Da stehe ich also vor einem Schaufenster. Und dann soll ich mein Handy herausfummeln, um auf der Karte zu sehen wo ich bin, und ggf. auf der Homepage des Geschäft nachgucken was die denn so verkaufen? Oder, bei einem Restaurant, lesen, daß irgeinem "Rosy-fan_67" vor anderthalb Jahren die Pizza geschmeckt hat ("Toller Laden mit netter Atmo")?! Und auf der "google place" Page lesen, daß es in 300 Meter Entferung eine Tankstelle gibt (die allerdings leider vor 3 Jahren geschlossen wurde)?
Und das alles um noch ein bisschen mehr personalisierte Werbung von Google zu bekommen?
Gehts nur mir so oder ist Google mittlerwile ziemlich offensichtlich über den Zenith hinaus, hat den Biss, die Originalität und den Geschäftssinn verloren und bekommt vermutlich (leider) von Murdoch, Microsoft, Yahoo und Bing demnächst ziemlichen Gegenwind?
geht nur dir so.
;-)
Stimme dir zu, der Trend geht langsam eher wieder dahin auf das Handy zu verzichten, als damit irgendwelche Schaufenster elektronisch abzutasten. Naja, wer die Spielereien braucht... aber Marktanteile wird man mit solchen Verzweiflungstaten nicht gewinnen, da kein Nutzen für den Otto-Normalverbraucher!
eher nicht,
in den usa funktioniert es einfach besser.
allein die riesen städte.. da lohnt es sich bei google ne gute adresse zu sein.
in unseren deutschen papas ist wirklich anders.
ich ärger mich schon manchmal, warum es so schwer ist, in "meiner" unistadt einfach per gmaps die nächste staßenbahn- oder bushaltestelle mit allen zeiten zu bekommen, wärend man in den staaten z.t. schauen kann, wo das taxi xy gerade rumfährt.
ggast schrieb:
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> eher nicht,
> in den usa funktioniert es einfach besser.
Wenn schon, dann eher Asien, die traditionell eher etwas technik-verspielter sind.
> allein die riesen städte.. da lohnt es sich bei google ne gute adresse zu
> sein.
Das macht die Städte kleiner? *Gerade* wenn ich eine halbe Stunde durch die Stadt fahre, überlege ich mir doch *vorher*, wo ich hin will und was ich brauche und mache daraus keine "Online-Schnitzeljagd" per Handy.
> in unseren deutschen papas ist wirklich anders.
?? Wie meinen?
> ich ärger mich schon manchmal, warum es so schwer ist, in "meiner" unistadt
> einfach per gmaps die nächste staßenbahn- oder bushaltestelle mit allen
> zeiten zu bekommen,
So etwas bietet mittlerweile doch schon lange jeder Verkehrsverbund an. Hier zumindest per Web und per SMS. Dafür brauche ich doch insbesondere Google nicht, die dann auch noch meine Daten sammeln.
> wärend man in den staaten z.t. schauen kann, wo das
> taxi xy gerade rumfährt.
Da rufe ich lieber die Zentrale an und laß mich abholen (sogar zur vereinbarten Zeit) als daß ich "Pacman" mit dem Taxi per google Maps spiele ;)
ggast schrieb:
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> eher nicht,
> in den usa funktioniert es einfach besser.
> allein die riesen städte.. da lohnt es sich bei google ne gute adresse zu
> sein.
> in unseren deutschen papas ist wirklich anders.
>
> ich ärger mich schon manchmal, warum es so schwer ist, in "meiner" unistadt
> einfach per gmaps die nächste staßenbahn- oder bushaltestelle mit allen
> zeiten zu bekommen, wärend man in den staaten z.t. schauen kann, wo das
> taxi xy gerade rumfährt.
Das liegt wohl an der geringen Kooperationsbereitschaft der ÖPNV-Betreiber - die Berliner Verkehrsbetriebe haben doch schon wegen dieser freien Fahrplanapp damals so ein Theater veranstaltet, kein Wunder, dass da mit Google noch weniger weitergeht...
In Österreich sind alle Züge, Busse, U-Bahnen und sogar Nachtbusse in Google Maps integriert - sehr praktisch!
In der Schweiz kann man per SBB.ch so ziemlich alle ÖV verbindungen abfragen.Selbst die "Konkurenz" ist da vertretten.
Googel hatte das letzte mal als ich es versuchte nicht wirklich weitergeholfen.Vieleicht hat sich das ja gebesser..
Welcher Gegenwind?
Bing bietet noch die falsche Auswahl an Ergebnissen. Da werden sie noch lernen müssen. Unabhängig davon sind ihre "Live"-Apps auf ActiveX aufgesetzt. Also braucht sich da niemand weitere Gedanken machen. Diese Einbahntechnik ist für große Akzeptanz unsinnig. :) Fehlt also nicht nur gute Suche sondern auch noch das viele drumherum. Kein Gegenwind. Ein Lüftchen vielleicht :) Silverlight ist auch Einbahntechnik. Microsoft halt. :)
Yahoo ist eher ein Portal. Suchmaschine würde ich das heute nicht mehr nennen. Wer sucht damit noch? Wird es nicht sowieso gerade vom Einbahnstrassenkönig gefressen?
Murdoch wird sich das bestimmt noch überlegen, ob das für alle Seiten sinnvoll ist. Sehr viele Menschen nutzen nur Newssammler. Wenn seine Seiten dort nicht mehr gelistet sind, dann verlieren diese Seiten viele Besucher. Andererseits kann uns das nur recht sein. Wenn Murdochs Blättchen weniger erreichen ist das gut.
furanku schrieb:
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> Da stehe ich also vor einem Schaufenster. Und dann soll ich mein Handy
> herausfummeln, um auf der Karte zu sehen wo ich bin, und ggf. auf der
> Homepage des Geschäft nachgucken was die denn so verkaufen? Oder, bei einem
> Restaurant, lesen, daß irgeinem "Rosy-fan_67" vor anderthalb Jahren die
> Pizza geschmeckt hat ("Toller Laden mit netter Atmo")?! Und auf der "google
> place" Page lesen, daß es in 300 Meter Entferung eine Tankstelle gibt (die
> allerdings leider vor 3 Jahren geschlossen wurde)?
>
> Und das alles um noch ein bisschen mehr personalisierte Werbung von Google
> zu bekommen?
>
> Gehts nur mir so oder ist Google mittlerwile ziemlich offensichtlich über
> den Zenith hinaus, hat den Biss, die Originalität und den Geschäftssinn
> verloren und bekommt vermutlich (leider) von Murdoch, Microsoft, Yahoo und
> Bing demnächst ziemlichen Gegenwind?
Danke, mir geht es auch so
Kredo schrieb:
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> Welcher Gegenwind?
> Bing bietet noch die falsche Auswahl an Ergebnissen.
Ja? Die meisten Nutzer können noch nicht mal Google "richtig" benutzen (d.h. Suchbegriffe ausschließen, Suche auf Sprachen oder Sites beschänken, ...) und sind zufrieden wenn sie halbwegs hilfreiche Treffer bekommen. Ich glaube nicht, daß die einen großen Unterschied bemerken würden.
> Da werden sie noch
> lernen müssen.
MS steckt AFAIK eine Menge Geld in Bing und Know How kann man auch abwerben.
> Unabhängig davon sind ihre "Live"-Apps auf ActiveX
> aufgesetzt.
Wer nutzt denn groß Googles "Live-Apps"? Und MS war schon immer darin gut, ihre Technologien so durchzusetzen. Sicher, MS hat das Internet verpennt und wurde dort schon totgesagt, aber MS hat eben auch schon öfters mit langem Atem und viel Geld Märkte von hinten aufgerollt.
Da würde ich MS nicht unterschätzen.
> Yahoo ist eher ein Portal. Suchmaschine würde ich das heute nicht mehr
> nennen. Wer sucht damit noch? Wird es nicht sowieso gerade vom
> Einbahnstrassenkönig gefressen?
Ich erinnere mich noch als wir alle mit Alta Vista gesucht haben, danach kam dann Yahoo! und dann erst Google. Warum sollte es Google also besser ergehen? Das Internet ist schnellebig.
> Murdoch wird sich das bestimmt noch überlegen, ob das für alle Seiten
> sinnvoll ist.
Murdoch wäre nur der Anfang. Die ganze Verlagsbranche sieht gepannt auf diese Entwicklung, sehr viele sind unzufrieden und wenn Murdoch tatsächlich ernst macht, kann das eine Domino-Kettenreaktion auslösen. Google bekommt es zumindest schon ein wenig mit der Angst zu tun und hatte es sehr eilig den News-Anbietern entgegenzukommen.
> Sehr viele Menschen nutzen nur Newssammler. Wenn seine Seiten
> dort nicht mehr gelistet sind, dann verlieren diese Seiten viele Besucher.
> Andererseits kann uns das nur recht sein. Wenn Murdochs Blättchen weniger
> erreichen ist das gut.
Ich glaube das siehst Du ein wenig zu "Internet-Zentrisch", wie viele im Netz. Da überschätzt Du aber was das Internet selber an Inhalten hervorbringt, nämlich nichts. Und Murdoch hat ein recht mächtiges Medien-Imperium und ist da eher nur der erste der sich traut auch im Internet Google die Stirn zu bieten.
Erstaunlich, wie schnell manche z.B. das Platzen der .com Blase vergessen haben und das Internet schon wieder für einen soliden Markt mit festen Regeln und etablierten Platzhirschen halten ... ;)
ggast schrieb:
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> eher nicht,
> in den usa funktioniert es einfach besser.
> allein die riesen städte.. da lohnt es sich bei google ne gute adresse zu
> sein.
> in unseren deutschen papas ist wirklich anders.
>
Wir hier in Eurpa haben mehr Großstädte als in den USA. In den USA leben doch - ähnlich wie in Frankreich - viel mehr Menschen auf dem Lande.... Warum sollte sich sowas also für San Francisco lohnen, für das (etwas) größere Köln aber nicht?
Kennst du dich wirklich in jeder deutschen Stadt aus und kennst jedes Restaurant und jedes Geschäft? Warum sollte das für Großstädte interessanter sein als wenn du ein Geschäft in der Provinz besuchst?
Sehe ich nicht so, nur langsam merkt die virtuelle Welt, wo das richtige Geld herkommt. Wenn man sich so die vermögensten Menschen auf der Welt anschaut, haben die fast alle mit Lebensmittel (Aldi-Brüder/Walmart), Autos, Rohstoffe oder Möbeln zu tun. Das wollen die "Jungs von Goggel" ändern...
furanku schrieb:
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> ggast schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > eher nicht,
> > in den usa funktioniert es einfach besser.
>
> Wenn schon, dann eher Asien, die traditionell eher etwas
> technik-verspielter sind.
>
> > allein die riesen städte.. da lohnt es sich bei google ne gute adresse
> zu
> > sein.
>
> Das macht die Städte kleiner? *Gerade* wenn ich eine halbe Stunde durch die
> Stadt fahre, überlege ich mir doch *vorher*, wo ich hin will und was ich
> brauche und mache daraus keine "Online-Schnitzeljagd" per Handy.
>
> > in unseren deutschen papas ist wirklich anders.
>
> ?? Wie meinen?
>
> > ich ärger mich schon manchmal, warum es so schwer ist, in "meiner"
> unistadt
> > einfach per gmaps die nächste staßenbahn- oder bushaltestelle mit allen
> > zeiten zu bekommen,
>
> So etwas bietet mittlerweile doch schon lange jeder Verkehrsverbund an.
> Hier zumindest per Web und per SMS. Dafür brauche ich doch insbesondere
> Google nicht, die dann auch noch meine Daten sammeln.
Brauchen natürlich nicht, aber die Abfage beim ÖPNV-Betreiber ist i.d.R. viel umständlicher. Diese Daten Google (oder Openstreetmap) zur Verfügung zu stellen würde den öffentlichen Verkehrsmitteln ja nicht schaden sondern helfen. Das hat so ziemlich jeder Friseurladen in meiner Stadt schon kapiert...
Wandladen schrieb:
> Brauchen natürlich nicht, aber die Abfage beim ÖPNV-Betreiber ist i.d.R.
> viel umständlicher. Diese Daten Google (oder Openstreetmap) zur Verfügung
> zu stellen würde den öffentlichen Verkehrsmitteln ja nicht schaden sondern
> helfen.
Ich kann die Verkehrsnetzbetreiber schon verstehen, daß sie das lieber in der eigenen Hand behalten wollen. Schließlich haben die auch eigene Werbeabteilungen, Routenplaner, die ggf. akutelle Ausfälle oder überlastungen berücksichtigen sollen, und Google ist derzeit dich schon ein ziemlicher Datenkrake und Monopolist.
Das hat man in der Schweiz AFAIK besser gemacht, wo man die Verkehrsbetriebe kommunalisiert hat, unter der Auflage, daß diese landesweit gut zusammenarbeiten. Da sollten sich auch in Deutschland die Verkehrsbetriebe zumindest im Internet zusammenlegen und solche Services deutschlandweit einheitlich anbieten. Aber dazu brauchen wir doch Google (insbesondere als amerikanisches Unternehmen) nicht, oder?
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