Herr Sigl hat versucht, Diablo 3 psychologisch zu hinterfragen und hat dies auch sehr wohl getan, allerdings mit einem deutlichen Mangel an Wissen, was eben jene Psychologie angeht.
Beschränkt man sich lediglich auf klassisches und operantes Konditionieren, so wird man völlig selbstverständlich zu dem Schluss kommen, dass Diablo III in kürzester Zeit süchtig machen muss. Seit Iwan Petrovich Pawlow, John B. Watson und Burrhus Skinner ist aber einiges passiert in der Psychologie, Soziologie und den Erziehungswissenschaften.
Beschränkte man sich stattdessen nur auf die freudsche Psychoanalyse, so käme man mit Sicherheit auf andere Ergebnisse. M.E. ist es fatal, so man denn zu einem brauchbaren Ergebnis kommen möchte, dermaßen eindimensional zu denken und sich vorher nicht mit den gegebenen Theorien - oder gar mit den eigenen Erwartungen, Vorurteilen und Ängsten zu beschäftigen.
Die fehlende Transparenz in Hinblick auf die sichtbar eingeflossene Verfälschung des vermeintlich wissenschaftlichen führt m.E. auch zu der Spaltung der kommentierenden Community. Ich selbst spiele gerne Diablo III und habe mich schon sehr darauf gefreut.
Zur Meinungsfreieheit brauche ich, glaube ich, nichts mehr zu sagen. Das ist schon ausreichend kritisiert worden.
All jenen, die allerdings meinen, Blizzard habe die Komplexität aus Diablo III genommen, sei gesagt, dass sie doch mal endlich anfangen sollen, Diablo III zu spielen. Es ist um längen komplexer als Diablo II und fordert im letzten Schwierigkeitsgrad jeden. Selbst die Jungs der Progress Gilde "Method" sind eher "hochgestorben" (Presseberichte) als sonst etwas. Wer da eine andere Meinung zu hat, soll sie mir gern zukommen lassen. Am besten mit Beweisvideos, die zeigen, wie einfach Inferno Akt 2 -4 ist.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.05.12 21:17 durch hiddenPro.
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hiddenPro schrieb:
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> M.E. ist es fatal, so man
> denn zu einem brauchbaren Ergebnis kommen möchte, dermaßen eindimensional
> zu denken und sich vorher nicht mit den gegebenen Theorien - oder gar mit
> den eigenen Erwartungen, Vorurteilen und Ängsten zu beschäftigen.
> Die fehlende Transparenz in Hinblick auf die sichtbar eingeflossene
> Verfälschung des vermeintlich wissenschaftlichen führt m.E. auch zu der
> Spaltung der kommentierenden Community.
lolwut? der mann sagt seine persönliche meinung, warum er halt nicht D3 zockt und dafür fehlt ihm der wissenschaftliche background? *facepalm
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"Die fehlende Transparenz in Hinblick auf die sichtbar eingeflossene Verfälschung des vermeintlich wissenschaftlichen führt m.E. auch zu der Spaltung der kommentierenden Community. "
Das ist Logisch nicht haltbar, daher auch keine Erkenntnis, sondern nur eine Vermutung.
Denn:
Kein Artikel der Welt wird ausreichend Wissenschaftlich hinterlegt sein. Wissenschaft ist ein Prozess, eine Momentaufname, das Abbild aktuellen Wissens. Keine Fundamentale Wahrheit.
Es ist nicht möglich eine unangreifbare Position aufzustellen und auf dieser Basis zu argumentieren. Jede "Wahrheit", ob neg. oder pos. erzeugt Spaltung.
Man kann nur mehr oder weniger versuchen, etwas nachvollziehbarer die eigene Erfahrung zu vermitteln und auf die menschliche Vernunft des Lesers hoffen, sodass er es hoffentlich wohlwollend aufnimmt und eventuell konstruktiv kritisiert, besser, evaluiert.
Darum würde ich meinen, keine Wissenschaft bildet Menschlichkeit aus, und menschliche Verhaltensweisen/Erziehung/Vernunft ( nicht nur aber auch nach Lawrence Kohlberg) sind es, die in letzter Instanz darüber bestimmen, wie eine Antwort ausfällt.
Hat man nun eine Situation nie kennengelernt, kann man sie empirisch natürlich nicht nachvollziehen.
Wählt man den Weg des Nachvollzugs durch Ratio, und hält seine Affekte und Gefühlsregungen im Zaun, könnte! man theoretisch nachvollziehen. Doch wer macht das. Man echauffiert sich lieber über jemanden, der sich etwas eingesteht, als selbst Schwäche zu zeigen, und lieber animalisch der ersten Sinnesregung nachzugeben.
Also nicht das Fehlen von Wissenschaft auf Seite des Autoren,
sondern das Fehlen von Sachwissen, weiter Selbsterkenntis und schliesslich Selbstkontrolle auf seiten des Lesers, führte hier zum Shitstorm.
PS: Eventuell wäre es für dich von Interesse in Erfahrung zu bringen, wie Erkenntnisse entstehen. Etwas banal aber doch als Einleitung ausreichend könnte Wiki hier dienlich sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnistheorie
Seid Freud ist sicherlich auch viel Vergangen. Vor allem sind die meisten Thesen Freuds aus der eigenen Empirie und Logikmethode entsprungen und müssen daher für andere Menschen keine gültigkeit haben. Es käme dir besser zu tragen, dich der aktuellen Situation mit eigener Logik zu nähern, anstatt Psychoanalysekataloge zu repetieren. Entscheide dich lieber für den Freigeist, als für den Sophisten.
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