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Wo einem heute schon ein "lockerer" Facebook-Eintrag bei der Jobsuche schaden kann?

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  1. Wo einem heute schon ein "lockerer" Facebook-Eintrag bei der Jobsuche schaden kann?

    Autor Charles Marlow 28.11.12 - 16:52

    Bei der derzeitigen Entwicklung wird der Trend wohl eher zu noch mehr Konformismus und Maulhalten gehen.

    Denn wer will schon einen kritischen Standpunkt einnehmen und sich dafür engagieren, wenn es ihm nachweisbar schaden kann - und das auf Jahre hinaus!

    In Grossbritannien z.B. gibt es dbzgl. schon HEUTE Ansätze. Da wird dann der durch eine Prügelei auffällig gewordene 8jährige schnell mal als zukünftiger, potentieller "Gewalttäter" profiliert. Oder der kritische Teenager zum "Terrorsympathisanten" gebrandmarkt. Und diese Daten bzw. Schlussfolgerungen in einer Personalakte werden auch nicht mehr gelöscht. Von der Wiege bis zur Bahre kann man dann jemandem sein "Fehlverhalten" auf's Brot schmieren.

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  2. Re: Wo einem heute schon ein "lockerer" Facebook-Eintrag bei der Jobsuche schaden kann?

    Autor Muhaha 28.11.12 - 16:56

    Wer zu blöde ist das Internet ausserhalb Facebooks zu nutzen und die Segnungen einer hinreichenden Anonymität zu genießen ... das kannst Du diesen Leuten fünftausend Mal vorher haargenau erklären, sie begreifen es erst dann, wenn sie die Kündigung in die Hand gedrückt bekommen. Und manche selbst dann nicht.

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  3. Re: Wo einem heute schon ein "lockerer" Facebook-Eintrag bei der Jobsuche schaden kann?

    Autor Charles Marlow 28.11.12 - 17:11

    Das Problem ist, auch bei anderen sozialen Netzwerken und in Foren ist man heute schon nicht mehr unbedingt sicher, wenn man mal den Mund aufmacht oder etwas über sich preisgibt.

    So kann z.B. eine Bürgerrechts-Seite, die man gern ansteuert, durchaus schon vom Verfassungsschutz betrieben sein und jede IP-Adresse samt Kommentar mitloggen (bereits geschehen bei Webseiten bzgl. G8-Protesten, Castor usw.). Das BKA speichert schon heute jeden, der sich auf ihre Webseite verirrt. (Darum verweist auch Fefe nicht mehr direkt darauf.)

    Noch extremer wird das in Grossbritannien angegangen. Da kann schon einem schon ein missverstandener Twitter-Post usw. ein Rollkommando auf den Hals hetzen. Und die Presse nennt dann unverblümt den Namen und zeigt das Gesicht - auch wenn Du am Ende unschuldig bist. "In dubio pro reo", aber den Schaden und die Stigmatisierung hast zuerst einmal Du. Und die Richter dort urteilen auch schon öfters nicht mehr nach dem gesunden Menschenverstand, sondern als ob man heutzutage besser gar nichts, als etwas Doppeldeutiges sagen sollte.

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  4. Re: Wo einem heute schon ein "lockerer" Facebook-Eintrag bei der Jobsuche schaden kann?

    Autor Floh 28.11.12 - 17:32

    Oder man kommt wegen einem lockerem undurchdachten Ge-Twitter nicht mehr nach Amerika...

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  5. Re: Wo einem heute schon ein "lockerer" Facebook-Eintrag bei der Jobsuche schaden kann?

    Autor Charles Marlow 29.11.12 - 07:59

    Floh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder man kommt wegen einem lockerem undurchdachten Ge-Twitter nicht mehr
    > nach Amerika...

    Die "falsche" Partei- oder Vereinsmitgliedschaft kann dasselbe bewirken.

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