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Die Werbebranche hat sich selbst erschossen

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  1. Die Werbebranche hat sich selbst erschossen

    Autor: chrisliebaer 13.05.13 - 14:07

    Durch immer aggresivere Werbung und mehr blink blink. Früher oder später wird diese Form der Werbung daher auch verschwinden. Es ist eben typsiche BWLer-Denke, wenn man glaubt man treibt das eigene Geschäftsfeld an, indem man die, die es NICHT WOLLEN mit anderen Tricks gängelt.

    Und jeder Webseitenbetreiber, der Werbung geschaltet hat ist dafür verantwortlich. Ihr könntet da nun vom sterbenden Pferd abspringen und die Werbung komplett deaktivieren. Nur interessanterweise würde das nicht einmal etwas bringen. Denn die mit Adblock werden es nicht bemerken und die ohne Adblock generieren keine Einnahmen mehr. So gesehen ist das einfach nur verdient. Nun lebt damit.

    Es liegt nicht an den Internetnutzern, dieses Problem zu lösen. Löst es gefälligst selbst. Das Geschäft läuft scheinbar nicht mehr. Aber das ist kein Grund nun zu betteln (und als genau das sehe ICH PERSÖNLICH das).

    20 Mitarbeiter müssen erstmal alle durchgefüttert werden, das sehe ich gerne ein. Aber das ist genau das Problem, dass die Musikindustrie noch immer hat. Die Leute honorieren eure Arbeit nicht ausreichend. Es ist nun also bei euch neue Konzepte zu finden.

    Auch wenn es ein wenig am Thema vorbei geht: Warum hat heise noch keine reine digitale Version der c't?

    Warum habt ihr nichts, dass ihr in einer Art Abomodell verkaufen könnt? Vielleicht ist ein Abo sogar der falsche Ansatz, denn es ist regelmäßig fällig.

    Ich hätte zum Beispiel gerne verschiedene Bereiche aus verschiedenen Zeitungen in einem einheitlichen Layout. Warum gibt es das nicht? Warum ist die digitale Ausgabe der Zeit auf Android für den Popo? Und warum muss ich die ganze Zeitung kaufen, wenn mich nur Politik und Digitales interessiert? Wir leben in einem Zeitalter, in dem Suchmaschienen Inhalte genau auf mich zuschneiden können, aber meine Zeitung muss ich noch immer im gesamten kaufen.

    All das geht natürlich nur wenn gemeinsam an einem Strang gearbeitet wird. Es funktioniert aber definitiv nicht, wenn man z.B. Benutzer von AdBlocker ausperrt. Mir fällt auf annhieb keine Seite ein, die ich danach noch UNBEDINGT benutzen würde.

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  2. Re: Die Werbebranche hat sich selbst erschossen

    Autor: Garagoos 13.05.13 - 14:13

    +1

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  3. Re: Die Werbebranche hat sich selbst erschossen

    Autor: mav1 13.05.13 - 14:15

    Vor allem, wenn die Werbung nicht so nervig wäre, würden weniger Leute Adblocker einsetzen. Aber auf manchen Seiten (damit ist nicht Golem gemeint) wird man ohne Adblocker bekloppt.

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  4. Re: Die Werbebranche hat sich selbst erschossen

    Autor: Klau3 13.05.13 - 14:19

    chrisliebaer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hätte zum Beispiel gerne verschiedene Bereiche aus verschiedenen
    > Zeitungen in einem einheitlichen Layout. Warum gibt es das nicht? Warum ist
    > die digitale Ausgabe der Zeit auf Android für den Popo? Und warum muss ich
    > die ganze Zeitung kaufen, wenn mich nur Politik und Digitales interessiert?
    > Wir leben in einem Zeitalter, in dem Suchmaschienen Inhalte genau auf mich
    > zuschneiden können, aber meine Zeitung muss ich noch immer im gesamten
    > kaufen.
    Vor einer Woche habe ich mit einer Frau über das Thema diskutiert (sie ist als Managerin für das gestalten des Online Angebots einer Zeitung verantwortlich - die technische Seite, nicht die Inhalte) und meinte das es an den Verlagen läge. Es gibt kaum etwas konservativeres als Zeitungs-Verlage, ach ja doch, Buch-Verlage.

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  5. Re: Die Werbebranche hat sich selbst erschossen

    Autor: martinboett 13.05.13 - 14:21

    ich habs mal kurz ausgestell. 3 Banner oben rechts...TOLL!

    was verdient man an den paar klicks im Monat? 10 Euro?

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  6. Re: Die Werbebranche hat sich selbst erschossen

    Autor: NERO 13.05.13 - 14:29

    Klau3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > chrisliebaer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich hätte zum Beispiel gerne verschiedene Bereiche aus verschiedenen
    > > Zeitungen in einem einheitlichen Layout. Warum gibt es das nicht? Warum
    > ist
    > > die digitale Ausgabe der Zeit auf Android für den Popo? Und warum muss
    > ich
    > > die ganze Zeitung kaufen, wenn mich nur Politik und Digitales
    > interessiert?
    > > Wir leben in einem Zeitalter, in dem Suchmaschienen Inhalte genau auf
    > mich
    > > zuschneiden können, aber meine Zeitung muss ich noch immer im gesamten
    > > kaufen.
    > Vor einer Woche habe ich mit einer Frau über das Thema diskutiert (sie ist
    > als Managerin für das gestalten des Online Angebots einer Zeitung
    > verantwortlich - die technische Seite, nicht die Inhalte) und meinte das
    > es an den Verlagen läge. Es gibt kaum etwas konservativeres als
    > Zeitungs-Verlage, ach ja doch, Buch-Verlage.

    Kann es bestätigen, da ich selbst in der Verlagsbranche tätig bin. Die Verlage haben es einfach verpennt, für auf digitales zu gehen. Das ist einfach so. Oftmals steckt der Fehler aber im Detail. Die Abteilungen, welche sich mit dem "elektronischen Krams" auseinandersetzen und sich darin halbwegs auskennen, kommen aber gar nicht zum Zug, da permanent andere Abteilungen - Lektoren, Marketing oder die "klassische Herstellung" Vorgaben machen. Ergo sieht man sich nicht in der Lage, vernünftige, langfristige Konzepte zu erarbeiten. Marketing macht dann Vorgaben, wie Webshopbestellungen funktionieren sollen und welche Angebote es geben muss. Da wird dann auch nicht groß gefragt, ob und wie es technisch Sinn macht. Da kämpft man erstmal daran, überhaupt einen technischen Stand zu schaffen. An Diversifikation von Content kann man da einfach nicht großartig denken.

    »The sky above the port was the color of television, tuned to a dead channel.«

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  7. Re: Die Werbebranche hat sich selbst erschossen

    Autor: Merlin1 13.05.13 - 14:38

    ... und niemand installiert ja einen AdBlocker "einfach mal so".

    Ich setze doch recht oft neue Rechner auf, wenn ich neue Geräte kaufe, austausche oder sie für Bekannte einrichte.

    AdBlocker installieren steht bestimmt nie auf der Software Liste.

    Dennoch ist er ganz bestimmt nach 1-2 Stunden installiert, aus purer Notwehr, surfen zu wollen ohne Dauerpenetration etwas anderes zu bekommen/zu klicken oder sonstwas als das was man gerade tun möchte.

    Liebe Werbeindustrie, Liebe Verlage,

    hört einfach auf die Leute zu ärgern, dann ärgern sie euch auch nicht mehr.

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  8. [OT] digital c't

    Autor: supersux 13.05.13 - 14:40

    chrisliebaer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch wenn es ein wenig am Thema vorbei geht: Warum hat heise noch keine
    > reine digitale Version der c't?

    afaik gibt es doch eine rein digitale Version mit Kauf via Android/iOS App?

    (was es momentan noch nicht gibt, ist ein rein digitales Abo)

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  9. Re: Die Werbebranche hat sich selbst erschossen

    Autor: ThommyWausE 13.05.13 - 15:02

    chrisliebaer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Durch immer aggresivere Werbung und mehr blink blink. Früher oder später
    > wird diese Form der Werbung daher auch verschwinden.
    Stichwort Las Vegas? Da haben sich die blinkenden Reklameschilder ja glücklicherweise auch nicht durchgesetzt...um mal das Extrembesipiel zu bringen. Oder Times Square, oder oder...
    Die Hoffnung stirbt zuletzt, klar. Aber sie stirbt.

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  10. Re: Die Werbebranche hat sich selbst erschossen

    Autor: Klau3 13.05.13 - 15:23

    Kleine Ergänzung zum Verlags-Kommentar

    Wenn es um Erlöse bei der online Werbung geht kommt man wohl nicht um die IVW herum. Mich würde interessieren inwieweit Golem.de durch die IVW in der Gestaltung ihrer Webseite eingeschränkt wird. Bei kleineren Zeitungen ist es wohl so, dass die online Ausgabe exakt so wie die Papierausgabe aussehen muss, damit die online Ausgabe zum Zeitungs IVW-Wert addiert wird (und das schränkt diese unheimlich ein).

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  11. Re: Die Werbebranche hat sich selbst erschossen

    Autor: hypron 13.05.13 - 15:30

    mav1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor allem, wenn die Werbung nicht so nervig wäre, würden weniger Leute
    > Adblocker einsetzen.

    Dafür ists schon lange zu spät.

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  12. Re: Die Werbebranche hat sich selbst erschossen

    Autor: hypron 13.05.13 - 15:31

    ThommyWausE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > chrisliebaer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Durch immer aggresivere Werbung und mehr blink blink. Früher oder später
    > > wird diese Form der Werbung daher auch verschwinden.
    > Stichwort Las Vegas? Da haben sich die blinkenden Reklameschilder ja
    > glücklicherweise auch nicht durchgesetzt...um mal das Extrembesipiel zu
    > bringen. Oder Times Square, oder oder...

    Man fährt aber nicht nach Las Vegas um sich umgeben von Blinklichtern Texte durchzulesen. ;)

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  13. Re: Die Werbebranche hat sich selbst erschossen

    Autor: mha9172 13.05.13 - 15:41

    +1

    Außerdem: welchen NUTZEN haben diese vielen, vielen(!!!) Nachrichtenseiten eigentlich? Ich komme hier doch nur aus Langeweile her, aber die wird hier nicht wirklich weg geräumt - ich bin auch während ich die "news" lese gelangweilt. Jetzt kommen natürlich wieder doofe Kommentare, aber ich wette mein (beträchliches und definitiv in der Höhe unverdientes, da nicht wirklich was zum Nutzen der Menschheit beitragendes) Jahresgehalt, dass für 90% der Leser solche Seiten alles andere als wirklich essentiell zum Leben sind.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.13 15:44 durch mha9172.

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