Hatte die Deutsche Bundespost nicht in den neuen Bundesländern flächendeckend Glasfaser bis ins Haus verlegt?
Dumm nur, daß Opal dann nicht mit den kommenden Anforderungen mithalten konnte.
> Hatte die Deutsche Bundespost nicht in den neuen Bundesländern
> flächendeckend Glasfaser bis ins Haus verlegt?
> Dumm nur, daß Opal dann nicht mit den kommenden Anforderungen mithalten
> konnte.
Aus der rückblickenden Sicht voller Weisheit kann man natürlich immer wieder gern auf Opal herum hacken.
Natürlich wars eine Sackgasse. Vielleicht sollte man sich dennoch einmal an die Randbedingungen erinnern. Da klopften von gleich auf sofort ein paar Millionen Haushalte an, um baldmöglichst einen Telefonanschluß zu erhalten. Telefon zu DDR-Zeiten gab es nicht. Ja, ein paar wenige Telefone fanden sich schon irgendwo. Meist teilten sich zwei Telefone eine der seltenen Leitungen zum nächsten Verteiler.
Für die Unmengen an neuen Anschlüssen waren jetzt nicht einfach ein paar Kabel anzulöten, die Kabel gab es gar nicht. So auf die Schnelle verbuddeln? Im Prinzip hat man dann umgesetzt, was sich dann viel später in Gestalt von VDSL fast 1:1 wiederfand. Auf einem technisch niedrigeren Niveau natürlich. An DSL war zu diesen Zeiten gar nicht zu denken, bekanntlich kann niemand mehr als 300 Baud über eine Telefonleitung transportieren.
Die mit OPAL erzielten schnellen Erfolge wurden dann auch auf einige Neubaugebiete in den alten Bundesländern übertragen, immerhin ist der Investitionsaufwand ja deutlich kleiner als im Falle der Verlegung von Einzelkabeln.
Dumm gelaufen. Viel teurer, als gleich Kupfer zu jedem haus zu legen? Kann man so nicht auf Anhieb sagen. Natürlich fallen jetzt erneut Investitionen an, wenn die gar nicht so alten OPAL-Gebiet wieder überbaut werden. Dafür gabs die Anschlüsse eben sehr schnell. Ob das nun die zweifache Investition aufwiegt? Keine Ahnung, ein Haushalt, der anstelle von 3 Jahren nur 6 Monate auf einen Anschluss warten mußte, weist da sicher seine spezifische Sicht auf.
> Aus der rückblickenden Sicht voller Weisheit kann man natürlich immer
> wieder gern auf Opal herum hacken.
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> Natürlich wars eine Sackgasse. Vielleicht sollte man sich dennoch einmal an
> die Randbedingungen erinnern. Da klopften von gleich auf sofort ein paar
> Millionen Haushalte an, um baldmöglichst einen Telefonanschluß zu erhalten.
> Investitionsaufwand ja deutlich kleiner als im Falle der Verlegung von
> Einzelkabeln.
Ja, nachher ist man immer schlauer... der Investitions und Unterhalt der Opal Technik war damals 5-6mal teurer als die Kupferkabellösung! Siemens hat eine Menge Geld an die Parteien gespendet damit der Ausbau Ost mit OPAL durchgeführt wurde ;-)
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