Leider ist es so, dass der Begriff Datenschutz heutzutage oftmals als Schutzbehauptung missbraucht wird. Entweder um davon abzulenken, dass Facebook sämtliche Daten von Nutzern sammelt und verkauft (was meiner Meinung nach das Gegenteil von Datenschutz ist, nämlich Datenhandel) oder um die Leute regelmäßig zu beruhigen. Denn der Datenschutz am Front-End wird zunehmend besser. Daran kann man auch nicht viel aussetzen. Facebook kann man mitlerweile so einstellen, dass man dort relativ untergetaucht partizipieren kann.
Das Problem findet sich doch im Grundkonzept von Facebook. Wir wurden daran gewöhnt, Einzelheiten unseres Lebens und des Alltags mit anderen zu teilen. Ein dezentrales Netzwerk wie Diaspora sollte also auch mehr Funktionen zur Vernetzung der Community bereitstellen. Auf der anderen Seite ist diese so klein, dass man nunmal nicht wie bei Facebook auf etliche Bekannte/Freunde verwiesen wird. Es ist also wahrscheinlich garkein technisches Problem, sondern eines, das der kleinen Mitgliederzahl zu zollen ist. Ich finde das Konzept von Diaspora hervorragend, Facebook den Rang abzuknüpfen, ist aber Momentan ein nahezu unmögliches Unterfangen. Dass keine Daten verkauft werden und sie nirgendwo zentral gespeichert werden ist löblich. Ich nutze Diaspora seit über einem Jahr und ein großer Teil meines Freundeskreises auch. Da ist schon einiges los, wenn die Community steht.
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