Seit Jahren verfolge ich golem.de, oftmals sehr amüsiert über die Kommentare. Hiermit fange ich nun an, auch meinen Senf dazuzugeben:
Angenommen, die Aussage der Kabelnetzbetreiber stimmt: Würde die Telekom Ihre Infrastruktur öffnen, bekämen wohl einige Leute schnelleres Internet für weniger $: Ergo die Telekom verliert Kunden. In den großen Städten, wo die Telekom (natürlich mit Gewinnerzielungsabsicht!) das Netz teuer ausgebaut hat, laufen die Leute zu 1&billig hin, um für weniger Geld Telefon und Internet zu bekommen. Das andere Firmen meistens nicht eine Straße aufgebuddelt haben und über keine eigenen Techniker verfügen ist egal - Hauptsache 19,99¤. Da ist es doch nur klar, das sich die Telekom irgendwas einfallen muss,JA, zur Lasten der Kunden, die in der Gesamtheit aber auch eine große Mitschuld tragen.
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Tschuldigung, aber die Telekom bekommt genau gleich viel Geld von allen anderen Anbietern. Und der Preis wird nicht von den Anbietern ausgehandelt, sondern von der Telekom in Verbindung mit der Bundesnetzagentur.
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Tschuldigung, aber habe ich etwas anderes gesagt?
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Ja, du hast nach meinem Verständnis behauptet, die alternativen Anbieter würden die von der Telekom geschaffene Infrastruktur kostenlos nützen.
Das ist falsch.
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Casandro schrieb:
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> Tschuldigung, aber die Telekom bekommt genau gleich viel Geld von allen
> anderen Anbietern. Und der Preis wird nicht von den Anbietern ausgehandelt,
> sondern von der Telekom in Verbindung mit der Bundesnetzagentur.
Das stimmt nicht. Die Telekom verdient an der Vermietung ihrer Netze wesentlich weniger als an einem Endkunden selbst.
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Casandro schrieb:
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> Tschuldigung, aber die Telekom bekommt genau gleich viel Geld von allen
> anderen Anbietern. Und der Preis wird nicht von den Anbietern ausgehandelt,
> sondern von der Telekom in Verbindung mit der Bundesnetzagentur.
Da wird nichts verhandelt, die Bundesnetzagentur legt die Preise alleine fest.
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Dafür hat das Mangenta-T ein Scheiß-Angebot.
Ferner ist ein Großteil des Netzes aus der Vergangenheit staatl. subventioniert.
Auch nach der Öffnung gab es noch gewaltige Zuschüsse zum Netzausbau.
Ferner hat die DTAG schon als Staatsbetrieb ein mobiles Netz gehabt und gut dran verdient.
Für den Ausbau im Osten ist noch einmal satt Geld geflossen und da auch nicht nur an die DTAG. Hier haben noch viel mehr Firmen die Straßen aufgebuddelt. In einigen östl. Großstädten liegen die GF-Kabel der verschiedenen Anbieter sogar parallel.
Die TAL war ein Staatsgeschenk und die Netzsanierungskosten oft weit geringer als bei den Kabelbetreibern, die heute kaum einen Kunden mit unter 10 Mbit versorgen können. Zahlen aber auch alle nicht so fette Dividenden wie die DTAG und mussten ohne Millionen-Einnahmen aus dem SMS-Versand auskommen.
Somit gehen auch die Preise der Bundesnetzagentur i.O. und sind für die DTAG sogar noch besser als eine Trennung der Netze vom Endkunden (Nur Carrier-Angebote).
Als Technologietreiber sind Vodafone, Telefonica, KD AG, Unitymedia KabelBW und Tele Columbus heute nicht ganz unwesentlich und Millionen ihrer Kunden sind dankbar, dass es sie gibt und man nicht den 600kbits Anschluss der DTAG nutzen muss.
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sowasauchnoch schrieb:
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> Ferner ist ein Großteil des Netzes aus der Vergangenheit staatl.
> subventioniert.
> Auch nach der Öffnung gab es noch gewaltige Zuschüsse zum Netzausbau.
Meines Wissens floss das Geld im Wesentlichen von der Bundespost in den Staatshaushalt. In den 80er Jahren zumindest zeitweise als fester Prozentsatz des Umsatzes (nicht des Gewinns). Grössere Investitionen (Kabelnetz in den 80ern, Aufbau Ost in den 90ern) hat die "Deutsche Bundespost"/"Deutsche Bundespost Telekom" über Kredite finanziert. Die Schulden von 100 Mrd DM hat dann die Deutsche Telekom AG geerbt.
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sowasauchnoch schrieb:
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> Dafür hat das Mangenta-T ein Scheiß-Angebot.
>
> Ferner ist ein Großteil des Netzes aus der Vergangenheit staatl.
> subventioniert.
> Auch nach der Öffnung gab es noch gewaltige Zuschüsse zum Netzausbau.
> Ferner hat die DTAG schon als Staatsbetrieb ein mobiles Netz gehabt und gut
> dran verdient.
> Für den Ausbau im Osten ist noch einmal satt Geld geflossen und da auch
> nicht nur an die DTAG. Hier haben noch viel mehr Firmen die Straßen
> aufgebuddelt. In einigen östl. Großstädten liegen die GF-Kabel der
> verschiedenen Anbieter sogar parallel.
> Die TAL war ein Staatsgeschenk und die Netzsanierungskosten oft weit
> geringer als bei den Kabelbetreibern, die heute kaum einen Kunden mit unter
> 10 Mbit versorgen können. Zahlen aber auch alle nicht so fette Dividenden
> wie die DTAG und mussten ohne Millionen-Einnahmen aus dem SMS-Versand
> auskommen.
> Somit gehen auch die Preise der Bundesnetzagentur i.O. und sind für die
> DTAG sogar noch besser als eine Trennung der Netze vom Endkunden (Nur
> Carrier-Angebote).
>
> Als Technologietreiber sind Vodafone, Telefonica, KD AG, Unitymedia KabelBW
> und Tele Columbus heute nicht ganz unwesentlich und Millionen ihrer Kunden
> sind dankbar, dass es sie gibt und man nicht den 600kbits Anschluss der
> DTAG nutzen muss.
Um endlich mal mit diesem Unsinn aufzuklären:
http://www.telekom.com/medien/medienmappen/regulierung/1928
Vielleicht informieren sich die ganzen Hater mal bevor sie posten...
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sowasauchnoch schrieb:
> Dafür hat das Mangenta-T ein Scheiß-Angebot.
Wogegen sollte dies gleich noch ein Argument sein? Weißt Du nicht mehr, richtig? Macht nichts: Es ist ja nicht einmal überhaupt ein Argument.
> Ferner ist ein Großteil des Netzes aus der Vergangenheit staatl.
> subventioniert.
Das verhielt sich genau umgekehrt.
> Auch nach der Öffnung gab es noch gewaltige Zuschüsse zum Netzausbau.
Tatsächlich hat die Telekom sogar die Verkabelung der kompletten DDR auf Kredit finanziert und das war vor der Privatisierung.
> Ferner hat die DTAG schon als Staatsbetrieb ein mobiles Netz gehabt und gut
> dran verdient.
Die DTAG war nie ein Staatsbetrieb. Der Vorgänger der DTAG hingegen hat nichts verdient, weil er überhaupt keinen Gewinn machen konnte. (Überschüsse wurden abgeschöpft und dem Staatshaushalt zugeführt.)
> Für den Ausbau im Osten ist noch einmal satt Geld geflossen
Siehe oben. Es hätte zwar fließen müssen, weil die Verkabelung der DDR natürlich eine staatliche Aufgabe war, es ist aber nichts geflossen.
> Die TAL war ein Staatsgeschenk
Die TAL wurde verkauft.
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Casandro schrieb:
> Der Preis wird nicht von den Anbietern ausgehandelt,
> sondern von der Telekom in Verbindung mit der Bundesnetzagentur.
Irgendwie hast Du "Regulierung" nicht wirklich verstanden.
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ja und?
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Deine Diskussionsgrundlage ist nicht korrekt. Es macht absolut keinen Sinn sich auf der einen Seite darüber zu beschweren das man an der Vermietung nichts verdient und die Schuld daran an die Konkurrenz zu schieben inkl. mangelnden Ausbau und auf der anderen Seite die Konkurrenten zu verklagen, wenn sie selbst die Straßen aufreißen um ein eigenes Netz zu legen.
Damit blockiert die Telekom den Netzausbau unweigerlich. Zeitgleich schaufelt sie sich ihr eigenes Grab, weil die Konkurrenz zu wenig Miete für die Last Mile zahlt.
Aber offensichtlich will man die Konkurrenz als Mieter haben, den Ausbau hemmungslos blockieren und drauf los meckern. In der Hoffnung das die Mieten erhöht werden und die anderen Zahlen müssen, weil sie kein eigenes Netz aufbauen durften.
Ach, das ist doch alles nur Humbug. Hier wurden Verordnungen und Gesetze erlassen, die rein die Taschen der Vetternwirtschaft füllen sollen. Wie auch immer. Wenn die Konkurrenz daran gehindert wird eigene Infrastruktur zu stellen, werden wir definitiv weiter schlimmstes Entwicklerland in Bezug auf Internet bleiben.
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Richtig so, immer schon Stellung verteidigen, nur so geht das! :-)
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