Google bricht hier ganz bewusst das Gesetz. Eine kleine(re ) Firma(o. Konzern) hätte einfach schon längst eins auf die Mütze bekommen, Strafe gezahlt und wäre kuriert. Doch google nimmts sich frech heraus, das Gesetz zu brechen und hat genug Finanzkraft und vor allem Good-Will-Points auf der ganzen Welt, also die öffentliche Meinung auf seiner Seite, dass sie sich das auch trauen können.
Ab dem ersten gestreamtes Lied möchte die Gema bis zu einem Volumen von 100.000 Abrufen 150 EUR pro Jahr haben(Beispieltarif). Die GEMA hat recht damit, wenn Sie sagt, dass Google der Inhalteanbieter ist, denn Google macht's möglich. Insofern setzt sich Google einfach über das vorhandene Gesetz hinweg, als ob es nicht exisitierte und zahlt einfach nicht. Das ist eigentlich noch nicht mal Frechheit, dass ist eine absolute Machtdemonstration und die GEMA wehrt sich IMO zurecht. Natürlich sind Immaterialgüter etwas anderes als materielle. Aber das sind im Moment die Regeln und man kann Google durchaus mit einer Situation gleichsetzen, mal einfach alle Einwohner Mexico-Citys bei uns in D. in Geschäfte gehen und sich bedienen, ohne zu bezahlen und sich denken: Wir sind so viele, da habt Ihr sowieso keine Chance! Wir haben zwar nicht das Recht dazu, aber wir nehmen's uns einfach. Wenn Ihr das anders seht, dann ist das Euer Problem.
Davon abgesehen, finde ich die GEMA-Gebühren persönlich auch etwas hoch. Doch was ist angemessen?
Im Moment denke ich, dass keiner von beiden recht hat und ich habe den Eindruck, es geht nicht um's Recht. Auf der einen Seite geht es um Künstler, die Leben wollen, die Anerkennung und Wertschätzung für Ihre Werke einfordern. Zum anderen geht es um freien Austausch und freie Kreativität, die sich gegenseitig inspirieren und Potentiale freisetzen kann. Keine Copyright-Blockaden, jeder nimmt alles, von dem was er will in sich auf und integriert es automatisch in sein Handeln, seine eigene Produktivität. ... -> Ein Film -> eine Idee -> Ein Texter -> Ein Komponist -> Ein Sänger -> Ein Arrangeur -> ein Chor -> eine Website -> ein Theaterstück -> ...
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fork schrieb:
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> Google bricht hier ganz bewusst das Gesetz. Eine kleine(re ) Firma(o.
> Konzern) hätte einfach schon längst eins auf die Mütze bekommen, Strafe
> gezahlt und wäre kuriert. Doch google nimmts sich frech heraus, das Gesetz
> zu brechen und hat genug Finanzkraft und vor allem Good-Will-Points auf der
> ganzen Welt, also die öffentliche Meinung auf seiner Seite, dass sie sich
> das auch trauen können.
>
> Ab dem ersten gestreamtes Lied möchte die Gema bis zu einem Volumen von
> 100.000 Abrufen 150 EUR pro Jahr haben(Beispieltarif). Die GEMA hat recht
> damit, wenn Sie sagt, dass Google der Inhalteanbieter ist, denn Google
> macht's möglich. Insofern setzt sich Google einfach über das vorhandene
> Gesetz hinweg, als ob es nicht exisitierte und zahlt einfach nicht. Das ist
> eigentlich noch nicht mal Frechheit, dass ist eine absolute
> Machtdemonstration und die GEMA wehrt sich IMO zurecht.
NEIN.
Google bietet nur die Plattform an und hat somit KEINEN Einfluss auf den Content und die Anzahl der Zugriffe.
Außerdem ist es TECHNISCH nicht möglich, jeden Upload dahingehend zu überprüfen, ob und wessen Rechte beeinträchtigt werden.
Natürlich ist es hier so, das Recht und technische Umsetzbarkeit (um jahrhunderte möchte man sagen) auseinanderklaffen, aber dann IST es nun mal so, und dann haben dass ALLE Parteien zu ignorieren.
> Natürlich sind
> Immaterialgüter etwas anderes als materielle. Aber das sind im Moment die
> Regeln und man kann Google durchaus mit einer Situation gleichsetzen, mal
> einfach alle Einwohner Mexico-Citys bei uns in D. in Geschäfte gehen und
> sich bedienen, ohne zu bezahlen und sich denken: Wir sind so viele, da habt
> Ihr sowieso keine Chance!
Wenn das so wäre: De facto HÄTTEN die Mexikaner das Recht (nennt sich dann Revolution - und dagegen kann jede gedruckte Gesetzgebung - sorry - das Klo runtergespült werden ;-)).
Es soll im Übrigen auch POSITIVE Revolutionen geben.
Allerdings wird - in diesem Beispiel - durch einen Upload bei Youtube NIEMANDEM etwas weggenommen.
Im Gegenteil: Google täte gut daran, endlich mal die Verwertungsindustrie zu verklagen, erstens wegen übler Nachrede, die aus der pausenlosen negativen Berichterstattung in den Massenmedien resultiert und zweitens, da die Verwertungsindustrie Youtube als Vermarktungsinstrument für ihre eigenen Ziele missbraucht und zweckentfremdet!
> Wir haben zwar nicht das Recht dazu, aber wir
> nehmen's uns einfach. Wenn Ihr das anders seht, dann ist das Euer Problem.
NEIN.
Das Problem ist schlicht, dass geltendes Recht mit den technischen Möglichkeiten unserer Zeit nicht schrittgehalten hat.
> Davon abgesehen, finde ich die GEMA-Gebühren persönlich auch etwas hoch.
> Doch was ist angemessen?
Die Masse der Künstler lebt ja so oder so von Brot und Wasser und die Topverdiener haben letztlich auch die Möglichkeit, ihr Geld über eine Konzerttournee oder Ähnliches zu verdienen.
Von daher ist JEDE GEMA-Gebühr (darf man das jetzt so äußern, oder wird man wieder mal verklagt?) UNANGEMESSEN.
Zumal: Allein von den Reibungsverlusten des GEMA-Systems ließe sich jedem Künstler ein solides Grundeinkommen sichern.
Das wirklich perfide am System GEMA ist ja, dass es sich um ein System mit kommunistischen Strukturen handelt, wobei einerseits Künstler ZWANGSENTEIGNET werden und man andererseits so tut, als wolle man diese leistungsgerecht entlohnen.
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catb schrieb:
> Google bietet nur die Plattform an und hat somit KEINEN Einfluss auf den
> Content und die Anzahl der Zugriffe.
Ach so. Google als Plattformanbieter hat weder Einfluss auf den Content, der dort gehostet wird, noch auf die Zahl der Zugriffe. Wer kontrolliert die YouTube-Plattform denn dann? Ein grüner Zwerg in einem schwimmenden Container auf hoher See?
> Außerdem ist es TECHNISCH nicht möglich, jeden Upload dahingehend zu
> überprüfen, ob und wessen Rechte beeinträchtigt werden.
Du wirst lachen, aber YouTube zeigt Dir z.B. ziemlich genau vollautomatisch an, welche Musik in einem Video steckt. Technisch möglich ist deshalb so einiges. Aber natürlich will YouTube das nicht ohne Not machen, denn dann müssten sie ja was investieren, um ihren Service anbieten zu können und das kann nun wirklich nicht sein, dass YouTube was investieren muss, denn die sollen gefälligst alles kostenlos bekommen, weil alles andere wäre ja dreiste Abzocke.
> Die Masse der Künstler lebt ja so oder so von Brot und Wasser
---...---
> Von daher ist JEDE GEMA-Gebühr (darf man das jetzt so äußern, oder wird man
> wieder mal verklagt?) UNANGEMESSEN.
Bestechendes Argument. Die Masse der Künstler lebt von "Brot und Wasser", also braucht man denen auch nichts geben. Gerade deshalb nicht. Denn wenn man denen was geben würde... au weia, da würden die Urheber ja tatsächlich was kriegen. Das darf natürlich nicht sein. Deshalb muss man den Monopolisten und das Milliardenunternehmen Google unterstützen, damit die Urheber bloß nichts bekommen. Das wäre ja fatal, denn dann könnten wir vielleicht von Werbung genervt werden. So weit geht die Liebe zu Urhebern nun wirklich nicht. Die sollen ruhig weiter von Wasser und Brot leben.
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aktenwaelzer schrieb:
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> catb schrieb:
>
> > Google bietet nur die Plattform an und hat somit KEINEN Einfluss auf den
> > Content und die Anzahl der Zugriffe.
>
> Ach so. Google als Plattformanbieter hat weder Einfluss auf den Content,
> der dort gehostet wird, noch auf die Zahl der Zugriffe. Wer kontrolliert
> die YouTube-Plattform denn dann? Ein grüner Zwerg in einem schwimmenden
> Container auf hoher See?
>
> > Außerdem ist es TECHNISCH nicht möglich, jeden Upload dahingehend zu
> > überprüfen, ob und wessen Rechte beeinträchtigt werden.
>
> Du wirst lachen, aber YouTube zeigt Dir z.B. ziemlich genau vollautomatisch
> an, welche Musik in einem Video steckt. Technisch möglich ist deshalb so
> einiges. Aber natürlich will YouTube das nicht ohne Not machen, denn dann
> müssten sie ja was investieren, um ihren Service anbieten zu können und das
> kann nun wirklich nicht sein, dass YouTube was investieren muss, denn die
> sollen gefälligst alles kostenlos bekommen, weil alles andere wäre ja
> dreiste Abzocke.
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> > Die Masse der Künstler lebt ja so oder so von Brot und Wasser
> ---...---
> > Von daher ist JEDE GEMA-Gebühr (darf man das jetzt so äußern, oder wird
> man
> > wieder mal verklagt?) UNANGEMESSEN.
>
> Bestechendes Argument. Die Masse der Künstler lebt von "Brot und Wasser",
> also braucht man denen auch nichts geben. Gerade deshalb nicht. Denn wenn
> man denen was geben würde... au weia, da würden die Urheber ja tatsächlich
> was kriegen. Das darf natürlich nicht sein. Deshalb muss man den
> Monopolisten und das Milliardenunternehmen Google unterstützen, damit die
> Urheber bloß nichts bekommen. Das wäre ja fatal, denn dann könnten wir
> vielleicht von Werbung genervt werden. So weit geht die Liebe zu Urhebern
> nun wirklich nicht. Die sollen ruhig weiter von Wasser und Brot leben.
Finde das ABSOLUT HERVORRAGEND und charakteristisch für Ihre Art, dass Sie meinen letzten Absatz weggelassen haben, obwohl DORT die Kernaussage meines Postings steht.
Das nennt man auf deutsch: Missbrauch des Zitatsrechts!
Aber ich habe für einiges Verständnis:
Also nochmal zum Mitschreiben: Die meisten Künstler leben von "Brot und Wasser", WEIL die GEMA alle "in einen Topf wirft" und somit LEISTUNGSGERECHTE Bezahlung UNMÖGLICH ist.
Aber Sie sprechen offensichtlich für die GEMA und vertreten - folgerichtig - eine Linie, nach der Künstler um jeden Preis schuften und bloß nichts von ihrer Arbeit haben sollten!
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Das Problem dürfte sein, dass es von jedem Lied zigtausend Versionen auf Youtube gibt, einige davon GEMA-zensiert, andere nicht (wohl aus Unkenntnis seitens der GEMA). Die GEMA würde natürlich gerne jede Version als eigenes Lied zählen, auch wenn es exakt dasselbe Video ist, oder mal eines mit CD-Cover und Songtext in der Bildspur und mal eine Live-Aufnahme use. - Youtube sieht das (zurecht) anders. Wenn von einem Lied 7385 verschiedene Videos auf youtube existieren, dann ist das für die GEMA 7385 mal die Gebühr, für Youtube sollte es das nur einmal die Gebühr bedeuten. Problem bei der Sache: So eine Datenbank, wo "doppelte" bzw. gleiche Lieder hinterlegt sind gibt es bei Youtube/Google nicht, und es wäre ein Riesenaufwand, sie zu erstellen.
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Korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Aber GEMA will doch für jeden Klick auf ein Video einen gewissen Betrag bekommen.
Wenn ich jetzt also auf Youtube gehe und ein gewisses Lied mit Untertiteln hören will, klick ich mich meistens durch 6-7 Versionen von dem Song, bis ich meine Variante gefunden habe. Dadurch hätte die GEMA 6-7 Mal an demselben Lied verdient, obwohl ich es mir eigentlich gar nicht angehört habe.
Ich glaube jetzt kaum, dass Youtube seinen Zugriffszähler anpasst nur damit die GEMA in Deutschland zufrieden ist und nur jedes Lied gezählt wird, welches ich eine gewisse Dauer gehört habe. Wobei sich natürlich auch hier die Frage ergeben würde, wie lange muss ich ein Lied anhören um dafür "bezahlen" zu müssen.
Das Internet ist schlichtweg zu Gross und hat zu viele Informationen um immer für alles zahlen zu können. Wenn ich irgendeine bestimmte Information suche, klich ich mich meistens auch erstmal durch 10 diverse Seiten, bis ich meine Info habe. Sollte ich jetzt für jede uninteressante Information zahlen müssen, würde ich irgendwann das Internet gar nicht mehr benutzen und wieder in die Bibliothek gehen.
Ein solches Modell funktioniert im Internet einfach nicht, da mag man von Youtube halten was man will, in diesem Thema haben sie nicht unrecht.
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Also normalerweise gibt es Pauschaltarife für sowas, kein (größeres) Unternehmen zahlt für jeden Klick bzw. jeden Song einzeln, wäre auch kaum machbar ^^. Beispielsweise ist das bei Radiostationen so üblich, da zahlt der Sender einen Festbetrag X an die Gema und fertig, ne Flatrate wenn man so will und ob man dann ein Lied einmal oder 24/7 spielt, ist völlig Latte.
Youtube müßte auch "nur" einen bestimmten Betrag X an die GEMA abführen. damit wäre dann alles erschlagen. Wie die GEMA das dann alles für die Künslter auseinanderfieselt weiß ich nicht, da dürfte es aber bestimmte Schlüssel geben, wobei ich mir das bei der Größe von Youtube alles nur schwer vorstellen kann. Da werden ja zig MIliarden Klicks am Tag getätigt, die 1. alle zu zählen und dann noch 2. bestimmten Titeln zuzuordnen dürfte zumindest sportlich sein xD
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Inzwischen gibt es wohl die genauen Youtube-Statistiken, wo man sehen kann, wie lange ein Video tatsächlich abgespielt wurde.
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