1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Anwalt: Einstweilige Verfügung gegen…

Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

Anzeige
  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: /mecki78 22.11.12 - 15:57

    Ich kenne Retroshare nicht, aber so wie ich das verstanden habe, tauscht dort nicht jeder mit jeden, sondern nur Freunde mit Freunden, korrekt? D.h. nur wen ich dort als meinen Freund akzeptiere, kann etwas von mir bekommen und ich kann nur etwas von jemanden bekommen, der mich als seinen Freund akzeptiert hat, auch korrekt? D.h. aber im Umkehrschluss, nicht-Freunde haben keinen Zugriff auf meine Daten und folglich werde ich denen auch nie irgendwelche Daten schicken.

    In diesem Fall ist ja Promedia der Ankläger und da aller Datenverkehr verschlüsselt ist, hätte Promedia ein Mitschnitt des Datenverkehrs von außen nur genügt um heraus zu finden, welche beiden Teilnehmer (IP Adressen) miteinander kommuniziert haben, sie hätten aber unmöglich sehen können, was für Daten hier den Besitzer wechseln. Weder dass es ein Musikstück ist, noch ob es ein bestimmtes ist hätte man somit herausfinden können.

    Die einzige Möglichkeit, wie Promedia an diese Information gelangen kann, ist wenn sie die Datei selber direkt von dem Verklagten geholt hätten, aber dazu muss der Verklagte ja Promedia (bzw. einen Mitarbeiter oder Auftragsfahnder von denen) als seinen Freund akzeptiert haben, oder übersehe ich hier etwas?

    Wenn letzteres der Fall ist, dann ist der Typ einfach nur ein Idiot. Wenn man in einem Tauschbörsennetzwerk unterwegs ist (und dass Retroshare was mit Tauschen zu tun hatte, das wäre für mich alleine vom Namen her offensichtlich gewesen), das dazu gedacht ist, dass Freunde mit Freunden tauschen, und ich bin so doof und akzeptiere jemanden als meinen Freund, den ich überhaupt nicht näher kenne, dann habe ich es ehrlich gesagt auch nicht besser verdient. Wenn ich mir mit einen Hammer auf den Finger haue, statt auf den Nagel, dann kann ich dafür auch nicht den Nagel die Schuld geben und wenn ich zu blöd bin einen Hammer zu benutzen, dann sollte ich die Finger davon lassen oder jemanden finden, der mir dabei helfen kann.

    /Mecki

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  2. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: Hivemind 22.11.12 - 16:05

    Ja genau so ist es, Retroshare nutzt das "Web-of-trust" Modell, d.h. man darf einfach nur Leute hinzufügen die man persönlich kennt und von deren vertrauenswürdigkeit man überzeugt ist. Wenn ich einfach den Schlüssel von jemand annehme den ich nicht kenn (in diesem Fall der Contentmafia-Honeypot), dann hat derjenige auch meine IP und kann beobachten was ich lade. Von außen geht das nicht, da der Verkehr ja SSL-Verschlüsselt ist, man sieht eben nur IPs.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  3. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: slashwalker 22.11.12 - 16:07

    Promedia hat wahrscheinlich selber 3TB P0rn bereitgestellt um Trillionen neue Freunde zu finden. Grenz fast schon an Anstiftung zu einer Straftat.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  4. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: crazypsycho 22.11.12 - 16:14

    Wieso sollte er denn selbst Schuld sein?

    User A und Promedia tauschen die Musikdatei. Dummerweise hat User B aber Relay eingeschaltet und routet die Datei zwischen User A und Promedia.
    Promedia sieht nur die IP von User B, ist aber nur mit User A befreundet.

    Da die Datei verschlüsselt ist, hatte User B nicht die Möglichkeit diese zu prüfen (da er nur als Router fungiert, müsste er das auch nicht).

    Für Relay/Weitervermittlung muss man meines Wissens nicht mit dem anderem befreundet sein.

    Die einstweilige Verfügung hätte man lediglich durch eine Unterlassungserklärung verhindern können. Aber warum sollte man etwas legales (Routing) denn unterlassen sollen?

    Der eigentliche Täter wäre User A. Aber bei einem Musikstück wäre dies nicht einmal unbedingt strafbar, denn private Kopien (auch an Freunde) sind ja nicht verboten, sondern durch Abgaben bereits bezahlt.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  5. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: MovieKnight 22.11.12 - 16:21

    Es ist etwas komplizierter. Wenn ich den Fall richtig verstanden habe, wird ihm nicht vorgeworfen, selbst aktiv Filesharing betrieben zu haben.

    Bei Retroshare werden verschlüsselte Pakete über verschiedene Rechner geschleust.
    Man lädt also nicht direkt, von einem anderem P2P-Teilnehmer, sondern die Pakete werden über beliebige andere Retroshare-Teilnehmer geschleust.

    Der Beklagte war hier nur "Vermittler". Insofern muss nur einer Deiner "Freunde" einen ProMedia-"Freund" haben. (tatsächlich weiß ich nicht, ob das routen der Pakete auch nur über Freunde geht, oder ob hier über alle möglichen retroShare-User geroutet wird...)

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  6. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: holminger 22.11.12 - 16:23

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn letzteres der Fall ist, dann ist der Typ einfach nur ein Idiot. Wenn
    > man in einem Tauschbörsennetzwerk unterwegs ist (und dass Retroshare was
    > mit Tauschen zu tun hatte, das wäre für mich alleine vom Namen her
    > offensichtlich gewesen), das dazu gedacht ist, dass Freunde mit Freunden
    > tauschen, und ich bin so doof und akzeptiere jemanden als meinen Freund,
    > den ich überhaupt nicht näher kenne, dann habe ich es ehrlich gesagt auch
    > nicht besser verdient. Wenn ich mir mit einen Hammer auf den Finger haue,
    > statt auf den Nagel, dann kann ich dafür auch nicht den Nagel die Schuld
    > geben und wenn ich zu blöd bin einen Hammer zu benutzen, dann sollte ich
    > die Finger davon lassen oder jemanden finden, der mir dabei helfen kann.
    Zu dem Problem mit dem Routing hat schon jemand anderes etwas geschrieben.
    Aber alleine über den Namen auf die Nutzung zuschließen ist doch etwas weit hergeholt. Du spielst sicher auf share in Retroshare an. Dann sollte man danach also auch von SharePoint von MS die Finger lassen?

    h.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  7. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: /mecki78 22.11.12 - 16:24

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > User A und Promedia tauschen die Musikdatei. Dummerweise hat User B aber
    > Relay eingeschaltet und routet die Datei zwischen User A und Promedia.
    > Promedia sieht nur die IP von User B, ist aber nur mit User A befreundet.

    Gut, in dem Fall ist User A der Idiot, weil er Promedia als Freund hat, obwohl er die gar nicht kennt; denn niemand kann mir erzählen, dass jemand freiwillig eine Firma wie Promedia zu seinen Freunden zählt. User B ist dann ein unschuldiges Opfer.

    Die Tatsache, dass der Share Traffic relayed wird, war mir ja nicht bekannt. Wie gesagt, ich kenne Retroshare nicht. Ich bin davon ausgegangen, dass der tatsächliche Share Traffic Endpunkt zu Endpunkt ist und nur der Verwaltungstraffic relayed wird (also um dem Netz beizutreten, um zu chatten und um überhaupt mal Freunde dort zu finden).

    /Mecki

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  8. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: /mecki78 22.11.12 - 16:27

    MovieKnight schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Retroshare werden verschlüsselte Pakete über verschiedene Rechner
    > geschleust.
    > Man lädt also nicht direkt, von einem anderem P2P-Teilnehmer, sondern die
    > Pakete werden über beliebige andere Retroshare-Teilnehmer geschleust.

    Dass der eigentlich Share Traffic auch "relayed", war mir nicht bekannt. In diesem Fall ziehe ich zurück, dass der Verurteilte der Idiot ist, derjenige, der Promedia als Freund hatte, ist der Idiot und der Verurteilte ist das Opfer, den es getroffen hat.

    Siehe auch:
    http://forum.golem.de/kommentare/internet/anwalt-einstweilige-verfuegung-gegen-retroshare-nutzer-gewagt/ist-der-verurteilte-nicht-selber-schuld/68720,3179062,3179114,read.html#msg-3179114

    /Mecki

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  9. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: LoopBack 22.11.12 - 16:28

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da die Datei verschlüsselt ist, hatte User B nicht die Möglichkeit diese zu
    > prüfen (da er nur als Router fungiert, müsste er das auch nicht).

    Schon mal den Begriff Stoererhaftung gehoert? Da die Benutzung von Retroshare aktiv erfolgt (also man wissentlich an einem Netzwerk teilnimmt, indem urheberrechtlich geschuetztes Material verbeitet wird und jedes Teil dieses Netzwerk automatisch auch selber zum Uploader wird) sollte man dafuer auch gerade stehen muessen. Nur wenn einem nicht bekannt ist, dass man mit der Software urheberrechtlich-geschuetztes Material verbreitet, ist eine Haftung auszuschliessen - jedoch nur dann, wenn das Unwissen nicht auf Dummheit zurueckzufuehren ist.

    Bei Wirtschafts- oder Kapitalverbrechen sind Zwischenhaendler fuer gewoehnlich ach haftbar. Und der Nutzer ist in diesem Fall auch eine Art Zwischenhaendler.

    > Für Relay/Weitervermittlung muss man meines Wissens nicht mit dem anderem
    > befreundet sein.

    Das ist falsch. Jeder kann nur von den Leuten Daten erhalten, mit denen er befreundet ist und nur Daten an jemanden senden, mit dem er befreundet ist.

    Das Vorgehen von dem Gericht ist eigentlich ganz gut. Dem (moeglicherweise unwissenden) Nutzer wird mitgeteilt, dass das was er tut grundsaetzlich eine Straftat sein koennte. Eine Strafe erfolgt jedoch nur, wenn er weitermacht. Danach kann er nicht mehr behaupten er haette nicht gewusst, dass er urheberrechtlich-geschuetztes Material verbreitet.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  10. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: Lehmroboter 22.11.12 - 16:29

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > User A und Promedia tauschen die Musikdatei. Dummerweise hat User B aber
    > Relay eingeschaltet und routet die Datei zwischen User A und Promedia.
    > Promedia sieht nur die IP von User B, ist aber nur mit User A befreundet.

    Theoretisch könnten natürlich auch User A und proMedia identisch sein. Das vereinfacht die Sache, wenn man sich die Datei (auf eine zweite ID) selbst über User B schickte.

    Das soll natürlich keine Unterstellung sein, nur eine theoretische Möglichkeit. ;-)

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  11. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: LoopBack 22.11.12 - 16:34

    Lehmroboter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Theoretisch könnten natürlich auch User A und proMedia identisch sein. Das
    > vereinfacht die Sache, wenn man sich die Datei (auf eine zweite ID) selbst
    > über User B schickte.
    >
    > Das soll natürlich keine Unterstellung sein, nur eine theoretische
    > Möglichkeit. ;-)

    Nur Freunde koennen als Relay genutzt werden, wodurch diese Moeglichkeit im Normalfall flach fallen sollte...

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  12. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: crazypsycho 22.11.12 - 16:37

    LoopBack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > crazypsycho schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Da die Datei verschlüsselt ist, hatte User B nicht die Möglichkeit diese
    > zu
    > > prüfen (da er nur als Router fungiert, müsste er das auch nicht).
    >
    > Schon mal den Begriff Stoererhaftung gehoert? Da die Benutzung von
    > Retroshare aktiv erfolgt (also man wissentlich an einem Netzwerk teilnimmt,
    > indem urheberrechtlich geschuetztes Material verbeitet wird und jedes Teil
    > dieses Netzwerk automatisch auch selber zum Uploader wird) sollte man
    > dafuer auch gerade stehen muessen. Nur wenn einem nicht bekannt ist, dass
    > man mit der Software urheberrechtlich-geschuetztes Material verbreitet, ist
    > eine Haftung auszuschliessen - jedoch nur dann, wenn das Unwissen nicht auf
    > Dummheit zurueckzufuehren ist.

    Man muss also als Provider dafür gerade stehen, weil man einen Router anbietet und im Netzwerk "Internet" urheberrechtlich geschützes Material verbreitet wird, soso.
    Es kann nicht angehen, das man dafür gerade stehen muss, was zwei völlig Fremde austauschen, nur weil der Client eine Relay-Funktion besitzt.

    > Bei Wirtschafts- oder Kapitalverbrechen sind Zwischenhaendler fuer
    > gewoehnlich ach haftbar. Und der Nutzer ist in diesem Fall auch eine Art
    > Zwischenhaendler.

    Nein ist er nicht, da er den Inhalt der Pakete nicht lesen kann.

    > > Für Relay/Weitervermittlung muss man meines Wissens nicht mit dem
    > anderem
    > > befreundet sein.
    >
    > Das ist falsch. Jeder kann nur von den Leuten Daten erhalten, mit denen er
    > befreundet ist und nur Daten an jemanden senden, mit dem er befreundet
    > ist.

    Ja man kann nur mit Freunden Dateien austauschen, das ist korrekt. Aber für Relay muss man nicht befreundet sein.

    > Das Vorgehen von dem Gericht ist eigentlich ganz gut. Dem (moeglicherweise
    > unwissenden) Nutzer wird mitgeteilt, dass das was er tut grundsaetzlich
    > eine Straftat sein koennte. Eine Strafe erfolgt jedoch nur, wenn er
    > weitermacht. Danach kann er nicht mehr behaupten er haette nicht gewusst,
    > dass er urheberrechtlich-geschuetztes Material verbreitet.

    Du weißt schon das eine einstweilige Verfügung und die davor erfolgte Abmahung ne Stange Geld kostet?
    Und nein, das was der Verurteilte getan hat ist definitiv keine Straftat und schon garnicht verbreitet er urheberrechtliches Material.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  13. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: /mecki78 22.11.12 - 16:41

    holminger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber alleine über den Namen auf die Nutzung zuschließen ist doch etwas weit
    > hergeholt. Du spielst sicher auf share in Retroshare an. Dann sollte man
    > danach also auch von SharePoint von MS die Finger lassen?

    Soweit ich weiß läuft SharePoint in deinem lokalen Netz, d.h. du musst das auf deinem eigenen Server aufsetzen und somit ist der Zugriff automatisch limitiert. Wenn du aber SharePoint auf einem öffentlichen Internet Server laufen lässt und jeder sich dort einen Zugang erzeugen kann, dann ja, dann solltest du lieber die Finger davon lassen, weil auch dann kannst du darüber den falschen Leuten Zugriff auf die falsche Datei geben und schon stehst du vor Gericht.

    /Mecki

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  14. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: steffenbpunkt 22.11.12 - 16:51

    Wenn nur Freunde mit Freunden über verschlüsselte Verbindungen Daten austauschen, ist das doch nichts anderes als ein lokales Netz, ausser das es übers Internet geroutet wird. VPN & SMB wäre hier das Gleiche. Nun soll er als Störer belangt werden und Kohle blechen, weil Traffic über ihn lief. Demnach müsste auch die telekom (über die das DSL läuft) belangt werden sowie alle dazwischen. Nur weil er ein Knoten in dem Netz ist, heisst das nicht das er was Verbotens tut.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  15. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: mambokurt 22.11.12 - 18:44

    LoopBack schrieb:

    > Schon mal den Begriff Stoererhaftung gehoert? Da die Benutzung von
    > Retroshare aktiv erfolgt (also man wissentlich an einem Netzwerk teilnimmt,
    > indem urheberrechtlich geschuetztes Material verbeitet wird und jedes Teil
    > dieses Netzwerk automatisch auch selber zum Uploader wird)

    Nimmt man wirklich wissentlich teil? Was ich da share ist doch mir überlassen, gerade bei so einem Freunde Netzwerk werden sicherlich auch mal Bilder oder Hausaufgaben getauscht.

    >sollte man
    > dafuer auch gerade stehen muessen. Nur wenn einem nicht bekannt ist, dass
    > man mit der Software urheberrechtlich-geschuetztes Material verbreitet, ist
    > eine Haftung auszuschliessen - jedoch nur dann, wenn das Unwissen nicht auf
    > Dummheit zurueckzufuehren ist.

    Du _kannst_ doch gar nicht wissen, was du da durchroutest, ist ja alles verschlüsselt. Umgekehrt kannst du aber als Gericht und als Router nicht davon ausgehen, dass der Traffic illegale Daten enthält, das wäre ja eine Umkehr der Unschuldsvermutung.

    > Bei Wirtschafts- oder Kapitalverbrechen sind Zwischenhaendler fuer
    > gewoehnlich ach haftbar. Und der Nutzer ist in diesem Fall auch eine Art
    > Zwischenhaendler.

    Ist er nicht, außer du möchtest den Postboten festnehmen weil er dir einen Drofbrief ausgeliefert hat.

    > > Für Relay/Weitervermittlung muss man meines Wissens nicht mit dem
    > anderem
    > > befreundet sein.
    >
    > Das ist falsch. Jeder kann nur von den Leuten Daten erhalten, mit denen er
    > befreundet ist und nur Daten an jemanden senden, mit dem er befreundet
    > ist.

    Ändert nichts an der Unschuldsvermutung.

    > Das Vorgehen von dem Gericht ist eigentlich ganz gut. Dem (moeglicherweise
    > unwissenden) Nutzer wird mitgeteilt, dass das was er tut grundsaetzlich
    > eine Straftat sein koennte. Eine Strafe erfolgt jedoch nur, wenn er
    > weitermacht. Danach kann er nicht mehr behaupten er haette nicht gewusst,
    > dass er urheberrechtlich-geschuetztes Material verbreitet.

    Weiß er immer noch nicht, weil er immer noch nicht in die Pakete gucken kann. Er kann _garnichts_ machen, außer Retroshare nicht mehr zu benutzen, und das ist IMHO nicht zumutbar. Solche Netzwerke werden teils auch für politisch verfolgte aufgebaut, und jetzt soll es strafbar sein daran teilzunehmen? Sry, aber das ist vielleicht der feuchte Traum der Contentindustrie, mehr aber auch nicht.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  16. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: LoopBack 23.11.12 - 00:47

    mambokurt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nimmt man wirklich wissentlich teil? Was ich da share ist doch mir
    > überlassen, gerade bei so einem Freunde Netzwerk werden sicherlich auch mal
    > Bilder oder Hausaufgaben getauscht.
    Naja, wenn du es nutzt um Hausaufgaben oder Bilder zu sharen gibt es kein Problem. Zumal du ja sicher nicht willst, dass deine privaten Bilder ueber drei Ecken geshared werden. Sie sind fuer deine Freunde bestimmt und nicht fuer die ganze Welt. Wenn du die Einstellungen nicht richtig machst ist es aber die ganze Welt. Ob das jetzt wissentlich ist, oder man sich eine share-software runtergeladen hat ohne sich Gedanken darueber zu machen mit wem man shared ist irrelevant - doofheit schuetzt nicht vor dem gesetz!

    > Du _kannst_ doch gar nicht wissen, was du da durchroutest, ist ja alles
    > verschlüsselt. Umgekehrt kannst du aber als Gericht und als Router nicht
    > davon ausgehen, dass der Traffic illegale Daten enthält, das wäre ja eine
    > Umkehr der Unschuldsvermutung.

    Naja du kannst es schon wissen, bzw du weisst es eigentlich. Es sind immer diese Scheinheiligen, die sagen "theoretisch kann man damit auch legal dateien sharen" (das ist so wie bei MegaUpload - und da sind hier im Forum aber anscheinend auch alle der Meinung, dass das legal war)

    > Ist er nicht, außer du möchtest den Postboten festnehmen weil er dir einen
    > Drofbrief ausgeliefert hat.

    Es geht hier nicht um den Postboten mit dem Drohbreif sondern um den Kurier, der 10000euro dafuer bekommt einen alukoffer von einem Mafiaboss zum anderen zu transportieren. Der weiss (oder sollte zumindest vermuten), dass da was faul ist, aehnlich wie bei einem File-Shareing-Netzwerk.

    > Ändert nichts an der Unschuldsvermutung.

    Wenn es tatsaechlich deine Freunde sind, von denen die Daten kommen, kannst du normalerweise davon ausgehen, dass sie unschuldig sind (zumindest darfst du das vermuten). Wenn aber ein unbekannter Mensch ohne erklaerlichen Grund Daten ueber einen Rechner sendet, der jemandem gehoert, den er gar nicht kennt, dann ist die wahrscheinlichkeit schon deutlich hoeher dass es nicht legal ist, denn warum sollte man das sonst tun...

    > Weiß er immer noch nicht, weil er immer noch nicht in die Pakete gucken
    > kann. Er kann _garnichts_ machen, außer Retroshare nicht mehr zu benutzen,
    > und das ist IMHO nicht zumutbar. Solche Netzwerke werden teils auch für
    > politisch verfolgte aufgebaut, und jetzt soll es strafbar sein daran
    > teilzunehmen? Sry, aber das ist vielleicht der feuchte Traum der
    > Contentindustrie, mehr aber auch nicht.

    OK, er weiss nicht, dass er illegale Inhalte vermittelt, aber er weiss, dass er es getan hat. Und dann sollte er genau das nicht mehr tun. Ist ja nicht so als gaebe es nur eine Moeglichkeit Daten an jemanden weiterzuschicken...
    Fuer politisch verfolgte funktioniert das ganze ja auch. Sie koennen so ueber mehrere Ecken Daten veroeffentlichen. Der Unterschied ist: Die Daten gehoeren ihnen bzw. sie sind zur weitergabe befugt (zumindest manchmal). Niemand (in der westlichen Welt) wuerde etwas gegen solche Netzwerke sagen, wenn sie tatsaechlich nur fuer solche Zwecke genutzt werden.

    Ich finde es nebenbei bescheuert, gegen ein Netzwerk zu argumentieren, von dem wir eigentlich alle Wissen, dass der Zweck die Verbreitung von urheberrechtlich-geschuetztem Material ist, und somit schon der Zweck allein schon zeigt, dass es illegal ist, und offensichtlich die Praxis das bestaetigt...

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  17. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: slashwalker 23.11.12 - 10:17

    LoopBack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mambokurt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nimmt man wirklich wissentlich teil? Was ich da share ist doch mir
    > > überlassen, gerade bei so einem Freunde Netzwerk werden sicherlich auch
    > mal
    > > Bilder oder Hausaufgaben getauscht.
    > Naja, wenn du es nutzt um Hausaufgaben oder Bilder zu sharen gibt es kein
    > Problem. Zumal du ja sicher nicht willst, dass deine privaten Bilder ueber
    > drei Ecken geshared werden. Sie sind fuer deine Freunde bestimmt und nicht
    > fuer die ganze Welt. Wenn du die Einstellungen nicht richtig machst ist es
    > aber die ganze Welt. Ob das jetzt wissentlich ist, oder man sich eine
    > share-software runtergeladen hat ohne sich Gedanken darueber zu machen mit
    > wem man shared ist irrelevant - doofheit schuetzt nicht vor dem gesetz!
    >
    Aha und wenn dein Freund B, mit dem du Hausaufgaben sharest, seinem Freund C den neuen Kinofilm sendet und dein PC als Router genutzt wird, da du mit beiden befreundet bist? Du siehst nur das die zwei was sharen, aber nicht was da ja SSL verschlüsselt.
    > > Du _kannst_ doch gar nicht wissen, was du da durchroutest, ist ja alles
    > > verschlüsselt. Umgekehrt kannst du aber als Gericht und als Router nicht
    > > davon ausgehen, dass der Traffic illegale Daten enthält, das wäre ja
    > eine
    > > Umkehr der Unschuldsvermutung.
    >
    > Naja du kannst es schon wissen, bzw du weisst es eigentlich. Es sind immer
    > diese Scheinheiligen, die sagen "theoretisch kann man damit auch legal
    > dateien sharen" (das ist so wie bei MegaUpload - und da sind hier im Forum
    > aber anscheinend auch alle der Meinung, dass das legal war)
    >
    Woher? Die Daten sind verschlüsselt. Oder verdächtigst du generell all deine Freunde?
    > > Ist er nicht, außer du möchtest den Postboten festnehmen weil er dir
    > einen
    > > Drofbrief ausgeliefert hat.
    >
    > Es geht hier nicht um den Postboten mit dem Drohbreif sondern um den
    > Kurier, der 10000euro dafuer bekommt einen alukoffer von einem Mafiaboss
    > zum anderen zu transportieren. Der weiss (oder sollte zumindest vermuten),
    > dass da was faul ist, aehnlich wie bei einem File-Shareing-Netzwerk.
    >
    Doch, denn auch der Postbote weiß nicht was er ausliefert.
    > > Ändert nichts an der Unschuldsvermutung.
    >
    > Wenn es tatsaechlich deine Freunde sind, von denen die Daten kommen, kannst
    > du normalerweise davon ausgehen, dass sie unschuldig sind (zumindest darfst
    > du das vermuten). Wenn aber ein unbekannter Mensch ohne erklaerlichen Grund
    > Daten ueber einen Rechner sendet, der jemandem gehoert, den er gar nicht
    > kennt, dann ist die wahrscheinlichkeit schon deutlich hoeher dass es nicht
    > legal ist, denn warum sollte man das sonst tun...
    >
    > > Weiß er immer noch nicht, weil er immer noch nicht in die Pakete gucken
    > > kann. Er kann _garnichts_ machen, außer Retroshare nicht mehr zu
    > benutzen,
    > > und das ist IMHO nicht zumutbar. Solche Netzwerke werden teils auch für
    > > politisch verfolgte aufgebaut, und jetzt soll es strafbar sein daran
    > > teilzunehmen? Sry, aber das ist vielleicht der feuchte Traum der
    > > Contentindustrie, mehr aber auch nicht.
    >
    > OK, er weiss nicht, dass er illegale Inhalte vermittelt, aber er weiss,
    > dass er es getan hat. Und dann sollte er genau das nicht mehr tun. Ist ja
    > nicht so als gaebe es nur eine Moeglichkeit Daten an jemanden
    > weiterzuschicken...
    > Fuer politisch verfolgte funktioniert das ganze ja auch. Sie koennen so
    > ueber mehrere Ecken Daten veroeffentlichen. Der Unterschied ist: Die Daten
    > gehoeren ihnen bzw. sie sind zur weitergabe befugt (zumindest manchmal).
    > Niemand (in der westlichen Welt) wuerde etwas gegen solche Netzwerke sagen,
    > wenn sie tatsaechlich nur fuer solche Zwecke genutzt werden.
    >
    > Ich finde es nebenbei bescheuert, gegen ein Netzwerk zu argumentieren, von
    > dem wir eigentlich alle Wissen, dass der Zweck die Verbreitung von
    > urheberrechtlich-geschuetztem Material ist, und somit schon der Zweck
    > allein schon zeigt, dass es illegal ist, und offensichtlich die Praxis das
    > bestaetigt...
    Nach deiner Logik bleibt nur eine Konsequenz: Internet abschalten.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  18. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: help.retroshare 23.11.12 - 15:13

    @/mecki87:
    > Ich kenne Retroshare nicht, aber so wie ich das verstanden habe, tauscht dort nicht
    > jeder mit jeden, sondern nur Freunde mit Freunden, korrekt?
    korrekt.

    > Die einzige Möglichkeit, wie Promedia an diese Information gelangen kann, ist
    > wenn sie die Datei selber direkt von dem Verklagten geholt hätten, aber dazu muss
    > der Verklagte ja Promedia (bzw. einen Mitarbeiter oder Auftragsfahnder von denen)
    > als seinen Freund akzeptiert haben, oder übersehe ich hier etwas?
    nein du übersiehst nichts. Genau so ist es passiert.

    @crazypsycho:
    > Für Relay/Weitervermittlung muss man meines Wissens nicht mit dem
    > anderem befreundet sein.
    Die Relayfunktion hat einen ganz anderen Zweck: nur wenn sich zwei Freunde nicht direkt verbinden können, wird der verschlüsselte Traffic über jemand unbekanntes geleitet. Das stellt aber keinerlei Gefahr da: jeder kennt die IPs von Freund A, Relay und Freund B. Das Relay kann nur sehen: hier sind zwei Computer auf denen RetroShare läuft.
    Das Relay ist aber nur der letzte Ausweg, da RetroShare durch die meisten NAS Router durchkommt.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  19. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: Rattenaffe 28.11.12 - 20:55

    help.retroshare schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @crazypsycho:
    > > Für Relay/Weitervermittlung muss man meines Wissens nicht mit dem
    > > anderem befreundet sein.
    > Die Relayfunktion hat einen ganz anderen Zweck: nur wenn sich zwei Freunde
    > nicht direkt verbinden können, wird der verschlüsselte Traffic über jemand
    > unbekanntes geleitet. Das stellt aber keinerlei Gefahr da: jeder kennt die
    > IPs von Freund A, Relay und Freund B. Das Relay kann nur sehen: hier sind
    > zwei Computer auf denen RetroShare läuft.
    > Das Relay ist aber nur der letzte Ausweg, da RetroShare durch die meisten
    > NAS Router durchkommt.

    Aber hätte das nicht in diesem Fall passieren können? User A ist befreundet mit User B.
    Der mit beiden nicht befreundete User C hat Relay aktiviert, mit einem Slot für "General" (der sich übrigens zumindest bei mir nicht deaktivieren lässt?!?).
    User B (Promedia) sucht sich eine beliebige IP aus der bdboot.txt und trägt diese als Relay-Server ein. Diese IP gehört zufälligerweise User C.
    Jetzt geht User B hin, und versucht eine Datei von seinem Freund User A zu laden. Dabei hat er alle Ports außer dem Relay-Port in der Firewall gesperrt. Der Traffic läuft also über User C, über den Slot für "die Allgemeinheit".
    User B freut sich, bedankt sich per IM bei seinem Kumpel User A, und schickt eine Anfrage an den ISP von User C um ihm die Abmahnung zu schicken.
    Möglich, oder habe ich da jetzt was falsch verstanden?

    Warum ist Relay eigentlich standardmäßig aktiviert? Mit den Standard Bandbreiten-Beschränkungen ist es doch eh nicht nutzbar, und es ist ja eigentlich eher ein Profi-Feature (zumindest das Nutzen eines Relay-Servers, mit DHT-ID eintragen etc.), das sowieso selten genutzt werden dürfte. Außerdem ist es (zumindest wenn ich es nicht falsch verstanden habe) eine Lücke im Web-of-Trust. Das Feature an sich ist eine super Sache, aber ich fände es wesentlich besser wenn es nicht standardmäßig aktiviert wäre.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  20. Re: Ist der Verurteilte nicht selber schuld?

    Autor: retroshare-question 01.12.12 - 23:45

    > Aber hätte das nicht in diesem Fall passieren können? User A ist befreundet
    > mit User B.
    > Der mit beiden nicht befreundete User C hat Relay aktiviert, mit einem Slot
    > für "General" (der sich übrigens zumindest bei mir nicht deaktivieren
    > lässt?!?).
    > User B (Promedia) sucht sich eine beliebige IP aus der bdboot.txt und trägt
    > diese als Relay-Server ein. Diese IP gehört zufälligerweise User C.
    > Jetzt geht User B hin, und versucht eine Datei von seinem Freund User A zu
    > laden. Dabei hat er alle Ports außer dem Relay-Port in der Firewall
    > gesperrt. Der Traffic läuft also über User C, über den Slot für "die
    > Allgemeinheit".
    > User B freut sich, bedankt sich per IM bei seinem Kumpel User A, und
    > schickt eine Anfrage an den ISP von User C um ihm die Abmahnung zu
    > schicken.
    > Möglich, oder habe ich da jetzt was falsch verstanden?

    Ja, das macht mich jetzt auch grad etwas fragenden Blickes.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Entschuldigung, nur registrierte Benutzer dürfen in diesem Forum schreiben. Klicken Sie hier um sich einzuloggen


Anzeige

Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Stacked Memory: Lecker, Stapelchips!
Stacked Memory
Lecker, Stapelchips!

Netzverschlüsselung: Mythen über HTTPS
Netzverschlüsselung
Mythen über HTTPS
  1. Websicherheit Chrome will vor HTTP-Verbindungen warnen
  2. SSLv3 Kaspersky-Software hebelt Schutz vor Poodle-Lücke aus
  3. TLS-Verschlüsselung Poodle kann auch TLS betreffen

Jahresrückblick: Was 2014 bei Golem.de los war
Jahresrückblick
Was 2014 bei Golem.de los war
  1. In eigener Sache Golem.de sucht (Junior) Concepter/-in für Onlinewerbung
  2. In eigener Sache Golem.de offline und unplugged
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Videoredakteur/-in

  1. Prototyp: Googles selbst fahrendes Auto ist fertig
    Prototyp
    Googles selbst fahrendes Auto ist fertig

    Google hat einen Tag vor Weihnachten sein voll funktionsfähiges, selbstfahrendes Auto vorgestellt. Noch handelt es sich um einen Prototyp.

  2. CIA-Dokumente: Wie man als Spion durch Flughafenkontrollen kommt
    CIA-Dokumente
    Wie man als Spion durch Flughafenkontrollen kommt

    Zwei PDFs, die dem US-Geheimdienst CIA zugeordnet werden, beschreiben die Tricks getarnter Agenten bei Flugreisen. Einiges ist offensichtlich, der Hinweis auf verräterische Apple-Geräte eher nicht. Die Unterlagen sind von Wikileaks veröffentlicht worden.

  3. Game Over: Kein Game One mehr auf MTV
    Game Over
    Kein Game One mehr auf MTV

    Nach über 300 Folgen strahlt MTV die Spielesendung Game One nicht mehr aus. Deren Macher wollen stattdessen einen Livestreaming-Kanal über Twitch.tv starten.


  1. 23:23

  2. 18:09

  3. 17:49

  4. 16:54

  5. 15:53

  6. 15:04

  7. 15:00

  8. 14:44