Das Problem ist Journalismus in Deutschland an sich. Wo wird da noch auf Qualität und Recherche geachtet? Statt dessen werden DPA Meldungen umformuliert. Vor allem bei den Medien die sich Qualitätsjournalismus auf die Fahne schreiben. Artikel bestehen nur noch aus drei Absätzen, weil mehr die Aufmerksamkeitsspanne der Leserschaft überfordert. Dieses Problem kämpft auf allen Seiten und hat nichts mit Bloggern oder professionellen Journalisten zu tun. Es ist branding der Leserschaft, welche in einer überinformierten Gesellschaft Fakten möglichst komprimiert konsumieren will. Wären die Artikel dann wenigstens wie DPA-Artikel oben Kerninformationen, nach unten hin Randinformationen, wäre schon geholfen. Man hat sich aber angewöhnt einen Artikel in ein Fazit übergehen zu lassen. Da sind lägere Texte eher problematisch. Hinzu kommt Suchmaschinenoptimierung. Das ist u.a. der Grund, warum z.B. der Spiegel keine Fremdlinks setzt. Natürlich möchte man auch den Leser möglichst lange auf der Seite halten, schließlich ist das auch im Sinne der Werbepartner. Im Ziel stehen sollte statt einer Fusion eher die Möglichkeit Kollaborative Artikel zu verfassen. Dazu müssen die zu Behandelnen Themen im Vorfeld angekündigt werden und die Leserschaft liefert dazu die Anregungen und Quellen. Der Guardian hat sich vor kurzem durch solche Konzepte positiv hervorgetan. Das kann auch gerne moderiert geschehen, so dass ein gewisser Schreibstil/Meinungsbild/Aussage bewahrt bleibt.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.12 16:39 durch redwolf.
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