Klingt banal, aber verständlich: der finanzielle Kollaps. Schwartz wurde mit Milliarden USD Strafen gedroht, Sherman hatte ein scheinbar großes finanziell klaffendes Loch.
Diese Situation trifft viele Unternehmer. Das Problem der großen Genies ist es, sich Fehler einzugestehen und diese auch offen kund zu tun bzw. sich aktiv Hilfe zu suchen. Viele erkennen den Druck nicht, wenn er klein ist, sondern sehen ihn erst, wenn er schon zu groß wird, um ihn alleine bewältigen zu können.
Die Gesellschaft neigt immer mehr zu diesem Phänomen "Wenn der das kann, kann ich das erst recht". Es ist eine Art Überheblichkeit bzw. Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten und Ideen. Klar sieht der Start für eine Idee gut aus, aber die Umsetzung ist ein wesentlich kostspieligerer Prozess. Entweder braucht man mehr Zeit oder mehr Geld. Deswegen ist Kickstarter auch mit gewissen Risiken behaftet. Darüber machen sich z.T. auch die Geldgeber keine Gedanken. Risikobewertung ist so ein schöner Begriff in der Finanzwelt. Diese wird selten von den Geldgebern noch den Unternehmern durchgeführt, weil immer davon ausgegangen wird, dass das Projekt bzw. die Idee ein Erfolg wird. Die Frage ist aber weiterhin: Was passiert, wenn die Idee kein Erfolg wird?
Bei Kickstarter ist das Geld verbrannt. Bei Investoren sieht das je nach vertraglichen Vereinbarungen etwas anders aus. Die wollen gerne ihr Geld zurück und stellen Forderungen für Ersatzleistungen auf, die man natürlich nicht erfüllen kann. Der Druck wächst und wächst und am Ende will niemand dafür verantwortlich sein.
Ich denke, wir sollten wieder vorsichtiger mit Investitionen in Internetunternehmen sein. Es wird zu viel gepokert und am Ende steht ein menschliches Leben in der Verlustrechnung. Wahrscheinlich äußert sich so die moderne .com-Blase, nur dass nicht nur das Geld auf dem Spiel steht sondern auch Menschenleben.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.13 19:19 durch AndyBundy.
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AndyBundy schrieb:
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> kostspieligerer Prozess. Entweder braucht man mehr Zeit oder mehr Geld.
> Deswegen ist Kickstarter auch mit gewissen Risiken behaftet. Darüber machen
> sich z.T. auch die Geldgeber keine Gedanken. Risikobewertung ist so ein
Dem man in der Regel mit dem häßlichen Downsizing begegnet. Warum eine Bude die anscheinend massive finanziellen Sorgen hat 28 Leute beschäftigt ist mir dann auch nicht klar. Dass dürfte wahrscheinlich wie bei allen anderen 80-90% der Kosten ausgemacht haben.
Und warum man bei 30 Personen keine Buchhaltung hat, die dir wenn nicht wöchentlich dann monatlich eine E/A Auf den Tisch liegt, ist auch unklar.
> Bei Kickstarter ist das Geld verbrannt. Bei Investoren sieht das je nach
> vertraglichen Vereinbarungen etwas anders aus. Die wollen gerne ihr Geld
> zurück und stellen Forderungen für Ersatzleistungen auf, die man natürlich
> nicht erfüllen kann. Der Druck wächst und wächst und am Ende will niemand
> dafür verantwortlich sein.
Seed-Geld ist immer weggeworfenes Geld. Dafür kriegst Du auch 10% der Idee für ein paar Cents. Und wenn die Firma 1 Milliarde wert ist, muss man eben auch 100 Mille auf den Tisch legen um den los zu werden. Das ist kein Pappenstiel.
Andere fangen unter 30% gar nicht erst an, aber das ist meist eher dubios.
> die moderne .com-Blase, nur dass nicht nur das Geld auf dem Spiel steht
> sondern auch Menschenleben.
Bei 10.000 von Startups in den USA jedes Jahr sind drei Leben *statistisch* (und nur statistisch!) "irrelevant". Egal wie hart das klingt. Ich sehe da keinen Trend sondern nur Leute, die anscheinend in einen vertikalen Thematik sehr gut waren aber in der horizontalen Breite einfach nicht gewusst haben was sie da eigentlich tun.
Als ich meine Firma gegründet habe, war der erste Auftrag an die Buchhaltung, mir eine Finanzanalyse aus ihrem Tool zu lassen die mir sagt wann mir bei der aktuellen Finanzlage die Kohle ausgeht. Diesen Zettel legt sie mir 10 Jahre später immer noch bei.
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