Ein entscheidender Satz in dem Artikel ist:
[...]den Erfolg illegaler Portale, der keineswegs allein auf der Tatsache basiert, dass sie kostenlos sind, in legale Modelle zu übertragen.
Der Erfolg liegt imho ja vor allem an der einfachen Verfügbarkeit und nicht daran das es kostenlos ist. Wer bei itunes oder wo auch immer einen Song runterladen will, muss sich erst mit einem Haufen Informationen registrieren. Dann muss er für Sachen egal wie alt einen horrenden Preis bezahlen, der teilweise über dem der CD liegt, obwohl die Kosten wesentlich geringer sind. (Etwa 2/3 des Verkaufspreises der CD gehen an den Handel)
Dann stellt man fest, das man von den Songs die man gerne hätte nur einen Teil bei iTunes bekommt, den anderen Teil exclusiv bei Amazon und einen dritten noch irgendwo anders.
Man müsste also 3 mal den kompletten Seelenstriptease inklusive Kreditkarteninformationen machen um alles zu bekommen, was man gern hätte. Und dann können diese Sachen dank DRM und unterschiedlicher Formate noch nicht einmal beliebig abgespielt werden (Auto, Handy, Mobiler MP3 Player, Laptop).
Lädt man die Sachen illegal herunter, bekommt man fast alles und zwar kostenlos, ohne Beschränkungen und anonym.
Ich selbst habe mich oft geärgert, dass es keine einfache Möglichkeit gibt, sich einzelne Lieder herunter zu laden. Insbesondere einige alte Sachen sind legal gar nicht zu bekommen, weder als CD noch als Download, oder sie sind teurer als Lieder aus den aktuellen Charts. Dank YT u.ä. kann man sich inzwischen zumindest ein paar Sachen online anhören, aber nicht jeder ist permanent online und das GEMA Problem tut sein übriges.
Vor allem bei der Kriminalisierung sollte man mal wieder auf ein reelles Maß kommen. Sicher ist das was bei Megaupload oder Kino.to passiert kriminell und muss gestoppt werden, aber den Familienvater, der eine CD für seine Kinder kopiert, den sollte man in Ruhe lassen.
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