Wer ein Navigationsgerät benutzt, will doch eigentlich möglichst effektiv von A nach B kommen.
Mit dem Rad kommt man so gut wie überall sicherer und zügiger voran als auf Radwegen. Sowohl auf den Touristenrouten, wo sich bei gutem Wetter die In-die-Landschaft-Gucker geradezu stapeln, als auch auf irgendwann hingerotzten und dann nie wieder gewarteten Buckelpisten neben Überlandstraßen und roten Handtüchern der Innenstädte herrscht höchste Unfallgefahr.
Wer braucht schon ein Navi für Unfallschwerpunkte?
Dann lieber sowas: http://www.radweit.de/
Das ist ja fantastisch, die Karten sind extrem übersichtlich und lassen sich bestimmt prima ausdrucken:
http://www.radweit.de/kri/kri1fer.html
die map ist in der tat etwas grossformatig... wo kriegt man das klemmbrett her?
*** *** *** *** *** ***
Signaturen sind unwichtig.
So oder so hat jtsn recht. Ich hoffe wirklich, dass die Navigation nicht zu sehr auf Radwege fokusiert ist – insbesondere nicht auf die gefährlichen Straßenbegleitenden.
Was braucht ein Fahrradnavi?
- Ausschluss von Strecken, die nicht befahren werden dürfen (Autobahnen, Kraftfahrstraßen u.ä.).
- Routing über echte Abkürzungen (gute Feldwege, durchlässige Sackgassen usw.)
- Einbezug der Belagsqualität (Asphalt, Schotter, wassergebunden usw.)
- Einbezug von Steigungen und Gefällen bei der Geschwindigkeitsberechnung.
- Möglichkeit, einen Geschwindigkeitsschnitt anzugeben (Ich will kein Routing mit 15 km/h, bloß weil jemand das für ein normales Fahrradtempo hält. Der Schnitt darf dann natürlich beim Routing je nach Gelände angepasst werden. (s.o.)
- Und eben eine Option, Strecken mit (benutzungspflichtigen) Radwegen zu meiden. Diese sind nicht nur gefährlich sondern erhöhen auch die Fahrzeit um 50-100%.
- Natürlich sollte es auch eine Radtourismus-Option für Leute, die keinen Wert auf zügiges Ankommen legen, geben.
Radix schrieb:
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> - Und eben eine Option, Strecken mit (benutzungspflichtigen) Radwegen zu
> meiden. Diese sind nicht nur gefährlich sondern erhöhen auch die Fahrzeit
> um 50-100%.
So ein quatsch
Fahradfahrer sollen vom richtigen verkehr getrennt fahren, das ist für alle besser. Denn Sie sind langsamer unterwegs und unsicherer. Autos können nicht umfallen fahradfahrer schon
Radwege sind eine gute sache für alle. Fusgänger behaupten ja auch nicht, das der gehweg gefährlich wäre und man dort langsamer unterwegs ist wie auf der strasse!!!
Ihr seid wohl City-Biker.
Es gibt Gegenden mit abgetrenntem Radweg an der Landstraße. Die Alternativen sind meist Umwege.
Und wirklich viele Radfahrer fahren dort nicht.
Für Touristen und Leute, die keine Autos mögen gibts natürlich auch andere Routen.
Wer aus der bösen Großstadt kommt, kennt das natürlich nicht.
Ansonsten habt ihr aber Punkte aus der Praxis genannt. Sowas ist hier selten.
OSM-Realtime-Mapping am J2ME-Handy wäre nett. Leider gibt es das wohl nicht. Dann würde man ergänzen, was grade noch fehlt.
Erst die Wege, dann relevante Points-Of-Interests also Briefkästen, Telefonzellen, Supermärkte, Haltestellen, Sitz-Bänke usw.
Opel fahrer schrieb:
> So ein quatsch
>
> Fahradfahrer sollen vom richtigen verkehr getrennt fahren, das ist für alle
> besser. Denn Sie sind langsamer unterwegs und unsicherer. Autos können
> nicht umfallen fahradfahrer schon
Für den Fall, dass das nicht bloß ein Trollversuch ist: Quatsch ist, was Du schreibst. Tatsache ist, dass Radwege im Vergleich mit der Fahrbahn ein vielfach erhöhtes Unfallrisiko aufweisen. Die meisten Unfälle finden nämlich nicht im Geradeausverkehr statt, sondern wenn einer der Teilnehmer abbiegt. Radfahrer verunfallen nicht, indem sie umfallen, sondern werden von abbiegenden Kfz umgefahren.
> Radwege sind eine gute sache für alle.
Sie sind in erster Linie eine gute Sache für Autofahrer. Und weil wir in einem Autofahrer-Land leben, werden auch so viele davon gebaut. Die dadurch verursachten Abbiegeunfälle nimmt der gewöhnliche Opel-Fahrer billigend in Kauf, wenn er dafür zwei Sekunden schneller am Ziel ist.
StefanS schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Opel fahrer schrieb:
> > So ein quatsch
> >
> > Fahradfahrer sollen vom richtigen verkehr getrennt fahren, das ist für
> alle
> > besser. Denn Sie sind langsamer unterwegs und unsicherer. Autos können
> > nicht umfallen fahradfahrer schon
>
> Für den Fall, dass das nicht bloß ein Trollversuch ist: Quatsch ist, was Du
> schreibst. Tatsache ist, dass Radwege im Vergleich mit der Fahrbahn ein
> vielfach erhöhtes Unfallrisiko aufweisen. Die meisten Unfälle finden
> nämlich nicht im Geradeausverkehr statt, sondern wenn einer der Teilnehmer
> abbiegt. Radfahrer verunfallen nicht, indem sie umfallen, sondern werden
> von abbiegenden Kfz umgefahren.
Das heisst aber nicht, dass Radwege ansich gefährlich sind, sondern eben diese "Kreuzungspunkte". Daran sollte man arbeiten.
> > Radwege sind eine gute sache für alle.
>
> Sie sind in erster Linie eine gute Sache für Autofahrer. Und weil wir in
> einem Autofahrer-Land leben, werden auch so viele davon gebaut. Die dadurch
> verursachten Abbiegeunfälle nimmt der gewöhnliche Opel-Fahrer billigend in
> Kauf, wenn er dafür zwei Sekunden schneller am Ziel ist.
Dummes Gelaber (sorry) eines Rad-Nazis. Niemand, ausser völlig Gehirnamputierten, nimmt sowas billigend in Kauf. Ich behaupte doch auch nicht, dass Radler billigend in Kauf nehmen, in der FuZo die Ommas über'n Haufen zu rennen.
Bei allen dieser Gruppen gibts es Volldeppen, klar. Aber die stellen doch nicht den "Durchschnitts"-Autofahrer, -Radfahrer, -Busfahrer dar.
> - Und eben eine Option, Strecken mit (benutzungspflichtigen) Radwegen zu
> meiden. Diese sind nicht nur gefährlich sondern erhöhen auch die Fahrzeit
> um 50-100%.
Also wenn du natürlich der Ansicht bist, dass du auch innerstädtisch deinen 40er Schnitt halten musst, dann lass dir sagen, dass das einfach nicht möglich, bzw. rücksichtslos ist.
Zum Thema gefährlich: Ich weiß nicht, ob es jetzt gefährlicher ist, rechts neben den Autos auf der Straße vorbeizufahren oder auf dem Radweg. Aber auch beim Radfahren hilft es machmal, etwas "vom Gas runtergehen" und auf Fußgänger und Autofahrer achten.
Das sind ja hier fast die gleichen Argumente, wie die von Leuten, die meinen, sie müssten auf der Autobahn 200 fahren und drängeln, weil sie ja so wichtig sind.
Radler vom Dienst schrieb:
-----------------------------------------------------------------> Zum Thema gefährlich: Ich weiß nicht, ob es jetzt gefährlicher ist, rechts
> neben den Autos auf der Straße vorbeizufahren
????
Wieso NEBEN den Autos? ich fahre VOR den Autos mittig auf der Spur, wo ich gut gesehen werde und sich niemand eng vorbeidrängeln kann. DAS ist nämlich gefährlich. Von aufschwingenden Türen rechts geparkter Autos ganz zu schweigen.
Also: Auch als Radfahrer IMMER MITTIG FAHREN.
Opel fahrer schrieb:
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> Fahradfahrer sollen vom richtigen verkehr getrennt fahren, das > ist für alle besser.
1) Radfahrer sind richtiger Verkehr.
2) Von der Trennung profitiert niemand wirklich.
-> Radfahrer fühlen sich zwar oft sicherer, verunfallen aber (auch deswegen) häufiger. Außerdem sind Radwege leider grundsätzlich minderwertige Verkehrswege.
-> Autofahrer überschätzen den wenn sie kurz hinter einem Fahrrad warten müssen, maßlos. Dafür erhöhen Radwege die Unfallgefahr und kosten Parkplätze. (Ohne Radweg könnte die Fahrbahn auch eher so gebaut werden, dass Radfahrer mit ausreichendem Abstand in der Spur überholt werden können.
-> Fußgänger haben noch nicht einmal gefühlte Vorteile. Sie haben den Bordstein nicht mehr für sich, was besonders übel für Kinder, Senioren und Menschen mit Behinderung ist. Entsprechend steigt auch für sie die Unfallgefahr. Der Platz für Radwege wird oft den Fußwegen weggenommen.
3) Auch die StVO sieht die Trennung von Rad- und sonstigem Kfz-Verkehr eigentlich nur als absolute Ausnahme vor.
> Denn Sie sind langsamer unterwegs und unsicherer. Autos können
> nicht umfallen fahradfahrer schon
Vielleicht sollten dann auch Motorräder auf die Radwege?
Das unterschiedliche Tempo ist in der Praxis selten ein Problem, zumal es auch andere, ähnlich schnelle Verkehrsarten gibt, die nicht auf Radwege dürfen / müssen.
Fahrzeugverkehr untereinander ist wesentlich besser kompatibel als Fahrradverkehr und Fußgänger. Das liegt an den grundlegend anderen Bewegungsmustern. Außerdem fühlen sich Fußgänger nicht als Verkehr. Sie passen auf dem Bordstein nicht auf und sollten dies mMn auch nicht müssen.
> Radwege sind eine gute sache für alle. Fusgänger behaupten ja
> auch nicht, das der gehweg gefährlich wäre und man dort
> langsamer unterwegs ist wie auf der strasse!!!
Im Gegensatz zu Radwegen gibt es auch weder Untersuchungen, die dies belegen, noch legt es meine persönliche Erfahrung nahe. Wobei ich es nicht einmal für ausgeschlossen halte, dass der Verkehr ohne Gehwege sicherer wäre. Die Autofahrer wären dann vermutlich insgesamt vorsichtiger und langsamer unterwegs.
yellow dog linux schrieb:
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> Ihr seid wohl City-Biker.
Ich wohen auf dem Land und fahre regelmäßig mit dem Fahrrad in die Innenstadt. Ich kenne also beides.
> Es gibt Gegenden mit abgetrenntem Radweg an der Landstraße. Die
> Alternativen sind meist Umwege.
Nein, die Alternative ist die Landstraße. Radwege sind selbst wenn sie straßenbegleitend sind, in der Regel Umwege. (Mehr Steigungen, Verschwenkungen und Wartepflicht an Kreuzungen, schlechterer Belag, keine so geradlinige Linienführung wie die Fahrbahn und in unbekannten Gebieten muss man damit rechnen, dass der Radweg plötzlich endet oder in die Pampa abbiegt.
> Und wirklich viele Radfahrer fahren dort nicht.
Wo? Auf den Landstraßen, den Umwegen oder den Radwegen?
> Für Touristen und Leute, die keine Autos mögen gibts natürlich > auch andere Routen.
Touristen bevorzugen in der Regel Wege ganz abseits der großen Straßen. Diese stellen allerdings oft große Umwege dar, sind schlecht beschildert und oft nur Mountainbike-tauglich. Das liegt wohl auch daran, dass vornehmlich straßenbegleitende, benutzungspflichtige Radwege gefördert werden.
BikerJäger schrieb:
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> Das heisst aber nicht, dass Radwege ansich gefährlich sind,
> sondern eben diese "Kreuzungspunkte". Daran sollte man arbeiten.
Erstens sind diese Gefahren prinzipbedingt. Es ist nun einmal keine gute Idee, Geradeausfahrer rechts von den Rechtsabbiegern zu führen. Ganz zu schweigen von linksseitigen Radwegen und ähnlichem gefährlichen Unfug. Außerdem sind dies nicht die einzigen, sondern allenfalls die größten Gefahren von Radwegen. Fast alle typischen Fahrradunfallursachen lassen sich direkt oder indirekt auf Radwege zurück führen.
Zweitens ist der Sicherheitsgewinn durch Radwege zwischen den Kreuzungspunkten schon dadurch sehr begrenzt, dass im Längsverkehr ohnehin kaum Unfälle passieren. Ausgerechnet an Kreuzungen, wo die meisten Unfälle passieren, sind Radwege nachteilig.
> Dummes Gelaber (sorry) eines Rad-Nazis. Niemand, ausser völlig
> Gehirnamputierten, nimmt sowas billigend in Kauf.
Autofahrer vielleicht nicht, aber Verkehrsplaner schon. Oder sie sind einfach unqualifiziert. Die erhöhte Unfallgefahr durch Radwege wurde jedenfalls mehrfach nachgewiesen. Wer trotzdem Radwege baut, hat offenbar einen Grund, den er wichtiger findet als Gesundheit und Leben von Radfahrern.
> Bei allen dieser Gruppen gibts es Volldeppen, klar. Aber die
> stellen doch nicht den "Durchschnitts"-Autofahrer, -Radfahrer, -> Busfahrer dar.
Es wurden die Verkehrtplaner vergessen. Da scheint es allerdings wirklich der Durchschnitt zu sein.
Radler vom Dienst schrieb:
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> Also wenn du natürlich der Ansicht bist, dass du auch
> innerstädtisch deinen 40er Schnitt halten musst, dann lass dir > sagen, dass das einfach nicht möglich, bzw. rücksichtslos ist.
Und warum ist dies bei Autofahrern (abgesehen von den körperlichen Grenzen) möglich und nicht rücksichtslos?
Keine Frage, auf Radwegen ist die nicht möglich. Da sind 20 Km/h oft schon deutlich zu schnell.
Auf der Fahrbahn kann man deutlich schneller fahren und ist trotzdem sicherer unterwegs als auf Radwegen.
> Zum Thema gefährlich: Ich weiß nicht, ob es jetzt gefährlicher > ist, rechts neben den Autos auf der Straße vorbeizufahren oder auf dem Radweg.
Definitiv auf Radwegen. Übrigens auch auf Radfahrstreifen, denn ohne diesen reservierten Platz dürften die meisten Radfahrer wesentlich vorsichtiger sein, wenn sie an wartenden Autos vorbei fahren.
> Aber auch beim Radfahren hilft es machmal, etwas "vom Gas
> runtergehen" und auf Fußgänger und Autofahrer achten.
Das entscheidende Wort ist "manchmal". Auf Radwegen muss man ständig bremsen, langsam machen aufpassen, kurz warten usw. Das ist auf der Fahrbahn in diesem Maß nicht notwendig.
> Das sind ja hier fast die gleichen Argumente, wie die von
> Leuten, die meinen, sie müssten auf der Autobahn 200 fahren und > drängeln, weil sie ja so wichtig sind.
Nein, das sind ganz andere Argumente. Rasen und Drängeln auf der Autobahn erhöht die Sicherheit von niemandem. Es geht hier um nichts anderes als Gleichberechtigung. Ich will mit dem Fahrrad da fahren dürfen, wo ich am sichersten und gleichzeitig am zügigsten unterwegs bin – so wie ich es mit dem Auto auch darf.
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