... die von google kommt. Und gerade deswegen wird der Aufschrei wieder groß werden.
Und was ist daran gut, Herr Jubelperser?
Geringere Latenzen für den Nutzer.
Weniger Traffic für die ISP da direktere Verbindungen.
Daten sind schneller unterwegs.
Daten haben kürzere Wege.
Unnötige DNS Anfragen fallen weg.
Unnötige Umleitungen fallen weg.
Und was ist daran schlecht Herr Hassprediger?
Plötzlich kann der DNS mitloggen, woher der Nutzer kommt. Die Vorteile kannst Du auch einfacher haben, in dem Du schaust, was denn der nächste DNS-Server war. Es gibt in der Regel keine langen Ketten.
Mitloggen ging vorher auch, Zuordnung mit gewissem Aufwand ebenfalls. Zudem wird wie zu lesen nur ein Teil übermittelt.
Es gibt beim derzeitigen DNS Protokoll IMMER lange Ketten. Eine direkte Zuordnung wie hier geplant ist NIE möglich. Gerade in ländlichen Gegenden stehen zuständige DNS Server oft hunderte Kilometer entfernt.
Casandro schrieb:
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> Plötzlich kann der DNS mitloggen, woher der Nutzer kommt. Die Vorteile
> kannst Du auch einfacher haben, in dem Du schaust, was denn der nächste
> DNS-Server war. Es gibt in der Regel keine langen Ketten.
Und als nächstes kommt die Idee, das du zum DNS Server der Wahl deines Providers umgeleitet wirst, weil der "näher" ist, das der dann den "von der Leyen" Filter hat, ist nur ein kleiner Nebeneffekt...
Nein, die langen Ketten gibt es nicht. Wenn ich x.y.z. anfrage, dann geht das so:
Ich->Provider-DNS
Provider-DNS->root
Provider-DNS->DNS z.
Provider-DNS->DNS y.z.
Und bei den meisten ISPs geht die Verbindung ins Internet über vielleicht 2 Stellen. Selbst wenn Google in jede Stadt ein Rechenzentrum stellen würde, die ISPs würden da nicht effizient hinrouten. Und die DNS-Server der ISPs stehen auch da, wo es ins Internet geht, bzw da wo überhaupt Router stehen. Du darfst nicht glauben, dass T-Online zum Beispiel für München mehr als eine Hand voll Access-Router stehen hat. Da werden viele Hauptverteiler erst mal per ATM zusammengefasst, bevor das zu einem Router geht.
Viel sinnvoller wäre es einen "Please Cache"-Header bei IPv6 einzuführen, mit dem Du sagen kannst, dass dieses Paket zu einer Verbindung gehört, die Du bitte transparent gecached haben möchtest. Unterstützt das ein Router, so wird er das Paket, wenn Kapazitäten frei sind, zu einem transparenten Proxy weiter leiten, wenn nicht, so wird das Paket unverändert weiter geschickt.
@Lars154
Wenn tatsächlich in "ländlichen Gegenden" die DNS Server so weit wegstehn, werden aber sicher auch keine Applikationsserver dann in der Nähe stehn oder?
Also ich halte das auch für keine gute Idee. Die Optimierung der Latenz wird schon ausreichen, wenn sie wie bisher die IP des DNS der Anfrage auswerten.
Ich geh davon aus, dass fast alle Internetnutzer den DNS ihrers Providers nutzen und dass nicht in jedem Bundesland ein eigener Applikationsserver der Firmen steht.
Selbst wenn(!!) Google in jeder großen Stadt einen Server hinstellen sollte, wäre es nur Google, die das tun und sich leisten könnten.
Casandro schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Nein, die langen Ketten gibt es nicht. Wenn ich x.y.z. anfrage, dann geht
> das so:
>
> Ich->Provider-DNS
> Provider-DNS->root
> Provider-DNS->DNS z.
> Provider-DNS->DNS y.z.
Die Kette ist immer noch viel zu lang. Die Anfragen werden nicht an die Root-DNS durchgereicht, sondern in der Regel auf einem DNS des Providers gecached. Das Update des Caches erfolgt dabei nicht synchron zu den Anfragen.
Eine Standortbestimmung sollte dennoch nur mit Einverständnis des Nutzers möglich sein, genauso wie die Angabe anderer persönlicher Daten. Ich hätte kein Problem damit, meinen Standort auf den Raum Hamburg einzugrenzen. Mit den technischen Möglichkeiten heutzutage kann man je nach Provider bis zur letzten Vermittlungsstelle den Standort ohne Probleme bestimmen.
Und nicht nur das! Jetzt heisst es nichtmehr:
"Hey, heisse Girls aus *nächst Gelegener DNS-Server-Standort* wollen dich kennenlernen"
sondern:
"Hey, heisse Girls aus *dein Wohnort* wollen dich kennenlernen"
Kann ganz witzig sein wenn man in so nem 20 Seelen-Kaff lebt und sich bei den Bildern fragt... "Mensch, die kenn ich ja garnicht!"
MfG,
der freundliche Howler aus der Nachbarschaft
> Geringere Latenzen für den Nutzer.
> Weniger Traffic für die ISP da direktere Verbindungen.
das trifft nur auf dienste zu die tatsächlich in mehreren rechenzentren verteilt sind, also grosse sachen wie google, youtube, facebook, etc.
die webseite von lieschen müller wird damit nicht schneller, ehr langsamer weil man für zonen zuständige server nicht mehr einfach cachen kann und dann immer den ganzen rekursiven lookup machen muss. wenn jemand geo-codierte dns antworten geben will, dann geht das schon heute.
Geolocation hat im DNS nix verloren, Anycast muss auf Routingebene implementiert werden.
Lars154 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
>
>
> Es gibt beim derzeitigen DNS Protokoll IMMER lange Ketten. Eine direkte
> Zuordnung wie hier geplant ist NIE möglich. Gerade in ländlichen Gegenden
> stehen zuständige DNS Server oft hunderte Kilometer entfernt.
10-20 Stellen sind nicht lang für eine DNS-Auflösung,
zumal die meisten Server die IPs ohnehin schon gecached haben,
und dies auch immer tun werden.
Win: tracert -d google.com
andere: traceroute google.com
Gruß
Multikern schrieb:
> 10-20 Stellen sind nicht lang für eine DNS-Auflösung,
> zumal die meisten Server die IPs ohnehin schon gecached haben,
> und dies auch immer tun werden.
> Win: tracert -d google.com
> andere: traceroute google.com
Und was hat das jetzt nochmal Traceroute mit DNS zu tun?
Es wäre sinnvoller immer auf den schnellsten Server zu zeigen und nicht auf den nächst gelegenen (langsammen).
Wenn es tatsächlich lokale Server für ein Dienst geben sollte, werden die in den Ballungsgebieten hoffnungslos überlastet sein während die auf dem Lande gar nicht benutzt werden. Eine sinnvolle aufteilung wäre besser.
Also wers nicht checkt was google mit seinen ganzen "sinnvollen" Innovationen bezweckt, der hats auch nicht anders verdient.
Lest euch doch einfach mal die Meldungen zu Google Vorschlägen oder Google Technologie der letzten 12 Monate durch...
Lars154 schrieb:
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> Geringere Latenzen für den Nutzer.
latenzen sind doch heute durch routing eh meist gering, außer man will nach china oder brasilien.
> Weniger Traffic für die ISP da direktere Verbindungen.
ist auch durch routing abgefackelt. es sei denn, die server stehen zufällig direkt beim isp, bzw. haben eine ip aus deren pool.
> Daten sind schneller unterwegs.
dazu müsste ein maß geben, um die server zu klassifizieren. wenn alle gleich wären von der performance her. daher nur evtl. schneller.
> Daten haben kürzere Wege.
das ist richtig.
> Unnötige DNS Anfragen fallen weg.
dns-anfragen stellen wohl das kleinste problem dar und wird durch caching eh schon optimiert. sehe ich keinen handlungsbedarf.
> Unnötige Umleitungen fallen weg.
das kommt wieder aufs routing an.
> Und was ist daran schlecht Herr Hassprediger?
und was ist daran nun entschieden gut? im übrigen gibt es bereits pfiffige verfahren, siehe akamai.
Original Standard schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> ... die von google kommt. Und gerade deswegen wird der Aufschrei wieder
> groß werden.
Genau. Ebenso sonnvoll wie das kostenlose office von google und die Kalender- und Kontakte-Verwaltung, zu welchen google auf Wunsch der US-Regierung eine Hintertür zum ungestörten "durchstöbern" eingebaut hat. Vielen Dank.
Weitere Beispiele:
"OHO! Sie haben eben eine von uns als illegal klassifizierte Seite angefordert! In den nächsten Tage erhalten Sie ein Bußgeldbescheid im Namen der Plattenindustrie!"
"OHO! Sie haben eben eine DNS-Anfrage bez. einer vermeintlichen Kinderporno-Seite aufgegeben! Wir haben soeben Strafanzeige erstattet!"
Noch mehr?
> Kann ganz witzig sein wenn man in so nem 20 Seelen-Kaff lebt und sich bei den Bildern fragt... "Mensch, die kenn ich ja garnicht!"
Oder wenn es die eigene Mutter,Tochter,Nichte,Postbotin ist.....MUUUHHHAAA
Öhm wenn du Windows benutzt oder eine andere Software aus Amerika dann lach ich mich kaputt...
sosohoho schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Original Standard schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > ... die von google kommt. Und gerade deswegen wird der Aufschrei wieder
> > groß werden.
>
> Genau. Ebenso sonnvoll wie das kostenlose office von google und die
> Kalender- und Kontakte-Verwaltung, zu welchen google auf Wunsch der
> US-Regierung eine Hintertür zum ungestörten "durchstöbern" eingebaut hat.
> Vielen Dank.
> Weitere Beispiele:
> "OHO! Sie haben eben eine von uns als illegal klassifizierte Seite
> angefordert! In den nächsten Tage erhalten Sie ein Bußgeldbescheid im Namen
> der Plattenindustrie!"
> "OHO! Sie haben eben eine DNS-Anfrage bez. einer vermeintlichen
> Kinderporno-Seite aufgegeben! Wir haben soeben Strafanzeige erstattet!"
> Noch mehr?
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