Die "besondere Tiefe" habe ich neulich in einem TV-Bericht gesehen.
Da haben Leute in ihrer Freizeit ihre Stadt dahingehend vermessen, dass sie Neigungswinkel und den Untergrund (Schotter, Teer, Pflastersteine) von Gehwegen ermittelt haben und diese in OpenStreetMap übertragen haben.
Damit können dann Routenplaner speziell für Rollstuhlfahrer entwickelt werden.
So nach dem Motto: Ich kann bis 8 Grad Steigung, aber bitte kein Schotter. Wie komme ich zum Rathaus.
Sowas ginge in den Kommerziellen gar nicht.
doch. ginge. macht man 'nen forschungsprojekt draus oder holt sich anderweitig fördergelder dafür.
Ginge schon ... mit entsprechend finanziellem und personellen Aufwand der Hersteller. Hier kann OSS seine Trumpfkarte ausspielen: die große Masse! Aber nur in Ballungsgebieten ... wenn man sich das Kartenmaterial am platten Land ansieht, ist man von einer kommerziellen Nutzung noch meilenweit entfernt (bestes Beispiel: meine Wohnort. Außer dem Ortsnamen ist die Karte hier leer)
@Nuker
Dann auf auf, kleines GPS in die Hand und einmal mit dem Auto quer durch den Ort ;)
Tja, so ein Projekt lebt von der Masse.
Wenn du so enttäuscht bist, dass euer Ort nicht drin ist, dann schnapp dir doch ein paar Kumpels und fangt an.
Klar, ist natürlich immer ein zeitliches Problem. Bin auch unter der Woche dienstlich unterwegs und am Wochenende hab ich genug um die Ohren.
Ich mein ja nur - irgendwer muss halt mal anfangen!
Nuker schrieb:
> meilenweit entfernt (bestes Beispiel: meine Wohnort. Außer dem Ortsnamen
> ist die Karte hier leer)
Wo ist denn der Ort und wieviele Einwohner hat er? Ich hab schon lange keine Strasse mehr gesehen, die nicht in OSM war - und ich komm eigentlich viel in kleinen Käffern rum mit dem Rennrad.
Wenn Dich das stört, kannst es ja selbst beheben. Das geht ja nun wirklich einfach.
An deiner Stelle würde ich warten, bis jemand vorbei kommt und das Dorf erschließt, passiert bestimmt. Das ist eine gesunde Einstellung.
Mal im Ernst, es wird ja wohl Leute dort geben, die Zeit und Lust haben, das Örtchen zu tracken.
Hallo,
hast du das schon bei
http://openstreetbugs.schokokeks.org/
gemeldet?
Gruß
> Klar, ist natürlich immer ein zeitliches Problem. Bin auch unter der Woche
> dienstlich unterwegs und am Wochenende hab ich genug um die Ohren.
Eigentlich kein wirkliches Problem. Einfach den Logger auf dem Weg zur Arbeit einpacken, beim Einkaufen, bei Spaziergängen, Fahrradtouren, etc. Selbst wenn das nur 5% des Ortes abdeckt, sind es schon 5% mehr als vorher.
Wenn man keine Zeit zum bearbeiten hat, einfach die Tracks hochladen, vielleicht findet sich jemand aus dem Ort ohne GPS aber mit Langeweile. Oder einfach später machen.
Jedes kleine bisschen hilft.
Versteht mich nicht falsch! Ich weiss dass es wahnsinnig einfach ist mal schnell ein Tracks hoch zu laden ... aber macht sich hier jemand überhaupt ne Vorstellung davon was das für eine wahnsinns Arbeit das ist, bis so eine grobe GPS-Track sauber in OSM integriert ist, mit allen Meta-Infos? Ich will mich hier nicht beschweren, ich finde OSM ist eines der besten und gelungensten Projekte seit Jahren, nur hab ich einfach keine Zeit dafür meinen Ort oder andere komplett einzubinden. Und so geht es wahrscheinlich vielen. In meinem Ort hat wahrscheinlich 2/3 ein Navi, aber kein weiss was OSM ist oder dass man da mitmachen kann. Daher wird das in dünn besiedelten Gebieten lange Zeit auch so bleiben, mangels ausreichender "Freaks". Deshalb sehe ich die professionelle, kommerzielle Nutzung von OSM noch in weiter Ferne, ohne seinen aktuellen Stand und die bereits erbrachten Leistungen zu mindern.
Den Altersdurchschnitt auf dem Platten Land sollte man auch nicht vernachlässigen. Aber wenn die Enkel zu Besuch sind, können die ja die Straßen eimessen...
Wie gesagt, das einmessen alleine macht vielleicht 20-30% der Arbeit aus. Der Rest ist einpflegen der Metadaten, korrekte integration in die Map, etc..
Meine Erfahrung ist, dass auch auf dem platten Land viel passiert, allerdings geht es langsamer als in den Städten und fällt nicht so wirklich auf.
Wir haben unsere gut hunderttausend-Einwohner-Stadt jetzt seit knapp zwei Jahren einigermaßen „fertig“. Seit dieser Zeit ist auch in der Stadt mehr passiert als drumherum. Jedoch haben wir außenrum nicht nur inzwischen alle Gemeinden im Umkreis von rund 10-15km überwiegend fertig, auch immer mehr Gemeinden in 20-25km Entfernung sehen teilweise schon richtig gut in OSM aus. Das hätte ich mir vor zwei Jahren nicht vorstellen können, dass es jetzt schon so weit ist. Ich hätte eher mit vier Jahren gerechnet. Genauso wird es dann mit den Gemeinden in 30-50km Entfernung passieren, wenn auch zugegebenermaßen nicht so schnell.
Dafür sind GPS-Tracker und Smartphones mit integriertem GPS inzwischen deutlich leichter oder günstiger verfügbar als noch vor drei Jahren, als ich anfing. Die Fläche kommt schon noch und sicher auch deutlich früher, als das so mancher Skeptiker glauben mag.
mein dorf war vor ca. 4 jahren auch nicht in OSM...hab dann angefangen zuerstmal den weg zur arbeit einzutragen (hauptstraße und ein paar nebenwege), dann noch 4 oder 5 weitere Straßen, dann lange zeit nichts gemacht (keine zeit/lust) und kurz darauf hatte sich ne gruppe rangemacht und auf basis meiner einzeichnungen fast das gesamte Dorf eingetragen (zumindest Straßen) wobei sie nur wenig per GPS loggen mussten, da ich die wichtigsten sachen ja drinn hatte und man sich daran orientieren konnte.
schwierig fand ich das jetzt nicht, hab aber auch den Onlineeditor von OSM genutzt...mit JOSM kam ich gar nicht klar, viel zu kompliziert das teil.
Dann mach was dagegen...?
So etwas ist in OSM aber gleichzeitig Segen wie auch Fluch. Man kann dort dermaßen viele Details unterbringen wie einem gerade einfallen. OSM ist eine absolut freie Geo-Datenbank, das beschränkt sich nicht auf das Landkarten-ABC. Falls du meinst das es wichtig ist das ein Haus ein grünes Dach hat, dann kannst du das entsprechend Taggen. Auf der Einkaufsstraße ist ein schönes Straßenbild gemalt? Tag dran! Diese Flexibilität ist natürlich genial, man wird durch das Format nicht eingeschränkt. Über deinen persönlichen Spaß hinaus stellt sich dann aber natürlich die Frage wie nützlich diese Informationen sind. Damit eine Kartensoftware aus der OSM-Datenbank entsprechend nützliche Informationen extrahieren kann muss das schon alles sehr einheitlich getaggt sein. Bei Straßen, also dem Highway-Tag, klappt das natürlich ganz gut, da hat man sich auf einen Standard geeinigt. (Im Detail hält sich da aber natürlich nicht jeder dran, zu mindestens vor sehr geraum Zeit gab es da auch mal deutsche Typ-Bezeichnungen.)
Das gleiche ist auch bei Neigung/Straßenbelag der Fall, da gibt es schon Vorschläge wie man diese Informationen möglichst einbinden sollte. Richtig sinnvoll sind diese aber natürlich nur, wenn sie auch entsprechend Großräumig eingetragen werden. In Ballungsräumen mag das noch gehen, aber desto ländlicher es wird desto mehr muss man sich freuen wenn wenigstens die Hauptstraßen korrekt eingetragen sind.
Solche Spezial-Routing-Sachen sind dann noch ein eigenes Ding. Routing ist an sich schon ein sehr komplexes Thema. Natürlich hätte man gern für seinen Zweck noch die Straßeninformation XY, es ist aber schon unglaublich in was für Datenbergen man da ertrinkt...
Die Geschwindigkeit wie sich OSM in den letzten 2 Jahren entwickelt hat, ist enorm. Ich freue mich, wenn ich noch was korrigieren und ergänzen kann! Ich mache mir keine Sorge das OSM nie an Google, TomTom & Co. heranreichen wird. Das Gegenteil ist der Fall. Die Kommerziellen Anbieter werden die Daten von OSM benötigen um künftig ansatzweise mithalten zu können. Google spendete kürzlich sogar 5000 $ an OSM.
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