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  5. › Hyperloop: Die Slowakei will den…

Warum eigentlich ne Röhre?

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  1. Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: Moe479 11.03.16 - 14:19

    Das geht doch auch ohne Röhre auf konventionellen Scheinen mit weniger Aufwand:

    http://www.google.com/patents/DE3823623A1?cl=de

    900Km/h sollte auf dem Kontinent für sich ausreichend schnell sein, oder?

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  2. Luftreibung

    Autor: RvdtG 11.03.16 - 14:39

    kT

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  3. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: ShinGouki 11.03.16 - 15:32

    Nein 1200 km/h oder schneller wären besser. Von München nach Hamburg in 30 Minuten. Außerdem kann man auf die Röhre Solarzellen machen welche Strom für die Strecke liefern.

    PS: natürlich ist der Luftwiderstand das Problem, es soll ja möglichst Energie effizient sein



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.03.16 15:33 durch ShinGouki.

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  4. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: Moe479 11.03.16 - 17:38

    Wurde denn die Energieverschwendung für den Röhrenbau mit eingerechnet, und das mit den Fotovoltaikzellen .... ähhhhm das versperrt doch nur die schöne Aussicht bei der Fahrt ... die sollte man besser daneben stellen ... dann hat man auch weniger Wuchs an der strecke und noch mehr Aussicht ;-)

    Ich meine das Röhrenlose Konzept mit konventionellen Schienen als Führung mit Gleitfläche dazwischen hat seine eigenen Vorteile, so könnte die Strecke auch für langsamere/schwerere/ältere Schienenfahrzeuge genutzt werden.

    Die 900Km/h war jetzt nur vom Konzepter als Vmax angedacht um unterm Überschallknall zu bleiben - wegen der Anwohner ...
    Erheblich weniger Reibung hat es schon auch ohne Röhre, selbst die Beschleunigungsräder sollen ja wie die Führungsbleche luft-geschmiert laufen und zum rangieren einfach die Hover-Wagons und Triebwagen mit hochgefarenen Führungsblechen seitwärts von Gleis zu Gleis schieben und auch dabei drehen zu können wäre schon eine Zeit und platzsparende Variante.

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  5. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: Ach 12.03.16 - 02:57

    Überleg mal was du mit der Röhre für eine Platz sparst. Praktisch kannst du die durch(oder über/unter) die Fußgängerzone leiten. Nichtmal die Röhrenwände fangen durch den Schall an zu schwingen, da der Zug durch ein Vakuum rast. Mit Überrschall durch die Innenstadt sozusagen. Das Lautstärkeproblem erübrigt sich also, vollkommen Wetterunabhängig und praktisch ist überhaupt kein Sicherheitsabstand mehr von Nöten(Vergleich dazu mal die Abmaße und Einschränkungen einer Intercitystrecke), und obendrauf kommt dann der unerreicht geringe Energieverbrauch. Soweit jedenfalls die Argumente für diesen Zug...

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  6. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: M.P. 12.03.16 - 11:13

    Daß das Ganze geräuschlos sein wird, ist ziemlich ausgeschlossen.

    Der durch die Röhre fliegende Körper muss mit der Wand in irgendeiner Weise wechselwirken, um getragen zu werden. Wenn man dazu noch Standard-Rohre aus dem Pipeline-Bau verwendet, wird das wohl eher sogar deutlich hörbar sein, wenn da gerade eine Rohrpostsendung zugestellt wird...

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  7. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: Ach 12.03.16 - 18:06

    >Daß das Ganze geräuschlos sein wird, ist ziemlich ausgeschlossen.

    Das weist du überhaupt nicht.

    >Der durch die Röhre fliegende Körper muss mit der Wand in irgendeiner Weise wechselwirken, um getragen zu werden.

    Das Schweben auf einem Luftkissen oder auf einem Magnetfeld wäre lautlos. Etwas anderes ist es, wenn Rollen zum Einsatz kämen.

    >Wenn man dazu noch Standard-Rohre aus dem Pipeline-Bau verwendet, wird das wohl eher sogar deutlich hörbar sein, wenn da gerade eine Rohrpostsendung zugestellt wird...

    Wieso das? Hast du Erfahrungen gesammelt mit der Lautstärke von festen Körpern die durch "Standard-Rohre aus dem Pipeline-Bau" gesendet wurden? Wenn wo? Erzähl mal...

    Lautstärketechnisch ist der Zug äußerst vielversprechend. Die Rohrform ist schon mal eine Form, die sich grundlegend gegen Eigenschwingungen zur Wehr setzt. Wie effektiv Rohre Schall aufhalten, dass kann man beispielsweise an dem Restgeräusch einer Pistole mit Schalldämpfer demonstrieren, wobei ja schon von Beginn an relativ wenig Energie in das System gesteckt wurde, wegen der besonderen Effektivität des Zuges im Vakuum. Wo weniger Energie, da weniger Geräusch. Die Wände des Hyperloops sind soviel ich weiß zudem zweischalig.

    Wie gesagt gibt es trotzdem noch reichlich Eigenschaften, die den Hyperloop wiederum in Frage stellen könnten. Die Geräuschemissionen und der Platzbedarf gehören aller höchster Wahrscheinlichkeit aber nicht zu denen. 1000% voraussagen kann man natürlich auch das nicht, im Endeffekt muss immer die Praxis über unvorhergesehene Schwierigkeiten aufklären.

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  8. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: Moe479 13.03.16 - 02:38

    Erst einmal schreibe ich auch nicht aus der Position der generellen ablehnung, ich habe mich und euch gefragt ob es nicht ohne röhre auch bzw. besser/flexibler/einfacher ginge, so dass der Zug auf entsprechend präparierten vorhandenen strecken eingesetzt werden kann.

    Was mir z.B. nicht klar ist, wie ein schmierendes Luftpolster im 'Vakuum' dort bleiben soll wo es schmieren soll, dass strömt doch durch die es umgebende 'Lehre' dann viel schneller auseinander als sonst!?!

    Woher bekommt der Zug im Vakuum diese Luft, führt der sie mit? Ich dachte die Röhre sei normal mit Umgebungsluft gefüllt und die Turbine vorne am Zug saugt diese an, zieht damit den Zug vorwärts und die eingesaugte verdichtete Luft wird über Düsen um den Zug als Gleitfilm ausgestoßen ... zumindest suggeriert mit das Konzept-Bild von SpaceX diese Funktionsweise:



    Ich würde sagen, nichts mit 'Vakuum' bei dem Funktionsprinzip, im 'Vakuum' benötigt man neben auch keine schnittigen Formen ... gibt ja 'nichts' zu verdrängen ...

    Hören wird man das Ding schon durch die Röhrenwand, die wird zumindest vom Luftpolster schlagartig auseinander gedrückt wenn Zug durchs Rohr gleitet und springt dahinter zurück ... das wird man schon wahrnehmen in der Umgebung, klar kann man die Röhren-Wand steifer/dicker machen, aber das bedeutet noch mehr Material ...

    Und wie wird das Ding eigentlich mit Energie versorgt, hat es einen Tesla-Akku für die Turbine, oder soll ein Induktionfeld in der Röhre anliegen?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 13.03.16 02:54 durch Moe479.

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  9. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: Ach 13.03.16 - 07:17

    >Erst einmal schreibe ich auch nicht aus der Position der generellen ablehnung, ich habe mich und euch gefragt ob es nicht ohne röhre auch bzw. besser/flexibler/einfacher ginge, so dass der Zug auf entsprechend präparierten vorhandenen strecken eingesetzt werden kann.

    Genauso habe ich das auch verstanden, das ist doch alles super :]. Ich habe daraufhin einfach versucht mit den IMHO Vorzügen und Versprechungen des Konzeptes zu antworten, weil die anscheinend noch nicht ganz klar wahren. Wenn du mich nach Kritik fragst, dann würde ich das aufwändige Beladen/Besteigen nennen(Die Kräfte auf so ein Vakuum sind wirklich unverschämt groß, da ist die Konstruktion allein von diesem Punkt aus gesehen eine wirklich kritische und nur mit viel Aufwand zu meisternde Herausforderung), und das Problem, dass die Passagiere vor allem auch optisch so von der Außenwelt abgeschnitten sind.



    Die Lautstärke betreffend:

    wenn sich eine Schallwelle gen einer geraden Wand bewegt, dann gerät diese Wand relativ einfach in Schwingung indem die sich durchbiegt. Genau das funktioniert aber nicht bei einer Röhre. Die Röhrenwand wird vom steigendem Druck nicht auf Durchbiegung beansprucht sondern auf Zug entlang des Röhrenumpfangs, und die nötigen Kräfte in Stahl eine Materialdehnung zu bewirken, sind um ein vielfaches höher als die, die eine einfache Biegung bewirken. So eine Röhrenform ist eben zäh und widerspenstig gegen jegliche Verformung. Eine Längendehnung von Stahl wird dementsprechend auch nie in ein Federn(sprich: Schwingen) übergehen, vielmehr geht eine Dehnung voll ins Material und verliert sich dabei in Wärme.




    Das Vakuum betreffend:

    doch, es herrscht ein sehr starkes Vakuum im Innern der Bahn, und trotzdem reicht die Restgaßmenge aus, ein tragendes Luftpolster unter dem Zug zu erzeugen, ab einer gewissen Geschwindigkeit jedenfalls(Zur Erinnerung: Der Luftwiederstand steigt mit der Geschwindigkeit im Quadrat, der Zug bewegt sich mit bis zu 1200 km/h). Gerade in der Röhre, in der die Luft ja nicht zur Seite ausweichen kann, währen die enormen Geschwindigkeiten unter Normaldruck nicht realisierbar. Der Zug würde eher zusammengequetscht, bzw. würde die Röhre eher bersten, noch ehe die 800 km/h erreicht währen. In dem Nahevakuum dagegen hilft gerade der Zwang der Röhre, genauso wie du es bereits beschrieben hast, die Restluft in den Kompressor zu zwingen und dort weiter zu verdichten.

    Auf der Hyperloopsseite finden sich ein paar Entwurfszeichnungen und Erklärungen zu diesen Punkten in denen dann auch die Kühlung und noch ein paar andere Aspekte mit berücksichtigt werden.

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  10. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: Ach 13.03.16 - 07:42

    Betreff der Energie noch:

    Der Zug will sich über eine fette mitgeführte Batterie mit Energie versorgen :).

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  11. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: baumhausbewohner 13.03.16 - 08:56

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie effektiv Rohre Schall aufhalten, dass kann man beispielsweise an
    > dem Restgeräusch einer Pistole mit Schalldämpfer demonstrieren,

    Naja der Schalldämpfer unterdrückt nur den knall an der Mündung/ der Druckausgleich zwischen außen Welt und Lauf . Der knall beim zünden bleibt erhalten und wird nicht gedämpft. Ist nicht wie im Fernsehen oder cs, dass man kaum was hört. Der Schuss wird zwar gedämpft ist aber immer noch relativ laut ;)

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  12. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: Moe479 13.03.16 - 10:07

    Urgs, die muss dann auch noch mal 'schnell' geladen oder gewechselt werden damit der Zug annähernd 24/7 durchdüsen kann ... und beschleunigt werden will das zusätzliche Gewicht auch ... gut dafür keine Oberleiungen ... obwohl warum nicht zwei Leitungen an der Oberseite der röhre ... bei schnell fahrenden Zügen schleift da heute auch nichts sondern es bilden sich kurze Lichtbögen zwischen Leitungen und Abnehmer ... und die pumpen müssen ja auch auf der Streckenlänge sowieso versorgt werden ...

    Thema Kabineninnendruck, der muss auch noch gehalten werden, was passiert dort bei einem defekt auf halber Strecke ... ein Flugzeug könnte möglichst schnell absinken? Wird beim Hyperloop der Tunnel schnell belüftet werden, wird dafür ein hinter dem Zug gelegenes Tunnelsegment eröffnet? Was ist mit einer Evakuierung bei z.B. einem Brand im Zug oder wenn einfach nur der Antrieb ausfällt?

    Sicherlich etwas viel Schwarzmalerei dabei, aber allgemein hätte ich bei einem Projekt mit derartig viel unkonventionellem Anteil und tasten an verschiedenen Grenzregionen des Machbaren schon 'Zukunftsängste', dass allein ein Teil nicht im erwarteten Ausmaß gut funktioniert wäre schon ein Desaster. Das ist weit mehr als eMotor und Batterie auf einem konventionellem Chassis auf erprobter Wegstrecke ... das ist schon eine gewaltige Hochhausnummer aus dem quasi Nichts, daran ist schon sehr sehr viel neu bzw. weitgehend unerprobt!

    Warten wir erst einmal auf die erste Version in Crayvalley!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.03.16 10:15 durch Moe479.

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  13. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: Ach 13.03.16 - 19:27

    Solche oder solch ähnliche Bedenken plagen mich ebenso. Geradezu bizarr wirken da so einige dieser euphorischen Crowdfunding Unternehmen mit ihren irre knappen Zeitplänen inklusive des "in wenigen Jahren" aus dem Bericht. Vielleicht geht es ja auch nur darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen, k.A., aber wegen der Bedenken hatte ich die Röhre auch von Anfang an nicht wirklich ernst genommen. Wenn man aber mal nur zum Test annimmt, dass die Probleme, die mit dem Druckgefälle einher gehen, gelöst würden, dann ist der Gewinn solch eines Transportmittels ebenso irre wie die Probleme. Jede Flugverbindung zwischen zwei Städten die durch einen Hyperloop verbunden sind, würde komplett überflüssig. Hinzu kommt der geringen Platzverbrauch und die problemlose Integration(im Vergleich zur Schiene) in die Innenstädte.

    Technisch sprichst du mit dem "schnell an Höhe verlieren" bei Problemen in einem Flugzeug vielleicht eher von einem Druckverlust in der Kabine statt von einem Brand? Denn bei einem Feuer hilft es ja nicht an Höhe zu verlieren, vielmehr muss man einen Platz zum landen finden! Bei einem Feuer, insbesondere bei einem Kabelbrand ist man in einem Flugzeug einfach mal aufgeschmissen :]. Aber ok, so witzig ist das nicht.

    Was den Akku betrifft, mit der richtigen Strommenge wird man einen endprechenden Akku in 15 bis 25min laden können. Auch ist ja, wie schon mehrfach erwähnt, der Energiebedarf nicht sehr hoch, der Akku braucht nicht übergroß werden. Insgesamt sehe ich da nicht so das Problem, auch wenn es vielleicht nicht so dumm wäre, eine Energieversorgung via Stromschienen zu integrieren. Ich befürchte, dass da noch ein dritter Punkt mitspielt. Eines von Alon Musks Lieblingsthema ist ja das elektrische Flugzeug. Er sieht darin einen großen Vorteil gegenüber dem Düsenflugzeug beim Fliegen in sehr großen Höhen. Große Höhen versprechen wegen des immer geringeren Luftwiderstands einen sehr geringen Sprittverbrauch, mit dem Problem, dass Düsentriebwerken der Sauerstoff ausgeht. Elektrischen Antrieben ist das natürlich egal. Also könnte sich in 15 bis 25 km Höhe ein Elektroflieger mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit und Effizienz fortbewegen. Und ich denke, dass vieles von diesem Gedankengut im Hyperloop Entwurf gelandet ist, ob das jetzt gut oder schlecht ist. Wenn man es sich mal überlegt, sind die Bedingungen in der Röhre und in 30 km Höhe ja auch gar nicht mal so verschieden :].


    Die Notfallvorkehrungen betreffend

    Ich denke, dass die Konstrukteure nicht um Schleusen in definierten Abständen umher kommen, und sei es nur zur Wartung der Röhre. Als Notbremse könnte man so bestimmte Streckenabschnitte abschotten und schrittweise mit Außenluft fluten. Sollte der Zug fahruntüchtig werden, dann müssten die Fahrgäste erst mal an dem Kompressorrad vorbei kommen. Da bin ich mal gespannt, wie das Problem gelöst werden will :]. Ab dann wäre es ein Fußmarsch bis zur nächsten Schleuse, falls da nicht irgendwo eine Rettungsfahrvorrichtung in der Röhre vorhanden ist.


    Insgesamt sehe ich da aber keine Katastrophe auf uns zurollen, die einen Berg ungelöster Fragen auf die Menschheit loslässt, sondern ich sehe da eine Idee, die gerade mitten in der Phase ist sich durch ihren konzeptimmanenten Problemwald durchzudenken. Kein Grund zur Panik, das ist der Werdegang jedes neuen Konzeptes und die Lösungen werden kommen. Die Frage ist am enden weniger die ob es funktioniert, und eher die, ob der Aufwand dem Nutzen gerecht wird.


    Jo, warten wir auf Crayvalley :].

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  14. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: Ach 13.03.16 - 19:45

    baumhausbewohner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Naja der Schalldämpfer unterdrückt nur den knall an der Mündung/ der
    > Druckausgleich zwischen außen Welt und Lauf . Der knall beim zünden bleibt
    > erhalten und wird nicht gedämpft. Ist nicht wie im Fernsehen oder cs, dass
    > man kaum was hört. Der Schuss wird zwar gedämpft ist aber immer noch
    > relativ laut ;)

    Ja ok, wahr vielleicht nicht der beste Vergleich :]. Dummer Weise hat diese "Röhre" eben auch zwei Öffnungen aus denen Schall ausdringt. Mir fällt aber gerade auch kein besseres Beispiel ein. Eine in einer Röhre eingesperrte Explosion wäre vielleicht passender...

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  15. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: M.P. 14.03.16 - 14:24

    Actio == Reactio ist einer der Grundsätze der Physik.
    Auch wenn ein Körper durch ein Luftkissen getragen wird, heißt das nicht, daß er keine Kraft auf die Fläche ausübt, über der er schwebt.
    Würde er keine Kraft auf die Fläche ausüben, über der er schwebt, würde er nicht schweben...
    In dem Moment, in dem der Flugkörper einen Flächenabschnitt erreicht, wird diese sich leicht elastisch verformen, um dann wieder in ihren Ursprungszustand zurückzukehren, wenn er verlassen wird.
    Diese Verformung wird wahrscheinlich zur Schallabgabe führen.
    Ich denke schon, daß das etwas leiser, als eine Bahnstrecke sein wird, aber ein gewisses Geräusch wird unvermeidlich sein. Und wenn man keine zweischaligen Konstruktionen benutzt, wird es sogar ziemlich deutlich hörbar sein...

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  16. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: M.P. 14.03.16 - 14:30

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > funktioniert aber nicht bei einer Röhre. Die Röhrenwand wird vom steigendem
    > Druck nicht auf Durchbiegung beansprucht sondern auf Zug entlang des
    > Röhrenumpfangs, und die nötigen Kräfte in Stahl eine Materialdehnung zu
    > bewirken, sind um ein vielfaches höher als die, die eine einfache Biegung
    > bewirken.

    Quatsch - solange es Gravitation gibt, gibt es durch den Flugkörper eine unsymmetrische Belatung auf die Röhre nach "unten"....
    Da gibt es viele Möglichkeiten für unsymmetrische Lasten usw...

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  17. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: Ach 14.03.16 - 19:36

    >Quatsch - solange es Gravitation gibt, gibt es durch den Flugkörper eine unsymmetrische Belatung auf die Röhre nach "unten"....
    >Da gibt es viele Möglichkeiten für unsymmetrische Lasten usw...

    Du meinst, dass die Röhre abwechselnd in zwei Richtungen ein Oval formt, so wie bei einem Weinglas, das man schwingen lässt indem man mit einem angefeuchtetem Finger über den Rand fährt? Das funktioniert nur solange da kein Verbindungsflansch oder auch Verstärkungsring am Rohr angeschlossen ist(was beim Hyperloop aber in jedem Fall gegeben ist), ansonsten besitzt die Röhre als einfach gekrümmte Fläche tatsächlich keine Freiheitsgrade mehr in denen sie ununterbrochen schwingen könnte. Hinzu kommt noch, dass die Hyperloopwände zweischalig sind. Damit werden dann auch alle Resonanzschwingungen unmöglich gemacht. Mit Gravitation hat das alles nicht viel zu tun.

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  18. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: Ach 14.03.16 - 20:59

    Naa! Es gib da aber noch ein paar mehr Möglichkeiten der Energieumwandlung, in welche der Schall- und Luftdruck übergehen kann :]. Das wäre zum einen die durch die Reibung der Luftmoleküle aneinander entstehende Wärme, zum andern kann die Energie auch einfach dort bestehen bleiben wo sie herkommt, nämlich im Vortrieb des Zuges, ähnlich einem Reifen, der weniger Energie in Walkarbeit verliert wenn er stärker aufgepummt, sprich; wenn er steifer ist. Die HL Kabine versucht auf die Röhre praktisch genauso eine Walkarbeit auszuüben, und zwar nicht in Form einer Schwingung sondern in Form eine zwar tatsächlich unvermeidbare aber lediglich mikroskopisch kleinen Materialdehnung.

    Und noch ein weiterer Punkt kommt hinzu. Das lauteste Abrollgeräusch erzeugt wohl eine Eisenbahn mit ihren Eisenrädern auf den Eisenschienen(Stahl auf Stahl), insbesondere wenn der Zug langsam über einen Gleissegmentübergang rollt. Dagegen ist eine Auto oder Fahrradreifen, insbesondere ein Leichtlaufreifen kaum noch akustisch wahrnehmbar. Erst danach kann man das "Abrollgeräusch" eines auf einem Luftkissen oder auf einem Magnetfeld schwebenden Fahrzeugs einordnen, also sehr, sehr leise :].

    Und noch ein weiterer Punkt kommt hinzu. Je schneller ein Fahrzeug desto geringer die Belastung pro Streckenlänge. Man kennt das aus Filmen(in 80 Tagen um die Welt), selbst die marodeste Brücke kann man überqueren, wenn man nur schnell genug fährt. Praktisch verteilt man die Gewichtskraft des Zuges, und damit die Statische Wirkung auf ein längeres Streckenstück je schneller man sich bewegt. Am Ende des Tages hat man da also eine allmählich, sprich: sehr weich zu und abnehmende und im selben Moment durch die Geschwindigkeit abgeschwächte Krafteinwirkung auf den gerade verlaufenden Streckenabschnitt. In Kurven wird die Krafteinwirkung zwar etwas größer, allerdings muss das Rohr um der Kurve zu folgen entlang seiner Achse gekrümmt sein. Daraus resultieren wiederum zweifach gekrümmte Flächen die um eine weitere Dimension steifer sind als die einfach gekrümmten des geraden Rohres.

    Insgesamt geht es bei diesem Thema mehr oder weniger darum, sich in etwas hineinzudenken, dass man aus dem Alltag überhaupt nicht kennt, Stichwort: kontraintuitiv. Da ist es besser sich unvoreingenommen auf das zu konzentrieren, was die physikalische Logik fordert, statt zu versuchen die Physik in die eigene Alltagserfahrung passend hineinzuquetschen. So kommt mir das jedenfalls ein bisschen vor :]. Der Physik folgend kann der HL kaum anders als ultraleise zu sein. Hier noch ein kleines Video in welche interessante Welt man sich mit der Vakuumisierung der Umgebung begibt:

    ---Interesting vacuum chamber---

    https://www.youtube.com/watch?v=ViuQKqUQ1U8

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  19. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: M.P. 15.03.16 - 10:17

    Um den Flugkörper wird es eine laminare Strömung geben, die Rest-Atmosphäre wird komprimiert, während sie ihn umströmt.

    Die Schwerkraft zieht den Flugkörper nach unten. Dadurch ist der Druck an der Unterseite des Flugkörpers höher, als an der Oberseite. Schon ist die asymmetrische Verformung der Röhre gegeben.

    Zusätzlich wird die Röhre auch noch zwischen den Stützen um einen gewissen Grad durchgebogen, während der Flugkörper durchfliegt....

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  20. Re: Warum eigentlich ne Röhre?

    Autor: M.P. 15.03.16 - 10:19

    Küchenphysik...

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