ändert an der Gesetzeslage und seiner daraus resultierenden Straftat was genau?

    > Manche sind eben gleicher als Andere und wer aufbegehrt ist selbst Schuld?

    Immer noch, es geht um ihn und nicht um andere.
    Ja, er hat aufbegehrt und das einzige was die Staatsanwaltschaft machen kann und auch muß(!) ist ihn entsprechend seiner Straftaten anzuklagen und zu versuchen bei einer Verhandlung eine gerechte Strafe rauszuholen.
    Sorry, aber wenn ich eine Straftat begehe und mich danach auch noch selber anzeige, dann bin ich der böse, selbst wenn ich mich danach umbringe. Diese drei Dinge sind allesamt seine(!) Entscheidung gewesen und haben weder etwas mit dem MIT oder den Behörden zu tun, welche nur ihre Arbeit machen und ihre Rechte und Pflichten durchsetzen.

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  4. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: developer 13.01.13 - 13:38

    Johnny Cache schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > developer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nur weil er sich der Repression einer auser Kontrolle geratenen Justiz
    > > nicht beugen wollte ist er selbst Schuld?
    >
    > Nachdem(!) er sich mit seinem Opfer gütlich geeinigt hat, ist er selbst zu
    > den Behörden und hat sich freiwillig gestellt. Für mich klingt das erst
    > einmal so als ob er diesen Konflikt provoziert hat.

    Das das Teil der Abmachung gewesen sein könnte kommt dir nicht in den Sinn?
    Wir verzichten auf eine Anzeige du stellst dich...

    >
    > > Oder wie würdest du es bezeichnen wenn Banker die Millionen und
    > > Milliardensummen veruntreuen für ein paar Jahre im Luxusgefängnis
    > landen...
    > > wenn überhaupt, während so genannte Straftaten rund ums Imaginäre
    > Eigentum
    > > mit Drohungen über jahrzehnten Strafe und sonstige Repressionen belegt
    > > werden?
    >
    > Es geht hier nicht um andere, sondern um den Mist den er verzapft hat.

    In dem Kontext in dem ich den Vergleich gezogen habe vollkomme korrekt. Bitte nochmal lesen und den Inhalt verstehen. Kleiner Tipp: Verhältnismäßigkeit.

    >
    > > Und das auch noch wenn jemand sagt, dass Artikel die gemeinfrei sind
    > oder
    > > zu großen Teilen mit öffentlichen Geldern finanziert wurden gefälligst
    > der
    > > Öffentlichkeit zugänglich sein sollten?
    >
    > Das ändert an der Gesetzeslage und seiner daraus resultierenden Straftat
    > was genau?

    Wie gesagt lies nochmal ( oder lass es lieber). Du hast nicht Ansatzweise die verstanden was ich geschrieben habe.

    >
    > > Manche sind eben gleicher als Andere und wer aufbegehrt ist selbst
    > Schuld?
    >
    > Immer noch, es geht um ihn und nicht um andere.
    > Ja, er hat aufbegehrt und das einzige was die Staatsanwaltschaft machen
    > kann und auch muß(!) ist ihn entsprechend seiner Straftaten anzuklagen und
    > zu versuchen bei einer Verhandlung eine gerechte Strafe rauszuholen.
    > Sorry, aber wenn ich eine Straftat begehe und mich danach auch noch selber
    > anzeige, dann bin ich der böse, selbst wenn ich mich danach umbringe. Diese
    > drei Dinge sind allesamt seine(!) Entscheidung gewesen und haben weder
    > etwas mit dem MIT oder den Behörden zu tun, welche nur ihre Arbeit machen
    > und ihre Rechte und Pflichten durchsetzen.

    Verfolgen und Verfolgen sind 2 verschiedene Dinge.
    Es geht um Verhältnismäßigkeit , und da gibt es berechtigte Zweifel, dass das alles noch in einem verhältnismäßigen Rahmen abgelaufen ist.

    Whatever you do, do it with: 5 + (sqrt(1-x^2(y-abs(x))^2))cos(30((1-x^2-(y-abs(x))^2))), x is from -1 to 1, y is from -1 to 1.5, z is from -100 to 4.5

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  5. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: blubbsi_refoamed 13.01.13 - 13:53

    Dieser Typ hat für Informationsfreiheit gelebt, und beim arbeiten mit Creative Commons kommt man nicht auf die Idee, dass jemand 30 Jahre für diese JStor Sache fordern würde. Der hat imho nicht aufbegehrt sondern zu spät den Ernst der Lage und die Unmenschlichkeit solcher Anwälte erkannt. Hätte er bloß mal etwas von sich gegeben, was ihm da droht, er hätte sicher viel Unterstützung bekommen.

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  6. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: Johnny Cache 13.01.13 - 13:55

    developer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das das Teil der Abmachung gewesen sein könnte kommt dir nicht in den
    > Sinn?
    > Wir verzichten auf eine Anzeige du stellst dich...

    Damit wäre er lediglich einer zvilrechlichen Verfolgung entgangen, welche in diesem Fall wirklich sein geringstes Problem gewesen wäre. Gerade jemand der selber an der erstellung von Lizenzen beteiligt war müßte wissen was möglich ist und was nicht.

    > In dem Kontext in dem ich den Vergleich gezogen habe vollkomme korrekt.
    > Bitte nochmal lesen und den Inhalt verstehen. Kleiner Tipp:
    > Verhältnismäßigkeit

    Verhältnismäßigkeit mag sicher ein Problem sein, aber das hat nichts damit zu tun daß man sich gar nicht in eine solche Situation begeben müßte.

    > Verfolgen und Verfolgen sind 2 verschiedene Dinge.
    > Es geht um Verhältnismäßigkeit , und da gibt es berechtigte Zweifel, dass
    > das alles noch in einem verhältnismäßigen Rahmen abgelaufen ist.

    Gerade wenn es Zweifel daran gegeben haben sollte, gibt es keinen Grund sich deswegen umzubringen. Er hätte auch gerne den Prozess abwarten können und denn entscheiden ob er so weitermachen möchte.
    Letztendlich war die Liste gegen ihn aber sich nicht ohne, denn selbst der unerlaubte Zugriff auf ein fremdes Computersystem kann es schon ganz schön in sich haben. Von den weiteren Beschuldigungen mal ganz abgesehen, welche man aber nicht so einfach beweisen kann wie das was offensichtlich war.

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  7. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: Johnny Cache 13.01.13 - 13:59

    blubbsi_refoamed schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dieser Typ hat für Informationsfreiheit gelebt, und beim arbeiten mit
    > Creative Commons kommt man nicht auf die Idee, dass jemand 30 Jahre für
    > diese JStor Sache fordern würde. Der hat imho nicht aufbegehrt sondern zu
    > spät den Ernst der Lage und die Unmenschlichkeit solcher Anwälte erkannt.
    > Hätte er bloß mal etwas von sich gegeben, was ihm da droht, er hätte sicher
    > viel Unterstützung bekommen.

    Die Forderungen der Staatsanwaltschaft klingen für deren Verhältnisse relativ normal, und was wenn nicht solche Dinge wären denn die Motivation an CC mitzuarbeiten?
    Wenn eine Verbreitung von geschützem Material keinerlei Konsequenzen hätte gäbe es gar keinen Bedarf an solchen Lizenzen, was im Umkehrschluß nahelegt daß er sehr wohl wußte was er da alles gemacht hat.

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  8. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: developer 13.01.13 - 14:05

    Johnny Cache schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > developer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das das Teil der Abmachung gewesen sein könnte kommt dir nicht in den
    > > Sinn?
    > > Wir verzichten auf eine Anzeige du stellst dich...
    >
    > Damit wäre er lediglich einer zvilrechlichen Verfolgung entgangen, welche
    > in diesem Fall wirklich sein geringstes Problem gewesen wäre. Gerade jemand
    > der selber an der erstellung von Lizenzen beteiligt war müßte wissen was
    > möglich ist und was nicht.
    >
    > > In dem Kontext in dem ich den Vergleich gezogen habe vollkomme korrekt.
    > > Bitte nochmal lesen und den Inhalt verstehen. Kleiner Tipp:
    > > Verhältnismäßigkeit
    >
    > Verhältnismäßigkeit mag sicher ein Problem sein, aber das hat nichts damit
    > zu tun daß man sich gar nicht in eine solche Situation begeben müßte.
    >
    > > Verfolgen und Verfolgen sind 2 verschiedene Dinge.
    > > Es geht um Verhältnismäßigkeit , und da gibt es berechtigte Zweifel,
    > dass
    > > das alles noch in einem verhältnismäßigen Rahmen abgelaufen ist.
    >
    > Gerade wenn es Zweifel daran gegeben haben sollte, gibt es keinen Grund
    > sich deswegen umzubringen. Er hätte auch gerne den Prozess abwarten können
    > und denn entscheiden ob er so weitermachen möchte.
    > Letztendlich war die Liste gegen ihn aber sich nicht ohne, denn selbst der
    > unerlaubte Zugriff auf ein fremdes Computersystem kann es schon ganz schön
    > in sich haben. Von den weiteren Beschuldigungen mal ganz abgesehen, welche
    > man aber nicht so einfach beweisen kann wie das was offensichtlich war.

    Ist nicht der erste "Hacker" der sich wegen sowas umbringt. Mir fallen aus dem Stand einige ( auch Freunde ) ein die sich den Strick gegeben haben nachdem der Staatsanwalt sie in der Mangel hatte.

    Da gehts nicht mehr um Recht haben oder zu bekommen.
    Es ist so egal ob du schuldig bist, dich schuldig fühlst whatever.
    Die Message ist wir haben dich an den Eiern und du kommst nichtmehr raus, egal was passiert.
    Das ist nur noch ein riesiges Bedrohungspotential und die Ständige Drohungen du hast dir dein Leben versaut, das wars du kommst nie wieder auf die Beine und wirst nie wieder in dem Job arbeiten können... Berufsverbot, Verbot der Benutzung von Computern und Internet und dann viel Spaß als Knastprinzessin.
    Vor allem willst du in keinen amerikanischen Knast.

    Das Gefühl der maximalen Hilflosigkeit und Ausweglosigkeit.

    Das ist nichts was du dir Ansatzweise vorstellen kannst wenn du das nicht mitbekommen hast in irgendeiner Form.

    Whatever you do, do it with: 5 + (sqrt(1-x^2(y-abs(x))^2))cos(30((1-x^2-(y-abs(x))^2))), x is from -1 to 1, y is from -1 to 1.5, z is from -100 to 4.5

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  9. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: asic 13.01.13 - 14:17

    Johnny Cache schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Letztendlich habe Swartz nur deshalb im April 2013 ein Millionenprozess
    > gedroht, weil er nicht akzeptieren wollte, als Straftäter bezeichnet zu
    > werden."
    >
    > Dieser Satz erscheint mir recht komisch. Letztendlich klingt das so als ob
    > er durchaus hätte problemlos damit davon kommen können, er aber aus
    > irgendwelchen Gründen einen solchen Prozess provoziert hat?

    Das mag auch ganz einfach daran liegen, das bei bestimmten Vergehen zwangsläufig ein Strafverfahren eingeleitet wird, ob man sich mit dem Opfer geeinigt hat ist da irrelevant, die Staatsanwaltschaft ermittelt trotzdem.

    Und da Swartz augenscheinlich ein sehr ehrlicher Mensch gewesen ist und genau wusste, dass seine Tat nach derzeitigem Recht eine Straftat darstellt, hat er der Staatsanwaltschaft einen erheblichen Teil der Arbeit abgenommen und sich selbst gestellt. Denn: er wäre so oder so verhaftet wurden und es wäre so oder so zu einer Anklage gekommen.

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  10. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: developer 13.01.13 - 14:18

    Johnny Cache schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > blubbsi_refoamed schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dieser Typ hat für Informationsfreiheit gelebt, und beim arbeiten mit
    > > Creative Commons kommt man nicht auf die Idee, dass jemand 30 Jahre für
    > > diese JStor Sache fordern würde. Der hat imho nicht aufbegehrt sondern
    > zu
    > > spät den Ernst der Lage und die Unmenschlichkeit solcher Anwälte
    > erkannt.
    > > Hätte er bloß mal etwas von sich gegeben, was ihm da droht, er hätte
    > sicher
    > > viel Unterstützung bekommen.
    >
    > Die Forderungen der Staatsanwaltschaft klingen für deren Verhältnisse
    > relativ normal, und was wenn nicht solche Dinge wären denn die Motivation
    > an CC mitzuarbeiten?

    In manchen Religionen ist es normal, dass du zum Tode verurteilt wirst wenn du keine Lust mehr hast bei dem Spiel mitzuspielen.
    Ich wäre hier mit relativer Normalität als Rechtfertigung sehr vorsichtig, zumindest wenn es nicht nur um stoische PFLICHTERFÜLLUNG11ELF! geht.

    > Wenn eine Verbreitung von geschützem Material keinerlei Konsequenzen hätte
    > gäbe es gar keinen Bedarf an solchen Lizenzen, was im Umkehrschluß nahelegt
    > daß er sehr wohl wußte was er da alles gemacht hat.

    Das ist kein Umkehrschluss, das ist komplett unlogisch.
    Man könnte eher annehmen, dass er wusste was er macht weil er für die Informationsfreiheit eingetreten ist.
    Aber sicher nicht aus der Existenz eines Fragwürdigen Konstrukts ableiten, dass jemand der etwas macht, was dieses Konstrukt verbietet auch wissen muss, dass es so ist.

    Whatever you do, do it with: 5 + (sqrt(1-x^2(y-abs(x))^2))cos(30((1-x^2-(y-abs(x))^2))), x is from -1 to 1, y is from -1 to 1.5, z is from -100 to 4.5

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  11. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: petergriffin 13.01.13 - 14:34

    30 Jahre wegen eines Kapitalverbrechens sind doch einfach nur unmenschlich und abartig.
    Ich weiss nicht wie man das als normal bezeichnen kann.

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  12. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: Johnny Cache 13.01.13 - 14:44

    petergriffin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 30 Jahre wegen eines Kapitalverbrechens sind doch einfach nur unmenschlich
    > und abartig.
    > Ich weiss nicht wie man das als normal bezeichnen kann.

    Das war das geforderte Strafmaß, was auch so ziemlich das äußerste sein dürfte was deren Rechtsprechung hergibt, auch wenn es sich bei ihm ja nicht nur um eine einzelne Straftat gehandelt hat. Da könnte natürlich noch mehr drin gewesen sein können.
    Aber immer noch, es war lediglich die Forderung, welche in der anstehenden Verhandlung zur Debatte stand.

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  13. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: Johnny Cache 13.01.13 - 14:47

    asic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das mag auch ganz einfach daran liegen, das bei bestimmten Vergehen
    > zwangsläufig ein Strafverfahren eingeleitet wird, ob man sich mit dem Opfer
    > geeinigt hat ist da irrelevant, die Staatsanwaltschaft ermittelt trotzdem.
    >
    > Und da Swartz augenscheinlich ein sehr ehrlicher Mensch gewesen ist und
    > genau wusste, dass seine Tat nach derzeitigem Recht eine Straftat
    > darstellt, hat er der Staatsanwaltschaft einen erheblichen Teil der Arbeit
    > abgenommen und sich selbst gestellt. Denn: er wäre so oder so verhaftet
    > wurden und es wäre so oder so zu einer Anklage gekommen.

    Er hätte natürlich auch hoffen können daß man ihm gar nicht erst auf die Schliche kommt, oder sich verkrümeln können. Aber stattdessen ist er in die Hohle des Löwen und hat sich selbst der Justiz übergeben, was das letzte wäre es ich an seiner Stelle getan hätte.

    http://img293.imageshack.us/img293/7323/signaturebn2.png

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  14. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: petergriffin 13.01.13 - 14:52

    Das ist mir klar, aber sag mal einem immer brav gebliebenen Kerl mit knapp 30, der sich sogar noch freiwillig der Polizei stellt, dass er möglicherweise erst wieder als Rentner aus dem Knast kommt. Kann mir gut vorstellen wie da eine Welt zusammengebrochen ist.

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  15. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: developer 13.01.13 - 14:58

    petergriffin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist mir klar, aber sag mal einem immer brav gebliebenen Kerl mit knapp
    > 30, der sich sogar noch freiwillig der Polizei stellt, dass er
    > möglicherweise erst wieder als Rentner aus dem Knast kommt. Kann mir gut
    > vorstellen wie da eine Welt zusammengebrochen ist.

    http://forum.golem.de/kommentare/internet/aaron-swartz-vorwuerfe-gegen-staatsanwalt-und-mit/selbst-verschuldet/70007,3225294,3225380,read.html#msg-3225380

    Whatever you do, do it with: 5 + (sqrt(1-x^2(y-abs(x))^2))cos(30((1-x^2-(y-abs(x))^2))), x is from -1 to 1, y is from -1 to 1.5, z is from -100 to 4.5

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  16. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: asic 13.01.13 - 15:20

    Die Leute wussten doch das er es gewesen ist, spätestens nach der Einigung mit Jstor.
    Wie soll man sich denn da verstecken?

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  17. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: Johnny Cache 13.01.13 - 16:00

    asic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Leute wussten doch das er es gewesen ist, spätestens nach der Einigung
    > mit Jstor.
    > Wie soll man sich denn da verstecken?

    Vielleicht irgendwo am Arsch der Welt? Was weiß denn ich?

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  18. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: petergriffin 13.01.13 - 16:03

    der Beitrag triffts ganz gut!

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  19. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: wasabi 14.01.13 - 07:37

    petergriffin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 30 Jahre wegen eines Kapitalverbrechens sind doch einfach nur unmenschlich
    > und abartig.
    > Ich weiss nicht wie man das als normal bezeichnen kann.

    Wenn es tatsächlich ein "Kapitalverbrechen" wäre, dann wäre eine hohe Strafe nicht unmenschlich ;-)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalverbrechen

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  20. Re: Selbst verschuldet?

    Autor: Johnny Cache 14.01.13 - 08:54

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn es tatsächlich ein "Kapitalverbrechen" wäre, dann wäre eine hohe
    > Strafe nicht unmenschlich ;-)

    Schon irgendwie komisch daß Kapitalverbrechen nichts mit Kapital zu tun haben und ausgerechnet die niederen Beweggründe die eher sinnvollen sind.

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