Ich hab so meine Zweifel.
:)
Ich auch und das belege ich regelmäßig empirisch im Fernsehen. ;-)
> Ich hab so meine Zweifel.
Ich kenn nur die Trägheit der Masse. :D
ein mensch ist intelligent, viele menschen ergeben einen hysterischen haufen dummer herdentiere. der, der am lautesten schreit, darf den führer geben. gerne auch in den abgrund...
Das ist genau das was man dir vorgaukelt, um eigene Führungsrolle zu legitimieren. Alle Zustände in unserer Gesellschaft sind, ob absichtlich oder unabsichtlich, rein künstlich erzeugt.
PS:Übrigens die Rudeln und Herden funktionieren ganz anders, als man uns glauben lässt.
cheshka schrieb:
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> Das ist genau das was man dir vorgaukelt, um
> eigene Führungsrolle zu legitimieren. Alle
> Zustände in unserer Gesellschaft sind, ob
> absichtlich oder unabsichtlich, rein künstlich
> erzeugt.
>
> PS:Übrigens die Rudeln und Herden funktionieren
> ganz anders, als man uns glauben lässt.
Wie glaubst du lässt man uns glauben, dass sie funktionieren? Und wenn sie nicht so funktionieren, wie du glaubst dass man uns glauben lässt, wie funktionieren sie denn dann?
...
Meine Zeichensetzung ist bestimmt grottig aber ich hab keine Lust da nochmal drüber zu gehen.
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- Es gibt nichts das eine million Chinesen nicht billiger tun könnten.
- Alle Verdächtigen sind schuldig, sonst wären sie ja keine Verdächtigen.
Das Verhalten von Menschenmassen belegt dies. Nicht nur wenn es um Panik bei Großceranstaltungen geht. Menschen in Menschenmassen verhalten sich unlogisch und alles andere als intelligent.
Ich glaube nicht, das Angela Merkel künstlich erzeugt wurde, außer Frankenstein existiert wirklich und hatte an diesem Tag sehr schlechte Laune.
Aber ganz im ernst: ich bin mal auf einer Studentendemo mitgelaufen, nur so zum Spass, nach der Schule. Das war noch zu Zeiten von Helmut Kohl. Die Studenten skandierten immerzu "Mehr Geld für Bildung!", aber irgendwann hatten sie keine Lust mehr und marschierten ganz stumm weiter. Da konnte ich nicht an mich halten und habe gerufen "Kohl muss weg!" (war ja nur zum Spass dabei...) und siehe da, einige tausend Studenten skandierten plötzlich "Kohl muss weg!". Also marschierten sie, "Kohl muss weg!" schreiend, noch zwei oder drei Stunden weiter. Wenn ich "Der Hase ist tot!" gerufen hätte, darf man davon ausgehen, dass sich diverse Kleintierzüchter über diese militanten Kaninchenfeide gewundert hätten. Hat mich einiges über "menschliche Verführbarkeit" gelehrt. Meine Parole wurde ungeprüft übernommen und hatte defacto nichts mit dem eigentlichen Anliegen ("Mehr Geld für Bildung!") zutun. Wenn das also bei der "geistigen Elite" schon prima funktioniert, klappt es bei weniger intelligenten/gebildeten Menschen gleich doppelt so gut.
Andere, gute und brauchbare Beispiele sind "anarchische" Veranstaltungen wie Wacken. Einer gibt den Ton vor, alle anderen stimmen mit ein. Auf der Bühne oder auf dem Acker.
Eine eigene Führungsrolle will ich garnicht, das bringt Verantwortung mit sich, die ich ebenfalls nicht will. Bin schon ganz zufrieden so. Aber Gruppendynamik und ähnliche Faktoren lassen sich nicht wegdiskutieren, die sind, leider, vorhanden.
Du machst es dir da aber ein wenig zu einfach! Deine Schlussfolgerung du hättest alles rufen können, nur weil "Kohl muss weg!" funktionierte, ist zu weit hergeholt. Die Studenten protestierten, weil sie mit der Bildungssituation und damit auch mit der Politik nicht zufrieden waren. Wen wundert es da, dass sie eine, vielleicht etwas drastische und provokante Parole gegen den Kanzler, der nun mal stellvertretend für die Regierung steht, rufen? Vielleicht ging ihnen Kohls Politik wirklich gegen den Strich? Ich würde sagen, dass deine Geschichte eher etwas über die politische Einstellung der Studenten dieser Demo aussagt.
Deine Darstellung der Demonstranten als hirnlose Masse, die "keine Lust" auf das eigentliche Thema der Demo haben und auf jede ihr zugerufene Parole anspringen ist schon sehr zynisch, und wohl kaum objektiv. Ob du wirklich glaubst das "Der Hase ist tot!" funktioniert oder du dich nur als brillanter Satiriker fühlst sei dahingestellt, denn selbst im Kindergarten hätte diese Abwandlung des Kanons für einige Lacher gesorgt.
Das es sich beim Wacken um eine "anarchistische Veranstaltungen" handelt, war mir bis jetzt gar nicht klar. Aber falls dem so ist, sind auch Konzerte anderer Genres als Metal schwer anarchistisch. Besonders bei Popkonzerten lassen sich Fans sehr oft hinreißen teils ungeprüft Texte nachzusingen oder applaudieren für jedes gesprochene Wort! "Einer gibt den Ton vor, alle anderen stimmen mit ein" trifft für mich aber immer noch am Besten auf ein Orchester mit Dirigenten zu. Diese anarchistischen Bösewichter!
Übrigens finde ich es nicht philosophisch andere basierend auf persönlichen Abneigungen und Vorurteilen kollektiv als Idioten darzustellen. Dein Text bzw. deine Einstellung ist letztlich auch ein gutes Beispiel für deine letzte These: "Aber Gruppendynamik und ähnliche Faktoren lassen sich nicht wegdiskutieren, die sind, leider, vorhanden."
Ob die Geschichte nun Wahr ist oder nicht und ob man nun alles hätte rufen können oder nicht, ist im Grunde nicht ganz so wichtig. Ich gehe davon aus das nicht alle gleich alles machen was ein anderer macht. Man springt ja auch nicht aus dem Fenster nur weil es jemand anders auch gemacht hat.
Jedoch ist die Quintessenz schon richtig. Der Mensch ist nun einmal ein Herdentier. Herden bewegen sich in Gruppen. Dabei gibt es immer einen Anführer. Das dies nicht nur eine Behauptung ist, kann jeder nachvollziehen der schon mal einen Hund hatte. Der Hund schützt sein Rudel. Dabei besteht das Rudel halt nur aus Herchen und/oder Frauchen und dem Hund selber. Wenn Herchen und/oder Frauchen sich nicht durchsetzen, macht der Hund was er will. Erst wenn man anfängt sich durchzusetzen fängt der Hund an auf einen zu höhren. Der Hund muss einen als Anführer des Rudels betrachten.
Das läst sich auch auf die Menschen projezieren. In Praktisch jedem Kampfszenario gibt es immer einen Anführer und wenn er sich durchsetzen kann und seine Leute Motivieren kann, so folgt ihm seine Truppe. Sogar bis in den Tod.
Ein typisches Verhalten für Herdentiere ist auch die Massenpanik. Wenn ein Rudel auf der Wiese grast und sich Raubtiere anschleichen, diese dann entdeckt werden, so rennen erst nur ein paar Tiere weg. Jedoch breitet sich das ganze dann blitz schnell über die gesamte Herde aus.
Das läst sich auch in Stadien beobachten. Wenn in einem Stadium einige panisch wegrennen, kann dies sehr schnell auf andere übergreifen und ehe man sich versieht rennt das ganze Stadium panisch davon.
Solche Mechanismen sind Teil der Überlebensinstinkte von Rudeltieren. Der Affe ist ein Rudeltier und auch in der Vergangenheit hat sich das Rudel als erfolgreich herausgestellt. Es ist Teil des Menschen sich im Rudel zu bewegen.
Bei der Konstruktion von großen Passagierschiffen oder Stadien und anderen großen und komplexen Bauten in denen sich viele Menschen bewegen, wird ein sehr großer Teil des budgets darauf verwendet das panische Rudel zu "lenken" damit es
a) richtig abfließt (ja klingt was komisch)
b) die Menschen sich nicht gegenseitig niederwalsen
c) nicht alle Planlos durch die gegendrennen (beinhaltet Punkt a)
Es gibt eine Klugheit der Massen.
So ging es bspw. in einem Experiment darum, die Anzahl von Kugeln in einer Schüssel zu schätzen. Der Durschnitt einer Gruppe war genauer, als jeder Einzeltipp. Interessanterweise musste man dafür sorgen, dass sich die Teilnehmer nicht absprechen, weil dann kam es dazu, dass sich bestimmte unsichere Leute sich einem Anführertyp angeschlossen haben und so wurde das Ergebnis verfälscht.
Auch gibt es Experimente, in denen man Mitarbeitern bat, anonym Akten ihrer eigenen Firma mittels Spielgeld zu kaufen/verkaufen. Interessanterweise haben diese Aktienkurse der Mitarbeiter Berg- und Talfahten dieses Unternehmens sehr gut vorausgesagt.
(Ich weiß jetzt leider nicht genau die Quelle, bilde mir aber ein, dass es in einer Fluter-Ausgabe stand. Muss ich mal suchen, ich reiche das dann nach und korrigiere ggf. Fehler in meinen Ausführungen.)
Ein viel einfacheres Beispiel wäre da noch unser Gehirn, ein einzelnes Neuron ist nicht intelligent, aber die virtuelle Persönlichkeit, den eine riesige Anzahl von Neuronen produziert, ist es. Ähnlich auch bei anderen Tierarten, wo Schwärme von an sich sehr dummen Tierchen sehr Komplexes erschaffen können, man betrachte sich nur die gesamten Staatenbildenden Insekten a la Ameisen, Termiten und Bienen.
Auch unsere moderne Zivilisation wäre durch Schwarmintelligenz nicht denkbar, bestimmte Projekte sind nur durch Gruppenarbeiter zu bewältigen. Man betrachte sich nur den Teilchenbeschleuniger des CERN.
http://www.youtube.com/watch?v=j50ZssEojtM
Und auch wenn ich hier bei ein paar auf Widerspruch stoßen werde, ist bspw. Wikipedia ein sehr guter Beweis wie Schwarmintelligenz funktioniert.
> Es gibt eine Klugheit der Massen.
> So ging es bspw. in einem Experiment darum, die Anzahl von Kugeln in einer Schüssel zu schätzen. Der Durschnitt einer Gruppe war genauer, als jeder Einzeltipp. Interessanterweise musste man dafür sorgen, dass sich die Teilnehmer nicht absprechen, weil dann kam es dazu, dass sich bestimmte unsichere Leute sich einem Anführertyp angeschlossen haben und so wurde das Ergebnis verfälscht.
> Auch gibt es Experimente, in denen man Mitarbeitern bat, anonym Akten ihrer eigenen Firma mittels Spielgeld zu kaufen/verkaufen. Interessanterweise haben diese Aktienkurse der Mitarbeiter Berg- und Talfahten dieses Unternehmens sehr gut vorausgesagt.
> (Ich weiß jetzt leider nicht genau die Quelle, bilde mir aber ein, dass es in einer Fluter-Ausgabe stand. Muss ich mal suchen, ich reiche das dann nach und korrigiere ggf. Fehler in meinen Ausführungen.)
> Ein viel einfacheres Beispiel wäre da noch unser Gehirn, ein einzelnes Neuron ist nicht intelligent, aber die virtuelle Persönlichkeit, den eine riesige Anzahl von Neuronen produziert, ist es. Ähnlich auch bei anderen Tierarten, wo Schwärme von an sich sehr dummen Tierchen sehr Komplexes erschaffen können, man betrachte sich nur die gesamten Staatenbildenden Insekten a la Ameisen, Termiten und Bienen.
> Auch unsere moderne Zivilisation wäre durch Schwarmintelligenz nicht denkbar, bestimmte Projekte sind nur durch Gruppenarbeiter zu bewältigen. Man betrachte sich nur den Teilchenbeschleuniger des CERN.
> www.youtube.com
> Und auch wenn ich hier bei ein paar auf Widerspruch stoßen werde, ist bspw. Wikipedia ein sehr guter Beweis wie Schwarmintelligenz funktioniert.
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Variation und Selektion.
Wie im grossen, so im kleinen.
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