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  5. › IPv6: Telekom verteilt IPv6-Adressen…

Und wann für bestehende Anschlüsse?

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  1. Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor Mingfu 29.11.12 - 15:01

    Es ist ja schön, dass IP-only-Kunden bei Neubeauftragung nun endlich IPv6 als Dualstack nutzen können. Nur die viel spannendere Frage wäre gewesen, wann denn die Telekom mal an die allgemeine Verfügbarmachung von IPv6 denkt. Das lässt sich dem Artikel nicht entnehmen und ich fürchte, dass die Telekom auch diesmal wieder nichts dazu gesagt hat.

    Das vollmundige Versprechen, dass nun Ende 2012 endlich Dualstack verfügbar wird (nachdem es vorher schon "Ende 2010" und "Ende 2011" nicht geklappt hat), wird nun offenbar heimlich still und leise in "nur bei neuen IP-only-Anschlüssen" umgewandelt. Großartig!

    Man muss der Telekom zwar attestieren, dass sie tatsächlich nachgedacht und eine praktische Lösung gefunden hat, die sowohl Leuten, die auf Datenschutz Wert legen, als auch denen, die eine weitgehend statische Adresse haben wollen, gerecht wird. Nur was nützt diese schöne Lösung, wenn sie offenbar noch mindestens x weitere Monate in der Schublade anstauben soll?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.11.12 15:01 durch Mingfu.

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  2. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor Shigerua 29.11.12 - 15:12

    Und was bringt es den Bestandskunden wenn sie dann IPv6 bekommen?

    IPv4 tuts doch auch.

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  3. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor sdancer 29.11.12 - 15:20

    Man könnte annehmen, dass die T-Kom damit Problemen mit diverser Schrott-Hardware bei den Kunden aus dem Weg gehen will. Die Störungsannahme würde wohl schlicht überrannt, wenn man kaum zwei Jahrzehnte altes Protokoll auf die Zugangs-Plastikdosen der letzten Jahre loslässt.

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  4. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor asic 29.11.12 - 15:25

    Aber du übersiehst hier doch ganz eindeutig, dass IPv6 mindestens 1.5-mal so schnell wie IPv4 ist.
    Das sagt doch die Zahl zeimlich eindeutig aus. :>

    Klar hat IPv6 Vorteile gegenüber IPv4, aber ich denke, die sind für den Endverbraucher nahezu komplett irrelevant.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.11.12 15:27 durch asic.

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  5. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor Mingfu 29.11.12 - 15:32

    IPv4 täte es auch für die neuen Kunden - die Telekom hat noch genug Adressen. Wenn man so herangeht, kann sich die Telekom IPv6 auch komplett schenken. Das wäre eine sinnfreie Diskussion.

    Das Problem ist doch momentan, dass IPv4 weltweit gesehen längst an den Grenzen angelangt ist. Nordamerika und Europa haben lediglich den Luxus, dass sie sich - auf Kosten des Rests der Welt - überreichlich mit IPv4-Adressen eingedeckt haben und es deshalb hier nur langsam dämmert, dass man auf ein Problem zusteuert. Statt dass man aber die Zeit nutzt, um in einer Übergangszeit mittels Dualstack Erfahrungen zu sammeln - dabei aber noch IPv4 als Rückfalloption zu haben - mauern sämtliche großen Internetanbieter (wie die Telekom) und verspielen hier fahrlässig Zeit.

    Und somit wird immer weiter auf eine stetig unerträglichere Situation hingearbeitet: Weil praktisch niemand mittels IPv6 ins Internet gelangt, bleiben natürlich auch die meisten Inhaltsanbieter bei IPv4. Das wird dann wieder als Rechtfertigung genommen, dass damit ja auch niemand IPv6 als Internetzugang braucht... Dieses Henne-Ei-Problem kann nur von den großen Zugangsanbietern durchbrochen werden und deshalb wird es Zeit, dass denen ordentlich in den Hintern getreten wird.

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  6. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor jtsn 29.11.12 - 15:32

    Shigerua schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was bringt es den Bestandskunden wenn sie dann IPv6 bekommen?
    >
    > IPv4 tuts doch auch.

    Nein tut es nicht. RIPE gibt keine IPv4-Adressen mehr raus und so sind viele nur per IPv6 erreichbar.

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  7. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor jtsn 29.11.12 - 15:35

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist doch momentan, dass IPv4 weltweit gesehen längst an den
    > Grenzen angelangt ist. Nordamerika und Europa haben lediglich den Luxus,
    > dass sie sich - auf Kosten des Rests der Welt - überreichlich mit
    > IPv4-Adressen eingedeckt haben

    Nö, Europa sind die Adressen bereits ausgegangen. Der letzte von IANA zugeteilte Block 5.0.0.0 - 5.255.255.255 wird von diversen "VPN"-Anbietern als ersatz für 10.x.x.x mißbraucht und ist daher praktisch nicht nutzbar.

    > Und somit wird immer weiter auf eine stetig unerträglichere Situation
    > hingearbeitet: Weil praktisch niemand mittels IPv6 ins Internet gelangt,
    > bleiben natürlich auch die meisten Inhaltsanbieter bei IPv4.

    Die meisten relevanten Inhaltsanbieter sind bereits seit einem Jahr per IPv6 erreichbar.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.11.12 15:36 durch jtsn.

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  8. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor gaym0r 29.11.12 - 15:36

    jtsn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Shigerua schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und was bringt es den Bestandskunden wenn sie dann IPv6 bekommen?
    > >
    > > IPv4 tuts doch auch.
    >
    > Nein tut es nicht. RIPE gibt keine IPv4-Adressen mehr raus und so sind
    > viele nur per IPv6 erreichbar.

    Ja und? Die Provider haben noch genug auf Lager.

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  9. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor fuzzy 29.11.12 - 15:37

    Dein Internetzugang ist nur die eine Seite der Verbindung. Auf der anderen steht der Dienst, auf den du zugreifen willst.

    Baumansicht oder Zitieren oder nicht Posten - die Wahl ist eure!

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  10. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor Mingfu 29.11.12 - 15:37

    Normalerweise sollte es ja nicht stören. IPv6-Router sind im Heimbereich immer noch die Ausnahme, AVM und Co haben ja lange genug geschlafen. Deshalb dürften es die meisten Leute erstmal gar nicht merken, dass eigentlich auch IPv6 zur Verfügung stünde - denn ihr Router wird auch weiterhin nur IPv4 benutzen. Aber es würde den Leuten, die gern experimentieren, endlich ermöglichen, dass sie dort Erfahrungen sammeln können.

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  11. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor ji (Golem.de) 29.11.12 - 15:38

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist ja schön, dass IP-only-Kunden bei Neubeauftragung nun endlich IPv6
    > als Dualstack nutzen können. Nur die viel spannendere Frage wäre gewesen,
    > wann denn die Telekom mal an die allgemeine Verfügbarmachung von IPv6
    > denkt. Das lässt sich dem Artikel nicht entnehmen und ich fürchte, dass die
    > Telekom auch diesmal wieder nichts dazu gesagt hat.

    Nein. Das soll kommen, aber es wurde kein Zeitpunkt genannt.

    Jens Ihlenfeld
    (Golem.de)

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  12. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor adlerweb 29.11.12 - 15:42

    Man kann die Schildkröte tanzen sehen ;)

    IPv4 wird langsam knapp - die ersten Webhoster bekommen das inzwischen zu spüren. So lange ein großteil der Bevölkerung auf IPv4 hockt wird der User außer dem gewöhnten NAT-Gewurschtel keine IPv4-Nachteile spüren, denn viele andere Dienste sind inzwischen mit Krücken halbwegs stabil (z.B. erreichbarkeit von intelligenten Geräten über "Cloud"-Gateways der jeweiligen Hersteller). Wenn die Großen allerdings doch irgendwann umstellen könnte sich doch der ein oder andere kleinere Betreiber überlegen, ob es tatsächlich notwendig ist für den 4er-Rest den Aufwand eines Dual-Betriebes zu zahlen.

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  13. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor Mingfu 29.11.12 - 15:44

    jtsn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nö, Europa sind die Adressen bereits ausgegangen. Der letzte von IANA
    > zugeteilte Block 5.0.0.0 - 5.255.255.255 wird von diversen "VPN"-Anbietern
    > als ersatz für 10.x.x.x mißbraucht und ist daher praktisch nicht nutzbar.

    Dass der Vergabestelle die Adressen ausgegangen sind, ist in dem Sinne nicht relevant, weil sich praktisch alle großen Anbieter vorher ausreichend eingedeckt haben und auf privaten Kontingenten von Adressen sitzen. Denen geht so schnell nicht die Puste aus. Und genau das ist das Problem. Den großen tut das überhaupt nicht weh. Einzig neue, kleine Anbieter im Markt stehen damit vor einem echten Problem. Aber das ist natürlich eine tolle Möglichkeit, sich diese Konkurrenz effektiv vom Leib zu halten...

    > Die meisten relevanten Inhaltsanbieter sind bereits seit einem Jahr per
    > IPv6 erreichbar.

    Aber sie sind natürlich nach wie vor per IPv4 erreichbar und deshalb kann man das natürlich ewig als Ausrede hernehmen, dass man IPv6 damit ja gar nicht braucht...

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  14. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor asic 29.11.12 - 15:53

    Und da es möglich ist, dass diese Dienste sowohl IPv4 als auch IPv6 unterstützen, ist es für den Konsumenten, der Zuhause vor seinem PC, Tablet, Handy, ... sitzt völlig egal, ob er nun selbst noch eine IPv4 oder eine IPv6 Addresse hat.

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  15. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor fuzzy 29.11.12 - 16:04

    Bald wird es für die Dienste eben nicht mehr, oder nur mit horrenden Mehrkosten, möglich sein, IPv4 zu unterstützen.

    Baumansicht oder Zitieren oder nicht Posten - die Wahl ist eure!

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  16. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor defaulx 29.11.12 - 16:09

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Normalerweise sollte es ja nicht stören. IPv6-Router sind im Heimbereich
    > immer noch die Ausnahme, AVM und Co haben ja lange genug geschlafen.
    > Deshalb dürften es die meisten Leute erstmal gar nicht merken, dass
    > eigentlich auch IPv6 zur Verfügung stünde - denn ihr Router wird auch
    > weiterhin nur IPv4 benutzen. Aber es würde den Leuten, die gern
    > experimentieren, endlich ermöglichen, dass sie dort Erfahrungen sammeln
    > können.

    Das stimmt für viele Hersteller, aber AVM war ein Pionier bei IPv6. Die hatten schon Anfang 2010 Beta-Firmwares für ihre Router veröffentlicht. Und seit letztem Jahr ist IPv6-Support standardmäßig dabei.

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  17. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor asic 29.11.12 - 16:19

    Das versteh ich nicht, warum sollte das teurer werden, als es jetzt schon ist?
    Ob man Server jetzt Dual-Stacked anbietet oder erst in fünf Jahren, ist doch für die Kosten unerheblich.

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  18. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor fuzzy 29.11.12 - 16:24

    Weil mit knappen Ressourcen Geld gemacht wird. Wirtschaft funktioniert so.

    Baumansicht oder Zitieren oder nicht Posten - die Wahl ist eure!

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  19. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor einglaskakao 29.11.12 - 16:27

    defaulx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mingfu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Normalerweise sollte es ja nicht stören. IPv6-Router sind im Heimbereich
    > > immer noch die Ausnahme, AVM und Co haben ja lange genug geschlafen.
    > > Deshalb dürften es die meisten Leute erstmal gar nicht merken, dass
    > > eigentlich auch IPv6 zur Verfügung stünde - denn ihr Router wird auch
    > > weiterhin nur IPv4 benutzen. Aber es würde den Leuten, die gern
    > > experimentieren, endlich ermöglichen, dass sie dort Erfahrungen sammeln
    > > können.
    >
    > Das stimmt für viele Hersteller, aber AVM war ein Pionier bei IPv6. Die
    > hatten schon Anfang 2010 Beta-Firmwares für ihre Router veröffentlicht. Und
    > seit letztem Jahr ist IPv6-Support standardmäßig dabei.
    Ich verstehe die Nörgelei hier auch nicht.

    Meine Fritzbox 7390 hat schon lange IPv6-Support aktiv und letztes Jahr lief sie auch anstandslos beim Betatest für IPv6 der Telekom.

    Fraglich ist für mich, wann die Serveranbieter wie zum Beispiel Server4you auch IPv6 anbieten.

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  20. Re: Und wann für bestehende Anschlüsse?

    Autor asic 29.11.12 - 16:28

    Du meinst Server die neben IPv6 noch IPv4 unterstützen werden, werden teurer sein als solche, die nur IPv6 unterstützen?
    Dann würde man aber einen riesigen Teil der Internetnutzer abschneiden, wodurch man keinerlei wirtschaftliche Vorteile hat.

    Klar wird irgendwann IPv4 eingestellt, aber bis dahin, haben die meisten von vornherein IPv6. Das wird nicht einfach über Nacht passieren.

    Demnach ist es zur Zeit für Kunden irrelevant (imo).

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