Vorweg: Natürlich gibt es Menschen, welche meinen so zwanghaft Onlineinhalte konsumieren zu müssen, sodass diesen Hilfe angeboten werden sollte, weil diese sonst ihr Leben nichtmehr so meistern können wie gedacht.
ABER:
Das Ganze hat nichts mit einer wirklichen / körperlichen Sucht zu tun. Man bekommt keine Krämpfe, keinen Schüttelfrost, keinen Hirnfick, kein sonstwas. Wenn man richtig auf diverse Substanzen abhängig ist, dann kann es sogar tödlich sein demjenigen Süchtigen die Droge zu entziehen. Diese Menschen sind wirklich süchtig.
Das was man hier als Internetsucht bezeichnet ist eher eine Gewohnheit und in 99% der Fälle nicht der Rede wert.
Also bitte nicht übertreiben. Denn sonst wären wir alle süchtig. Süchtig nach Essen, süchtig nach Zucker, süchtig nach Fernsehen, süchtig nach Sex, süchtig nach Sport etc... und wenn wir ehrlich sind, hat jeder von uns soetwas.
Zum Problem wird es erst dann, wenn der normale Tagesablauf nichtmehr eingehalten werden kann und die Probleme deshalb überhand nehmen. Dann ist es gut, wenn man denjenigen hilft.
Letzten Endes hat aber jeder selbst die Verantwortung für sein Leben.
Richtige Sucht ist aber etwas anders.
SoniX schrieb:
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> ABER:
> Das Ganze hat nichts mit einer wirklichen / körperlichen Sucht zu tun.
Das sagte der gute Mann auch nicht.
> Man bekommt keine Krämpfe, keinen Schüttelfrost, keinen Hirnfick, kein
> sonstwas. Wenn man richtig auf diverse Substanzen abhängig ist, dann kann
> es sogar tödlich sein demjenigen Süchtigen die Droge zu entziehen. Diese
> Menschen sind wirklich süchtig.
Überraschung: die psychischen Folgen der Abhängigkeit sind fieser als die rein körperlichen. Ein Cold Turkey ist unschön, aber die körperlichen Folgen flauen, viel, viiiel schneller ab als die psychischen. Wir reden hier von Heroin.
> Das was man hier als Internetsucht bezeichnet ist eher eine Gewohnheit und
> in 99% der Fälle nicht der Rede wert.
Du weißt das, weil ...?
> Also bitte nicht übertreiben. Denn sonst wären wir alle süchtig. Süchtig
> nach Essen, süchtig nach Zucker, süchtig nach Fernsehen, süchtig nach Sex,
> süchtig nach Sport etc... und wenn wir ehrlich sind, hat jeder von uns
> soetwas.
Bitte schlag mal die Definition einer Sucht nach.
> Zum Problem wird es erst dann, wenn der normale Tagesablauf nichtmehr
> eingehalten werden kann und die Probleme deshalb überhand nehmen. Dann ist
> es gut, wenn man denjenigen hilft.
Genau das ist dann auch suchtverhalten. Glückwunsch, Du weißt es ja doch ...
> Letzten Endes hat aber jeder selbst die Verantwortung für sein Leben.
Deswegen gehen die Leute auch freiwillig in diese Suchtberatungsstellen.
> Richtige Sucht ist aber etwas anders.
Weil ...?
Es mag Süchtige geben, aber die Zahlen sind doch an den Haaren herbeigezogen.
Nur weil jemand viel konsumiert ist er eben noch nicht wirklich süchtig.
Man könnte es auch Hobby nennen. Ob man nun 4 Stunden liest oder eben zockt.
Genial ist es natürlich, dass ein Anzeichen der Sucht, dass einem ohne Internet/PC langweilig ist.
Oh Wunder. Einer Leseratte ist ohne Buch auch langweilig.
Ich frage mich auch wo der angesprochene eigene Schaden ist.
"Sie sprechen häufig von Verlangen und haben diesen unwiderstehlichen Drang, Substanzen zu konsumieren oder eben im Internet zu sein oder Glücksspiele zu spielen - obwohl sie wissen, dass sie sich damit schaden."
Weil man die Zeit anders verbringt als der Onkel Doktor es gerne hätte?
Einige Menschen sind Biologisch predestiniert für Suchtverhalten.
Das heisst nur, dass es bei Ihnen schneller passiert (-ren kann).
Süchtig kann jeder Mensch werden.
Indianer, ein Stolzes Volk, eins mit der Natur, und dann vom Alkohol dahingerafft.
Jeder ist empfänglich. Jugendliche auf Ihrer Sinnsuche, mit ihrer Orientierungslosigkeit in der Welt und der medialen Verwirrung erst recht. Jeder hält sich an etwas, dass ihm Halt und Bestätigung gibt.
Ob nun Alkohol oder (Glücks-)spielsucht, Soziale Bestätigung , virtuelle macht (Browsergames )oder Gruppenzugehörigkeit (WoW) bzw alles zusammen ist egal!
Man ist nicht in erster Linie nach dem jeweiligen Medium süchtig, sondern nach dem was es auslöst.
Serotonin,Dopamin, Adrenalin und dem restlichen Hormon Cocktail.
Wer diesen Grundlegenden Aspekt nicht begreift, sollte sich über Süchte anderer (s.o.) erst gar nicht echauffieren.
So lässt sich so manche Sinnsuche überbügeln und es kommt schonmal zur Selbsterkenntnis- und weitergehend Bildungsverweigerung.
Der Kreis schliesst sich.
Oh Wehe man spricht einen süchtigen auf seine Sucht an.
Auf Ignorieren zur gereiztheit bis hin zur tobenden Aggression muss man sich dann einstellen.
Sofern sich dann jemand helfen lassen will und zur Suchtberatung/hilfe geht, sollte dies begrüßt und nicht verlacht werden. Lacht man jemanden aus der an Grippe/Hepatitis oder wenn sogar selbst verschuldet, Aids erkrankt ist?
Pathetisch ist das. Nur klar ist es nicht.
Klingt alles ziemlich theoretisch .
Wer jedoch selbst Süchte verspürt und diese auf längere Zeit bekämpft, oder mindestens an Anderen gesehen hat, wird mit der Zeit zum selben oder ähnlichen Schluss kommen müssen.
Kurz: wenn jemand -zocken- durch -Zigaretten- und das dann durch -Alkohol- ersetzt (reihenfolge beliebig), sollte einsehen, dass es nicht unbedingt am jeweiligen Stoff liegt.
PS: Und gerade die, die sich für am willenstärksten und erfolgreichsten halten, sind zu einem bestimmten Zeitpunkt die potentiellsten Opfer.
PSS: der Beitrag über mir scheint eher von Selbstrechtfertigung gegenüber dem eigenen Verlangen als von Kritik am Artikel zu handeln.
4 Stunden vor Facebook sind noch keine Sucht.
Der "eigene selbstbestimmte Wunsch" das jeden Tag machen zu wollen und es wichtigeren Dingen vorzuziehen, schon.
3 mal bearbeitet, zuletzt am 28.09.11 19:22 durch CyrionX.
> > Das was man hier als Internetsucht bezeichnet ist eher eine Gewohnheit
> > und in 99% der Fälle nicht der Rede wert.
>
> Du weißt das, weil ...?
Weil die Studie, die auch im Artikel angesprochen wurde belegt das nur 1% der deutschen Bevölkerung onlinesüchtug ist. Und wie jetzt auch noch ausgeführt wurde, ist damit nicht nur die Computerspielesucht gemeint sondern auch "beispielsweise Kaufsucht im Internet, Onlineglücksspiel, Onlinegaming und sogar Informationssuche sowie die Sucht, zehn bis zwölf Stunden täglich privat in sozialen Foren oder Netzwerken aktiv zu sein".
Ich behaupte einfach mal, dass zB die Kaufsucht und Onlineglücksspielsucht mit dem Internet nur ein neues Medium gefunden hat. Diese Sucht gab es aber früher schon und sie hängt nicht direkt mit dem Internet zusammen. Zudem ist die Liste da oben nicht vollständig. Wenn man das einzeln aufschlüsselt bleibt wirklich nur ein sehr geringer Prozentsatz an "echten" Onlinesüchtigen übrig, so wie es sie vor dem Internet noch nicht gab.
Meiner Meinung wird hier wieder mal ne Kuh durchs Dorf getrieben. Das frühzeitige vermitteln von Medienkompetenz in Schulen würde vermutlich mehr bringen als das Einrichten von Suchtkliniken für Onlinesüchtige.
////\\\\ - Indie-, Retro-, Hobbygames. Der Blog auf www.asamakabino.de - ////\\\\
Wer weiß wie groß hier die Dunkelziffer ist? Und manch einem mag es vielleicht schon reichen, eine "Gewohnheit" als Sucht zu bezeichnen wenn jemand für "World of Warcraft" oder Ähnliches die Schule blau macht, schlaf vernachlässigt oder sozial verarmt.
Internetsucht, hmmm...
Was genau ist denn nun Internetsucht? Gibt es wirklich Menschen, die einen Torrent-Download von IRGENDWAS anwerfen und sich einfach nur an der Übertragungsgeschwindigtkeit des Download erfreuen, ohne die Absicht zu besitzen, den Downloadinhalt jemals zu verwenden? Dann wäre Internetsucht also eine Befriedigung, sobald irgendwelche Daten durch dei Leitung fließen.
Ich denke das ist hiermit nicht gemeint.. Internet ist also eine für den eigenen Verstand "sinnvolle" Verwendung eines völlig neutralen Mediums. Mit der besten Freundin telefonieren (Skypen), mit nem Freund ein Onlinespiel spielen, Youtube oder ZDF Mediathek anschauen, Chatten, Online-Zeitung lesen, Einzelspieler-Spiele spielen, geschäftlichen Schriftverkehr erledigen, Bestellungen aufgeben (privat oder geschäftlich), Angebote suchen und vergleichen (ehemals Kataloge wälzen), das alles ist Internet. Internet ist also ein Synonym für Informationsaufnahme- und Ausgabe. Alles unter einem Deckmäntelchen...
Ein Beispiel: Ich habe früher jeden Tag gerne jeweils eine halbe Stunde: Nachrichten geschaut, danach das Schmierblättchen der Region gelesen, dann mal in den Otto- oder Ikea-Katalog geschaut, mit meiner Freundin telefoniert, mit nem Kumpel telefoniert, der dann vorbei kam um mit mir zu Pokern und dann hab ich noch im TV gezappt.
Kann ich heut zu Tage alles im Inet erledigen. Sind 3,5 Stunden Kommunikation und zwar bidirektional... Nun gibt es ein Unversalmedium, das Katalgoe, Zeitungen, Telefon und im Grunde auch das Pokern ersetzt. Habe ich aber nun unterm Strich mehr oder weniger getan? Nein - Ich hatte in diesem Fall nur ein omnipotentes Medium. Von dem ich nun, da es alle Kommunikationswege zusammenfasst und universal ist, abhängig bin.
Nur redet davon auch niemand.
Eher von Menschen, die sich den kompletten Tag im Internet aufhalten und würde man es mal abschalten, erst sehr lange überlegen müssten was sie denn nun tun könnten.
Internet als Flucht aus der Realtität.
Man kann es auch wirklich nicht verstehen wollen...
Aber Interessant wie soviele Antworten glauben sich selbstrechtfertigen zu müssen
Dann musst du aber eben belegen, dass die Person "gar nicht anders kann"
anstatt nur Spaß am zocken, lesen, musik hören oder sonstwas zu haben.
Und dies bei über 500.000 Personen allein in Deutschland zu behaupten ist wohl vielleict ein wenig hoch gegriffen, oder?
Es geht mir um die Behauptung, dass es ein absolutes Massenphänomen ist und quasi die Unterstellung, dass alle die relativ viel Zeit vor dem PC verbringen süchtig sein müssen.
Über 80% nutzen das Internet, da sind 500.000 nicht viel.
Ich behaupte sogar allein durch Facebook sind es weitmehr!
Man braucht nicht "gar nicht anders können"
Ein Raucher kann auch mal auf seine Zigarette verzichten. Eigentlich auch mal tagelang. Aber nicht dauerhaft.
(Ich war Raucher) Diese Sucht ist aber offensichtlich. Internetsüchte nicht so sehr, weil der Sprung zum Argument " ich arbeite/spiele/lese sinnvolles" nicht weit weg ist. Und was der Süchtige am liebsten macht ist sich selbst legitimieren, um diese Schwäche (vor sich selbst) zu verbergen.
Wenn im Fragebogen steht: wie oft gehen sie (Schüler) täglich auf Facebook : 2? 5? 10? 20? 50 mal ? bei 50 ist die die Schlussfolgerung ziemlich offensichtlich.
Sucht.
Warum das niemand abzeptieren möchte?
Die wenigsten (Inet junkies) sind sich wirklich offen bewusst, dass sie nach etwas süchtig sind, immerhin würde das Bewusstmachen davon einem quasi verbieten diese Tätigkeit weiter auszuüben, was man aber ja nicht möchte/kann. Die Erkenntnis wird im vorhinein gehemmt. =Ein teufelskreis.
Ebenso will sich niemand eingestehen, dass sovieles, dass er tut, nicht aus freiem Willen sondern aus affekten, Zwängen, Konditionierung oder eben Sucht geschieht.
Die eine Illusion jagt die nächste, viele schreiben sich in gewissen Foren von jeglicher Sucht frei und wollen ihren absolut freien Willen präsentieren.
Und es tut mir (nicht leid) wenn sich einige angesprochen fühlen, aber täglich 3-4 Stunden mit zig leuten Facebooken ohne ein eigentliches Ziel dahinter. (auf jeden Blödsinn antworten und warten, dass jemand schreibt, auch wenn man nebenbei Witzeseiten liest) Ist bereits Suchtverhalten.
Da ist das Argument " es regnet oder ist zu weit weg und keiner hat eigentlich Zeit um sich zu treffen" doch ehrlich gesagt Bullshit.
Wenn man jeden in Deutschland fragen würde, ob er süchtig sei, hätten wir vielleicht eine Zahl von 10 - 200....
EIn witz dazu: Neulich in der Bar, alle mit Handy, keiner Redet. Ende
Traurig was? seh ich jedes Wochenende.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.09.11 17:34 durch CyrionX.
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