Hallo,
zahle ich den Stundenpreis nur, wenn ich den Dienst auch nutze?
Danke.
Gute Frage, würde mich auch mal interessieren - ich danke für eine entspr. Auskunft
Ähhh... Ja? Oder warum meinst du, dass es _Stunden_preis heißt?
Ja, du zahlst pro angefangener Stunde, zu der die Instanz eingeschaltet war. Ansonsten zahlst du den Speicherplatz, den du im S3 (der Storage-Dienst von Amazon) belegst, hier sind es derzeit in etwa 0,15€/GB/Monat.
Beste Grüße,
Rabbit
> Ähhh... Ja? Oder warum meinst du, dass es _Stunden_preis heißt?
ich kürze das nun unvermeidbare Spiel mit Wissen & Erfahrung in wenigen Worten ab, schau einmal hier :
"Wie arbeiten Computer?"
"Binär"
"Was bedeutet binär?"
"0 und 1, LOW und HIGH, An und Aus"
"Was ist eine Information?"
"beliebig"
"Wie kann man Informationen in Zahlen packen?"
"Kombinierte 0en und 1en nach bestimmten Mustern"
"Wie kann ein Computer derart VIELE Informationen verarbeiten?"
"hohe Frequenz"
"Was bedeutet Frequenz?"
"Aktionen oder Informationen pro Zeiteinheit"
"Was hat das mit dem Thema zu tun?"
"Das Produkt - die Rechenleistung bzw. die Instanz wird faktisch (!) nur dann genutzt wenn Arbeit ansteht, und auch das nur über einen bestimmten Zeitraum - je intensiver die Berechnung desto mehr Zeit wird dafür benötigt, es wäre nur sinnvoll auch eben jene und nicht einen Pauschalpreis zu berechnen, die Kiste hat ja nicht dauernd 100% Auslastung - nicht bei jedem Kunden. Im Grunde ist das eine (vertretbare) Abzocke sofern man die Kiste nicht immens belastet"
Noch Fragen, Kienzle?
Du kannst beim AWS auch Systeme aufbauen, die nach Bedarf (Load) oder auf deine Anforderung hin zusätzliche Instanzen aktivieren.
Du hast also nicht dauerhaft einen großen Rechner der sich die fast die ganze Zeit langweilt, sondern einen kleinen virtuellen Rechner, den du nach Bedarf einfach vervielfachst. Wenn der Bedarf nicht mehr da ist, schaltest du die zusätzlichen Instanzen wieder ab.
Bezahlen musst du die angefangen Stunden deiner gebuchten Maschinen.
Das ist nützlich wenn du z.B. weißt das Morgen um 11:15 eine Pressekonferenz ist, die einen größeren Besucheransturm auslösen wird. Oder wenn du nur einige Stunden am Tag viele Besucher hast...
Die Neuerung der Microinstanzen heißt, dass man nun kleinteiliger und genauer Rechenleistung buchen kann.
Allerdings benötigst du unter Umständen spezielle Anpassungen in deiner Software, damit das Zubuchen von Leistung auch funktioniert.
Als Fallback-RZ lassen sich die AWS übrigens auch ganz wunderbar benutzen :)
Im Gegensatz zu Google App Engine, wo nur die deiner Applikation zugeordneten Zeitscheibchen auf deine "CPU-Quota" addiert werden, wird bei Amazon eben die Zeit berechnet, die zwischen dem klicken auf "server online" und "server offline" vergeht.
Bei Google App Engine kostet eine Applikation die zwar verfügbar ist aber nicht benutzt wird nichts, während bei Amazon für eine gar nicht genutzte Applikation die gleichen Kosten anfallen wie für eine andauernd voll ausgelastete.
Dafür hat man bei Amazon eben einen vollwertigen Server, während man bei Google "nur" eine Applikation hat, die für die Dauer des aufrufs der URL lebt.
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