Gibt doch bereits Frequenzen für UMTS und LTE. Wozu braucht man dann in diesem Spektrum auch noch welche? Seh ich das richtig, dass da seeehr viele "Kanäle" gebündelt werden müssten, um an die Geschwindigkeit von z.B. LTE heranzukommen? Also noch mehr, als bei den existierenden Techniken?
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Aus zweierlei Gründen:
- Weil immer mehr Menschen Geräte mit mobilem Internetzugang nutzen, die aktuellen Fequenzen also beizeiten hoffnungslos überlastet sein werden.
Da ein relevanter Teil dieses Traffic von Klein-, und Kleinstanfragen (Instant Messanging, FB-Statusupdates, ...) produziert wird, bei denen Latenz nur begrenzt wichtig ist, wäre die Nutzung dieser Frequenzen dafür gut geeignet.
- Viel Interessanter finde ich allerdings, das "damit mobile Sprachtelefonie unmöglich" würde... .
Was heißt das konkret?
Das die Bundesnetzagentur mobile Telefonie abschaffen will?
Mitnichten. Nur wird in ein paar Jahren niemand mehr im herkömmlichen Sinne telefonieren, sondern a la Skype/VOIP/... das ganze über das mobile Internet, und nicht mehr über das schrecklich unsichere und veraltete GSM-Netz, abwickeln.
Weil man dafür natürlich aber kein Geld mehr verlangen kann, protestiert die VATM.
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lalelu schrieb:
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> - Viel Interessanter finde ich allerdings, das "damit mobile
> Sprachtelefonie unmöglich" würde... .
> Was heißt das konkret?
Garnichts. Sprachtelefonie läuft auch perfekt über 3G, wie es z.B. Japan schon seit Jahren Standard ist. Einziger Nachteil wäre der höhere Stromverbrauch von 3G, wobei heutige Telefone ja auch nur noch zum telefonieren auf GSM zurückfallen.
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Ich denke Telefonie wird in Deutschland auch über 3G abgewickelt zusätzlich zusätzlich zu GSM. Nur LTE hat keinen Telefonieteil soweit ich weiß, das soll es über VoIP realisiert werden.
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Naja, bitte nicht so einseitig denken.
> Nur wird in ein paar Jahren niemand mehr im herkömmlichen Sinne telefonieren,
> sondern a la Skype/VOIP/... das ganze über das mobile Internet, und nicht mehr über
> das schrecklich unsichere und veraltete GSM-Netz
Das ist ja eine super Argumentation. Bitte einmal die wertenden Adjektive weglassen, sonst wird es Polemik. Also kommt heraus: "Nur wird in ein paar Jahren niemand mehr im herkömmlichen Sinne telefonieren, sondern a la Skype/VOIP/... das ganze über das Internet, und nicht mehr über das GSM-Netz". Wieso du auch schreibst, dass man kein Geld mehr dafür verlangen kann, Daten zu übertragen, weiß ich nicht.
Nun, das nennt man dann eine selbsterfüllende Prophezeiung:
GSM weg -> Alle MÜSSEN diese VOIP-Qualität (Ich habe da echt noch keine gut verständliche Sprache ohne massive Aussetzer erlebt) in Kauf nehmen -> Da niemand mehr GSM benutzt, braucht man es also gar nicht -> Alle brauchen noch mehr Internet, damit sie wieder telefonieren können -> Abschaltung der restlichen GSM-Frequenzen -> Mission erfüllt.
potentielle Nachteile, die ich sehe:
- Viel mehr Energiebedarf der Handys, wenn sie zum breitbandigen Dienst gezwungen werden, den manche sonst nur sporadisch anschalten.
- Eine Welle an notwendigen Neuanschaffungen. Das betrifft: Sicherheitskameras, Notfallhardware, Sensoren und Meldegeräte mit GSM-Technik, GSM-Handys, die man den Kindern gab, damit die im Notfall erreichbar sind.
- Noch mehr Datenaufkommen, über das jetzt schon gestönt wird.
- Höhere Kosten für den Endverbraucher, der neue Verträge eingehen muss.
- Notrufnummern funktionieren nicht mehr.
- Handys werden unsicherer, weil sie als BOT-Netzteilnehmer missbraucht werden. Sie bieten sich dazu regelrecht an mit ihrer permanenten Onlineanbindung und der gesteigerten Rechenkapazität.
potentielle Vorteile:
Da fällt mir nichts ein, was nicht heute schon möglich wäre. Das kann vielleicht jemand anderer ergänzen.
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Endwickler schrieb:
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> Naja, bitte nicht so einseitig denken.
>
> > Nur wird in ein paar Jahren niemand mehr im herkömmlichen Sinne
> telefonieren,
> > sondern a la Skype/VOIP/... das ganze über das mobile Internet, und nicht
> mehr über
> > das schrecklich unsichere und veraltete GSM-Netz
>
> Das ist ja eine super Argumentation. Bitte einmal die wertenden Adjektive
> weglassen, sonst wird es Polemik. Also kommt heraus: "Nur wird in ein paar
> Jahren niemand mehr im herkömmlichen Sinne telefonieren, sondern a la
> Skype/VOIP/... das ganze über das Internet, und nicht mehr über das
> GSM-Netz". Wieso du auch schreibst, dass man kein Geld mehr dafür verlangen
> kann, Daten zu übertragen, weiß ich nicht.
>
> Nun, das nennt man dann eine selbsterfüllende Prophezeiung:
> GSM weg -> Alle MÜSSEN diese VOIP-Qualität (Ich habe da echt noch keine gut
> verständliche Sprache ohne massive Aussetzer erlebt) in Kauf nehmen -> Da
> niemand mehr GSM benutzt, braucht man es also gar nicht -> Alle brauchen
> noch mehr Internet, damit sie wieder telefonieren können -> Abschaltung der
> restlichen GSM-Frequenzen -> Mission erfüllt.
>
> potentielle Nachteile, die ich sehe:
> - Viel mehr Energiebedarf der Handys, wenn sie zum breitbandigen Dienst
> gezwungen werden, den manche sonst nur sporadisch anschalten.
> - Eine Welle an notwendigen Neuanschaffungen. Das betrifft:
> Sicherheitskameras, Notfallhardware, Sensoren und Meldegeräte mit
> GSM-Technik, GSM-Handys, die man den Kindern gab, damit die im Notfall
> erreichbar sind.
> - Noch mehr Datenaufkommen, über das jetzt schon gestönt wird.
> - Höhere Kosten für den Endverbraucher, der neue Verträge eingehen muss.
> - Notrufnummern funktionieren nicht mehr.
> - Handys werden unsicherer, weil sie als BOT-Netzteilnehmer missbraucht
> werden. Sie bieten sich dazu regelrecht an mit ihrer permanenten
> Onlineanbindung und der gesteigerten Rechenkapazität.
>
> potentielle Vorteile:
> Da fällt mir nichts ein, was nicht heute schon möglich wäre. Das kann
> vielleicht jemand anderer ergänzen.
"Der Weltraum - unendlich weiten. Wir Schreiben das Jahr 46571,2."
Die alte Leier mit der Sprachqualität hat soooo einen Bart.
alleine der Satz "Da fällt mir nichts ein, was nicht heute schon möglich wäre"
Warum benutzt du nicht deinen alten VHS-Recorder wenn er noch funktioniert?!
mimimimimi - mehr kommt da nicht bei rum.
cc
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Endwickler schrieb:
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> Das ist ja eine super Argumentation. Bitte einmal die wertenden Adjektive
Look who's talking:
> - Eine Welle an notwendigen Neuanschaffungen. Das betrifft:
> Sicherheitskameras, Notfallhardware, Sensoren und Meldegeräte mit
> GSM-Technik, GSM-Handys, die man den Kindern gab, damit die im Notfall
> erreichbar sind.
Meine Pferdekutsche war auch erst 80 Jahre alt als ich sie wegschmeissen musste weil ich kein Ersatzpferd mehr bekommen konnte und deswegen eines dieser neumodischen Ottomobile kaufen musste.
> - Noch mehr Datenaufkommen, über das jetzt schon gestönt wird.
Die Geister die ich rief? Nicht unser Problem wenn die Provider mehr Bandbreite verkaufen als sie haben, ist natuerlich schon eine sauerei das diese lästigen Kunden nun ihr Volumen auch ausnutzen, das war im Businesscase ganz und gar nicht vorgesehen...
> - Höhere Kosten für den Endverbraucher, der neue Verträge eingehen muss.
In meinen Verträgen steht keine Technologie drin; ich habe "Telefon". Wie das die Teleboing abwickelt ist egal. Und, was zum Geier schliesst Du fuer Verträge ab, die noch bis >2017 laufen?!
> - Notrufnummern funktionieren nicht mehr.
Was haben Notrufnummern mit der Technik zu tun?! "SIM-Lose-Notfallhandys", wie sie einige in Deutschland rumliegen, funktioneren seit mehr als zwei Jahren nichtmehr, da muss man nicht warten bis GSM abgestellt wird. Dasselbe gilt auch fuer Dein C-Netz Gerät, es gibt bei keinem Gerät eine Garantie, das es, ein Jahrzehnt nachdem Du es irgendwo eingelagert hast, noch funktioniert.
> - Handys werden unsicherer, weil sie als BOT-Netzteilnehmer missbraucht
> werden. Sie bieten sich dazu regelrecht an mit ihrer permanenten
> Onlineanbindung und der gesteigerten Rechenkapazität.
Doh, auch das, was hat das mit der Funktechnik zu tun?! "Always-on" devices gibts in den meisten Ländern (ausser Deutschland, natuerlich) seit den 90ern, im Mobilfunk seit 2000.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.05.12 20:20 durch jayrworthington.
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lalelu schrieb:
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> Aus zweierlei Gründen:
> - Weil immer mehr Menschen Geräte mit mobilem Internetzugang nutzen, die
> aktuellen Fequenzen also beizeiten hoffnungslos überlastet sein werden.
> Da ein relevanter Teil dieses Traffic von Klein-, und Kleinstanfragen
> (Instant Messanging, FB-Statusupdates, ...) produziert wird, bei denen
> Latenz nur begrenzt wichtig ist, wäre die Nutzung dieser Frequenzen dafür
> gut geeignet.
Lässt sich die Latenz so wirklich verbessern? Gibts nicht noch genug andere verwendbare Frequenzbänder?
> - Viel Interessanter finde ich allerdings, das "damit mobile
> Sprachtelefonie unmöglich" würde... .
> Was heißt das konkret?
> Das die Bundesnetzagentur mobile Telefonie abschaffen will?
> Mitnichten. Nur wird in ein paar Jahren niemand mehr im herkömmlichen Sinne
> telefonieren, sondern a la Skype/VOIP/... das ganze über das mobile
> Internet, und nicht mehr über das schrecklich unsichere und veraltete
> GSM-Netz, abwickeln.
> Weil man dafür natürlich aber kein Geld mehr verlangen kann, protestiert
> die VATM.
Ich weiß nicht, ich finde die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass mich übers Internet jemand abhört, als über GSM... Machbar ist natürlich beides, aber bei GSM ist doch der Aufwand viel höher?
Außerdem wäre ich froh, wenn UMTS mal besser ausgebaut würde. Bis zum nächsten 3G Netz muss ich 8km weit fahren. Das müsste ja schon massiv ausgebaut werden, damit GSM verzichtbar wäre... Ich mein, in der Stadt gibts überall 3G, aber fahr mal aufs Land. Hat GSM nicht eine viel höhere Reichweite?
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HerrMannelig schrieb:
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> Gibt doch bereits Frequenzen für UMTS und LTE. Wozu braucht man dann in
> diesem Spektrum auch noch welche? Seh ich das richtig, dass da seeehr viele
> "Kanäle" gebündelt werden müssten, um an die Geschwindigkeit von z.B. LTE
> heranzukommen? Also noch mehr, als bei den existierenden Techniken?
Das Spektrum hat Null mit der Sendetechnik zu tun. UMTS und LTE sind vor allem andere Kodierungsverfahren und MIMO-Technologien. In welchem Frequenzband die verwendet werden ist schnurzegal.
Problem ist: Man kann die spektrale Effizienz (wieviele bit pro Sekunde und Hertz Spektrum übertragen werden) nicht beliebig erhöhen, d.h. irgendwann braucht man wieder mehr Bandbreite im Spektrum um mehr Daten zu übertragen und genau das ist hier gemeint: Mehr Bandbreite im Spektrum bedeutet mehr Übertragungskapazität gesamt, ergo mehr pro User oder mehr User
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HerrMannelig schrieb:
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> Gibt doch bereits Frequenzen für UMTS und LTE. Wozu braucht man dann in
> diesem Spektrum auch noch welche? Seh ich das richtig, dass da seeehr viele
> "Kanäle" gebündelt werden müssten, um an die Geschwindigkeit von z.B. LTE
> heranzukommen? Also noch mehr, als bei den existierenden Techniken?
Der Hintergrund ist einfach das auch bei der Sprachtelefonie die Zukunft VoIP heißt. Sprich für diese angestrebte Entwicklung spielt GSM bzw. die herkömmliche Sprachtelefonie keine Rolle mehr. Das Problem dabei ist, das dabei eben entsprechend große Datenströme entstehen und dafür braucht es eben Bandbreite. Leider kommt man dahingehend jedoch leider nicht so recht voran bei den Anbietern und den Herstellern der Hardware.
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Endwickler schrieb:
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> - Eine Welle an notwendigen Neuanschaffungen. Das betrifft:
> GSM-Handys
Welch überraschung. Wenn man eine Technik abschaltet, sind die entsprechenden Geräte unbrauchbar. Ist nicht wahr. Nur: Who cares? Das war beim C-Netz nicht anders, und jeder wusste das es auch bei GSM passieren wird. GSM war nie als Lösung für alle Zeit gedacht.
> die man den Kindern gab, damit die im Notfall erreichbar sind.
Wir sprechen von 2017. Bitte wer gibt den Kindern heute ein Handy, das sie dann noch brauchen? Und wer würde 2017 ein GSM Handy kaufen? Ich wäre sehr überrascht, wenn es diese dann noch geben würde.
Wir sprechen doch nicht von JETZT, wir sprechen von in 5 Jahren. Darauf kann man sich einstellen.
Bis in 5 Jahren haben die meisten schon 3x ihr Handy gewechselt.
> potentielle Vorteile:
> Da fällt mir nichts ein, was nicht heute schon möglich wäre. Das kann
> vielleicht jemand anderer ergänzen.
Mehr Bandbreite für Daten. Das WOLLEN die Nutzer. Das alleine reicht absolut.
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Also ich finde, das ist eine seltsame Diskussion hier. Glaubt jemand im Ernst, dass die Sprachtelefonie nicht in bisheriger Qualität sichergestellt werden wird? Also wirklich, man kann sich auch an ungelegten Eiern totessen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.05.12 14:57 durch ww.
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Mal abgesehen von den unsachlichen Kommentatoren, die nichts konstruktives schreiben und unreflektierte Technikgläubigkeit demonstrieren:
Ja, ich halte es für möglich, dass die Sprachtelefoniequalität nicht sichergestellt wird. Auch wenn GSM viel mehr Geräte als nur Handys betrifft, so sind diese die bekanntesten und an die mimimi-Schreiber: Ich habe noch gute Alternative gehört.
Bis 2017 ist noch Zeit und sicher muss sich eine Bundesnetzagentur Gedanken machen, wie man aus den Frequenzen noch Geld herausholt, weil dann die Verträge ausliefen.
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"Ich habe noch gute Alternative gehört. "
Da fehlt ein "keine" vor "gute".
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LH schrieb:
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> Mehr Bandbreite für Daten. Das WOLLEN die Nutzer.
Dann sollen die Anbieter einfach die Zellen verkleinern, mehr Sendeanlagen aufstellen = Bandbreite satt! Die Überlastung im UMTS-Netz kommt nur noch von den Basisstationen. Und wenn man da nicht aufstockt, hat man 2017 das gleiche Problem wie heute, egal wieviele Frequenzen da noch frei werden.
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