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Google, der ADHS-Patient ...

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  1. Google, der ADHS-Patient ...

    Autor AndyGER 14.11.11 - 17:15

    ... der muss ständig was neues, anderes, besseres ausprobieren, machen, tun. Sonst wird ihm schnell langweilig. Kaum verliert er an dem einen oder anderen Projekt das Interesse oder es mangelt an medialer Aufmerksamkeit, werden die Leinen gekappt und mal eben kurz zuvor begonnene Dienste und Services wieder beendet und geschlossen.

    Das alles wäre ja halb so schlimm, wenn Google sich nebenbei sozusagen immerhin noch um ihre anderen Sorgenkinder kümmern würde oder man den Eindruck gewinnen könnte, hier liefe irgend etwas koordiniert ab. Dem ist leider nicht so. Hier mal ne neue Oberfläche, dort pro Jahr ein Dutzend neuer Features. Von Kontinuität keine Spur und Kundenwünsche werden nur sporadisch erhört.

    Google ruht sich aus auf ihrem anhaltenden Erfolg ihrer Suchmaschine. Alles andere, so scheint es mir, ist nur Hobby und Spaß. Das schließt das mobile OS Android mit ein, denn Anwender haben hier nicht einmal einen wirklichen Support. Wer seinen Job ernst nimmt, macht ihn anders.

    Ich halte Google zunehmend für eine Seifenblase. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann diese platzt ... :-)

    ===============================================================
    Its Time to think. More Different ...

  2. Re: Google, der ADHS-Patient ...

    Autor vulkman 14.11.11 - 17:48

    AndyGER schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... der muss ständig was neues, anderes, besseres ausprobieren, machen,
    > tun. Sonst wird ihm schnell langweilig. Kaum verliert er an dem einen oder
    > anderen Projekt das Interesse oder es mangelt an medialer Aufmerksamkeit,
    > werden die Leinen gekappt und mal eben kurz zuvor begonnene Dienste und
    > Services wieder beendet und geschlossen.
    >
    > Das alles wäre ja halb so schlimm, wenn Google sich nebenbei sozusagen
    > immerhin noch um ihre anderen Sorgenkinder kümmern würde oder man den
    > Eindruck gewinnen könnte, hier liefe irgend etwas koordiniert ab. Dem ist
    > leider nicht so. Hier mal ne neue Oberfläche, dort pro Jahr ein Dutzend
    > neuer Features. Von Kontinuität keine Spur und Kundenwünsche werden nur
    > sporadisch erhört.
    >
    > Google ruht sich aus auf ihrem anhaltenden Erfolg ihrer Suchmaschine. Alles
    > andere, so scheint es mir, ist nur Hobby und Spaß. Das schließt das mobile
    > OS Android mit ein, denn Anwender haben hier nicht einmal einen wirklichen
    > Support. Wer seinen Job ernst nimmt, macht ihn anders.
    >
    > Ich halte Google zunehmend für eine Seifenblase. Es ist nur eine Frage der
    > Zeit, wann diese platzt ... :-)

    Hm... seh ich nicht so. Google ist halt ein Paradebeispiel agiler Softwareentwicklung: Sehr kurze Releasezyklen, sich laufend verändernde Produkte und schnelle Strategiewechsel sind da einfach an der Tagesordnung. Ich finde aber nicht, dass das bei Google grundsätzlich was schlechtes ist. Immerhin haben sie es in sehr kurzer Zeit geschafft, Android von einem Witz (1.6) zu einem ernsthaften Player im Mobile Business (2.2) zu machen, und ihre großen Produkte Search, Maps, Mail, Docs und Adwords funktionieren tadellos.

    Und im Gegensatz zu anderen Unternehmen ihrer Größe sind sie dabei wahnsinnig schnell (s. Microsoft, die haben zur gleichen Zeit angefangen, Apple zu imitieren, und werden jetzt erst langsam konkurrenzfähig). Da ist es nur logisch, dass sie auch schneller Ideen umsetzen und wieder fallen lassen, wenn sie sich nicht bewähren.

    Und was den Hobby-Charakter angeht: Das seh ich so auch nicht. Alles, was Google tut, hat nur einen Zweck: Die Reichweite ihres Kernprodukts Suche + Adwords zu erhöhen. Deswegen machen sie ja auch Android, nicht weil sie Menschenfreunde mit zu viel Zeit sind. Sie nutzen dabei geschickt die Früchte der Arbeit echter Menschenfreunde (GNU Linux) und reichern sie mit ihren Closed Source Angeboten, die wiederum die Reichweite ihrer Plattform erhöhen, an. Das ist durchaus intelligentes Geschäftsgebaren.

  3. Re: Google, der ADHS-Patient ...

    Autor Threat-Anzeiger 15.11.11 - 02:19

    AndyGER schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... der muss ständig was neues, anderes, besseres ausprobieren, machen,
    > tun. Sonst wird ihm schnell langweilig. Kaum verliert er an dem einen oder
    > anderen Projekt das Interesse oder es mangelt an medialer Aufmerksamkeit,
    > werden die Leinen gekappt und mal eben kurz zuvor begonnene Dienste und
    > Services wieder beendet und geschlossen.
    >
    > Das alles wäre ja halb so schlimm, wenn Google sich nebenbei sozusagen
    > immerhin noch um ihre anderen Sorgenkinder kümmern würde oder man den
    > Eindruck gewinnen könnte, hier liefe irgend etwas koordiniert ab. Dem ist
    > leider nicht so. Hier mal ne neue Oberfläche, dort pro Jahr ein Dutzend
    > neuer Features. Von Kontinuität keine Spur und Kundenwünsche werden nur
    > sporadisch erhört.
    >
    > Google ruht sich aus auf ihrem anhaltenden Erfolg ihrer Suchmaschine. Alles
    > andere, so scheint es mir, ist nur Hobby und Spaß. Das schließt das mobile
    > OS Android mit ein, denn Anwender haben hier nicht einmal einen wirklichen
    > Support. Wer seinen Job ernst nimmt, macht ihn anders.
    >
    > Ich halte Google zunehmend für eine Seifenblase. Es ist nur eine Frage der
    > Zeit, wann diese platzt ... :-)


    das sagt der, der früher eine Signatur mit aufmerksamkeitsbitten für so ziemlich alles an social networks hatte, die länger war als die meisten seiner posts... hast du dich schonmal auf ADHS testen lassen?

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