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  5. › Gema-Streit: Musikindustrie antwortet…

In anderen Ländern...

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  1. In anderen Ländern...

    Autor: g0r3 28.01.13 - 17:45

    ... mit anderen Verwertungsgesellschaften scheint es doch auch zu klappen. Warum sollte man also die Schuld nicht bei der GEMA sehen?

    Oder verlangt Google bei der GEMA einen viel niedrigeren Vergütungssatz als das Unternehmen bei anderen zu zahlen bereit ist? Nur um die GEMA zu diskreditieren? Eher unplausibel...

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  2. Re: In anderen Ländern...

    Autor: Born2win 28.01.13 - 17:51

    Was spricht eigentlich dagegen die GEMA ausbluten zu lassen ?

    Eigentlich sollte kein Dienstleister mehr Verträge mit der GEMA eingehen, kein Zahlungsverwalter mehr mit der GEMA kooperieren, jeder Web-Hoster und IT Dienstleister die Zusammenarbeit aufkündigen, auf jeden GEMA Mitarbeiter auf der Straße mit den Finger zeigen und auslachen, kein Becker/Metzger/ etc. irgendwas an die GEMA verkaufen.

    Innerhalb weniger Monate wäre man diesen parasitären Verein los und Deutschland wieder unzensiert.
    Na ja, hinter dem Südsudan, das geht noch besser, Nordkorea ist das nächste Ziel !

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  3. Re: In anderen Ländern...

    Autor: wasabi 28.01.13 - 18:03

    Zitat dazu aus einem Kommentar im GEMA-Blog

    "ein Hauptgrund, warum sich ausländische Verwertungsgesellschaften auf die schlechten Deals mit YT eingelassen haben: In diesen Verwertungsgesellschaften haben große Plattenlabels das Sagen. Die GEMA dagegen ist ein unabhängiger Verein der Musikurheber. Dieser Artikel erklärt die Hintergründe:
    https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Presse/Top-Themen/virtuos_youtube.pdf"

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  4. Re: In anderen Ländern...

    Autor: wasabi 28.01.13 - 18:05

    > Was spricht eigentlich dagegen die GEMA ausbluten zu lassen ?

    Die Tatsache, dass sehr viele Leute in der Disko, auf Partys oder auf Konzerten Musik hören wollen, die sie kennen ;-)

    Das "Ausbluten der GEMA" müsste eher von innen Heraus passieren. Also dass die Mitglieder austreten und keine neuen eintreten.

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  5. Re: In anderen Ländern...

    Autor: Benutzername123 28.01.13 - 18:22

    bloß sind die "Vollmitglieder" ja die, die davon profitieren, und solange die das sagen haben...

    Der kleine Musikmacher hat ja nichts von der Gema, vermutlich zahlt er/sie sogar drauf.

    (Man muss ja für seine eigene Musik zahlen, soweit ich weiß)

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  6. Re: In anderen Ländern...

    Autor: withered 28.01.13 - 18:33

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zitat dazu aus einem Kommentar im GEMA-Blog
    >
    > "ein Hauptgrund, warum sich ausländische Verwertungsgesellschaften auf die
    > schlechten Deals mit YT eingelassen haben: In diesen
    > Verwertungsgesellschaften haben große Plattenlabels das Sagen. Die GEMA
    > dagegen ist ein unabhängiger Verein der Musikurheber. Dieser Artikel
    > erklärt die Hintergründe:
    > www.gema.de"


    Sehr vertrauenswürdig!

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  7. Re: In anderen Ländern...

    Autor: wasabi 28.01.13 - 19:47

    > Der kleine Musikmacher hat ja nichts von der Gema, vermutlich zahlt er/sie
    > sogar drauf.
    Man sollte sich vorher durchrechnen, ob sich eine GEMA-Mitgliedschaft lohnt.


    > (Man muss ja für seine eigene Musik zahlen, soweit ich weiß)
    Jein :-) Ein Veranstalter eines Konzerts muss dafür zahlen, wenn auf diesem Konzert Lieder gespielt werden, die von GEMA-Mitgliedern komponiert werden. Grundsätlich. Unabhängig davon, wer der Veranstalter ist und wer auf der Bühne steht. Und es kan sein, dass alle drei (Veranstalter, spielende Musiker, Komponisten) identisch sind. Dann muss man inder Tat für die eigene Musik zahlen. Bekommt das aber abzüglich Bearbeitung im prinzip ja wieder ausgezahlt.

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  8. Re: In anderen Ländern...

    Autor: Sharra 28.01.13 - 20:07

    "Die GEMA dagegen ist ein unabhängiger Verein der Musikurheber."

    Aber nur auf dem (seeehr geduldigen) Papier.
    Schau dir mal wer davon profitiert. Das sind ein paar Größen wie Ralph Siegel, die Songs am Fließband produzieren, und bei jedem Abspielen, egal ob Radio, TV oder Internet, kassieren. Ja er ist Urheber. Aber einer der ganz wenigen, die die GEMA als Vollmitglied zählt, und der die Regeln mitbestimmen darf. 99% der Mitglieder haben zu zahlen, und ansonsten die Klappe zu halten. Sowas ist kein Verein. Und unabhängig schon garnicht.

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  9. Re: In anderen Ländern...

    Autor: JP 29.01.13 - 02:27

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Der kleine Musikmacher hat ja nichts von der Gema, vermutlich zahlt
    > er/sie
    > > sogar drauf.
    > Man sollte sich vorher durchrechnen, ob sich eine GEMA-Mitgliedschaft
    > lohnt.

    Womit soll man denn rechnen? Besonders wenn man ein kleiner unbekannter Künstler ist kann man schlecht irgendwelche Absatzzahlen gegen Aufführungen gegenrechnen, da das alles nur Phantasiezahlen sind, da man gar nicht weiß wie erfolgreich oder erfolglos man sein wird.

    Die DSDS Maschinerie ist da natürlich was ganz anderes, da ist alles genau durchkalkuliert, da ist das ganze Drumherum Marketing für ein Retorten-Künstler den man nächstes Jahr schon nicht mehr kennt. Diese Künstler, die sogar vllt aus ernsthaften Gründen an so einer Casting-Show teilnehmen, bekommen doch einen Vertrag aufgezwungen, und dort ist die GEMA Mitgliedschaft doch fest vorgeschrieben. Kann mir niemand erzählen, dass Bohlen dem Künstler sagt, dass er sich aussuchen darf ob er der GEMA beitritt oder nicht. Außerdem profitiert Bohlen doch auch über die GEMA zusätzlich zu seiner Gage von dem ganzen DSDS Kram, da er ja auch oft die Lieder schreibt, Komponiert und Produziert. Dann wird der Song bei YT hochgeladen und dann soll nochmal abkassiert werden.

    Natürlich kann man sagen, dass jeder, der sich auf eine Casting-Show einlässt selber schuld ist, aber dieses Format lebt doch von der Unerfahrenheit der Kandidaten, und das die gar nicht wissen, worauf sie sich einlassen und hoffen ganz groß rauszukommen. Mitfinanziert durch die GEMA auch mit den Beiträgen die von ehrlichen Künstlern auf die großen Vollmitglieder umverteilt werden.

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  10. Re: In anderen Ländern...

    Autor: wasabi 29.01.13 - 08:32

    > Die DSDS Maschinerie ist da natürlich was ganz anderes, da ist alles genau
    > durchkalkuliert, da ist das ganze Drumherum Marketing für ein
    > Retorten-Künstler den man nächstes Jahr schon nicht mehr kennt. Diese
    > Künstler, die sogar vllt aus ernsthaften Gründen an so einer Casting-Show
    > teilnehmen, bekommen doch einen Vertrag aufgezwungen, und dort ist die GEMA
    > Mitgliedschaft doch fest vorgeschrieben. Kann mir niemand erzählen, dass
    > Bohlen dem Künstler sagt, dass er sich aussuchen darf ob er der GEMA
    > beitritt oder nicht.
    Bei DSDS werden ja zunächst SängerInnen gecastet, und keine Songschreiber. Sänger können aber gar nicht Mitglied bei der GEMA sein.

    > Außerdem profitiert Bohlen doch auch über die GEMA
    > zusätzlich zu seiner Gage von dem ganzen DSDS Kram, da er ja auch oft die
    > Lieder schreibt, Komponiert und Produziert.
    Ja, das stimmt. Daher hat er wohl auch kein problem mit illegalem Filesharing (siehe entsprechenden Aussagen bei Johannes Kerner) weil er über die GEMA wohl genügend verdient.

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  11. Re: In anderen Ländern...

    Autor: ruamzuzler 29.01.13 - 08:44

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann muss man inder Tat für
    > die eigene Musik zahlen. Bekommt das aber abzüglich Bearbeitung im prinzip
    > ja wieder ausgezahlt.
    Mit anderen Worten: Ein Künstler füttert die Gema-Typen durch, wenn er seine eigenen Werke aufführt. Diese Perversion muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.

    Liebe deutsche Freunde, mit eurem Gema- und GEZ-Wahn sägt ihr beträchtlich an der Attraktivität als Unternehmensstandort. Passt bloß auf, ewig könnt ihr eure Blödsinnigkeiten mit eurer Wirtschaftskraft nicht kompensieren.
    Als ihr den Rot-Grünen Saustall gehabt habt, sind schon massenweise KMUs nach Österreich abgewandert - und ein Schwall deutsche Gastarbeiter hinterher.
    Obwohl, andererseits kriegt ihr ja keine Mindestlohn-Regelungen, weil die Firmen das ganze Moos schon für Gema & GEZ ausgeben ...

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  12. Re: In anderen Ländern...

    Autor: ruamzuzler 29.01.13 - 08:45

    +1

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  13. Re: In anderen Ländern...

    Autor: NokiaIsTheBest 29.01.13 - 08:53

    Born2win schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was spricht eigentlich dagegen die GEMA ausbluten zu lassen ?
    >
    > Eigentlich sollte kein Dienstleister mehr Verträge mit der GEMA eingehen,
    > kein Zahlungsverwalter mehr mit der GEMA kooperieren, jeder Web-Hoster und
    > IT Dienstleister die Zusammenarbeit aufkündigen, auf jeden GEMA Mitarbeiter
    > auf der Straße mit den Finger zeigen und auslachen, kein Becker/Metzger/
    > etc. irgendwas an die GEMA verkaufen.
    >
    > Innerhalb weniger Monate wäre man diesen parasitären Verein los und
    > Deutschland wieder unzensiert.
    > Na ja, hinter dem Südsudan, das geht noch besser, Nordkorea ist das nächste
    > Ziel !
    Ich hoffe das ist Sarkasmus bzw. ironie. Die Gema hat seine Berechtigung. Ohne die Gema müsste sich jeder Künstler einzelnd bzw. die Plattenfirma mit Google streiten. Und wie lange meinst du, könnte ein Kleinkünstler sich die Klagen gegen Google leisten?

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  14. Re: In anderen Ländern...

    Autor: Marib 29.01.13 - 09:17

    Ich finds nur herrlich, dass wenn ich als Liebhaber der elektronischen Tanzmusik in eine Disco gehe, dem Herrn Bohlen das Geld in den Hintern stopfe, der DJ jedoch meistens keinen Penny davon sieht.
    Das komplette Kontor-Label z.B ist nicht Mitglied in der GEMA, Discos müssen trotzdem dank der GEMA-Vermutung zahlen.
    Und irgendwelche Volksmusikantendödel durchzufüttern, darauf hab ich ehrlich gesagt keine Lust.
    Ich gönn den Komponisten + Produzenten jeden Cent, aber auch nur wenn ich dafür tatsächlich eine Leistung von ihnen erhalten habe und nicht, weil die oberen 0,5% der GEMA Mitglieder entschieden haben, dass diese meinen gezahlten Anteil verdient haben.
    Also kauft mehr Datenträger, damit der Bauch der Kastelruter Spatzen noch runder wird. Für die goldene Statue des Herrn Bohlen.

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  15. Re: In anderen Ländern...

    Autor: wasabi 29.01.13 - 09:48

    > Schau dir mal wer davon profitiert.
    Wo genau soll ich nachschauen? Und wo hast du nachgeschaut?

    Ja, aus einigen Dingen ergeben sich ganz logisch schon ungerechtigkeiten bei der Verteilung, ohne dass man dazu tiefer in die Materie einsteigen muss. Z.B. eben dass überall dort, wo pauschal Geld eingenommen wird ohne Titellisten (z.B. Diskotheken, Geräteabgaben,...). Da kann dann ja logischerweise nicht der Realität entsprechend verteilt werden.

    Ja, und dann ist da noch was mit den Vollmitgliedern, dem PRO-Verfahren etc. Die GEMA erzählt natürlich, dass sie alles für die Urheber tut und sich bemüht möglichst fair zu verteilen. Muss man natürlich kritisch beäugen. Aber die GEMA-Kritiker gehen oft genauso ins andere extrem, plappern irgendwelche Dinge weiter, die sie mal gehört haben, und es wird immer weiter übertrieben. Da hört man dann so Dinge wie "99% der Mitglieder bekommen gar nichts sondern müssen noch drauf zahlen, das geld geht alles an eine 1%-Elite". Für so einen Quatsch geben sie dann auch keine Quellen an.

    Die GEMA ist übirgens transparenter als manche behaupten. Ich glaube viele Meckerer waren noch nie auf der GEMA-Website oder haben sich sonst wie versucht zu informieren. Da gibt es z.B. den Geschäftsbericht mit detallierten Zahlen zu Ein- und Ausgaben:
    [www.gema.de]

    Und der ominöse verteilungsplan
    [www.gema.de]

    Wobei der in der Tat ziemlich abstrakt und schwer nachzuvollziehen ist. Es gibt aber eine Reihe GEMAWissen:
    [www.gema.de]
    Und da sind auch drei Ausgaben zum Thema Verteilung.

    Nein, ich bin kein GEMA-Mitglied und werde auch nicht von ihr bezahlt, hab nur selbst recherchiert :-) Und man kann gerne vieles an der GEMA und an der aktuellen gesetzeslage kritisieren. Aber dann bitte aufgrund von Fakten. Stattdessen wird oft FUD verbreitet und irgenwelche Dinge einfach behauptet, die sich dann leider weiter verbreiten und noch ausgeschmückt werden.

    Bei Konzerten übrigens findet eine gewisse "Verteilung von unten nach oben statt". Ein Konzertveranstalter zahlt ja nicht einen festen Betrag pro gespielten Titel, sondern einen gesamtbetrag, der von den Einnahmen abhängt. Alle einnahmen kommen in einen Topf, und verteilt wird das geld aber anhand der Häufigkeit der Aufführungen. Wenn wir also zwei Bands haben, die nur Konzerte mit eigenen Songs spielen, und in einem Jahr auch gleich viele Konzerte spielen, dann bekommen sie am Ende auch gleich viel Geld ausgeschüttet. Obwohl die "berühmtere" der beiden mehr GEMA-Einnahme erwirtschaftet hat, weil auf ihren Konzerten mehr Leute kamen und mehr umgesetzt wurden, und der Veranstalter somit mehr zahlen musste.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.01.13 09:50 durch wasabi.

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  16. Re: In anderen Ländern...

    Autor: ruamzuzler 29.01.13 - 11:13

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die GEMA ist übirgens transparenter als manche behaupten. Ich glaube viele
    > Meckerer waren noch nie auf der GEMA-Website oder haben sich sonst wie
    > versucht zu informieren. Da gibt es z.B. den Geschäftsbericht mit
    > detallierten Zahlen zu Ein- und Ausgaben:
    > www.gema.de

    Das liegt weniger am Gutmenschentum der Gema als an den gesetzlichen Vorschriften.
    Was gleich auffällt: Satte 14% oder über 120 Millionen Euro streift die liebe Gema gleich einmal für sich ein. Ein schönes Sümmchen.

    > Und der ominöse verteilungsplan
    > www.gema.de

    37-39% für den Verleger, heiße 3% für den Verfasser des Liedtextes - da wundert es mich nicht, dass die Gema geklagt wird.

    Fakt ist, dass die Entscheidungen die Vollmitglieder treffen - und die sich natürlich erst einmal das größte Stück vom Kuchen abschneiden.
    Wenn die Gema-Abgaben schon vom Gesetzgeber geregelt bzw. vorgeschrieben werden, dann sollen diese Entscheidungen auch gefälligst von einem unabhängigen Expertengremium getroffen werden, das genau berechnet, wem welcher Anteil zusteht.

    Und ins Jahr 2013 vorstoßen, wo es so etwas wie die Datenbank gibt.

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  17. Re: In anderen Ländern...

    Autor: Drizzt 29.01.13 - 11:16

    "Beispiel:
    Eine ehemals sehr bekannte Band möchte ihr 25-jähriges Jubiläum mit ihren treuesten Fans in ihrer Heimatstadt bzw. auch im Umkreis (= 1 Bezirksdirektion) feiern. Dazu formiert sie sich wieder und veranstaltet im Jubiläumsmonat 9 Musikkonzerte in größeren Sälen (GEMA-Inkasso pro Konzert DM 1.999,-x 9 = DM 17.991,--). Bei diesen Konzerten werden pro Konzert 20 eigene Werke gem. XI. 1.) VP gespielt, von denen die Band alle Werkanteile (Urheber + evtl Verlagsanteile =12/12) besitzt.( Von der Netto-Einzelverrechnungs-Möglichkeit lt. VP XIII.B. kann die Band nicht Gebrauch machen, da ein Rechteinhaber inzvischen unbekannt verzogen ist und so der entsprechende Antrag nicht von allen Rechteinhabern bedingungsgemäß gemeinsam gestellt werden kann ). Die Band erhält daher durch die resultierende MKZ 1 ( 1 Monat x 1 Bezirksdirektion ) folgende GEMA - Ausschüttung: ( Punktewerte des Jahres 2000: U = DM 0,4815; M = 0,5336)

    1.) Errechnung des PRO-Faktors:
    MKZ x C x (1-P) + P = PRO-Faktor
    1 x 0.0149 x ( 1- 0,1428) + 0,1428 = 0,1556

    2. Errechnung der auf/abgerundeten PRO- Aufführungen
    PRO-Faktor x Werkaufführungszahl
    0,1556 x 9 = 1,4004 ; abgerundet ergibt das 1 PRO-Aufführung

    3. Errechnung der Ausschüttung pro Werk:
    PRO-Aufführung x Punktebewertung lt. XI.1)VP x Anteile x Punktwert
    ( U: ) 1 x 12 x 12/12 x 0,4815DM = DM 5,78
    ( M: ) 1 x 12 x 12/12 x 0,5336DM = DM 6,40
    d.h. (bei 9 Werkaufführungen) pro Titel U + M: DM 12,18
    das ergibt pro Werkaufführung eine Ausschüttung U + M: DM 1,35
    Wird ein Titel bei einer MKZ 1 neunmal aufgeführt, so erhalten die Bezugsberechtigten
    insgesamt (U+M) für alle jene Aufführungen DM 12,18 , bzw. DM 1,35 pro
    Werkaufführung !
    Bei jeweils 20 gespielten Titeln an 9 Veranstaltungen (MKZ 1) erhalten die Bezugsberechtigten für 180 Aufführungen (U+M) DM 243,80 !
    Dieser Ausschüttung steht in diesem Fall ein GEMA-Inkasso von DM 17.991,-
    gegenüber!
    Die GEMA kassiert also hier das 74- fache der letztlich an die Bezugsberechtigten ausgeschütteten Beträge. Falls keine M- Ausschüttung in Frage kommt, sogar das 156-fache (DM 17.991,- : 20 x DM 5,78 = 156 )! Wobei natürlich berücksichtigt werden muß,dass von den GEMA Bruttoeinnahmen, noch die GEMA-Kommission i.H.v. 24,498% und dann die 10% f. kult.u.soz. Zwecke abgezogen werden.
    Falls sich die Anzahl der aufgeführten Werke noch verringert z.B. bei jazz-orientierten Aufführungen, erhöht sich sogar diese Diskrepanz noch um ein Vielfaches!
    Durch das ausschließliche Abstellen des PRO-Verfahrens auf die Parameter zeitliche Verbreitung übers gesamte Jahr (Monate) und räumliche Verbreitung über die gesamte Bundesrepublik (Bezirksdirektionen) entsteht für regionale und saisonale Hits (die naturgemäß nur eine niedrige MKZ erreichen können) ein unverhältnismäßiger Malus . Obwohl diese regionalen und saisonalen Hits unter den regionalen Interpreten sehr verbreitet sind und die Aufführungen dieser Werke auch nur durch ein Siebtel programmmäßig erfasst werden, ist es für die Bezugsberechtigten durch das derzeitig praktizierte PRO-Verfahren unmöglich geworden, den ihnen eigentlich zustehenden Multiplikator 7 bzw. den PRO-Faktor 1 zu erhalten."

    [www.musiker-online.de]

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  18. Re: In anderen Ländern...

    Autor: WolfgangS 29.01.13 - 12:12

    g0r3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... mit anderen Verwertungsgesellschaften scheint es doch auch zu klappen.
    > Warum sollte man also die Schuld nicht bei der GEMA sehen?
    >
    > Oder verlangt Google bei der GEMA einen viel niedrigeren Vergütungssatz als
    > das Unternehmen bei anderen zu zahlen bereit ist? Nur um die GEMA zu
    > diskreditieren? Eher unplausibel...


    Google möchte weniger zahlen als ihre Konkurenten (myvideo&co.)

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  19. Re: In anderen Ländern...

    Autor: Cotterpin 29.01.13 - 18:58

    WolfgangS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Google möchte weniger zahlen als ihre Konkurenten (myvideo&co.)

    Richtig, zudem plazieren sie die Youtube-Videos immer schön prominent in ihrer Suche, wohl wissend, dass diese für die deutschen Nutzer ohne Browser-Addons überhaupt keine Relevanz haben. Eigentlich müssten da Myvideo/dailymotion etc.-Videos die ersten Plätze längst eingenommen haben, aber dann könnten sie die Nutzer ja nicht mehr auf die gesperrte Youtube-Seite lenken, um dort der Gema den schwarzen Peter zuzuschieben.

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